Die Ablöse des Pressesprechers im Erzbistums Köln ist vor den Gerichten dieser Welt gelandet. Der Entlassene fühlt sich in seiner Ehre verletzt.
Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
(kreuz.net, Köln) Der ehemalige Pressesprecher des Kölner Kardinals Joachim Meisner, Manfred Becker-Huberti
(61), wird das Erzbistum auf Schmerzensgeld verklagen.
Das berichtete der ‘Kölner Stadtanzeiger’.
Becker-Huberti
sieht sich durch die Art seiner Ablösung demontiert, erklärte er am Freitag in Köln. Er habe von seiner
geplanten Abberufung aus der Presse erfahren.
Neben einem Schmerzensgeld fordert Becker-Huberti das Gehalt
bis zu seiner Pensionierung: 250.000 bis 300.000 Euro.
Erst am Mittwoch hatte sich der Kölner Generalvikar,
Prälat Dominik Schwaderlapp, für das Verhalten entschuldigt. Die nötigen Gespräche seien zu spät
angesetzt worden.
Gezielte Indiskretionen hätten das gesamte Vorhaben öffentlich gemacht.
Der Generalvikar
räumte eine unprofessionelle Vorgangsweise ein: „Es ist aber alles andere als unsere Absicht gewesen,
ihm den Stuhl vor die Tür zu setzen.“
Kölner Kirchenzeitung von letzter Woche
Seit 1. November leitet das verheiratete Opus-Dei Mitglied Stephan
Georg Schmidt (43) die erzdiözesane Pressestelle.
Anfang 2007 soll er auch Chefredakteur der ‘Kirchenzeitung
für das Erzbistum Köln’ werden.
Auch der scheidende Chefredakteur des Bistumsblattes, Prälat Erich
Läufer, scheint betupft zu sein.
In der heute erschienenen Ausgabe der Kirchenzeitung rächte er sich
mit einem Leitartikel unter dem Titel: „Dicke Luft“.
Darin beklagte er „Reibereien und Querelen auch
bei Mutter Kirche“ – ohne den Wechsel des Pressesprechers direkt anzusprechen.
„Auch unter Kirchenleuten
wird es Strippenzieher geben und Heckenschützen, wobei besonders erbärmlich die Zuträger sind und Denunzianten,
die sich um Anderleutsehre keinen Deut kümmern.“
„Wo auch immer: Dicke Luft löst Ängste aus. Sie bedrückt.
Und es gibt in der Geschichte der Kirche auch Beispiele dafür, wie die Arroganz der Macht dem Gottesvolk
die Luft zum Atmen nimmt oder genommen hat.“
Der neue Pressesprecher Schmidt erklärte, zwar gerade erst
gekommen zu sein, aber von einem solchen Klima nichts zu spüren: „Mein erster Eindruck ist gut.“
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34 Lesermeinungen
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GvG, Ansgar: Köln Sieht es etwa in anderen Städten besser aus? EB Dyba war der einzige, der aufgrund
eigenen Beschlusses aus der Beratungsscheinpraxis ausgestiegen ist. Meisner hat zwar schon immer markige
Worte gegen diesen Missbrauch gefunden, auf entsprechend markige Taten haben wir vergeblich gewartet,
bis die Anordnung aus Rom kam. Es war keineswegs Meisner, durch den die Front der DBK zusammengebrochen
ist, sondern ausschließlich die Anordnung aus Rom!
@ Graf Richtig beobachtet. Hinzu kommt die lächerliche Angewohnheit vieler Kölner, die Stadt, das Bier
und den Dialekt für irgendwie allgemeinverträglich zu halten. Die durchgehende Proletarisierung tut
ein übriges. Zur Ehrenrettung: Das kirchliche Angebot ist weltklasse. Ich kann mir nicht vorstellen,
daß es irgendwo außerhalb Italiens eine solche Vielfalt an herrlichen sakralen Räumen, fähigen Geistlichen
und funktionierenden Gemeinden gibt.
#32 Graf von Galen 23:27:42 | Sonntag, 12. November 2006
Pro Köln, @ Jörg Guttenberger Bischof Dyba war lobenswerterweise als einzigster immer gegen den Beratungsschein,
aber erst als sich auch Kardinal Meisner gegen diese Mogelpackung aussprach, brach die Einheitsfront der
deutschen Bischöfe zusammen und mußte Bischof Lehmann seine Niederlage eingestehen. Zur Frage ob Köln
ein Dreckloch ist : Auch wenn in Köln viele Heilige begraben liegen, so läßt sich doch nicht leugnen,
daß der öffentliche Raum verwahrlost ist. Die Treppen zum Dom sind eine Müllkippe, vor den Türen der
Innenstadtkirchen stehen Junkies und ziehen den Kirchgängeromis das Geld aus der Tasche, in der KVB sind
die Schuhe auf den Sitzen und plärrt das Gesäusel der Hölle aus den Mobiltelefonen, überall sind die
Wände mit pubertären Sprüchen voll gesprayt. Hinzu kommen die Probleme mit den stehlenden Zigeunerkindern
und den multikrimi- nellen, multikulturellen Jugendbanden. Von „Hillig Kölle“ ist jedenfalls nicht viel
übrig geblieben !
Lieber hvo, macht nichts, man muß ja wirklich nicht alles auf Anhieb kapieren. Jedenfalls, ob die Klinge
nun so grob war, wie Sie behaupten oder ob sie für Sie zu fein war, offenbar hat Sie getroffen. Nur leider
den Falschen, den Moralisten hvo. Tut mir echt traurig. Doch lesen Sie mal den Sermon des Erzbistums Kölle
vom 24.Oktober 2006 durch www.erzbistum-koeln.de/…/news/news_0467.html?uri=/index.htm… irgendwas scheint
da doch faul zu sein: War das mit der Regelung die im Einverständins getroffen wurde rein daher fabuliert?
Wer hat die angeblichen Indiskretionen begangen, warum sind das – so kreuz.net – gezielte Indiskretionen?
Woher kommt die Äußerung des Erzbistums: „Diese Regelung wird im Einvernehmen mit den bisherigen Stelleninhabern
getroffen, die beide in den Ruhestand gehen.“ Ist das erfunden oder haben Gespräche stattgefunden? Wie
passt das mit dem Satz zusammen: „Erst am Mittwoch hatte sich der Kölner Generalvikar, Prälat Dominik
Schwaderlapp, für das Verhalten entschuldigt. Die nötigen Gespräche seien zu spät angesetzt worden.“
Wieso wurden die Gespräche zu spät angesetzt? Und wieso konnten dann schon vor den Gesprächen schon
Gesprächsergebnisse („beide werden in Ruhestand gehen“) veröffentlicht werden? Die Öffentlichkeit,
insbesondere die innerkirchliche, hat jedenfalls genug Anlaß mißtrauisch zu sein. Und wer in diesem
Fall „Täter“ ist und wer „Opfer“ um diese Terminologie mal zu gebrauchen, ist so auf Anhieb jedenfalls
kaum ersichtlich.
@ ansgar ich vermute, dass ihr beitrag über köln auch der eher verunglückte versuch von ironie war?
@ hvo – a propos ironie: ironie zu verfassen (nicht nur sie zu verstehen) setzt ein mindestmaß an intelligenz
voraus. ihren bisherigen beiträgen nach zu urteilen konnte man daher nicht davon ausgehen, dass sie sich
dieses stilmittels bedienen wollten. im übrigen: ein stil wie: „xy hat keine ehre, ist habgierig und
will bis zur rente faulenzen“ ist mitnichten ironie, sondern einfach nur verleumderisch. und dann nachher
zu sagen: „war doch ironie – gar ned so gemeint“ hat mit der feinen klinge der ironie nichts zu tun –
das ist viel eher das dreinschlagen mit der dicksten keule und nachher feig noch nicht mal dazu stehen
wollen. fazit: belegen sie erst mal einen kurs in ironie, bevor sie sich darin versuchen. nur mal so ein
tipp am rande.
Lieber Wiener, ich hatte meinen Text bewußt ironisch gehalten. Ihren Verdacht, dass hier ein kollusives
Zusammenwirken (von wem auch immer) zum Schaden des Erzbistums stattgefunden hat – ich hoffe Sie Recht
verstanden zu haben – wollte ich so ungeschminkt nicht äussern. Nun danke, dass Sie es getan haben.
@ hvo in ihrer Ehre sind gerade immer die Leute beonders betroffen, an deren Ehrlichkeit am meisten Zweifel
herrschen, von der Ehre erst gar nicht zu sprechen. um die stehts oftens noch ärger! Und Schmerzensgeld
ist wohl ein Synonym für nachträgliche Bestechung… Vorallem der Müßiggang bis zur Rente. irgendwie
typisch: das opfer/der leidtragende wird zum „täter“ gemacht. vielleicht sollten sie sich mal ins gedächtnis
rufen (und wenn das mangels substanz nicht funktioniert, dann lesen sie einfach in obigem artikel nach):
der generalvikar hat selbst „unprofessionelles verhalten“ eingestanden und sich dafür entschuldigt. d.h.
der fehler in dieser art der entlassung liegt eindeutig auf seiten der diözesanleitung. ich bin mir sicher,
dass m. becker-huberti sich einer vernünftigen und angemessenen lösung nicht verweigert hätte. aber
diese art, seine eigene entlassung aus der presse (!) zu erfahren, ist einfach letztklassig. man sollte
einmal darüber nachdenken, das – völlig gerechtfertigte! – schmerzensgeld aus dem (dem vernehmen nach
auch nicht gerade bescheidenen) gehaltstopf des herrn generalvikars zu nehmen – dann würde dem erzbistum
zumindest finanziell kein weiterer schaden in dieser sache entstehen. ad „müßiggang bis zur rente“:
sie scheinen nicht verstanden zu haben, dass m. becker-huberti überhaupt nicht auf „müßiggang“ aus
ist – ganz im gegenteil. wenn ihn sein dienstgeber ohne gründe entlässt, hat er natürlich ein recht
darauf, eine angemessene entschädigung zu bekommen.
Irschenwie finde isch das sonderbar, in ihrer Ehre sind gerade immer die Leute beonders betroffen, an
deren Ehrlichkeit am meisten Zweifel herrschen, von der Ehre erst gar nicht zu sprechen. um die stehts
oftens noch ärger! Und Schmerzensgeld ist wohl ein Synonym für nachträgliche Bestechung. Suum suique.
Hauptsache der Trug trägt! Denn ist schon vieles gewonnen. Vorallem der Müßiggang bis zur Rente. Der
dannach scheint ohnehin schon gesichert.
Graf v. Galen: Kard. Meisner / Ansgar: Köln Der einzige Bischof, der den Kompromis mit dem Beratungsschein
nicht mitgetragen hat was Erzbischof Dyba! Kardinal Meisner ist, genauso, wie die übrigen deutschen Bischöfe,
erst auf Anordnung Roms ausgestiegen. Ansgar: bitte Ruhe auf den billigen Plätzen! Köln ist kein Drecksloch,
sondern Ruhestätte von Albertus Magnus, Dr. subtilis Johannes Duns und Adolf Kolping! Wenn Köln Probleme
hat, so insbesondere wegen des unglaubwürdigen Auftretens des Kardinals Meisner, wie der Fall Becker
Huberti wieder zeigt! Aus welchem Loch Sie kommen, verschweigen Sie wohl lieber? Vermutlich gibt es in
Köln weit mehr Kirchen pro Einwohner, als bei Ihnen.
#25 Graf von Galen 22:50:43 | Samstag, 11. November 2006
Wider VII, Sr Maria Andrea Also ich wohne in Köln und wenn ich auch als Gegner von VII mit Kardinal Meisner
in gewisser Weise ein Problem habe, so ist er nach meiner Meinung unter den vielen blinden Diözesanbischöfen
zumindest ein Ein- äugiger. Ich bin ihm jedenfalls sehr dankbar, daß er 1999 den faulen Kompromiß zum
Beratungsschein nicht mitgetragen hat und somit zu dessen Scheitern beigetra- gen hat. Es stimmt allerdings,
daß sich das Kölner- Establishment viel auf seine abgestandenen Alt- 68’er bzw. 62’er- Ideen einbildet.
Der Dumont-Schaumann- Verlag, der in Köln das Meinungsmonopol bildet, propagiert ebenfalls in diese Richtung.
@ Sr. Maria Es ist wahr, daß Kardinal Meisner bei vielen Kölnern unbeliebt ist. Das macht ihn so sympathisch!
Dieses selbstverliebte, verschwuchtelte, provinzielle, debil-kamelleschmeißende häßliche Dreckloch
braucht einen kernigen Zuchtmeister. Mehr Meisner für Köln!
KOELN Es ist sehr zu verstehen, dass die KOELNER die Monate zählen, bis Joachim in den Ruhestand geht!
Nach dem grossartigen König in Wien kam leider Gröer. Nach den grossartigen Kardinälen Frings und Höffner
in Köln kam der Mann von der Spree an den Rhein.Es ist sehr traurig¨¨!
Becker-Huberti Beim Besuch des Papstes anläßlich des Weltjugendtages in Köln fiel unangenehm auf, daß
Kardinal Meisner vor dem Papst nicht nur auf das (vor dem Konzil übliche linke) Knie ging, sondern als
Einziger auch noch dabei sein Käppi abnahm! Also nach oben buckeln! Nach dem Schreiben Leos d. Gr. an
den damaligen Metropoliten Anastasios von Thessalonike, nachdem alle Bischöfe aufgrund ihrer Weihe gleich
an Würde (vom Konzil bestätigt), aber ungleich in ihrer Jurisdiktion sind, wirkt die übertriebene Demut
Meisners allzu deplaziert und buckelig. In seiner Handhabung des Falles Becker-Huberti zeigt Meisner hingegen
ein kräftiges Treten nach unten, also ein solides Radfahrertalent. Der Vorwurf einer geziehlten Idiskreton
wirkt geradezu peinlich, denn wir erwarten von einem reifen Erwachsenen ein Handeln, daß wir gegenüber
jedermann ruhigen Gewissens vertreten können. Dagegen hinterläßt das Management unseres hiesigen Erzbistums
den Eindruck von unreifen Buben, die beim Apfelklau erwischt worden sind.
Exbochumer, Gotthard EB: Für Beamte gilt statt der Arbeits- die Verwaltungsgerichtsbarkeit. G.: Es gibt
m. W. Kirchenbeamte. So tragen laikale Mitarbeiter des Generalvikariates Köln Beamtentitel wie Rechts-
und Oberrechtsrat. Angestellte analog BAT werden, wie Sie richtig feststellen, nach 15 Dienstjahren unkündbar.
Die Privatwirtschaft ist wahrlich keine Idylle. Daß Herr Dr. Müller-Huberti durch die Presse von seinem
Hinauswurf erfahren hat, bestätigt das Niveaugefälle von Privatwirtschaft in Richtung Kirche, das ich
bereits 1967 persönlich zu spüren bekam: die unterschiedlichen Umgangsformen zwischen Privatwirtschaft
und Kirche sind mit schon damals auf den Keks gegangen. Denn in der Privatwirtschaft wurden und werden
selbst Lehrlinge wie vollwertige Erwachsene behandelt, wohingegen in der Kirche selbst bis ins hohe Alter
einseitig geduzt wurde. Meine im Rahmen eines Leserbriefes in der Kölner Kirchenzeitung(!) veröffentlichte
Kritik wurde durch den Hinauswurf aus unserer Ministrantengruppe beantwortet. Unser Pfarrer hat mir seinen
Entschluß selbstverständlich nicht persönlich, sondern mich keines Wortes würdigend über meine Mutter
mitgeiteilt! Der Vorgang Dr. B-H hat aber auch wirtschaftliche Gesichtspunkte: hier werden durch Hinauswurf
und Neueinstellung erhebliche Kosten produziert, wohingegen in den Pfarren gespart wird. Ein Problem ist
allerdings, daß als Personalreferenten keine Juristen, sondern Theologen eingestellt werden, zu Personalreferenten
umfunktionierte Pastralreferenten
@ karl: ??? Ein gemeinsamer Pseudo-Feind, in diesem Falle ein sehr frommer Priester und guter Generalvikar,
wäre ja nun schon gefunden. die frömmigkeit von dominik schwaderlapp ist hier nicht thema und steht
auch nicht zur debatte. seine fähigkeit als generalvikar dagegen schon und hier insbesondere seine art
des umgangs mit haupt- und ehrenamtlichen mitarbeitern. sonst nichts. übrigens sollten sie einmal etwas
an ihrem umgangston arbeiten.
… der erzbischof von köln hat natürlich die frage, arbeitsplätze in und um die kirche mit guten arbeitnehmern
zu besetzen und gute arbeitnehmer für die kirche sind menschen, die offensiv gegen drogen, pädphilie,
sodomie und anderen sozialistischen und liberalen untrieben vorgehen.
#14 Pater Lingen 23:17:09 | Freitag, 10. November 2006
Dass der Lügner Becker-Huberti auch noch so unersättlich ist… überrascht mich nicht. Als ich ihn
nach meiner Priesterweihe darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die V2ler sich jetzt auf verstärkten
Widerstand einstellen müssen, schrieb er mir: „Sehr geehrter Herr Lingen, Herr Kardinal Meisner dankt
Ihnen für Ihr Schreiben vom 10. September, das er mir zur Beantwortung übergeben hat. Die Ihrem Brief
beigefügten Texte, die die römisch-katholische Kirche als ‘Konzilssekte’, den Päpstlichen Stuhl als
‘vakant’ und die Nachfolger Pius XII. als ‘Scheinpäpste’ bezeichnen, spricht eine ebenso deutliche Sprache
wie die angegebene Weihe zum ‘röm.-kath. Priester’ durch – einen mir nicht als römisch-katholischen –
‘Bischof’ bekannten Herrn Schmitz. Sie liefern die Gründe, weswegen sich die römisch-katholische Kirche
nicht so nennen darf, selbst: Sie möchten als nicht in der Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche
Stehender gerne dazugehören. Ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß durch das Urteil des Bundesgerichtshofes
vom 24.11.1993 (AZ XII ZR 51/92) die Bezeichnung ‘römisch-katholisch’ allein der mit Rom in Einklang
stehenden Katholischen Kirche zusteht. Deshalb haben Sie auch kein Recht, sich als ‘römisch-katholischer’
oder als ‘katholischer’ Priester zu bezeichnen. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti
(Pressesprecher)“. Mittlerweile wurden die Lügen der V2ler sowie der OMF-„brd“ (z.B. „BGH“-„Urteil“)
bis ins Detail enttarnt, und der „Sedisvakantismus“ steht unwiderlegt da. Die V2ler toben wild, doch vergeblich.
Arschlöscher Ach. Was sich hier wieder für Allianzen bilden könnten. Was links-außen nach rechts-außen.
Ein gemeinsamer Pseudo-Feind, in diesem Falle ein sehr frommer Priester und guter Generalvikar, wäre
ja nun schon gefunden. Hauptsache fertig machen. Das wollte der Generalvikar sicherlich nicht mit Manfred
Becker-Huberti und dies würde er ihm wohl auch nie vorwerfen. Widerlich.
faszinierend … wie rasch hier wieder einmal die attribute „altliberal“, „habgierig“ etc. zur stelle
sind. weder m. becker-huberti noch prälat läufer wird man mit diesen verurteilenden adjektiven gerecht.
beide haben in (zum teil bewundernswerter und nicht immer einfacher) treue zu ihrem auftrag und zu ihrem
arbeitgeber seit jahren bzw. jahrzehnten ihre aufgaben erfüllt. beide haben immer wieder für ihren erzbischof
den kopf hingehalten und für ihn oft genug die „kartoffeln aus dem feuer“ geholt. wie die diözesanleitung,
insbesondere der generalvikar jetzt mit ihnen umspringt, ist erbärmlich, entspricht aber durchaus dem
sonstigen führungsstil des herrn schwaderlapp. unter seinem vorgänger wäre das (und so manches andere,
was in gesprächen mit altgedienten mitarbeitern in der diözese und in den pfarren geschieht, wo sich
schwaderlapp vor allem als präpotent und dialogunfähig erweist) wohl kaum möglich gewesen. ps: selbstverständlich
gibt es keine „kirchenbeamten“, sondern nur kirchliche angestellte, für die natürlich grundsätzlich
das arbeitsrecht gilt.
#11 Gotthard 18:40:51 | Freitag, 10. November 2006
@ExBochumer Sind diese Herren nicht Kirchenbeamte? Und Beamte können nicht vor dem Arbeitsgericht klagen,
denn das ist nur Arbeitern und Angestellten vorbehalten . lange nicht mehr solch einen Unfug gelesen.
In der kath. Kirche gibt es keine Beamten.
@heggi Bei „Kirchens“ darf es offensichtlich wie bei Mannesmann zugehen. von dürfen oder … kann wohl
keine Rede sein. Ich habe lediglich die kirchliche Arbeitsvertrags-Rechtslage zitiert, für die ich nicht
verantwortlich bin.
#8 ExBochumer † 16:52:16 | Freitag, 10. November 2006
Was … rechtskonform oder rechtlich bedenlich oder gar rechtswidersprüchlich ist muß einem Gericht
überlassen bleiben. Jedenfalls hat ein Dienstherr das Recht, sich seine höheren Beamten auszuwählen.
Und das gilt auch für die Pressesprecher. Und wenn die Erzdiözese Köln als Dienstherr einen Fehler
gemacht hat, so muß sie naturgemäß dafür einstehen. Ich frage mich nur, ob für diese Herren wie Pressesprecher
u. Co. arbeitsgerichtliche Normen gelten. Sind diese Herren nicht Kirchenbeamte? Und Beamte können nicht
vor dem Arbeitsgericht klagen, denn das ist nur Arbeitern und Angestellten vorbehalten .
Gotthard Ihr Rechtsverständnis in Ehren…, aber dafür kann und wird Sie jeder arbeitsloser Famielienvater
in den „Allerwertesten“ treten. Bei „Kirchens“ darf es offensichtlich wie bei Mannesmann zugehen. Bravo,
Herr Gotthard!
Vertrag Der Pressesprecher eines Bistums wird wohl einen kirchlichen Arbeitsvertrag haben. Nach 15 Jahren
im kirchlichen ist er unkündbar. Sollte er dennoch gekündigt werden, steht ihm selbstverständlich der
Weg zum Arbeitsgericht frei … und die finanziellen Folgen muss das Bistum tragen – aus Kirchensteuermitteln.
Es ist ganz einfach. Schmerzensgeld will er wohl nur einklagen wegen der merkwürdigen Art der Zustellung
der Kündigung – durch die Presse. Während Algermissen in Fulda rechtlich korrekt gehandelt hat – und
einen befristeten Vertrag nicht mehr verlängert und die betroffenen Priester schon eher freisetzt, hat
Meisner rechtswidrig gehandelt – und muss nun die rechtlichen Folgen tragen.
@ Mathias DD Naja, auch die von Ihnen angeführten Direktoren lassen sich ja gerne fett abfinden, wie
gerade jüngst der Presse zu entnehmen. Dr. Becker-Huberti ist als Pressechef ja nicht rechtlos; zudem
weiß niemand, was er sich zu schulden hat kommen lassen – vermutlich nichts. Außerdem hat der Mann drei
Kinder, die 300000 wären noch zu versteuern, und ob dafür Kirchensteuergelder genommen werden, weiß
ich auch nicht (Staatsvertrag). Als Altliberalen würde ich ihn auch nicht bezeichnen, hat er doch immer
tapfer seinen Bischof verteidigt. Erwähnenswert außerdem Dr. Becker-Hubertis Kampf pro Nikolaus/ contra
Weihnachtsmann. Viel wichtiger: Durch das tölpelhaft-brutale Vorgehen der Bistumsleitung steht die Kirche
in einem ganz schlechten Licht. Daran ist nichts zu deuteln.
Die Hauptsache Pastor trifft unterwegs einen Bauern und fragt, wie es ihm so gehe.,,Recht good,Herr Pastor.“
Pastor:,,Ich denke ,Ihre Frau ist so Krank?“ ,,Ja“, sagt der Bauer, ,,dat stimmt! Aber de Hauptsak is,wenn’t
man sülwst good geiht!“
#3 Matthias_DD 15:53:16 | Freitag, 10. November 2006
@Ansgar Gegen das Einkommen ist auch nichts zu sagen. Aber wer die Rechte eines Direktors in der Wirtschaft
beansprucht, muss auch die Kehrseite akzeptieren. Wenn der Dienstherr in der freien Wirtschaft mit der
Leistung nicht zufreiden ist, muss der Chef eben gehen. Hat er einen Zeitvertrag, wie bei Vörständen
üblich, kriegt er sein Gehalt bis zu deren Ablauf, hat er keinen, wie hier offensichtlich, hat er eben
Pech, da das KschG für leitende Angestellte eben nicht gilt und muss zum Arbeitsamt. Ich messe beiden
Klagen kaum Aussicht auf Erfolg zu. Warum sollen brave Kirchensteuerzahler die Eitelkeiten eines Pressechefs
finanzieren, der sich in seiner Ehre verletzt sieht?
Dr. Becker-Huberti (61)… … fordert lediglich, was ihm bis zur vorgesehenen Pensionierung zusteht.
Er hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Der Pressechef des größten und reichsten Bistums der Welt
verdient nun einmal wie ein Direktor in der Wirtschaft. Seine Reaktion bewegt sich im rechtlich und moralisch
zulässigen Rahmen. Absolut unverständlich, wie unprofessionell Dr. Schwaderlapp und auch der von mir
geschätzte Kardinal Meisner vorgegangen sind. Brillante Steilvorlagen für die Feinde der Kirche.
#1 Matthias_DD 15:35:56 | Freitag, 10. November 2006
Verrückt? Vielleicht sollte Herr Becker-Huberti mal die Realität zur Kenntnis nehmen, ich denke da an
Beispiele wie BenQ. Oder ist vielleicht einfach nur Habgier im Spiel, diese ist ja bekanntlich eine der
Todsünden…