Katastrophe
Augenzeugenbericht eines Bischofs
Unidentifizierbare Leichen hängen in den Bäumen. Kinder suchen auf den Straßen nach ihren Eltern. Das Nötigste fehlt. Ein thailändischer Bischof beschreibt die materielle Not unmittelbar nach der Flutkatastrophe.
(kreuz.net, Surat Thani/Thailand) Der Bischof von Surat Thani, Joseph Prathan Sridarunsil (58) SDB, äußerte gegenüber dem Nachrichtendienst ‘AsiaNews’, daß der Strand seiner Diözese mit Leichen übersät sei. Manche Tote würden immer noch zwischen den Ästen der Bäume hängen. Surat Thani ist eine Diözese im Süden des Königreichs Thailand.

„Freiwillige bringen eingesammelte Leichen in einen nahe gelegenen Buddhistentempel“, schildert Bischof Prathan die erste Nothilfe. Doch auch im Tempelareal gebe es nicht ausreichend Platz. Die Toten blieben auf dem Rasen vor dem Tempel liegen: „Viele Tote können nicht identifiziert werden. Viele Kinder suchen auf den Straßen nach ihren Eltern.“

Helfer versuchten, den Opfern einen Namen zu geben. Für Tausende Familien gelte es, ein Obdach zu finden. Man müsse dafür sorgen, daß sich keine Epidemien ausbreiteten. Der Bischof unterstreicht auch seine Sorge, Nahrungsmittel für die zahlreichen Hungernden zu finden. Für die Verzweifelten brauche es psychologische Betreuung.

Erst viel später werde es die Arbeit der Hilfskräfte sein, Häuser, Schulen und die anderen Institutionen wieder aufzubauen.
Der Bischof bat die katholischen Priester und Ordensleute in den Katastrophengebieten zu helfen. Es gehe darum, den Überlebenden das Nötigste zu reichen und die Hilfskräfte zu koordinieren.

„Heute muß ich die Leichen zahlreicher Opfer segnen“, beschreibt Pater Peter Bancha Apichartvorakul die schreckliche Situation. „Wir erleben eine Tragödie.“

Die Caritas von Thailand, die dort unter dem Namen ‘Coers’ bekannt ist, bat andere katholische Organisationen um Geld- und Sachspenden sowie um freiwillige Helfer. „Es gibt so viele Opfer in vielen Gebieten“, sagte Caritas Direktor Pater Phiboon Visitnantachai. „Wir brauchen mehr Freiwillige und finanzielle Mittel.“

Das Rote Kreuz von Thailand bittet um Blutspenden. Ärzte und Krankenschwestern werden von den öffentlichen Verkehrsmitteln und Fluglinien umsonst an die jeweiligen Einsatzgebiete gebracht.
      
1 Lesermeinung
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#1   Dolfus   22:45:58 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
Blut Christi – rette uns!
Was soll man zu dieser Katastrophe sagen? Uns verschont Gebliebenen soll sie zu denken geben. Gleichzeitig müssen wir für die Verstorbenen und Notleidenden beten.
Einmal könnten und werden wir in ihrer Situation sein. Ich habe gehört, daß die Einheimischen abreisenden Touristen noch Jausenpäckchen mitgeschickt haben, und sie fürchten wohl zurecht, daß – sind die Westmenschen erst einmal abgereist – ihr Leid nur mehr wenig thematisiert werden wird, und sie alleine damit zurechtkommen müssen, wie z.B. zahlreiche andere Gebiete der Dritten Welt, die theoretisch ähnliche Verhältnisse wie die Westeuropäer genießen könnten.
Diese Ereignisse haben wohl viele an die Rede über die Endzeit Jesu Christi – quasi Sein Vermächtnis – erinnert. Wer sagt uns scheinbar so gutgebetteten Westeuropäern, daß wir nicht die Nächsten sind, die dran kommen?
Wieso es stets die Ärmsten mit diesen Katastrophen trifft, weiß Gott allein. Wir Kreaturen können dies nur zur Kenntnis nehmen, verbunden mit dem Wissen, daß Gott jede menschliche Seele für die Ewigkeit retten möchte.
Daß furchtbare Ereignisse bevorstehen ist unabänderlich, denn sie sind durch Christi Endzeitrede vorhergesagt, aber Christus mahnt Selbst, zu beten, daß die Schrecklichkeit der endzeitlichen Ereignisse abgemildert werde. Ähnliche Mahnungen vernahmen wir durch unsere himmlische Mutter in ihren Erscheinungen, namentlich in Fátima, wo sie in etwa sagte: „Mehrere Nationen werden vernichtet werden.“
Sühne tut not, denn Gottes Gerechtigkeit ist vollkommen – nicht umsonst die erschütternde Botschaft des Barmherzigen Christus an St. Faustyna, die unser jetziger Papst sehr verbreitet.
Auch hat der selige Papst Johannes XXIII. sehnlichst die Anbetung des Kostbarsten Blutes gefordert – seltsam, daß man uns dies nicht sagt, und uns das Zerrbild eines Papa Giovanni präsentiert, den es so nicht gegeben hat.
„Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ – nämlich, um uns reinzuwaschen!
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