Wäre es nicht besser gewesen, den Bischof nicht zu informieren?
Kürzlich verbot ein bischöfliches Ordinariat einem Priester einer Ecclesia-Dei Gemeinschaft, eine Messe im Alten Ritus zu lesen. Eine Gruppe von Laien wandte sich an Rom. Am 7. November kam die Antwort. Der Text.
(kreuz.net, Vatikan) Ihr Brief vom 11. September ist bei uns angekommen, haben Sie Dank und verzeihen
Sie die späte Antwort.
Sie fragen an, ob der Diözesanbischof die Feier einer Heiligen Messe im Alten
Ritus verbieten kann, auch wenn der „Rector ecclesiae“ dies bereits erlaubt hat. Die Antwort ist: ja,
er kann es.
Canon 838 § 3 des Kirchenrechtes sagt: „Dem Diözesanbischof steht es zu, in der ihm anvertrauten
Kirche innerhalb der Grenzen seiner Zuständigkeiten Normen für den Bereich der Liturgie zu erlassen,
an die alle gebunden sind.“
Die öffentliche Feier der Heiligen Messe fällt ohne Zweifel in diese Zuständigkeit
des Bischofs, das heißt, er kann sie erlauben oder verbieten.
Die Tatsache, daß in dem von Ihnen zitierten
Fall der Priester Mitglied eines Institutes ist, welches das Privileg hat, den römischen Ritus in seiner
früheren Form, das heißt nach dem Meßbuch von 1962 zu zelebrieren, ändert nichts an der Kompetenz
des Ortsbischofs.
Der Priester kann privat in diesem Ritus zelebrieren in den Kirchen und Kapellen seines
Institutes und außerdem überall, wo der „Rector ecclesiae“ es ihm erlaubt.
Wenn es sich aber um eine
öffentliche Meßfeier handelt, kommt ohne Zweifel die Zuständigkeit des Bischofs ins Spiel.
Wenn er
diese öffentliche Meßfeier verbietet, so hat sich sowohl der „Rector ecclesiae“ als auch der besagte
Priester daran zu halten. Dies ist die Rechtslage.
Eine andere Frage ist es, ob der Ortsbischof mit diesem
Verbot pastoral klug gehandelt hat, was man aus Ihrer Sicht bezweifeln kann.
Man kann auch bezweifeln,
daß es klug war, dem Ordinariat von der Meßfeier nach dem Alten Ritus Kenntnis zu geben „der guten Ordnung
halber“ (ein sehr deutsches Argument!).
Wäre es nicht besser gewesen, diese Meßfeier als private Messe
des Paters anzusehen, ohne viel davon zu reden?
Sie werden enttäuscht sein von meiner Antwort, aber
ich kann Ihnen keine andere Antwort geben. Sie wissen aus der Presse, daß der Heilige Vater eine Neuordnung
dieses Gebietes plant.
Es wird gut sein, in Geduld abzuwarten, wie sich die rechtliche Lage dann verändert.
Beten Sie, daß der Herr alles so lenke, wie er es für gut befinden.
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50 Lesermeinungen
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#51 Seminarist 11:26:52 | Samstag, 18. November 2006
Stilbruch Mehrere stilistische Wendungen in diesem Brief geben zu denken, so z.B: „Ihr Brief vomm …
ist bei uns angekommen, haben Sie…“ oder „Sie wissen aus der Presse…“ Solche Sätzen werden nicht
in offiziellen oder halboffiziellen Briefen von vatikanischen dikasterien benutzt. Ausserdem ist der Inhalt
doch viel zu brisant, um so von Msgr. Perl veröffentlicht zu werden. Hier handelt es sich m.E. um eine
Fälschung. Wo wäre denn das Original überhaupt einzusehen? Seminarist
@ Stephanus! von pilatus(einem aussenstehenden römer, dort unten in israel nur wiederwillig seinen dienst
tun)wird berichtet: aus menschenfurcht fällte er das ungerechte urteil, daß hat ihm die kirch heute
noch nicht verziehen. Das ist falsch!
#48 Stephanus 03:29:51 | Montag, 13. November 2006
gotthard, gotthard mir graust vor dir… bitte bedenken sie folgendes: warum und wie auch immer, aber
von mainz ist leider seit jahrhunderten wenig gutes für die kirche gekommen. denken sie bitte bis in
die zeit luthers zurück, wer war u.a. urheber des ablaßhandels gegen den luther zu felde zog. gut die
damaligen bischhöfe waren eigendlich laien mit hang zur jagd, zum höfischen prunkvollen lebenswandel,
jung, unerfahren, theologisch unbrauchbar, aber sie waren die verantwortlichen. auch der damalige papst
war eigendlich ein laie, ein prinz, der sicher von vielem eine ahnung hatte und viele talente besaß,
aber sicher nicht auf dem gebiet der theologie. sie sehen ich bin geneigt die herren damals wie heute
zu entschuldigen wenngleich es mir bei der menge an theologischem wissen vereint in der person kardinal
lehmanns für diesen recht schwer fällt. möge der allmächtige gott, der in der person seines einzigen
sohnes für viele am kreuz gestorben und so den tod der sünde auch für kardinal lehmann besiegt hat,
diesem dereinst ein gnädiger richter sein. von pilatus(einem aussenstehenden römer, dort unten in israel
nur wiederwillig seinen dienst tun)wird berichtet: aus menschenfurcht fällte er das ungerechte urteil,
daß hat ihm die kirche heute noch nicht verziehen. was wird wohl dereinst von kardinal lehmann geschrieben
werden: aus bosheit tat er alles was er tat, aus oberflächlichkeit heraus, aus einer haltung fern jeder
lebenswirklichkeit, war er nicht informiert, wollte er überhaupt regieren, oder nur einfach leben??????
#47 Tarcisius 20:41:04 | Sonntag, 12. November 2006
@ Gotthard Warum sind Sie der Meinung, es handele sich um einen „komischen Verein“? Weil die „Vereinsmitglieder“
die Lehre der Kirche nicht in Frage stellen? Oder warum? 1. Dieser „Verein“ ist kein „Gegen-Lehmann-Verein“.
(Dieses Problem wird sich 2011 von alleine lösen.) Es handelt sich gewiß durchaus um einen Pro-Lehre
der Kirche-, Pro-würdige Liturgie-, Pro-Ratzinger-Verein, also gibt es durchaus Reibungspunkte mit dem
mainzer Kardinal, der mit diesen Dingen Probleme zu haben scheint. 2. Bitte belegen Sie den Ungehorsam
der „Veinsmitglieder“ ggn. den Bischof. 3. + 4. richtig. Und? Nichts war im klaren. Man hat sich korrekt
verhalten und den Bischof pflichtgemäß gefragt. Dieser hat im Ungehorsam ggn. den Hl.Vater pflichtwidrig
gehandelt. Albern, hier ein „Manöver“ zu unterstellen. Lächerlich. Hätte Sr. Eminenz die Messe gestattet,
wäre es nicht zu diesem lächerlichen Skandal gekommen.
#46 Gotthard 20:19:58 | Sonntag, 12. November 2006
Politische Aktion dieses ganze Getue um diese eine Messe für diesen komischen Verein ist doch eine ganz
durchsichtige politische Aktion. 1. dieser Verein ist doch ein Gegen-Lehmann-Verein 2. diesen Verein interessiert
doch normalerweise keine Erlaubnis des Bischofs 3. der Rector ecclesiae hatte die Zustimmung gegeben 4.
ein Pater der Petrus-Brüder wollte zelebrieren alles wäre also im Klaren gewesen! Aber nein, nicht die
Messe war wichtig, sondern der Brief aus Rom – als Ergebnis der ganzen Aktion. Für wie dumm werden die
Leute hier gehalten, dass sie solche Manöver nicht durchschauen sollten? Mich würde eher interessieren,
wo diese Veranstaltungs-Vereinsler ihrer Sonntagspflicht nachgekommen sind bei dieser Veranstaltung? DAS
ist eine Frage des Heiles – und nicht der Politik.
#45 Stephanus 19:37:39 | Sonntag, 12. November 2006
msgr perl , kardinal lehmann und die alte messe ich kenne msgr perl nun schon eine kleine ewigkeit und
immer ging mir sein diplomatisches getue auf die nerven. daher , ja ich muß es so schreiben: erregt mich
der obige text doch sehr: ohne ein blatt vor den mund zu nehmen: redet er im grunde vom vorauseilenden
gehorsam, gibt tips wie man typisch deutsches umgehen und doch anwenden kann. es gibt dinge, die gibt
es gar nicht, sagenhaft. wahnsinn einfach herrlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! und: liebe
gläubige immer daran denken: über den typisch deutschen krippen weht, von engeln getragen, oft der spruch:
Friede auf erden den menschen, die guten willens sind: seid einfach guten willens, lebt und freut euch
im herrn und trachtet danach,dereinst auf die rechte seite zu kommen. wer zu den böcken auf die linke
seite muß hat für immer verloren. vielleicht finden sie ja die kraft, kräftig dafür zu beten, daß
es kardinal lehmann auch noch schafft. vielen dank schon einmal im vorraus: freuet euch, frohlocket, denn
euch ist heute der heiland erschienen, heißt es weiter, die weihnachtszeit steckt voller überraschungen,
nicht nur für kinder!!!!!!
#43 Gotthard 15:07:18 | Sonntag, 12. November 2006
@aragorn Auch hier in Deutschland müssen Priester gegen eine geballte Laienmacht in den Pfarrgremien
kämpfen, um auch einmal privat zelebrieren zu können. Wo muss sich der Pfarrer dann den Kirchenschlüssel
holen?
längst in der Schweiz angekommen Lieber Römisch-Katholisch! Bis in die Schweiz braucht man heutzutage
garnicht mehr fahren, um auf den von Ihnen benannten Zustand zu stoßen. Auch hier in Deutschland müssen
Priester gegen eine geballte Laienmacht in den Pfarrgremien kämpfen, um auch einmal privat zelebrieren
zu können. Lieder haben die Bischöfe – wer sonst sollte dafür verantwortlich sein – diesen Machtzuwachs
von Laienkreisen zu verantworten. Die Priester vor Ort sind die Leidtragenden.
@Tarcisius Mit Ihren Beiträgen bin ich absolut einverstanden, nur eine Aussage von Ihnen gibt mir zu
denken. das neue Kirchenrecht erlaubt erst den katastrophalen Unsinn, daß ein Priester ganz allein ohne
einen weiteren Gläubigen zelebriert Diese Möglichkeit ist meiner Meinung nach absolut notwendig. Denn
ob Sie es glauben oder nicht, aber in der Schweiz gibt es Priester, die nicht täglich in einer Kirche
zelebrieren können oder besser gesagt dürfen. Es wird ihnen vom Kirchgemeinderat verboten mit der Begründung,
dass es nicht nötig wäre täglich in der Kirche eine Messe zu lesen. Das wäre zuviel. Man solle froh
sein, wenn am Sonntag die Leute kommen. Und ehrlich gesagt kann ich absolut nicht verstehen, dass es einem
Priester nicht ein Bedürfnis ist täglich die Heilige Messe zu zelebrieren. Mit solchen Priestern habe
ich ein bisschen Mühe… Zu dem ist man beim Feiern des Hl. Opfers immer mit der gesamten irdischen und
himmlischen Kirche verbunden, auch wenn keine weiteren Menschen physisch anwesend sind.
#39 Nikolaus 11:53:18 | Sonntag, 12. November 2006
Selber Schuld Warum fragt man auch den Ortsbischof, wenn der zuständige Kirchenrektor ohnedies seine
Zustimmung gegeben hatte? Das hätte ja gereicht. Aber manchmal könnte man den Eindruck haben, es wird
solange gefragt, bis irgend jemand einen Einwand hat oder ein Verbot ausspricht, damit man danach ordentlich
jammern kann. Ob es der Sache einen Dienst tut, solche Briefe zu veröffentlichen, ist allerdings auch
fraglich. Damit wird erst recht wieder eine bestimmte Stimmung provoziert.
Uneinsichtige Lehmann-Kirche Der Vorgang zeigt – wie der Widerstand gegen den Ausstieg aus der Schein-Beratung –
daß die deutsche Kirche unter Kardinal Lehmann tief in die Lebenslügen der verkommenen deutschen Gesellschaft
verstrickt ist. Die fürchten die alte Messe wie der Teufel das Weihwasser!
#36 Abbé Busse 10:54:43 | Sonntag, 12. November 2006
Der Meßdiener ist im Notfall entschuldigt. D.h. Wegzehrung, Pflichtmesse für Gläubige oder für den
Priester selbst, der M. entfernt sich nach Beginn der Messe u. kommt nicht mehr zurück. cfr. Jone Also
bitte auch mal auf die Auslegung des CIC achten.
#35 athanasius1957 09:38:43 | Sonntag, 12. November 2006
@elke sorry elke, kleiner denkfehler: beim liegenden mahl konnte man nicht den leuten in die augen schauen,
da alle auf einer seite lagen, damit von der anderen serviert wurde. in großen klöstern ist es im refektorium
noch heute üblich.
Alter oder neuer „Ritus“ Warum diese Streitereien ob alter oder neuer Ritus. Jesus lag mit seinen Jüngern
am Tisch (was damals üblich war ) ER schaute ihnen in die Augen, ER brach das Brot und teilte es wie
ein Bruder. Den Wein teilte ER auch, sie tranken gemeinsam aus „einem“ Becher! ER kannte keine Liturgie,
er wollte nur mit ihnen sein Gedächnis feiern. Also warum dieser Kleinkram? Lassen wir doch JESUS sprechen,
und nicht immer nur die Tradition! Fragen wir uns doch: was wollte ER !!!!!
#33 Protestant 00:43:40 | Sonntag, 12. November 2006
Gehorsam??????????????? Was ist denn jetzt mit all den gehorsamsträchtigen „Gläubigen“, die sich bei
jueder anderen Andordnung an irgendwelche Gehorsamspflichten gegenüber irgendjemandem errinnert fühlen?
Nun lesitest doch Ihr endlich gehorsam, indem ihr euer Genörgele endlich sein lasst#1
@ Jörg aus Köln Noch ein Zusatz: Monti weiss das eben… Monti ist der Advocatus Diaboli im Seligsprechungsprozess
von JP2… … aber da ist Monti jetzt zu spät dran!
#31 Tarcisius 00:18:02 | Sonntag, 12. November 2006
@Sirilio Eine Ausdrucksweise wie von mir benutzt „katastrophaler Unsinn“ macht deutlich, daß es sich
um emotional gefärbte subjektive Ansicht handel. (Ich bin ja auch nicht das Lehramt der Kirche ) Jedenfalls
war das, was der Herr Lehrer dort tat, „verboten aber gültig“. Es wäre damals gewiß möglich gewesen,
einen weiteren Ministranten aufzutreiben?
@ Jörg aus Köln Woher wollen Sie wissen, daß JPII kein Heiliger war? Monti weiss das eben… Monti
ist der Advocatus Diaboli im Seligsprechungsprozess von JP2…
nicht viel länger als 12 min … dauerte ein NOM, den ich mal erlebt habe, nicht privat, sondern ‘öffentlich’
glaube es waren 16Minuten – und es war nach dem Vii
monti, sirillo Woher wollen Sie wissen, daß JPII kein Heiliger war? Vor VII hat es tatsächlich Mißbräuche
bei der „stillen“ hl. Messe gegeben. Wie mir damals einer unserer Ministranten erzählt hat, gab es in
der Pfarre, in der er früher gewohnt hat, Teams aus Priester und Ministranten, die eine stille hl. Messe
in 12 Minuten geschafft haben und darauf mächtig stolz waren.
Auch ich bin der Meinung, dass Benedikt XVI. es nach seinem (hoffentlich noch lange nicht eintretenden )
Tod wesentlich mehr verdient hätte selig/heilig gesprochen werden als JoPa 2, der vielleicht ein guter
Mensch, niemals aber ein Heiliger war.
@Tarcisius Den „katastrophalen Unsinn“, daß ein Priester ohne Anwesenheit eines anderen Gläubigen zelebriert,
gab es schon vor dem 2. VK und dem neuen CIC; das habe ich in den 50er und 60er Jahren in meiner Pfarrkirche
oft beobachten können, vor allem werktags: Am Hauptaltar zelebrierte der Pfarrer die Messe (wobei ich
ministrierte), an einem der Nebenaltäre las ein Priester, der an Berufsschulen als Studienrat für Religionsunterricht
wirkte, still für sich allein seine Messe. Bemerkenswert war die Schnelligkeit, mit der dieser Studienrat
seine Messe las: er fing später an als der Pfarrer und war früher fertig…
#22 Tarcisius 23:42:32 | Samstag, 11. November 2006
@HeinrichvonOfterdingen Sie wissen selbst,daß d.Unsinn ist.Machen Sie es am“für alle“fest?Im lat.und
d.meisten Übersetz. heißt es“pro multis“.Nach meiner Auffassung ist“für alle“falsch,aber für die Konsekration
unerheblich.Die Unschärfe d.Einsetzungsberichtes bei Paulus und d.Evangelisten könnte auf den Gebrauch
leicht differierender Wandlungsworte im 1.Jahrhundert hinweisen.Für d. Gültigkeit dürfte“mein Blut“am
wichtigsten sein.Was ist mit d.Messen der Latein-unkundigen Priester vor d.Tridentinum?Waren diese Messen
ungültig,wenn d.Wandlungsworte mit rechter Intention falsch gesprochen wurden(Sie wissen,woher der Ausdruck“Hokuspokus“)kommt?)?D.hl.Bonifatius
berichtet von Priestern,die mangels Ausbildung“In nomine Patria et Filia et Spiritus Sancti“ getauft haben.Sind
d.betroff.Täuflinge gültig getauft,oder der ew.Verdammnis anheim gefallen?(Aus d.Großschreibung dürfen
Sie meine unbedeut.pers.Meinung ableiten.)Sie können d.Rubriken des Missale Pius’ V.entnehmen,unter welch
erheblichen Formfehlern eine Messe durchaus gültig sein kann.Z.B.ist die Konsekr.d. Leibes Christi durchaus
wirksam,auch wenn d.Messe danach abgebrochen und d.Wein nicht mehr konsekriert wird;die Rubriken führen
als Bsp.d.Fall einer Erkrankung des Priesters und d.Fehlen eines weiteren Priesters,der d.Opfer vollenden
könnte,an.Und noch einen Schrecken für alleSedisvakantisten hält Pius V.bereit: i.diesem Falle solle
notfalls ein Laie das Allerheiligste i.d.Tabernakel stellen. Vermutlich besteht d.Sedisvakanz also seit
d.16.Jh.?
Frasim, weggeschickt? Die werden erschossen! Ein, wennauch zufälliger Kontakt mit der Messe aller Zeiten
ist immer noch schlimmer als Folgen für Leib und Leben! Die könnten ja final sogar in den Himmel kommen.
Nicht auszudenken, was das für einen Affront in der Hölle gäbe! Nein erschießen ist da immer noch
das geringere Übel!
#19 Tarcisius 23:10:13 | Samstag, 11. November 2006
@Abbé Busse @Frasim @Abbé Busse – genau, und erst das neue Kirchenrecht erlaubt erst den katastrophalen
Unsinn, daß ein Priester ganz allein ohne einen weiteren Gläubigen zelebriert. Mir persönlich unverständlich,obwohl
ich ein Verfechter der täglichen Zelebration bin. Mir sind die Priester wesentlich lieber, die unerlaubterweise
binieren, trinieren oder gar IV-nieren als die, die lieber auf den Golfplatz gehen. @Frasim genau, da
haben wir zeitgleich das gleiche geschrieben.
@Gotthard Und was wäre nun, wenn ein Priester in einer Kapelle privat zelebriert und es kommen -während
dieser Zelebration- nach und nach „zufällig“ interessierte Kapellenbesucher (zB Touristen) hinzu, die
sich spontan hinsetzen und dem geheimnisvollen Mysterium gespannt zuschauen, gar mitfeiern? Ist das dann
noch privat? Werden dann die Leute weggeschickt? Aus pastoral-sinnvollen Motiven?
#17 Tarcisius 23:03:42 | Samstag, 11. November 2006
besser, den Bischof nicht zu fragen… Wir sehen, daß man in Rom die Rechte der Ortsbischöfe respektiert.
Das ist auch richtig so. Es kann nämlich auch gerechte Gründe geben, eine Zelebration zu untersagen.
Hier gab es keine vernünftigen Gründe, somit liegt ein Akt des offenen Ungehorsames gegen den Heiligen
Vater vor. Man sieht auch, was man in Rom vom Procedere des bewußten Bischofes hält. Man äußert
offenbar Wohlwollen gegen die Anhänger des klassischen Ritus. Man bestätigt, daß Sr. Heiligkeit eine
Neuregelung anstrebe. :)3 Ist das nicht ein wunderbares Signal? Die Zeit des 68’er geht zu Ende. Te Deum
laudamus! o^/ @Gotthard: Wenn an einem Seitenaltar, z.B. des Petersdomes, z.B. der Papst selbst die Heilige
Messe feiern würde, könnte er dies als Privatmesse tun, nicht wahr? Und wenn die Menschen im Dom dessen
gewahr würden, würden sich gewiß Menschentrauben vor diesem Altar sammeln, oder? Wäre die messe durch
die hinzutrtenden dann keine „Privatmesse“ mehr? Igitur können an einer Privatmesse theoretisch auch
Tausende teilnehmen.
#16 Abbé Busse 23:03:36 | Samstag, 11. November 2006
Gotthard, der Einzige der hier permanent Unfug verzapft sind Sie. Eine „Privatmesse“, Missa lecta ist
eine Messe die ohne Pfarr- oder Konventualmesse zu sein von einem Priester gelesen wird. Die „Teilnehmerzahl“
spielt keine Rolle. Bei einer bischöfl. Privatmesse assistieren allein schon zwei Kapläne. Die Cisterzienser
haben das Privileg des zweiten Ministranten. Nur der NOM kennt die merkwürdige Form der „Missa sine populo“
die normale Unterscheidung ist aber m. sollemnis pontificalis, m. sollemnis und m. lecta seu privata.
Daraus folgt, daß die am Werktag vom Pfarrer gelesene stille Messe auch eine „Privatmesse“ ist. Auch
am Hochaltar mit gesteckt voller Kirche.
Und das ist gut so! Solange Rom sich nicht bekehrt ist es gut, wenn Rom die heilige Messe aller Zeiten
ablehnt. Es erleichtert den Gläubigen (ich meine die, die wirklich glauben) das Leben. Ausserdem ist
davon auszugehen, dass die neue Messe in der Mehrzahl der Fälle nicht gültig ist. Es vermindert daher
auch die Zahl der blasphemischen Mißbrauchsfälle des allerheiligsten Altarsakraments. Es ist wie bei
den Protestanten des 16. Jahrhunderts: Sie entziehen sich selbst das Altarsakrament. Und das sollte so
bleiben! Der Abfall beinhaltet so die Strafe.
#14 Gotthard 22:07:56 | Samstag, 11. November 2006
Privatmesse Lasst Euch folgendes Argument gut auf der Zunge zergehen:Wäre es nicht besser gewesen, diese
Meßfeier als private Messe des Paters anzusehen, ohne viel davon zu reden?Selbst Messen mit tausenden
von Gläubigen können privat sein. ein absoluter Unfug! Eine Privatmesse ist tatsächlich eine „Winkelmesse“
eines Priesters mit maximal einem Messdiener. Privatmesse meint nun wirklich die private Zelebration eines
Priesters …im Flugzeug, auf einem Hotelzimmer, in einem Privathaus oder an einem Altar in einer sonst
geschlossenen Kirche oder Kapelle. So bald irgendeine Öffentlichkeit hergestellt ist, ist es keine Privatmesse
mehr … dann hat der „rector ecclesiae“ das Sagen.
Michael II Meine Meinung (nicht zuletzt basierend auf diesem Artikel) : Rom will Euch schützen, Ihr sollt
Euch nur nicht zu „dämlich“ anstellen, dazu zählt auch die Nachfrage beim Ortsbischof. Genau so habe
ich es immer gehalten. Mein Bischof war froh, daß er nicht gefragt wurde. Und Priester, die mich fragten,
ob sie vorher den Bischof fragen müßten, habe ich bedeutet, daß dann die Messe im alten Ritus in ihrer
Kirche nicht stattfinden würde. Aber letztlich ist natürlich das keine Lösung. Deshalb müssen die
Gläubigen die Sache selbst in die Hand nehmen. Vor niemand fürcheten sich Bischöfe mehr, als vor kirchenrechtlich
entschlossen handelnden Gläubigen und vor der Öffentlichkeit.
#11 Michael II 20:12:07 | Samstag, 11. November 2006
Wer dumm fragt, der bekommt auch dumme Antworten!! Man kann auch bezweifeln, daß es klug war, dem Ordinariat
von der Meßfeier nach dem Alten Ritus Kenntnis zu geben „der guten Ordnung halber“(ein sehr deutsches
Argument!). Insbesondere:„der guten Ordnung halber(ein sehr deutsches Argument!“[kursiv]kann ich nur bestätigen .
Vorgesetzte wollen oftmals gar nicht ALLES wissen, da sie ansonsten nur einschreiten müssten. Gerade
im heutigen Kampf, liebe Priester : Lasst Euch folgendes Argument gut auf der Zunge zergehen:Wäre es
nicht besser gewesen, diese Meßfeier als private Messe des Paters anzusehen, ohne viel davon zu reden?Selbst
Messen mit tausenden von Gläubigen können privat sein. Meine Meinung (nicht zuletzt basierend auf diesem
Artikel) : Rom will Euch schützen, Ihr sollt Euch nur nicht zu „dämlich“ anstellen, dazu zählt auch
die Nachfrage beim Ortsbischof. Diese sind Euch in Deutschland im Wesentlichen feindlich eingestellt.
Der große Trost dieses Berichts:Sie wissen aus der Presse, daß der Heilige Vater eine Neuordnung dieses
Gebietes plant.Es wird gut sein, in Geduld abzuwarten, wie sich die rechtliche Lage dann verändert. Beten
Sie, daß der Herr alles so lenke, wie er es für gut befinden. [kursiv] So ist es !!!
Tridentinische Messe Das verstehe wer will. Die Bischöfe würden besser dem liturgischen Missbrauch endlich
mal einen Riegel schieben, anstatt die Feier einer tridentinischen Messe zu verbieten. Ich hoffe, dass
Papst Benedikt XVI. bald die Erlaubnis zum Zelebrieren dieser Messe gibt, denn die Krise der Kirche ist
auch eine Krise der Liturgie. o^/
#1 Athanasius 17:57:40 | Samstag, 11. November 2006
@Dorothea Jede Messe die nicht im Pfarrverzeichnis aufgezeichnet ist und wofür Gläubige eingeladen werden
mit einer persönlichen Einladung, gilt als Privat. Nicht nur die Hl. Messe vollständig ohne Volk. Übrigens
ist die Antwort von Msgr. Camille Perl wesentlich freundlicher als seine Briefe vor dem 19. April 2005
waren. Er schreibt auch ausdrücklich, daß ein Allgemeiner, weltweiter Indult für den überlieferten
tridentinischen Römischen Ritus bevorsteht.