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Auch Sorgen + Mikrowelle statt Tiefkühler? + Geld oder Leben + Sabotage aus Regensburg? + Antimissionarisches Konzil?
Auch Sorgen

Vatikan. Papst Benedikt XVI. erinnerte beim gestrigen Angelusgebet an den Hunger sowie an Umwelt- und Energieprobleme. Im Vaterunser habe Christus gelehrt, nicht für mein, sondern für unser tägliches Brot zu beten. Das zeige, daß jeder Mensch für seine Brüder verantwortlich sei. Der Heilige Vater forderte die Gläubigen zu einem „bewußten Umgang“ mit den Ressourcen der Erde und zu Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer auf.

Mikrowelle statt Tiefkühler?

USA. Der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis Kardinal Arinze, sprach kürzlich im Erzbistum St. Louis bei einem diözesanen Liturgiekongreß. St. Louis befindet sich im Bundessaat Missouri im Herzen der USA. Der Kirchenfürst forderte Neue Messen auf Latein. Priester in großen Pfarreien sollten einmal pro Woche, Priester in kleinen Pfarreien einmal pro Monat auf Latein zelebrieren: „Das Latein befindet sich gegenwärtig im kirchlichen Tiefkühler.“ Es zeige aber die Universalität der Kirche und garantiere Stabilität.

Geld oder Leben

Großbritannien. Der anglikanische Bischof von Southwark, Tom Butler, erklärte am Wochenende, daß es in Ausnahmefällen angebracht sein könnte, die medizinische Behandlung von schwerstbehinderten Säuglingen abzubrechen. Das Prinzip der Gerechtigkeit fordere auch, nach dem finanziellen Aufwand und nach den Auswirkungen für die Rettung anderer Menschenleben zu fragen.

Sabotage aus Regensburg?

Deutschland. Der Rektor der Universität Passau bedauert die Schließung der dortigen katholisch-theologischen Fakultät. Rektor Walter Schweitzer übte scharfe Kritik an Vertretern der Universität Regensburg. In einem Interview mit der Lokalstation ‘unserRadio’ sagte er am 8. November, daß es ein Kooperationsmodell der Fakultäten beider Universitäten gegeben hätte. Das Modell sei aber durch Vertreter der Universität Regensburg sabotiert worden. Er sei traurig, daß eine Institution mit so langer Tradition jetzt geschlossen werden müsse.

Antimissionarisches Konzil?

Frage: Es heißt, daß nach dem Mord an dem Priester Andrea Santoro die Zeitungen in der Türkei weniger die eigentliche Tat verurteilten als vielmehr den Priester beschimpften, er habe eine aggressive Missionierung betrieben. Stimmt das?

Antwort: Der ermordete Priester hat sicherlich nicht aggressiv missioniert, dazu war er alleine gar nicht in der Lage. Außerdem war er tief vom Geist des Zweiten Vatikanums und dessen Aussagen über den Islam geprägt.

Der Giessener Kirchengeschichtler Rudolf Grulich im Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Gotthard   22:17:52 | Montag, 13. November 2006
Hunger in der Welt
Wenn die Aussagen des Papstes am Sonntag beim Angelus zur Hugner-Problematik hier als „auch Sorgen“ betitelt werden, ist das ein Skandal…
all die Homo- und Tradi-Themen sind ein Pups gegen den Skandal des hundertmillionenfachen Todes durch Hunger!!!!!!!
Das Weltbild vieler hier benötigt eine wirkliche Kurskorrektur – und die kann anhand der Bibel und kirchlicher Orthodoxie und Orthopraxie vorgenommen werden!
Und wenn am gleichen Tage die kirchlichen Hilfswerke der Sozialromatik geziehen werden bei gleichzeitiger Missions-Vergessenheit … ist der Gipfel katholischer Perversion erreicht…
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#2   Burgorus   20:56:11 | Montag, 13. November 2006
Hat man kein Vertrauein in sein eigenes Wort mehr?
Im Buch: „Die Leiden der jungen Wörter“ (es dürfte in den 70er Jahren erschienen sein) wird das Wort „echt“ stark kritisiert. Warum soll man sagen, der Papst habe
„echt Sorgen“. Muss man denn „echt“ dazu sagen, um zu betonen, dass die Aussage wahr ist. Geht man davon aus, dass eine Aussage ohne besonderen Zusatz wie „echt“ für eine Lüge gehalten wird? Hat man denn kein Vertrauein in sein eigenes Wort mehr?
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#1   Gotthard   12:48:35 | Montag, 13. November 2006
echte Sorgen
Der Papst hat echte Sorgen – und nicht „auch Sorgen“!!!!
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