Orden
Die heiligen Vierbeiner sind gerettet
Was die Pizza für Neapel, ist der Bernhardiner für den Großen Sankt Bernhard, einem Alpenübergang zwischen der Schweiz und Italien. Eine außergewöhnliche Initiative sorgt jetzt dafür, daß den Riesenhunden, die von Augustiner Chorherren gezüchtet werden, das Bellen nicht vergeht.
(kreuz.net, Sion/Wallis) Dreiunddreißig Dorfgemeinden aus der Umgebung haben sich zusammengetan, um den riesigen weißbraunen Rettungshund mit dem kleinen Schnapsfäßlein um den Hals zu retten. Der Bernhardinerhund ist das Wahrzeichen des Großen Sankt Bernhard, einem Alpenpaß zwischen der Schweiz und Italien.

Bisher waren die Augustiner Chorherren vom Großen Sankt Bernhard für die dortige Hundezucht verantwortlich, doch für sie wurde die finanzielle Bürde zu groß. Jetzt haben die umliegenden Dörfer, 22 in der Schweiz und 11 in Italien, das Geld zusammengebracht, um die laufenden Kosten zu decken.

Im September dieses Jahres hatten die Chorherren vom Großen Sankt Bernhard erklärt, daß die Gemeinschaft das Geld für die Hundezucht nicht mehr aufbringen könne. Man schickte sich an, die 15 für ihren großen Wuchs und für ihr bulliges Aussehen bekannten Hunde zu verkaufen.

Im letzten Augenblick haben die umliegenden Gemeinden eine Stiftung ins Leben gerufen, um die finanziellen Lasten der Hundezucht zu tragen. Sie werden dabei von Züchtern aus der Schweiz und aus Italien unterstützt.

Der Große Sankt Bernhard ohne Bernhardinerhunde wäre wie Neapel ohne Pizzas oder England ohne Roastbeef, meinte der italienische Präsident des St. Bernhard Clubs.

Jeder Hund im hochalpinen Hospiz, wo die Zucht vor vierhundert Jahren begonnen wurde, kostet umgerechnet 200 Euro pro Tag. Die 35 Mitglieder der neuen Vereinigung werden diese Kosten in Zukunft gemeinsam tragen. Pater Benoît Vouilloz, der Superior des Hospizes, sei glücklich, daß diese Lösung gefunden worden sei.

Das Kloster auf der Paßhöhe war im Jahre 1050 vom heiligen Bernhard von Monthen gegründet worden, um mittelalterlichen Pilgern und Reisenden Schutz vor Lawinen und Dieben zu bieten. Die dortigen Chorherren begannen damit, die Hunde für die Bergung von Lawinenopfern zu verwenden. Die Bernhardinerhunde sind für ihren Orientierungssinn, ihren Instinkt für schlechtes Wetter und ihren außerordentlichen Geruchssinn bekannt.

Die örtlichen Tourismusveranstalter sind über die Rettung des Zwingers hocherfreut. Besucher des Passes gingen dort selten vorbei, ohne nach der Hundezucht der Augustiner-Chorherren zu fragen und diese zu besuchen.

Die Hunde, die oft als ‘Heilige’ bezeichnet werden – Sankt Bernhardiner – sollen im Laufe der Jahrhunderte über 2.500 Menschen gerettet haben. Der berühmteste Bernhardiner war ein Hund mit dem Namen Barry. Er rettete in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ungefähr 40 Menschenleben.

Seit diesen Tagen wird einer der Hunde im Zwinger jeweils Barry genannt. Auch die neue Stiftung wird diesen Namen tragen.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Schmidt   13:11:00 | Donnerstag, 16. Juni 2005
Die heiligen Vierbeiner sind gerettet
Eine gute Nachricht.
Nach juristische Sicherung baue ich ein Unternehmen auf für Umwelt und Katastrophenschutz.
Sicherlich gäbe es dann eine Möglichtkeit zur Unterstützung, da die Hunde im Grundprinzip passen, dem Aufhebung vom Urkomplex Mensch- Natur.
Ferner sehne ich sowieso nach der Schweiz und einen Besuch wäre genau das Richtige.
Ich freue mich schon darauf.
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#7   Dolfus   19:17:38 | Freitag, 7. Januar 2005
@BMS
Nein, ich gebe Dir schon recht.
Es ist nur einfach so, daß sich bei mir persönlich einfach die Finger sträuben, bestimmte Worte, die Du ja auch brandmarken willst, überhaupt hinzuschreiben. Aber, wie gesagt, das ist wohl eine persönliche Geschichte.
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#6   Bruno-Maria Schulz   18:56:08 | Freitag, 7. Januar 2005
Dummheit als Dummheit brandmarken
Dolfuß sagt „…nur hättest Du ja jetzt diese Exklamationen nicht auch noch niederschreiben müssen …“
Warum mein Lieber, sollte man wild wuchernde Dummheit nicht als solche entlarven? Tut man’s nicht – wuchert sie weiter wie in einem TAZ-Artikel stand:
«Demnächst werden sie noch „Gott ist tot!“ exklamieren und diese Dummheit als neueste Erfindung der dialektischen Theologie präsentieren.»
Love
BMS
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#5   1+1=7   12:33:14 | Freitag, 7. Januar 2005
Ist bei den 200 Euros/Tag
Whirlpool,Sauna und Minibar noch extra zu bezahlen?
Haben die Hunde eine Saisonkarte für den Lift?
Oder leisten sich die Tierchen einen Hubschrauber zum raufkommen?
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#4   Dolfus   10:47:33 | Freitag, 7. Januar 2005
@BMS
In dieser Grundfeststellung hast Du natürlich recht (nur hättest Du ja jetzt diese Exklamationen nicht auch noch niederschreiben müssen …)
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#3   Bruno-Maria Schulz   10:39:14 | Freitag, 7. Januar 2005
bös gemeint sind Lästerungen nie
bös gemeint sind Lästerungen nie lieber Dolfuß, sie sind einfach Dummheit hoch zwei.
Es ist doch das Gleiche mit dem VaterUnser, so die selben Christen die beten GEHEILIGT WERDE DEIN NAME bei jeder Nichtigkeit ausrufen ACH DU LIEBER GOTT – MEIN GOTT – UM GOTTES WILLEN – GOTTVERDAMMTER MIST usw usw.
bös gemeint sind Lästerungen nie – schlicht und einfach Dummheit.
Servus
BMS
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#2   Dolfus   10:21:34 | Freitag, 7. Januar 2005
Ist ja …
… wohl nicht bös’ gemeint. Glaube kaum, daß dieser Vergleich Gott und Seine Heiligen erzürnt hat, wohl aber das Bordell in Thailand.
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#1   Bruno-Maria Schulz   10:13:16 | Freitag, 7. Januar 2005
welch eine Verunglimpfung alles Heiligen
welch eine Verunglimpfung alles Heiligen und aller Heiligen, diese Hunde als HEILIGE zu bezeichnen!
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