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Samstag, 11. November 2006 08:55
kreuzmeldungen
Wortreich + 3000 Polizisten für 3000 Sodomisten + Am Anfang stand das Gesetz + Lügner und Betrüger + Entweih-Bischöfe
Wortreich

Vatikan. Gestern wandte sich Papst Benedikt XVI. in einer ermutigenden, wortreichen Rede an die zum Ad-Limina Besuch gekommenen deutschen Bischöfe. Die Oberhirten dürften die Lehrerlaubnis für Professoren theologischer Fakultäten nur nach gewissenhafter Prüfung erteilen. Von Laien ausgeübte pastorale Leitungsfunktionen dürften nicht nur im Licht pastoraler Zweckmäßigkeiten betrachtet werden: „Es geht hier um Glaubenswahrheiten – nämlich um die von Jesus Christus gestiftete sakramental-hierarchische Struktur seiner Kirche.“ Im Probejahr vor Eintritt ins Priesterseminar würden gruppendynamische Rollenspiele, Selbsterfahrungsgruppen und andere psychologische Experimente eher Verwirrung und Unsicherheit stiften.

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3000 Polizisten für 3000 Sodomisten

Heiliges Land. Gestern trafen sich 3.000 Homo-Ideologen in einem Jerusalemer Stadion als Ersatz für einen abgesagten Homo-Marsch. Die Homos mußten sich einer strengen Sicherheitskontrolle unterziehen. Orthodoxen Juden wurde der Zutritt verweigert. Den Behörden zufolge waren 3000 Polizisten nötig, um das Spektakel abzusichern. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Mons. Michel Sabbah, erklärte, daß man im Orient kein Verständnis für solche „westlichen Phänomene“ habe.

Am Anfang stand das Gesetz

Belgien. In Belgien wurden in den vergangenen beiden Jahren 742 Fälle von Euthanasie registriert. Mit 31 Fällen pro Monat sind das fast doppelt so viele wie 2002, als es noch 17 Fälle pro Monat gab. Diese Zahlen wurden am Donnerstag von der staatlichen Euthanasierungs-Kommission veröffentlicht. Für 2006 werden 37 Krankenvergiftungen pro Monat erwartet. Die Dunkelziffer der Toten ist deutlich höher.

Lügner und Betrüger

USA. „Ich bin ein Lügner und Betrüger“ – erklärte der von allen Ämtern zurückgetretene, protestantische US-Pastor Ted Haggard am letzten Sonntag in einem Brief. Der sehr bekannte Prediger und Vater von fünf Kindern gestand, jahrelang mit einem Homo-Prostituierten Unzucht getrieben zu haben. Sein ganzes Leben habe er nach eigenen Angaben gegen diesen „so widerwärtigen und dunklen Teil seines Lebens“ gekämpft: „Ich habe mich bei Gedanken und Wunschträumen ertappt, die gegen alles verstoßen, woran ich glaube und was ich predige.“ Seine Frau erklärte, bei ihrem Mann bleiben zu wollen und auf Gott zu hoffen: „Meine Prüfung hat begonnen.“

Entweih-Bischöfe

Angesichts der hohen Abgabe von kirchlichen Gebäuden sollte man jetzt verstärkt Entweih-Bischöfe zum Einsatz kommen lassen.

Aus der Rubrik „Altgläubiges Glossarium“ der katholischen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’ von September 2006.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 14 Lesermeinungen:
Sonntag, 12. November 2006 22:54
Das ist eine völlig aus der Luft gegriffene Behauptung.
Sonntag, 12. November 2006 15:32
obelix †: fast sechzig Jahre persönliche Erfahrung, angefangen vom kleinen Ministranten bis hin zum…
Jörg Guttenberger, Köln: MethusalixWie kommen Sie zu dieser negativen Sicht der r.-k. Kirche?

…aber das wollen Sie gar nicht wissen. Es würde Ihr Bild der römisch-katholischen Kirche möglicherweise ein klein wenig zurechtrücken. Und das wäre gar nicht gut.
Sonntag, 12. November 2006 15:09
Wie kommen Sie zu dieser negativen Sicht der r.-k. Kirche?

Sicher, es gibt sehr viel Durchschnitt beim „Kirchenpersonal“. Aber ist das anderswo nicht genauso? Gehören wir nicht alle weitestgehend zur goldenen Mittelmäßigkeit?

Sie stoßen sich offenbar an der kirchlichen Handhabung der Homosexualität. Die Kirche lehnt aber nicht den homosexuellen Menschen, sondern den Vollzug homosexueller Praktiken ab. Auch Heterosexuellen ist die physische Einheit ausscließlich im Rahmen der Ehe erlaubt. Zur Frage, inwieweit der Fortpflanzungsgedanke immer eingeschlossen sein muß, ist sicher das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es geht hier wesentlich auch um eine Begegnung in Würde, der Mensch darf nicht zum Konsumartikel werden.

Eine gewisse Gefühlskälte ist durch die stark rational geprägte römische Tradition bedingt, in die das westliche Christentum hineingewachsen ist (römisches Rechtsdenken!). Sie finden aber immer wieder Priester und Laien, die spürbar von der Liebe des Herrn durchdrungen sind. Einen solchen Pfarrer habe ich während meines diesjährigen Urlaubes im Bayerischen Wald erleben dürfen.

Sie sollten aber Verstand und Herz nicht gegeneinander ausspielen: beide gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes.

Wieso durch die „Überhöhung“ der Mutter Gottes für andere Frauen kein Platz mehr sein soll, verstehe ich nicht.
Sonntag, 12. November 2006 14:19
methusalix †: @Jörg Guttenberger
Jörg Guttenberger, Köln: Methusalix
Wieso ist ein Nicht-wahr-haben-wollen typisch katholisch?


Ganz einfach, weil von den Kirchenbeamten überhaupt nicht wahrgenommen wird (oder werden kann?), dass Menschen Gefühle haben. Die sprechen ihre Wahrheitsverkündigungen manchmal so, als wüssten sie überhaupt nicht, dass Menschen Gefühle haben könnten (eine, zumindest in Teilen, rühmliche Ausnahme: Deus Caritas Est vom amtierenden Stellvertreter Gottes auf Erden). Ausser natürlich einer glühenden Marienverehrung, bei der für die derzeit auf Erden weilenden Frauen kaum etwas an Gefühlen übrigbleibt.

Deswegen bin ich der Meinung, dass viele von denen nicht wahrhaben wollen, dass es eben Menschen gibt, die Gefühle der Liebe nicht nur fürs andere Geschlecht, sondern eben auch gleichgeschlechtlich haben.

Dann kommt der messerscharfe Schluss: was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Im vorliegenden Fall ist das die Leugnung von Homosexualität in den Gefilden seiner Exzellenz. Diese gibt es ja nur im ach so bösen, dekadenten Westen.
Sonntag, 12. November 2006 14:01
Wieso ist ein Nicht-wahr-haben-wollen typisch katholisch? Mann sollte nicht von gewissem Bodenpersonal Gottes auf Gott selbst schließen!
Sonntag, 12. November 2006 02:55
methusalix †: nach Köln
Jörg Guttenberger, Köln: Methusalix: EminenzTitular-Patriarchen (Jerusalem, Venedig, Lissabon) werden nicht mit Eminenz, sondern mit Excellenz angeredet!

Vielleicht ist das der Grund, warum er nicht weiss, dass es an der Levante Homosexuelle gibt? Oder weiss er es doch und will es nur nicht wahr haben? Das wäre allerdings dann sehr katholisch!
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