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Freitag, 10. November 2006 15:24
Die Ablöse des Pressesprechers im Erzbistums Köln ist vor den Gerichten dieser Welt gelandet. Der Entlassene fühlt sich in seiner Ehre verletzt.
Zurück zum Artikel 34 Lesermeinungen:
Mittwoch, 15. November 2006 00:32
Jörg Guttenberger, Köln: GvG, Ansgar: Köln
Sieht es etwa in anderen Städten besser aus?

EB Dyba war der einzige, der aufgrund eigenen Beschlusses aus der Beratungsscheinpraxis ausgestiegen ist. Meisner hat zwar schon immer markige Worte gegen diesen Missbrauch gefunden, auf entsprechend markige Taten haben wir vergeblich gewartet, bis die Anordnung aus Rom kam. Es war keineswegs Meisner, durch den die Front der DBK zusammengebrochen ist, sondern ausschließlich die Anordnung aus Rom!
Montag, 13. November 2006 10:34
Ansgar: @ Graf
Richtig beobachtet. Hinzu kommt die lächerliche Angewohnheit vieler Kölner, die Stadt, das Bier und den Dialekt für irgendwie allgemeinverträglich zu halten. Die durchgehende Proletarisierung tut ein übriges.

Zur Ehrenrettung: Das kirchliche Angebot ist weltklasse. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es irgendwo außerhalb Italiens eine solche Vielfalt an herrlichen sakralen Räumen, fähigen Geistlichen und funktionierenden Gemeinden gibt.
Sonntag, 12. November 2006 23:27
Graf von Galen: Pro Köln, @ Jörg Guttenberger
Bischof Dyba war lobenswerterweise als einzigster immer
gegen den Beratungsschein, aber erst als sich auch
Kardinal Meisner gegen diese Mogelpackung aussprach,
brach die Einheitsfront der deutschen Bischöfe zusammen
und mußte Bischof Lehmann seine Niederlage
eingestehen.

Zur Frage ob Köln ein Dreckloch ist :

Auch wenn in Köln viele Heilige begraben liegen, so läßt
sich doch nicht leugnen, daß der öffentliche Raum
verwahrlost ist. Die Treppen zum Dom sind eine
Müllkippe, vor den Türen der Innenstadtkirchen stehen
Junkies und ziehen den Kirchgängeromis
das Geld aus der Tasche, in der KVB sind die Schuhe auf
den Sitzen und plärrt das Gesäusel der Hölle aus den
Mobiltelefonen, überall sind die Wände mit pubertären
Sprüchen voll gesprayt. Hinzu kommen die Probleme
mit den stehlenden Zigeunerkindern und den multikrimi-
nellen, multikulturellen Jugendbanden.
Von „Hillig Kölle“ ist jedenfalls nicht viel übrig geblieben !
Sonntag, 12. November 2006 13:41
macht nichts, man muß ja wirklich nicht alles auf Anhieb kapieren. Jedenfalls, ob die Klinge nun so grob war, wie Sie behaupten oder ob sie für Sie zu fein war, offenbar hat Sie getroffen. Nur leider den Falschen, den Moralisten hvo. Tut mir echt traurig. Doch lesen Sie mal den Sermon des Erzbistums Kölle vom 24.Oktober 2006 durch http://www.erzbistum-koeln.de/modules/news/news_0467.html?uri=/index.html irgendwas scheint da doch faul zu sein: War das mit der Regelung die im Einverständins getroffen wurde rein daher fabuliert? Wer hat die angeblichen Indiskretionen begangen, warum sind das – so kreuz.net – gezielte Indiskretionen? Woher kommt die Äußerung des Erzbistums: „Diese Regelung wird im Einvernehmen mit den bisherigen Stelleninhabern getroffen, die beide in den Ruhestand gehen.“ Ist das erfunden oder haben Gespräche stattgefunden? Wie passt das mit dem Satz zusammen: „Erst am Mittwoch hatte sich der Kölner Generalvikar, Prälat Dominik Schwaderlapp, für das Verhalten entschuldigt. Die nötigen Gespräche seien zu spät angesetzt worden.“ Wieso wurden die Gespräche zu spät angesetzt? Und wieso konnten dann schon vor den Gesprächen schon Gesprächsergebnisse („beide werden in Ruhestand gehen“) veröffentlicht werden?
Die Öffentlichkeit, insbesondere die innerkirchliche, hat jedenfalls genug Anlaß mißtrauisch zu sein. Und wer in diesem Fall „Täter“ ist und wer „Opfer“ um diese Terminologie mal zu gebrauchen, ist so auf Anhieb jedenfalls kaum ersichtlich.
Sonntag, 12. November 2006 12:12
wiener: @ ansgar
ich vermute, dass ihr beitrag über köln auch der eher verunglückte versuch von ironie war?

@ hvo – a propos ironie:
ironie zu verfassen (nicht nur sie zu verstehen) setzt ein mindestmaß an intelligenz voraus. ihren bisherigen beiträgen nach zu urteilen konnte man daher nicht davon ausgehen, dass sie sich dieses stilmittels bedienen wollten.
im übrigen: ein stil wie: „xy hat keine ehre, ist habgierig und will bis zur rente faulenzen“ ist mitnichten ironie, sondern einfach nur verleumderisch. und dann nachher zu sagen: „war doch ironie – gar ned so gemeint“ hat mit der feinen klinge der ironie nichts zu tun – das ist viel eher das dreinschlagen mit der dicksten keule und nachher feig noch nicht mal dazu stehen wollen.
fazit: belegen sie erst mal einen kurs in ironie, bevor sie sich darin versuchen.
nur mal so ein tipp am rande.
Sonntag, 12. November 2006 11:26
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Wiener,
ich hatte meinen Text bewußt ironisch gehalten. Ihren Verdacht, dass hier ein kollusives Zusammenwirken (von wem auch immer) zum Schaden des Erzbistums stattgefunden hat – ich hoffe Sie Recht verstanden zu haben – wollte ich so ungeschminkt nicht äussern. Nun danke, dass Sie es getan haben.
Sonntag, 12. November 2006 09:56
wiener: @ hvo
in ihrer Ehre sind gerade immer die Leute beonders betroffen, an deren Ehrlichkeit am meisten Zweifel herrschen, von der Ehre erst gar nicht zu sprechen. um die stehts oftens noch ärger! Und Schmerzensgeld ist wohl ein Synonym für nachträgliche Bestechung… Vorallem der Müßiggang bis zur Rente.
irgendwie typisch:
das opfer/der leidtragende wird zum „täter“ gemacht.
vielleicht sollten sie sich mal ins gedächtnis rufen (und wenn das mangels substanz nicht funktioniert, dann lesen sie einfach in obigem artikel nach): der generalvikar hat selbst „unprofessionelles verhalten“ eingestanden und sich dafür entschuldigt. d.h. der fehler in dieser art der entlassung liegt eindeutig auf seiten der diözesanleitung.
ich bin mir sicher, dass m. becker-huberti sich einer vernünftigen und angemessenen lösung nicht verweigert hätte. aber diese art, seine eigene entlassung aus der presse (!) zu erfahren, ist einfach letztklassig.
man sollte einmal darüber nachdenken, das – völlig gerechtfertigte! – schmerzensgeld aus dem (dem vernehmen nach auch nicht gerade bescheidenen) gehaltstopf des herrn generalvikars zu nehmen – dann würde dem erzbistum zumindest finanziell kein weiterer schaden in dieser sache entstehen.

ad „müßiggang bis zur rente“:
sie scheinen nicht verstanden zu haben, dass m. becker-huberti überhaupt nicht auf „müßiggang“ aus ist – ganz im gegenteil. wenn ihn sein dienstgeber ohne gründe entlässt, hat er natürlich ein recht darauf, eine angemessene entschädigung zu bekommen.
Samstag, 11. November 2006 23:53
HeinrichvonOfterdingen: Irschenwie finde isch das sonderbar,
in ihrer Ehre sind gerade immer die Leute beonders betroffen, an deren Ehrlichkeit am meisten Zweifel herrschen, von der Ehre erst gar nicht zu sprechen. um die stehts oftens noch ärger! Und Schmerzensgeld ist wohl ein Synonym für nachträgliche Bestechung. Suum suique. Hauptsache der Trug trägt! Denn ist schon vieles gewonnen. Vorallem der Müßiggang bis zur Rente. Der dannach scheint ohnehin schon gesichert.
Samstag, 11. November 2006 23:38
Jörg Guttenberger, Köln: Graf v. Galen: Kard. Meisner / Ansgar: Köln
Der einzige Bischof, der den Kompromis mit dem Beratungsschein nicht mitgetragen hat was Erzbischof Dyba! Kardinal Meisner ist, genauso, wie die übrigen deutschen Bischöfe, erst auf Anordnung Roms ausgestiegen.

Ansgar: bitte Ruhe auf den billigen Plätzen! Köln ist kein Drecksloch, sondern Ruhestätte von Albertus Magnus, Dr. subtilis Johannes Duns und Adolf Kolping! Wenn Köln Probleme hat, so insbesondere wegen des unglaubwürdigen Auftretens des Kardinals Meisner, wie der Fall Becker Huberti wieder zeigt!

Aus welchem Loch Sie kommen, verschweigen Sie wohl lieber? Vermutlich gibt es in Köln weit mehr Kirchen pro Einwohner, als bei Ihnen.
Samstag, 11. November 2006 22:50
Graf von Galen: Wider VII, Sr Maria Andrea
Also ich wohne in Köln und wenn ich auch als Gegner
von VII mit Kardinal Meisner in gewisser Weise ein
Problem habe, so ist er nach meiner Meinung unter den
vielen blinden Diözesanbischöfen zumindest ein Ein-
äugiger. Ich bin ihm jedenfalls sehr dankbar, daß er
1999 den faulen Kompromiß zum Beratungsschein nicht
mitgetragen hat und somit zu dessen Scheitern beigetra-
gen hat. Es stimmt allerdings, daß sich das Kölner-
Establishment viel auf seine abgestandenen
Alt- 68’er bzw. 62’er- Ideen einbildet.
Der Dumont-Schaumann- Verlag, der in Köln das Meinungsmonopol bildet, propagiert ebenfalls in diese
Richtung.
Samstag, 11. November 2006 21:32
Ansgar: @ Sr. Maria
Es ist wahr, daß Kardinal Meisner bei vielen Kölnern unbeliebt ist. Das macht ihn so sympathisch! Dieses selbstverliebte, verschwuchtelte, provinzielle, debil-kamelleschmeißende häßliche Dreckloch braucht einen kernigen Zuchtmeister. Mehr Meisner für Köln!
Samstag, 11. November 2006 20:40
Es ist sehr zu verstehen, dass die KOELNER die Monate zählen, bis Joachim in den Ruhestand geht! Nach dem grossartigen König in Wien kam leider Gröer. Nach den grossartigen Kardinälen Frings und Höffner in Köln kam der Mann von der Spree an den Rhein.Es ist sehr traurig¨¨!
Samstag, 11. November 2006 03:33
Beim Besuch des Papstes anläßlich des Weltjugendtages in Köln fiel unangenehm auf, daß Kardinal Meisner vor dem Papst nicht nur auf das (vor dem Konzil übliche linke) Knie ging, sondern als Einziger auch noch dabei sein Käppi abnahm! Also nach oben buckeln!

Nach dem Schreiben Leos d. Gr. an den damaligen Metropoliten Anastasios von Thessalonike, nachdem alle Bischöfe aufgrund ihrer Weihe gleich an Würde (vom Konzil bestätigt), aber ungleich in ihrer Jurisdiktion sind, wirkt die übertriebene Demut Meisners allzu deplaziert und buckelig.

In seiner Handhabung des Falles Becker-Huberti zeigt Meisner hingegen ein kräftiges Treten nach unten, also ein solides Radfahrertalent.

Der Vorwurf einer geziehlten Idiskreton wirkt geradezu peinlich, denn wir erwarten von einem reifen Erwachsenen ein Handeln, daß wir gegenüber jedermann ruhigen Gewissens vertreten können. Dagegen hinterläßt das Management unseres hiesigen Erzbistums den Eindruck von unreifen Buben, die beim Apfelklau erwischt worden sind.
Samstag, 11. November 2006 02:40
Adrian Leverkuehn: @ Guttenberger
wurde durch den Hinauswurf aus unserer Ministrantengruppe beantwortet.

Ich kann mir keine schlimmere Strafe vorstellen!
Samstag, 11. November 2006 02:17
Sorglos: wusste ich auch schon
wusste ich auch schon
Samstag, 11. November 2006 01:03
Jörg Guttenberger, Köln: Exbochumer, Gotthard
EB: Für Beamte gilt statt der Arbeits- die Verwaltungsgerichtsbarkeit.

G.: Es gibt m. W. Kirchenbeamte. So tragen laikale Mitarbeiter des Generalvikariates Köln Beamtentitel wie Rechts- und Oberrechtsrat.

Angestellte analog BAT werden, wie Sie richtig feststellen, nach 15 Dienstjahren unkündbar.

Die Privatwirtschaft ist wahrlich keine Idylle. Daß Herr Dr. Müller-Huberti durch die Presse von seinem Hinauswurf erfahren hat, bestätigt das Niveaugefälle von Privatwirtschaft in Richtung Kirche, das ich bereits 1967 persönlich zu spüren bekam: die unterschiedlichen Umgangsformen zwischen Privatwirtschaft und Kirche sind mit schon damals auf den Keks gegangen. Denn in der Privatwirtschaft wurden und werden selbst Lehrlinge wie vollwertige Erwachsene behandelt, wohingegen in der Kirche selbst bis ins hohe Alter einseitig geduzt wurde. Meine im Rahmen eines Leserbriefes in der Kölner Kirchenzeitung(!) veröffentlichte Kritik wurde durch den Hinauswurf aus unserer Ministrantengruppe beantwortet. Unser Pfarrer hat mir seinen Entschluß selbstverständlich nicht persönlich, sondern mich keines Wortes würdigend über meine Mutter mitgeiteilt!

Der Vorgang Dr. B-H hat aber auch wirtschaftliche Gesichtspunkte: hier werden durch Hinauswurf und Neueinstellung erhebliche Kosten produziert, wohingegen in den Pfarren gespart wird.

Ein Problem ist allerdings, daß als Personalreferenten keine Juristen, sondern Theologen eingestellt werden, zu Personalreferenten umfunktionierte Pastralreferenten
Samstag, 11. November 2006 00:50
Breze: @ wiener
Ihre posts gefallen mir, weiter so!
Samstag, 11. November 2006 00:46
wiener: @ karl: ???
Ein gemeinsamer Pseudo-Feind, in diesem Falle ein sehr frommer Priester und guter Generalvikar, wäre ja nun schon gefunden.
die frömmigkeit von dominik schwaderlapp ist hier nicht thema und steht auch nicht zur debatte. seine fähigkeit als generalvikar dagegen schon und hier insbesondere seine art des umgangs mit haupt- und ehrenamtlichen mitarbeitern. sonst nichts.

übrigens sollten sie einmal etwas an ihrem umgangston arbeiten.
Samstag, 11. November 2006 00:33
kreuzi: …
der erzbischof von köln hat natürlich die frage, arbeitsplätze in und um die kirche mit guten arbeitnehmern zu besetzen und gute arbeitnehmer für die kirche sind menschen, die offensiv gegen drogen, pädphilie, sodomie und anderen sozialistischen und liberalen untrieben vorgehen.
Samstag, 11. November 2006 00:01
Sr. Maria Andrea †: Ja Herr Peter Lingen
Wo lebt jetzt auch noch der Herr Bischof Schmitz? Dass isr doch der Kölsche Schmitz, oder?
Freitag, 10. November 2006 23:17
Pater Lingen: Dass der Lügner Becker-Huberti auch noch so unersättlich ist…
überrascht mich nicht. Als ich ihn nach meiner Priesterweihe darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die V2ler sich jetzt auf verstärkten Widerstand einstellen müssen, schrieb er mir:
„Sehr geehrter Herr Lingen, Herr Kardinal Meisner dankt Ihnen für Ihr Schreiben vom 10. September, das er mir zur Beantwortung übergeben hat. Die Ihrem Brief beigefügten Texte, die die römisch-katholische Kirche als ‘Konzilssekte’, den Päpstlichen Stuhl als ‘vakant’ und die Nachfolger Pius XII. als ‘Scheinpäpste’ bezeichnen, spricht eine ebenso deutliche Sprache wie die angegebene Weihe zum ‘röm.-kath. Priester’ durch – einen mir nicht als römisch-katholischen – ‘Bischof’ bekannten Herrn Schmitz. Sie liefern die Gründe, weswegen sich die römisch-katholische Kirche nicht so nennen darf, selbst: Sie möchten als nicht in der Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche Stehender gerne dazugehören. Ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß durch das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 24.11.1993 (AZ XII ZR 51/92) die Bezeichnung ‘römisch-katholisch’ allein der mit Rom in Einklang stehenden Katholischen Kirche zusteht. Deshalb haben Sie auch kein Recht, sich als ‘römisch-katholischer’ oder als ‘katholischer’ Priester zu bezeichnen. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti (Pressesprecher)“.
Mittlerweile wurden die Lügen der V2ler sowie der OMF-„brd“ (z.B. „BGH“-„Urteil“) bis ins Detail enttarnt, und der „Sedisvakantismus“ steht unwiderlegt da. Die V2ler toben wild, doch vergeblich.
Freitag, 10. November 2006 23:11
Karl: Arschlöscher
Ach. Was sich hier wieder für Allianzen bilden könnten. Was links-außen nach rechts-außen. Ein gemeinsamer Pseudo-Feind, in diesem Falle ein sehr frommer Priester und guter Generalvikar, wäre ja nun schon gefunden. Hauptsache fertig machen. Das wollte der Generalvikar sicherlich nicht mit Manfred Becker-Huberti und dies würde er ihm wohl auch nie vorwerfen. Widerlich.
Freitag, 10. November 2006 20:33
wiener: faszinierend …
wie rasch hier wieder einmal die attribute „altliberal“, „habgierig“ etc. zur stelle sind.
weder m. becker-huberti noch prälat läufer wird man mit diesen verurteilenden adjektiven gerecht. beide haben in (zum teil bewundernswerter und nicht immer einfacher) treue zu ihrem auftrag und zu ihrem arbeitgeber seit jahren bzw. jahrzehnten ihre aufgaben erfüllt. beide haben immer wieder für ihren erzbischof den kopf hingehalten und für ihn oft genug die „kartoffeln aus dem feuer“ geholt. wie die diözesanleitung, insbesondere der generalvikar jetzt mit ihnen umspringt, ist erbärmlich, entspricht aber durchaus dem sonstigen führungsstil des herrn schwaderlapp. unter seinem vorgänger wäre das (und so manches andere, was in gesprächen mit altgedienten mitarbeitern in der diözese und in den pfarren geschieht, wo sich schwaderlapp vor allem als präpotent und dialogunfähig erweist) wohl kaum möglich gewesen.

ps: selbstverständlich gibt es keine „kirchenbeamten“, sondern nur kirchliche angestellte, für die natürlich grundsätzlich das arbeitsrecht gilt.
Freitag, 10. November 2006 18:40
Gotthard: @ExBochumer
Sind diese Herren nicht Kirchenbeamte? Und Beamte können nicht vor dem Arbeitsgericht klagen, denn das ist nur Arbeitern und Angestellten vorbehalten .

lange nicht mehr solch einen Unfug gelesen. In der kath. Kirche gibt es keine Beamten.
Freitag, 10. November 2006 18:11
Sulpicius: Schwaderlapp
Das klingt nach karrieregeilem Pseudo-Konservativen…
Freitag, 10. November 2006 16:55
Gotthard: @heggi
Bei „Kirchens“ darf es offensichtlich wie bei Mannesmann zugehen.

von dürfen oder … kann wohl keine Rede sein. Ich habe lediglich die kirchliche Arbeitsvertrags-Rechtslage zitiert, für die ich nicht verantwortlich bin.
Freitag, 10. November 2006 16:52
rechtskonform oder rechtlich bedenlich oder gar rechtswidersprüchlich ist muß einem Gericht überlassen bleiben.

Jedenfalls hat ein Dienstherr das Recht, sich seine höheren Beamten auszuwählen.

Und das gilt auch für die Pressesprecher.

Und wenn die Erzdiözese Köln als Dienstherr einen Fehler gemacht hat, so muß sie naturgemäß dafür einstehen.

Ich frage mich nur, ob für diese Herren wie Pressesprecher u. Co. arbeitsgerichtliche Normen gelten.

Sind diese Herren nicht Kirchenbeamte? Und Beamte können nicht vor dem Arbeitsgericht klagen, denn das ist nur Arbeitern und Angestellten vorbehalten .
Freitag, 10. November 2006 16:49
Heggi: Gotthard
Ihr Rechtsverständnis in Ehren…, aber dafür kann und wird Sie jeder arbeitsloser Famielienvater in den „Allerwertesten“ treten. Bei „Kirchens“ darf es offensichtlich wie bei Mannesmann zugehen. Bravo, Herr Gotthard!
Freitag, 10. November 2006 16:30
Gotthard: Vertrag
Der Pressesprecher eines Bistums wird wohl einen kirchlichen Arbeitsvertrag haben. Nach 15 Jahren im kirchlichen ist er unkündbar. Sollte er dennoch gekündigt werden, steht ihm selbstverständlich der Weg zum Arbeitsgericht frei … und die finanziellen Folgen muss das Bistum tragen – aus Kirchensteuermitteln.
Es ist ganz einfach.
Schmerzensgeld will er wohl nur einklagen wegen der merkwürdigen Art der Zustellung der Kündigung – durch die Presse.

Während Algermissen in Fulda rechtlich korrekt gehandelt hat – und einen befristeten Vertrag nicht mehr verlängert und die betroffenen Priester schon eher freisetzt, hat Meisner rechtswidrig gehandelt – und muss nun die rechtlichen Folgen tragen.
Freitag, 10. November 2006 16:14
Ansgar: @ Mathias DD
Naja, auch die von Ihnen angeführten Direktoren lassen sich ja gerne fett abfinden, wie gerade jüngst der Presse zu entnehmen. Dr. Becker-Huberti ist als Pressechef ja nicht rechtlos; zudem weiß niemand, was er sich zu schulden hat kommen lassen – vermutlich nichts. Außerdem hat der Mann drei Kinder, die 300000 wären noch zu versteuern, und ob dafür Kirchensteuergelder genommen werden, weiß ich auch nicht (Staatsvertrag).

Als Altliberalen würde ich ihn auch nicht bezeichnen, hat er doch immer tapfer seinen Bischof verteidigt. Erwähnenswert außerdem Dr. Becker-Hubertis Kampf pro Nikolaus/ contra Weihnachtsmann.

Viel wichtiger: Durch das tölpelhaft-brutale Vorgehen der Bistumsleitung steht die Kirche in einem ganz schlechten Licht. Daran ist nichts zu deuteln.
Freitag, 10. November 2006 15:57
taunuß: Die Hauptsache
Pastor trifft unterwegs einen Bauern und fragt,
wie es ihm so gehe.,,Recht good,Herr Pastor.“
Pastor:,,Ich denke ,Ihre Frau ist so Krank?“ ,,Ja“,
sagt der Bauer, ,,dat stimmt! Aber de Hauptsak
is,wenn’t man sülwst good geiht!“
Freitag, 10. November 2006 15:53
Matthias_DD: @Ansgar
Gegen das Einkommen ist auch nichts zu sagen. Aber wer die Rechte eines Direktors in der Wirtschaft beansprucht, muss auch die Kehrseite akzeptieren. Wenn der Dienstherr in der freien Wirtschaft mit der Leistung nicht zufreiden ist, muss der Chef eben gehen. Hat er einen Zeitvertrag, wie bei Vörständen üblich, kriegt er sein Gehalt bis zu deren Ablauf, hat er keinen, wie hier offensichtlich, hat er eben Pech, da das KschG für leitende Angestellte eben nicht gilt und muss zum Arbeitsamt. Ich messe beiden Klagen kaum Aussicht auf Erfolg zu. Warum sollen brave Kirchensteuerzahler die Eitelkeiten eines Pressechefs finanzieren, der sich in seiner Ehre verletzt sieht?
Freitag, 10. November 2006 15:45
Ansgar: Dr. Becker-Huberti (61)…
… fordert lediglich, was ihm bis zur vorgesehenen Pensionierung zusteht. Er hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Der Pressechef des größten und reichsten Bistums der Welt verdient nun einmal wie ein Direktor in der Wirtschaft. Seine Reaktion bewegt sich im rechtlich und moralisch zulässigen Rahmen.

Absolut unverständlich, wie unprofessionell Dr. Schwaderlapp und auch der von mir geschätzte Kardinal Meisner vorgegangen sind. Brillante Steilvorlagen für die Feinde der Kirche.
Freitag, 10. November 2006 15:35
Matthias_DD: Verrückt?
Vielleicht sollte Herr Becker-Huberti mal die Realität zur Kenntnis nehmen, ich denke da an Beispiele wie BenQ.
Oder ist vielleicht einfach nur Habgier im Spiel, diese ist ja bekanntlich eine der Todsünden…
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