Neu entstandene charismatische Gruppierungen haben sich in den letzten Jahrzehnten auf ihre Weise um einen Weg aus der Kirchenkrise bemüht. Jetzt entpuppen sich ihre Reformanstrengungen als Reformation.
(kreuz.net) Zwischen dem 1. und 5. November versammelten sich verschiedene charismatische Gruppierungen
in der nordbrasilianischen Stadt Cachoeira Paulista zu einem Kongreß.
Das Thema des Treffens lautete
„Neue Gemeinschaften für eine Neue Evangelisierung“.
Das jährlich stattfindende Treffen wurde von der
internationalen charismatischen Dachorganisation ‘Catholic Fraternity of Charismatic Covenant Communities
and Fellowships’ organisiert. Es fand bereits zum zwölften Mal statt.
Die Dachorganisation wurde im November 1990 vom Päpstlichen
Laienrat als Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts errichtet.
Mittlerweile umfaßt sie 51 Gemeinschaften
und Orden. Unter ihnen befinden sich die in Frankreich gegründete Gruppe Emmanuel sowie die Gemeinschaft
der Seligpreisungen.
Geistlicher Leiter der Dachorganisation ist der Bischof der nordfranzösischen Diözese
Meaux, Mons. Albert-Marie Joseph Cyrille de Monléon OP (69).
Der verheiratete Präsident der Organisation,
Matteo Calisi, arbeitet unter anderem als Ökumenebeauftragter in der süditalienischen Diözese Bari.
Zum jüngsten Treffen in Brasilien erschienen mehr als 20.000 Leute, rund 100 Priester und einige Bischöfe
aus der ganzen Welt. Das berichtete die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’.
Auch der neu ernannte Präfekt
der Kleruskongregation, Claudio Kardinal Hummes, und der Präsident des Päpstlichen Laienrates, Erzbischof
Stanislaw Rylko, waren anwesend.
Kardinal Hummes ist für seine Kontakte zur charismatischen Bewegung
bekannt.
Der Papst übermittelte den Anwesenden seinen Apostolischen
Segen und gewährte den Teilnehmern unter den üblichen Bedingungen einen vollkommenen Ablaß.
Vor dem
Kongreß trafen sich die rund vierzig Bischöfe, die der charismatischen Bewegung nahestehen, in einer
eigenen Begegnung.
Auch dafür gewährte der Heilige Stuhl einen vollkommenen Ablaß.
Ein Kongreßteilnehmer
veröffentlichte auf der Homepage ‘YouTube’ einige Videos von liturgischen Tänzen, die auf dem Kongreß
durchgeführt wurden.
Mehrere Reigen fanden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt.
Bei mindestens
einem Tanz hüpfte neben rund zwanzig Männern und Frauen ein Priester in liturgischer Kleidung unter
Klavierbegleitung vor ausgesetzter Monstranz.
Am Ende des Tanzes nahm der Priester die Monstranz in die
Hände und hopste mit ihr zuerst um den sogenannten Volksaltar und dann durch die jubelnde Menge.
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43 Lesermeinungen
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Brüder und Schwestern- der Ruf:„Cristus ist auferstanden!“ muß das ganze Jahr in euch wiederhallen.Jedesmal,
wenn ihr den Tod in euch spürt,muß es eine Gelegenheit sein,den Sieg Cristi uber alle Mächte des Todes
zu verkünden.Und so im Glauben diese außerordentliche,freudige,lichtvolle und leichte Spannkraft auszustrahlen,die
die Hoffnung ist.Sie macht aus uns Wesen der Freude,Wesen die erbeben vor diesem schon und noch nicht,vor
dem was ist und noch sein wird. Die Liebe gebietet uns,zum Grab zu laufen und es leer zu finden und diese
Leere,die die Leere der Welt ist, unsere Hoffnung zu gründen. Diese Leere als Trampolin zu benutzen,um
zum Licht zu springen. Amen. Halleluja!Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!
@Bernd und Benedikt Ja, ich denke, es gilt das Ingenium der abendländischen Liturgie wieder zu entdecken,
das zwar nie ganz verloren gegangen ist, häufig aber verschüttet daniederliegt. Dabei geht es natürlich
um die musica sacra, die Paramentik, die kirchliche Architektur und viele andere Dinge. Aber ich würde
es genauso sehen wie mein Vorredner: Wir brauchen eine Bewußtseinsänderung, also im Grunde eine neue
liturgische Bewegung. Ich möchte hier gerne auf eine hochinteressante Seite verweisen: The new liturgical
movement …icalmovement.blogspot.com/. Man muss sehen, dass vieles bereits wächst und allmählich größer
wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Früchte sich schon bald in größerer Zahl ernten lassen. Wichtig
ist es auch ein verstärktes Studium der Quellen der abendländischen Liturgien, der altrömischen, altspanischen
u.a. Sakramentare und Ordines. Welcher „Geist der Liturgie“ spricht aus diesen Texten auch noch heute
zu uns? Studiert die östlichen und orientalischen Riten! Die abendländische Liturgie hat sich entwickelt,
keine Frage, aber nicht im Sinne einer Beliebigkeit und eines „anything goes“. Es gibt Grundprinzipien,
wie etwa die Sakralität der Liturgie, die Konzentration und Ausrichtung auf das Heilige, die Abgrenzung
vom Profanen, der Glanz edler Schönheit und Würde etc. Und der begegnet uns in allen Stufen der abendländischen
Liturgie, in den altrömischen Sakramentaren, dem Trienter Missale und auch den heutigen liturgischen
Büchern. Man muss nur das Wesen wahrer Liturgie erkennen und „zum Klingen“ bringen!!
@Benedikt Ich kann Ihren Äußerungen wieder einmal nur voll zustimmen! Dass man etwa in Afrika Elemente
der dortigen Kultur in die Liturgie einfließen lässt, kann ich nachvollziehen, auch wenn mir die Mentalität
persönlich völlig fremd ist. Aber ich muss und werde daran als Mitteleuropäer auch nicht teilnehmen.
In Europa jedoch sollten wir uns bemühen, das traditionelle europäisch-abendländische Liturgieverständnis,
das dem orthodox-orientalischen gar nicht so fremd ist, wieder zu entdecken und zu kultivieren, damit
der Verfall, die Banalisierung und die Infantilisierung der Hl. Liturgie, Phänomene, die man an vielen
Orten leider konstatieren muss, endlich aufgehalten wird. Ein „Generalindult“ für die „Alte Liturgie“,
so sehr ich selbst dieses befürworte und für unerlässlich halte, könnte ein erster Schritt sein, der
allein aber nicht ausreicht und nicht ausreichen kann, da es um eine Bewußtseinsänderung in der gesamten
Liturgie der Kirche gehen muss. Und trotz Generalindultes würde sicherlich der Novus Ordo in der großen
Mehrzahl gefeiert werden. Wir müssen endlich wieder lernen: Liturgie ist nichts, was ein Gremium, ein
Litugieausschuß, ein Priester sich klug ausdenken kann, was immer wieder neu erfunden werden muss, sondern
Geschenk, Vorgabe der Kirche. Denn die Hl. Riten kommen aus der Tiefe der Jahrhunderte zu uns, um uns
zum Göttlichen zu führen. Banalisierung dagegen zerstört den Hl. Kult der Kirche und höhlt ihn aus.
Folgen wir Papst Benedikt und dem „Geist der Liturgie“!!!
#38 Benedikt 01:37:15 | Freitag, 17. November 2006
@ Leutnant Blueberry Ein bißchen kommen Sie mir vor wie ein von Paranoia geplagter Ausländerfeind! Sagen
Sie mal ticken Sie noch richtig? Was soll diese dämliche Unterstellung? Hier geht es nicht um die Frage
der Gleichwertigkeit, sondern um Angemessenheit, letztendlich eine Geschmacksfrage. Wie gesagt: Sie haben
die Wahl zwischen Provinz und Weltreligion! Warum sollte das bedeuten, dass Eigenarten wegfallen müssten?
Es ist einfach nur ein Ausdruck der weltumspannenden Kirche. Das wäre es auch, wenn es umgekehrt liefe,
also ein europäisches Liturgieverständnis überall vorherrschen würde. Das aber darf nicht sein, weil
ja jede Kultur ihre Eigenarten hat. Soweit stimme ich Ihnen zu. Warum es aber auf einmal ausländerfeindlich
sein soll, wenn man dann in Europa für ein europ. Liturgieverständnis ist, dass entzieht sich jeder
Logik. Denn das ist die gleiche Einschätzung, die Sie auch im Fall der Afrikaner etc getroffen haben
(kulturelle Eigenarten). Sie tun grade so als wenn jeden Sonntag in Ihrer Gemeinde irgendwelche Hottentotten
eine Feier abhalten würden. Haben Sie irgendwas von dem begriffen, was ich geschrieben habe? Weihnachten
oder Ostern sind klar heidnische Festlichkeiten denen ein christlicher Rahmen übergestulpt wurde. Das
ist doch Blödsinn. Wenn ich am 7.10. eine Party veranstalte, dann kann auch keiner behaupten, das sei
eine DDR-Fete, der ich einen anderen Rahmen übergestülpt hätte. Die Gleichheit des Datums ist für
die Inhalte der Feste ohne jede Relevanz
@ Benedikt Ein bißchen kommen Sie mir vor wie ein von Paranoia geplagter Ausländerfeind! Letztlich ist
ein südafrikanischer Christ gleichwertig mit einem Afrikaner oder Chinesen. Nur haben die die eben ihre
eigene Kultur. Wie gesagt: Sie haben die Wahl zwischen Provinz und Weltreligion!
#36 Benedikt 01:14:46 | Freitag, 17. November 2006
@ Gotthard Wovor hast du denn Angst?… Es wird dich doch niemand zwingen … Es reicht ja wohl, wenn
das in der Gemeinde Fuß fasst. Dann bleibt einem nur noch die Emigration. Sie haben weiter unten übrigens
von „müssen“ gesprochen. Noch einmal: Ich sehe keinerlei Grund dafür, Ausdrucksformen fremder Kulturen
in der Liturgie in unseren Breiten zu verwenden. Was dort eine aus der Tiefe kommende Ausdrucksform ist,
wird hier alsbald ein entkerntes (von den charismatischen Gruppen vielleicht abgesehen) Ritual sein, weil
eben nicht aus der Tiefe kommend, sondern eingeübt. Letztendlich wird der Vollzug solcher Dinge dann
wichtiger, als der eigentliche Inhalt. In einer Zeit, in der viele Messdiener nciht mehr wissen, warum
sie an der und der Stelle die Schellen betätigen, kann man nciht erwarten, dass sie irgendwelche afrikanischen
Lobpreisungsrituale kapieren. Sie werden sie somit vielmehr künstlerisch betrachten, aber das genau ist
eben nicht ihr primärer Sinn, wie auch mit einem Kirchenlied nicht allein ein künstlerischer Vortrag
geboten, sondern vor allem Gott verherrlicht werden soll.
@ Benedikt Hier wäre es das Nachspielen einer fremden Kultur. Nein! Hier ist das wohlhabende Europa das
viele Bücher gelesen hat, das alle Möglichkeiten hat, sich über den Rest der Welt zu informieren! Es
ist einfach nur ein Ausdruck der weltumspannenden Kirche. Sie tun grade so als wenn jeden Sonntag in Ihrer
Gemeinde irgendwelche Hottentotten eine Feier abhalten würden. Das ist doch gar nicht so Weihnachten
oder Ostern sind klar heidnische Festlichkeiten denen ein christlicher Rahmen übergestulpt wurde. Warum
soll das im Falle Afrikas nicht genauso sein?
#33 Benedikt 01:00:49 | Freitag, 17. November 2006
@ Leutnant Blueberry Das hat doch keiner gesagt. So? Gotthard: Christlicher Glaube und katholische Kirche
müssen ihre europäischen Kleidung ausziehen – bzw andere Kleider gleichberechtigt zulassen – theoretisch
und praktisch. Werden wir echte Jesus-Fans! –------ Und wenn die Kirche weltumspannend sein will, dann
wird auch der mitteleuropäische Katholik nicht drumherum kommen einzusehen, daß der schwarzafrikanische
Katholik seine eigene Tradition hat und die einbringen möchte. Als ob das nicht so wäre. Aber nur weil
das dort getan wird, muss das hier noch lange nicht passend sein. Ansonsten ist sehr wohl der Umkehrschluss
erlaubt, dass alles, was hier vorherrscht dort genauso vorherrschen muss. Ich kann mit derartigen Faxen
in einer Kirche (wohlgemerkt, ansonsten – naja ich bin 25 und kein Kind von Traurigkeit) absolut nichts
anfangen und käme mir beim Vollzug solcher Hüpfereien absolut lächerlich und deplaziert vor. Beachtet
man zudem, dass die alternativen Gottesdienstmodelle in unseren Breiten ja nicht gerade durchschlagenden
Erfolg haben, so kann man durchaus gewisse Schlüsse ziehen. Es ist doch klar: In Afrika oder sonstwo
machen die Leute das aus ihrer Kultur heraus. Hier wäre es das Nachspielen einer fremden Kultur. Und
das schließt die Gefahr ein, dass viele eben nur noch deswegen kommen, und nicht mehr wegen dem Eigentlichen.
#32 verecundus 00:54:52 | Freitag, 17. November 2006
@alle Multikultitanzenthusiasten Also wenn man schon Praktiken aus der Antike aufkocht, dann bitte konsequent
und nicht nur die Rosinen herauspicken. Deshalb müßten der nächste charimatische Schritt doch die Wiedereinführung
der Tempelprostitution sein …
#31 Gotthard 00:54:44 | Freitag, 17. November 2006
@benedikt Solange wir nicht auch vollkommen enthemmt durch die Kirche tanzen, haben wir weder etwas von
Jesus, noch von Liturgie begriffen, is schon klar Wovor hast du denn Angst?… Es wird dich doch niemand
zwingen …
@ Benedikt Das hat doch keiner gesagt. Aber jeder hat eben so seine Traditionen. Und wenn die Kirche weltumspannend
sein will, dann wird auch der mitteleuropäische Katholik nicht drumherum kommen einzusehen, daß der
schwarzafrikanische Katholik seine eigene Tradition hat und die einbringen möchte. Ich finde es äußerst
provinziell wie man hier auf kreuz.net so tut als sein das alles neumodischer Kram. Für die Leute dies
betrifft ist es nicht neumodisch sondern uralt und stammt von ihren Vorfahren hehr. Will die Kirche weltgeltung
besitzen, dann sollte sie das akzeptieren. Will sie nur eine europäische Regionalreligion bleiben, natürlich
nicht…!
#29 Benedikt 00:38:35 | Freitag, 17. November 2006
@ Gotthard im Gegenteil – sie sind uns oft weit voraus. Jo genau. Und überhaupt: Solange wir nicht auch
vollkommen enthemmt durch die Kirche tanzen, haben wir weder etwas von Jesus, noch von Liturgie begriffen,
is schon klar .
#27 Breze 23:55:24 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Gotthard Und wir hatten schon die Misa Criolla bei uns, ich habe mitgesungen, weil ich sie auswendig
kann… Wunderschön! Von dem indischen Prister, den ich kenne, ganz zu schweigen… Wir können eben
noch viel lernen, Be-Geist-Erung!!!!!
#26 Gotthard 23:47:47 | Donnerstag, 16. November 2006
@breze in der Tiefe und Inbrünstigkeit des Glaubens stehen diese Leute uns in nichts nach! im Gegenteil –
sie sind uns oft weit voraus. Und dennoch: hier in der Gemeinde haben wir schon Eucharistiefeiern mit
Trommel und Tanz gehabt – von den meisten mit großer Begeisterung angenommen. Eine Primiz und eine Firmung
mit einem afrikanischen Bischof – bis heute unvergesslich! Der Bischof höchstpersönlich hat den Firmlingen
den „Dank-Tanz“ nach der Kommunion beigebracht … nach der ersten typisch deutschen Zurückhaltung war
die Begeisterung groß … eine ganz andere Art Lob und Dank auszudrücken!
#24 tau † 23:42:42 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Gotthard : Hallo! … Christlicher Glaube und katholische Kirche müssen ihre europäischen Kleidung
ausziehen – bzw andere Kleider gleichberechtigt zulassen – theoretisch und praktisch. Werden wir echte
Jesus-Fans! Ihr ganzes posting ist einfach klasse!!! Ich würde noch weiter gehen: Die Kirche kommt noch
nicht einmal aus Europa …
#23 Breze 23:42:11 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Gotthard Ich stimme Ihnen zu, teilweise… Wir sind nun mal Deutsche, mit einem, sagen wir mal, trägen
Gemüt. Wir haben auch nun mal eine andere Kultur als die Afrikaner, Südamerikaner, Asiaten… Ich kann
mir kaum Deutsche vorstellen, die mit Trommeln und Tam-Tam in die Eucharistie einziehen, das wäre ein,
zugegebenermassen, lächerlicher Eindruck… Andererseits dürfen wir deren Kultur, die in die Liturgie
eingebettet ist, nicht gering achten. Ich habe viele Kontakte in alle Welt, in der Tiefe und Inbrünstigkeit
des Glaubens stehen diese Leute uns in nichts nach!
#22 Gotthard 23:35:45 | Donnerstag, 16. November 2006
Katholizität Es gibt und gab immer eine Spannung zwischen „Charisma und Amt“, zwischen „charismatisch
und formgebunden“. Diese Spannung findet sich schon in den Paulusbriefen. Die römische Kirche hat sehr
stark das Amt und die Form favorisiert . zu Lasten der Lebendigkeit und Spontanität: Beispiel sind die
sehr früh verschriftlichten und dann festgeschrieben (=vorgeschriebenen) Orationen und Hochgebete. Europäischem –
römischen – Denken ist diese Art wohl sehr nahe. Sie ist anderen Kulturen völlig fremd… Mit dem Entstehen
der Weltkirche – unter Anerkennung der Kulturen der Völker und Zurückdrängung europäischer Dominanz –
kommen viele andere Muster und Denkrichtungen und Ausdrucksformen in die Kirche – Gott sei Dank! Wir dürfen
entdecken, dass jenseits von Gregorianik und Polyphonie und deutschem Kirchenlied noch viele andere Möglichkeiten
gegeben sind. Wir dürfen entdecken, dass andächtige Stille nicht der einzige angemessene Ausdruck eucharistischer
Frömmigkeit sein muss – und dass Bewegung (=Tanz, Klatschen Prozessionen) und andere Instrumente außer
der Orgel absolut legitime Formen sind. Wir dürfen dankbar anerkennen, dass durch diese wirkliche Katholizität
und Weltweite auch wir bereichert werden mit Formen, die unserer Kultur bisher fremd waren – aber doch
vielen ein legitimises Anliegen sind. Christlicher Glaube und katholische Kirche müssen ihre europäischen
Kleidung ausziehen – bzw andere Kleider gleichberechtigt zulassen – theoretisch und praktisch. Werden
wir echte Jesus-Fans!
#21 Breze 23:30:16 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Nun ja… Ich habe mir gerade das Video zum Artikel angeschaut… Ich finde es lustig, und sage nur:
König David hat vor der Bundeslade getanzt, der Hl. Franziskus ebenso vor dem Allerheiligsten… Vielleicht
sind wir nur mal wieder zu viel Stockfisch, zu hirnlastig und zu deutsch…
Nun denn, … >>+ Carismatiker suchen eine starke Bindung an den Nachfolger Petri. Sie wollen die Gebote
Gottes achten. + Die carism. Spiritualität hat auf jeden Fall Schwerpunkte in der eucharistischen Anbetung
und marianischen Verehrung.<< Also für die nicht gerade wenigen protestantischen Charismatiker dürfte
das nicht uneingeschränkt zutreffen… Man wird auch festhalten müssen, dass die ersten Christen ebenfalls
charismatischen Eifer hatten – allerdings klar unterscheidbar von der Begeisterung für solche Spektakel
und Mysterienkulte, wie sie den obigen Fotos zu entnehmen sind. Das ist Selbsterlösung, zutiefst problemtisch
und zumindets ansatzweise diabolisch.
#19 Breze 23:00:32 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Augustinus Danke für Ihr post, mein Eindruck deckt sich sehr mit Ihrem… Zu Ihren negativen Anmerkungen
möchte ich noch hinzufügen, dass es sich bei Charismatikern, wie bei uns allen um schwache unvollkommene
Menschen handelt. Somit sind auch Fehlentwicklungen und subjektive Färbungen nirgenswo gänzlich auszuschliessen.
#18 Augustinus 22:50:45 | Donnerstag, 16. November 2006
positive und negative Bemerkungen Auch in unseren Breiten (ich komme aus Österreich) gibt es carismatische
Gruppen. Die Spiritualität der Carismatiker ist nicht leicht auf einen Punkt zu bringen. Ganz allgemein
positiv zu bemerken ist: + Carismatiker suchen eine starke Bindung an den Nachfolger Petri. Sie wollen
die Gebote Gottes achten. + Die carism. Spiritualität hat auf jeden Fall Schwerpunkte in der eucharistischen
Anbetung und marianischen Verehrung. + Die Gläubigen haben den Wunsch, von ihrem Glauben Zeugnis abzulegen.
Nicht immer positiv fällt (mir) auf: – Manche Gruppen sind voller Tatendrang und Glauben, gehen inhaltlich
aber nicht in die Tiefe. Was bleibt ist die Sehnsucht und das religiöse Gefühl. – Die Form der Anbetung
hat ihren Schwerpunkt im „Lobpreis“. Lieder mit hoffnungsvollen (guten) Texten und der Tanz ist ihre Ausdrucksform.
Manchmal wirkt diese Form tatsächlich süsslich, zu gefühlsbetont und realitätsferne (in extremen Fällen
sehr unvernünftig) – Die Zeugnisse der Gläubigen sind erfüllt von einer manchmal unmäßigen Sehnsucht
nach Zeichen Gottes. Ich habe einige Lobpreisabende erlebt, bei denen von sehr eigenartigen Wundern berichtet
wurde. Ich habe leider den Eindruck, dass sich dabei Phantasie und Wunsch(wunder)denken mischen. Resumee:
Viele Menschen finden durch die carismatische Spiritualität ihren ersten Weg zu Gott. Gute geistliche
Begleiter sollten durch nüchterne Vernunft diese Seelen leiten und die Versuchung einer reinen Gefühlsreligiosität
widerstehen helfen. LG Augustinus
#17 agmen 22:07:24 | Donnerstag, 16. November 2006
@Bernd Sromberg Auf mich wirkt ebenfalls diese Praktik fremd ja sogar ein wenig abstoßend, aber diese
Menschen, die aus einem ganz anderen Kulturbereich stammen, kennen einfach nicht den für uns viel passenderen
Gregorianischen Choral. Auch wenn das unserem Empfinden widerspricht, denke ich, wie schon zuvor gesagt,
dass man unseren allmächtigen Gott SO auch ehren kann.
#16 Breze 22:00:19 | Donnerstag, 16. November 2006
@ agmen Wieso soll man Gott SO nicht ehren können?Freut euch lieber darüber, dass so viele junge Menschen
SO zu Gott finden und Ihm näher kommen. Alles was nicht nach Schema F läuft ist verdächtig. man kennt
zwar keine Charismatikier, aber man kann sie köstlich aburteilen… Es gibt viele Wege zu Gott, und die
Charismatiker sind einer davon. Ich habe sie kennegelernt, mir persönlich zu emtional und „süsslich“
(ohne Negativwertung), aber es gibt halt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt…
#15 Bernd Stromberg 21:52:18 | Donnerstag, 16. November 2006
@agmen Entschuldigen Sie bitte, aber auf mich wirkt dies alles fremd und die Art des Tanzes und Gestik
wirklich lächerlich. Ich meine das jetzt nicht polemisch. Für einen Mitteleuropäer, der die große
abendländische Kultur und Tradition über alles liebt, sind diese Formen wohl nur schwer nachzuvollziehen.
Ich ziehe nur in Glaubensdingen eine stärkere Vergeistigung vor, während mir diese Art der Gottesverehrung
zu ekstatisch ist. Ich gebe es unumwunden zu: Mich führt eher die Schönheit und Vergeistigung des gregorianischen
Chorals oder der klassischen Vokalpolyphonie zum Göttlichen, denn dies scheint mir – im Bild gesprochen –
aus einer anderen, rein geistigen transzendenten Welt in diese irdische Wirklichkeit herabzusteigen. Ich
verbinde Gottesverehrung mit einer andachtsvollen Kontemplation und Versunkenheit, damit sich die Seele
gleichsam zum unsagbaren Göttlichen erheben kann.
#14 agmen 21:08:10 | Donnerstag, 16. November 2006
an die Kritiker der Chrismatischen Erneuerung: Wieso soll man Gott SO nicht ehren können? Freut euch
lieber darüber, dass so viele junge Menschen SO zu Gott finden und Ihm näher kommen.
Postmodernes Theater Was sind denn das für Lord-Vader-Gestalten, die sich am Altarraum vor dem Allerheiligsten
zu schaffen machen? Wird hier die Vergottung des Vergänglichen vorgeführt, oder was? Was soll dieser
Hirnriss? Postmodernes Theater? Demut, Leute, DEMUT ist angesagt, der Mensch ist schwach und sündhaft
und wird nie so sein wie Gott. Und die, die glauben, selbst wie Gott zu sein oder sich mit ekstatischem
Spektakel selbst divinisieren wollen, DENEN bringt er Feuer, wenn nicht heute, dann schon morgen…
#12 Athanasius 19:08:32 | Donnerstag, 16. November 2006
Medjugorje u. Charismatische ‘Erneuerung’ Medjugorje ist zwar fast völlig ‘charismatisch’ (glossalistisch,
pagano-extatisch), aber nicht álle Charismatiker in der Welt sind pro-Medjugorje. Zwar sind es die meisten,
aber wirklich nicht alle. Manche Charismatiker die sich römisch-katholisch nennen haben ja einen protestantischen
Konzept von Kirche angenommen in dem für die Muttergottes eigentlich nur wenig Platz da ist. Ich bin
mir aber sicher, dass Charismatiker austro-slavischer Prägung alle Medjugorje-Anhänger sind. Übrigens
zum protestantischen Konzept: es ist mir völlig klargeworden, als ein Führer (Diakon) einer örtlichen
Gruppe der Charismatiker die Pflingsterfreikirchen im Protestantismus als Teil der ‘Bewegung Christi’
darstellte und in die Kirche einschloss und dabei Katholiken die nicht „in Zungen sprechen“ konnten als
„nicht vom Heiligen Geiste berührt“, also nicht eingeweiht oder irgendwie hintengestellt, bezeichnete.
Das hat alles eine gnostische Tendenz der „Einweihung“ und der geheimen Kenntnisse. Sicherlich ist aber,
dass die Charismatische Erneuerung obwohl scheinbar katholisch, eine Verdrehung vom Verständnis von Kirche,
Muttergottes u. Eucharistische Frömmigkeit anstrebt. Nicht umsonst war es Kardinal Suenens, der 1964
widerrechtlich die Finger-Handkommunion auflegte in Belgien, der 1967 auch die „grosse Gnade“ des aus
dem Protestantismus übergewehten Pflingstergeistes beim Vatikan in die Form einer internationalen Bewegung
goss, dessen Zentrum Steubenville University (Ohio, USA) wurde.
#11 laikos 16:22:28 | Donnerstag, 16. November 2006
@Maledica Medjugorje ist meines erachtens die größte Charismatische Bewegung welche es gibt. Alles was
in Medjugorje passiert ist Dogma für Charismatische Bewegungen. Bei uns in Kärnten zum Beispiel ist
Medjugorje bei den Kapuzinern vollkommen anerkannt und wird auch aktiv gefördert. Wer nicht an Medjugorje
glaubt hat mit harter Abneigung zu rechnen. Wenn die echten Wunder zu wenig werden, weil die Menschen
nicht mehr richtig an Gott glauben, dann bastelt man sich halt selbst welche. Ist viel praktischer als
streng katholisch zu sein. So die Charismabewegungen-Ideologie
#8 Iacobus(CZ) 15:00:12 | Donnerstag, 16. November 2006
Charismatiken – heretiken? Das kann doch nicht katholish sein Ich habe was ähnliches in JL(in Frankreich)
gesehn, aber das hier hat alle menine Albtraume überwindet(sorry für mein Deutsch)
#7 Maledica 14:50:36 | Donnerstag, 16. November 2006
Blöd vorkommen naja es gibt auch millionen Naivlingen die rennen einer Plaudertasche aus Bosnien hinterher.
Seit der spirituellen Wüste, welche u’ns der konziliare Geist- nicht das Konzil- eingebrockt hat, bastelt
sich halt jeder so seine eigene Spiritualität. Und da den Charismatikern Freiheit gelassen wird, gehen
die Suchenden dorthin. Es sind ja katholische Ansatzpunkte vorhanden, diese müßten nur richtig geleitet
werden
#6 verecundus 14:30:26 | Donnerstag, 16. November 2006
altartanz Angesichts solcher „Aktivitäten“ frage ich mich immer, ob sich denn die Beteiligten selbst
nicht blöd dabei vorkommen. Allerdings ist die menschliche Fähigkeit zur Abstumpfung und verzerrten
Selbstwahrnehmung nicht zu unterschätzen. Genau so muß es in heidnischer Zeit in Baals- und sonstwasfür
Götzentempeln „abgegangen“ sein. Als Sahnehäubchen fehlt da nur noch die große Abschlußorgie mit allgemeinem
Ringelpietz
#5 maureen † 12:47:03 | Donnerstag, 16. November 2006
12345 ach du schreck! Eure Religion wird aber immer wundersamer wenn ich mir den Film so ansehe… Na
hoffentlich wirds Jesus da nicht schwindelig…in der Monstranz…
Unglaublich Ich mag ja keine heftigen Stellungnahmen, wie sie hier von beiden Seiten leider gepflegt werden,
aber hierzu fällt mir eigentlich nur ein: „Klapse hat heut’ Wandertag“. Das wirkt so lächerlich, dass
es schon wieder surreal ist. Und der „tanzende“ Priester ist schon hart an der Grenze zur Realsatire.
Man muss wahrlich kein Tradi sein, um sich zu fragen: Merkt der gar nicht, wie lächerlich er sich macht.
Wie lautete das Zitat von Antonius Bacci in seinem Vorwort zur „Kurzen kritischen Untersuchung des Messordo“:
„Die Messe der Halbverrückten“. Es handelt sich zwar um keine Messe, dafür fürchte ich aber, dass das
Stadium des „Halbverrücktseins“ bereits überschritten ist. Sorry, Leute, ist sonst wirklich nicht meine
Art, aber irgendwie sind das meine spontanen Gedanken. Bei aller Liebe und allem Verständnis!
Charismaten Genauso, oder so ähnlich habe ich die Sephardin vor der Klagemauer tanzen gesehen. Damals
erschien es mir wie bei dieser charismatischen Gruppe das sie sich mit diesem tanzen ihre „Auserwähltheit“
suggerieren wollen. Natürlich tanzte auch König David damals vor der Bundeslade, aber so ein Tanz vor
dem ausgesetzten Allerheiligsten find ich nicht richtig. Wenigstens hat der Priester aber die Monstranz
mit dem Velum angepackt. Die Gemeinschaft der Seeligpreisungen ist jüdischen Ursprunges und sie haben
viele jüdische Elemente übernommen wie z.B. die Sabbathfeier am Freitag. Die charismatischen Elemente
dieser Gruppe sind sowieso abzulehnen und die jüdischen Elemente mit Vorsicht zu genießen.