Kirchenverkauf
Pfarrei oder Erzdiözese?
Im kommenden August werden im Bistum Essen die ersten Mammutpfarreien gegründet. Die Pfarrei St. Urbanus soll künftig fast 50.000 Seelen betreuen.
Pfarrkirche St. Urbanus in Buer
Pfarrkirche St. Urbanus in Buer
© www.sturbanus.de
(kreuz.net, Essen) Im August 2007 wird der Bischof von Essen in Buer die zukünftige Pfarrei St. Urbanus errichten.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 8. November.

Buer ist der größte Stadtteil von Gelsenkirchen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Am Sonntag, dem 19. August 2007, um 16.00 Uhr, wird der Essener Bischof, Mons. Felix Genn, Propst Wilhelm Zimmermann in sein neues Amt als Pfarrer von St. Urbanus einführen.

St. Urbanus wird mit 40.748 Katholiken die größte Pfarrei im Bistum Essen sein.

Die im Dezember 1997 von Papst Johannes Paul II. errichtete Erzdiözese Vaduz umfaßt im Vergleich rund 26.000 Katholiken.

Zur neuen Pfarrei St. Urbanus in Buer werden sieben Gemeinden und drei Filialkirchen gehören.

Eine weitere Mammutpfarrei entsteht am 2. September 2007.

Dann wird Pfarrer Gerd Rüsing um 10.30 Uhr von Generalvikar Prälat Hans-Werner Thönnes als Pfarrer der neuen Pfarrei Horst eingeführt.

Die neue Gemeinde wird 16.558 Katholiken umfassen. Sie vereint drei Pfarreien und zwei Filialkirchen.

Bis zum Jahr 2008 werden die 259 Pfarrgemeinden im Bistum Essen zu 43 Pfarreien zusammengelegt.
      
24 Lesermeinungen
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#24   mathild   08:49:21 | Freitag, 1. Dezember 2006
Wer Christ ist muß sich schämen für Bischof Genn und die „Kohorte“
Bischof Dr. Felix Genn ist ein Bischof mit einem „Super“-Einkommen laut Reichskonkordat-Besoldung, die immer noch aktuell ist. Er sollte sich schämen soviel Geld zu erhalten und den Christen will er vorgaukeln, es ist kein Geld vorhanden. Alles Lug und Trug! St. Urbanus im Ortsteil Gelsenkirchen-Buer ist eine der reichsten Gemeinden im gesamten Bistum Essen und könnte mehrere Kirchen aufrecht erhalten – aber NEIN. Dem Propst Zimmermann (er bietet gerne Häppchen und Getränke im geweihten Kirchenraum an…etc. ) übergibt er zur Zerstörung gleich mehrere Gemeinden.
Erst im vergangenen Jahr wurde im Ortsteil Buer ein 50-ig jähriger guter römisch-katholischer Priester zwangspensioniert. Dahinter stecken besonders der ortsansässige Propst, der Generalvikar und der Personalverantwortliche (ein Prälat) im Bistum Essen.
Auch in Bochum wurde vor nicht allzulanger Zeit ein neuer Propst eingesetzt – er kam gleich mit Konkubine – auch dieses ist dem Bischof Dr. Felix Genn bestens bekannt. Dort geht es jetzt drunter und drüber – Christen die knieend die hl. Kommunion empfangen möchten – wird diese vom Propst verweigert.
Ist das eigentlich ein Bischof? Schämen muß man sich als Christ für solche Häretiker – der Herr Gott möge Ihnen gnädiglich Verzeihung schenken.
Orate Fratres !
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#23   landorganist   10:13:06 | Montag, 20. November 2006
@möchtegern
Fällt Ihnen aus der Zurschaustellung Ihres Homo-Hasses eigentlich mal was Sinnvolles zur Krise der Kirche ein?
Dank an Fuente für sein gutes Statement.
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#22   möchtegern-kathole   23:25:27 | Sonntag, 19. November 2006
der Einwand ist …
… teilweise korrekt. Solange der Priester um seine Heiligkeit ringt, ist die Grenze schwer zu ziehen. Jene Priester aber, die gar nicht mehr das Ziel der Keuschheit haben, und sich mit ihrer Unkeuschheit abgefunden haben – und das dürfte ein grosser Teil sein – die langsam anfangen nicht sich selbst gemäß dem Glauben, sondern den Glauben zu ändern, jene sind sicher fehl am Platze.
Wo ist die Grenze? Vermutlich da, wo die Priester-Sünde öffentlich wird. Dort wird es dann auch zum öffentlichen Ärger.
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#21   Fuente   22:40:30 | Sonntag, 19. November 2006
@möchtegern-kathole
„Unkeusche Gedanken denkt“
Wenn jeder Priester der in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, unkeusch dachte, denkt oder denken wird, die Kirche verlassen muss haben wir bald keine Priester mehr. Du vergisst Priester sind auch nur Menschen, mit Sünden und Fehlern, und deshalb müssen auch sie regelmäßig beichten.Jesus vergibt den Sündern und in der Schrift wird es uns aufgetragen es ihm gleich zu tun. Wo ist die Vergebung in Deiner Aussage?
Du skizzierst hier ein Priesterbild, das kein Mensch erfüllen kann.
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#20   möchtegern-kathole   20:48:37 | Sonntag, 19. November 2006
Moralpredigt
nun man darf die Moral vom Glauben nicht trennen, und umgekehrt. Man wird sicher beides predigen.
Was ist ein Homo-Priester, den man aus dem Amt entfernen muss? Zunächst ein Priester, der unkeusche Handlungen vornimmt oder unkeusche Gedanken denkt. Solange er das nicht macht, ist es ok. Das analoge gilt für jede Art unkeuschheit: ein unkeuscher Priester mit Freundin ist seiner Pfarrei nicht zuzumuten und sündigt in jeder Messe schwer => zu seinem eigenen Vorteil darf er keine Messen mehr halten, heisst er muss die Pfarre einem anderen geben.
Und woher kommt der Gläubigenmangel? Weil die Priester nicht mehr authentisch sind, eben homosexuell (20% wie ich mich eben aufklären lies) oder mit Freundin (von den Pädo-Priestern gar nicht zu reden)
Damit die Kirche authentisch und glaubwürdig wird, muss erst der Klerus reformiert werden.
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#19   Fuente   20:16:03 | Sonntag, 19. November 2006
@möchtegern-kathole
Was bitte verstehen sie unter einem „Homo Priester“?
Einen Priester mit dieser Neigung der zölibater lebt, oder einen Priester der diese Neigung auslebt, oder beide?
Wer den Zölibat nicht hält, ist nicht haltbar, aber es gibt keine REchtsgrundlage einen am Zölibat festhaltenden Priester, gleich welcher Orientierung, zu suspendieren.
Wenn sie meinen, durch die Entfernung von 20 % des Klerus(so beziffern ernstzunehmende Studien den Homosexuellenanteil im Klerus)lösen sie die Probleme der katholischen Kirche in Mitteleuropa, irren sie? Wo liegen unsere Probleme? Wir haben Gläubigenmangel, die traditionellen Pfarreistrukturen sind in weiten Teilen Deutschlands am Ende, wir brauchen eine Neuevangelisation. Ich kann nicht Pfarrstrukturen aufrechterhalten, für die ich keine Priester habe, ich kann nicht wo heute ein Pfarrer 5 Pfarreien hat, überkommene Strukturen aufrechterhalten die den Pfarrer in Verwaltungskram(5 Pfarrgemeinderatssitzungen, Verwaltungsratsitzungemn, Ausschüsse)ersticken. Wir befinden uns im Wandel von einer von weiten Teil der Gläubigen so verstandenen Dienstleistungskirche(Kirche ist gut für Taufe Erstkommunion Firmung TRauung Beerdigung, diese Dienstleistun gen werden zur Ausschmückung von Familienfesten immer noch gern in Anspruch genommen) zur Kirche als Wahlheimat. Und dazu muss es Veränderungen geben.
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#18   Heggi   20:14:27 | Sonntag, 19. November 2006
Im Erzbistum Hamburg…
läuft eine ähnliche Neustruktirierung mit der gleichen Personaldecke, die wegen der Überalterung in den nächsten 5 Jahren zu einer weiteren massiven Ausdünnung führt. Auch wer noch nicht will, mit 75 Jahren wird jeder Priester konsequent in den Ruhestand geschickt. Meistens wollen konservativere Priester noch bleiben. Aber da kennt der Hamburger Personalreferent Msgr. Havighorst überhaupt, oder erst recht kein Pardon.
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#17   Carina   19:46:20 | Sonntag, 19. November 2006
Pastoraler Prozeß
Hier sieht man, was beim Pastoralen Prozeß herauskommt – die Seelsorge bleibt auf der Strecke! Wer kann Mammutgemeinden seelsorgerlich betreuen?
Anstatt den eigentlich richtigen Weg zu gehen, nämlich Gemeinden zwischenzeitlich durch Übegangspfarrer betreuen zu lassen, legt man zusammen, was nicht zusammen gehört.
Die Kirche hat in der Seelsorge imer den Kurs gefahren, den verirrten Schafen nachzugehen, nicht Seelsorgeeinheiten zu schaffen, in denen die Schafe hinter den Hirten hinterherhechten …
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#16   Benedikt   17:41:14 | Sonntag, 19. November 2006
@ möchtegern kathole
man braucht auch positiv-massnahmen, aber:
ie positiv-massnahmen werden sicher momentan verhindert, da ein homo-priester ja die morallehre verdunkeln will, nicht zulassen will, dass die moral gepredigt wird;
Das Fehlen von Moralpredigten (der Begriff ist ja mittlerweile eher negativ besetzt) halte ich nicht für das vorrangige Problem. Wie Erzbischof Dyba richtig sagte, kommt erst der Glaube, dann die Moral. Jemand, der nur der Moral der Kirche, nicht aber ihrem Glauben folgen will, nutzt der Kirche letztlich nicht. Der Fokus muss daher auf der Glaubensverkündigung, insbesondere in der Lehranstalten liegen. Und das bedeutet, dass man lieber die häretischen Theologen entlassen sollte. Es besteht kein Recht darauf, im Namen einer Organisation ein Gedankengut zu lehren, dass dieser Organisation nicht entspricht. Was überall eine Binsenweisheit ist, muss auch in der Kirche Geltung haben.
wenn es die bischöfe nicht machen, wird es irgendwann der papst machen
Wie denn? Glaubens Sie ernsthaft, das die Bischöfe auf den Papst hören und beispielsweise diese gruppendynamischen Spielchen für Einstiegs-Alumnen abschaffen? Die hören sich das an und ändern nichts. Ich wüsste nicht, dass sich in jüngerer Zeit irgendetwas auf römischen Wunsch hin verändert hätte, von der Konfliktberatung mal abgesehen.
warum stehen Pius und Petrus so gut da?
Solche Vergleiche Kirche-Teil der Kirche bringen nichts. Es wird sich sicher auch eine liberale Gruppe finden die gut darsteht.
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#15   möchtegern-kathole   17:29:06 | Sonntag, 19. November 2006
sicherlich …
… reichen negativ-massnahmen wie das rauswerfen der homo-priester und priester mit freundin nicht aus.
man braucht auch positiv-massnahmen, aber:
ie positiv-massnahmen werden sicher momentan verhindert, da ein homo-priester ja die morallehre verdunkeln will, nicht zulassen will, dass die moral gepredigt wird; d.h. das was gut ist, wird von den negativ-seiten verdunkelt und bekämpft.
d.h. es wird erst mit negativmassnahmen losgehen. und wenn es die bischöfe nicht machen, wird es irgendwann der papst machen, und wenn der es nicht macht, wird irgendwann ein engel die aufgabe übernehmen – so war es immer in allen zeiten
es ist die pflicht (!) eines bischofs, homo-priester zu entlassen.
=> Die Krise der Kirche bleibt eine Krise der Bischöfe.
Umgekehrt: warum stehen Pius und Petrus so gut da? Weil sie jeden rauswerfen, der den Glauben angreift, die Predigt sabotiert, die Lehre verdunkelt, den Gehorsam verweigert – zumindest wenn es ein bestimmtes Maß übersteigt.
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#14   Benedikt   17:18:15 | Sonntag, 19. November 2006
@ möchtegern kathole
mittelfristig würden die Menschen, die ja Halt suchen, wieder in die Kirche gehen.
Bei einigen Ihrer Punkte würde ich zustimmen. Allerdings glaube ich nicht, dass irgendjemand mehr in die Kirche geht, nur weil homosexuelle Priester gefeuert wurden.
@ Gratianus
dem Bischof von Essen schon Söhne ins Priesterseminar
Gegenfrage: Wie siehts denn mit der aktiven Förderung des Priesternachwuchses auf? Sprich: Der Vermittlung des Glaubens im Reli-Unterricht und an der Uni? Solange sich dort nichts ändert, wird der Priesternachwuchs auch nicht zunehmen.
Das Problem geringen Priesternachwuchses haben auch andere Bistümer als Essen. Deshalb muss man nicht dutzende Kirchen schließen und hunderte von Pfarreien fusionieren. Meine Gemeinde (Bistum LM) hat gerade eine kleinere Fusion hinter sich, und schon die war ein Problem. Nicht für die Verantwortlichen, sondern für die Gemeindemitglieder. Die Leute haben einfach Angst, dass nach dem Tante Emma Laden, der Post und de Bäckerei nun auch die Kirche aus ihrem Dorf geht. Und dieses Empfinden darf nicht unterschätzt werden. Denn aus ihm folgt, dass das Gemeindeleben in dem ehemaligen Pfarreien eben nicht einfach so weitergeht. Die Aufrechterhaltung des Pfarrsystems hat von daher schon psychologisch wertvolle Aspekte. Auch dann, wenn man sich auf eine Einschränkung der Gottesdienstordnung gefasst machen muss. Eine Pfarrei verfügt auch noch über einen Haushalt, kann also Aushilfen bestellen. Ein Vorteil, den Filialen nicht haben.
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#13   gunther maria michel   17:12:25 | Sonntag, 19. November 2006
+++++
@Benedikt. Danke für Ihre vernünftige Antwort. Schade daß die konkreten Weisungen des Hl. Vaters so spät gekommen sind, wo alles schon in Fahrt ist und schwer korrigiert werden kann. Aber eigentlich war das, was er sagte, schon immer bekannt.
@möchtegern-kathole. Ja, das sind ebenfalls vernünftige Vorschläge, die ich unterstütze, wiewohl sie nicht ausreichend sind.
Wollen Sie sich nicht mal ein schöneres Pseudonym zulegen? 8-)
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#12   möchtegern-kathole   17:04:33 | Sonntag, 19. November 2006
wie wäre es mit:
* Volksmission? (in den 60er Jahren abgeschafft)
* Moralpredigten, die den Menschen Halt geben
* Klare Aussprache der katholischen Glaubensinhalte?
* Zurückweisen der Patchwork-Ideen?
* Benennen von Sünden
* Heilige Priesterseminare und Entlassung ungeeigneter Priesterkandidaten
* Entlassung von homosexuellen Priestern und Priestern mit Freundin
Viele werden sagen: dann haben die noch weniger Prister, und noch weniger Gläubige. Aber genau das gegenteil ist der Fall: mittelfristig würden die Menschen, die ja Halt suchen, wieder in die Kirche gehen.
Mir hat mal einer gesagt: „in Eure Kirche will ich nicht“, die wäre so schlimm oder schlimmer als seine (die protestantische) – und recht hat er leider – genau das ist das Problem.
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#11   gunther maria michel   16:59:41 | Sonntag, 19. November 2006
@an möchtegern:
Ihre finstere Auffassung teile ich nicht.
@Gratianus. Ihre Gegenfragen sind keine Antwort auf meine nicht polemisch gemeinte, sondern aus echter Ratlosigkeit entstande Frage.
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#10   Benedikt   16:58:20 | Sonntag, 19. November 2006
@ Dr. Michel
gab es wirklich keine alternative Möglichkeit als eine Reform dieser Art?
Ich bin der Meinung, dass es andere gibt. Jede Diözese steht ja vor ähnlichen Problemen und nicht jede hat so reagiert wie Essen (Hildesheim wird bald nachziehen). Freilich weiß keiner endgültig, welches Konzept sich als das bessere erweisen wird. Es spricht jedoch einiges dafür, dass Konzepte, die den „Eingriff“ in die Pfarreien und Pfarrstrukturen so gering wie möglich halten die bessere sind. Der Priestermangel ist ganz klar. Nur deshalb müssen mE noch keine Pfarreien aufgelöst werden, jedenfalls nicht in dieser Weise. Auflösen könnte man sicher Mini-Pfarreien, die erst nach dem Krieg gegründet wurden und letztlich Kopfgeburten waren. Die anderen Pfarreien aber könnte man erhalten. Sie wären zwar momentan dauerhaft vakant, könnten aber in ein System (Pfarrverbund) eingebunden werden, dem ein Priesterlicher Leiter vorsteht, der gleichzeitig Pfarrer einer der verbundenen Pfarreien ist. Der Vorteil ist, dass die Pfarreien vor Ort eigenständig bleiben und keinen Außenstellencharakter bekommen, der immer weniger versorgt wird, weil der Kernpunkt der Seelsorge in den großen Städten der Groß-Pfarrei liegt. Man darf nicht unterschätzen, dass in dem Verlust des „Pfarrei-seins“ auch psychologische Aspekte der Gläubigen vor Ort beachtet werden müssen. Das Gefühl, von einer gesichtslosen und weitgehend unbekannten Pfarrei „geschluckt“ zu werden, führt mE allenhalben zur Resignation.
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#9   möchtegern-kathole   16:53:40 | Sonntag, 19. November 2006
für den gemeinen Gläubigen …
gibt es eine alternative Möglichkeit:
Pius und Petrus
wann begreifen die Menschen, dass das nicht „dumm läuft“, „schlecht organisiert“, „fehlerhaftes umsetzen guter ideen“ ist, sondern planmässiges, organisiertes und vorsätzliches vernichten der kath. Kirche in Deutschland?
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#8   Gratianus   16:52:19 | Sonntag, 19. November 2006
Aus Steinen Priester?
Ich würde gerne wissen wieviele der hier Diskutierenden dem Bischof von Essen schon Söhne ins Priesterseminar oder in ein im Bistum ansässiges Ordensinstitut bringen konnten. Soll der Bischof sich Priester aus Steinen hauen? Desweiteren wäre es höchst interessant, wenn dieselben mir sagen könnten wievel Geld sie dem Bischof nebst Kirchensteuer jährlich zu Verfügung stellen, bzw. was sie gedenken dem Bistum Essen zu vererben.
Wenn man mal über den kleinen Rahmen des eigenen Heimatlandes hinausschaut, so wird man sehen, dass es in anderen Ländern und Städten durchaus Pfareien gibt mit mehr Seelen als die neuen Essener Pfarrein. Da brauchen sie nur mal nach Paris zu schauen, von den USA gar nicht zu reden. Der Vergleich mit dem Erzbistum Vaduz, welches zur Lösung der schwierigen Churer Situation als Meisterstück vatikanischer Diplomatie geschaffen wurde, ist dabei doch wohl nur lachhaft.
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#7   gunther maria michel   16:28:14 | Sonntag, 19. November 2006
@ Benedikt und Heggi.
Das pfarrliche Leben der verschiedenen katholischen Gemeinschaften, Jugendgruppen usw. wird zurückgehen, wenn nicht ganz verschwinden, wie ich von verschiedenen Leuten aus den betreffenden Gemeinden gehört habe.
Von anderen Leuten war zu erfahren, daß in Duisburg eine Gemeinde aufgelöst wird, obwohl sie alle Kriterien für das Weiterbestehen erfüllte – Kirchenbesuch, finanzielle Mittel. Auf Anfragen sei das Generalvikariat jede Begründung schuldig geblieben. Dort habe man sich in diesem Fall nicht einmal an die eigenen Vorgaben gehalten.
Das alles ist, gelinde gesagt, schwer zu begreifen.
Alle Schwierigkeiten zugegeben: Rückgang der aktiven Katholiken, „Priestermangel“ u.a. – gab es wirklich keine alternative Möglichkeit als eine Reform dieser Art?
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#6   Benedikt   15:51:55 | Sonntag, 19. November 2006
@ Heggi
Das hängt alles davon ab, wieviel Kapläne und/oder Subsidiare der Pfarrer erhält. Ich persönlich glaube, dass die Vergrößerung von Pfarreien einen Rückzug kirchlichen Lebens bewirkt, der wiederum auf Kosten des Priesteernachwuchses geht, was dann erneut eine Vergrößerung der Pfarreien (soweit das in Essen überhaupt noch möglich ist) erfordert. Ein Teufelskreis.
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#5   Heggi   15:40:27 | Sonntag, 19. November 2006
Benedikt
Also ich denke, die umliegenden Kirchen werden deshalb nicht geschlossen, als da z.B. die Kirche Mariae Himmelfahrt ist, oder St. Ludgerus. Aber St. Ludgerus wurde noch vor ganz wenigen Jahren ziemlich teuer umgebaut und architektonisch „versaut“. Mariae Himmelfahrt wurde bislang von Patres versorgt, die dort seit Bau der Kirche in den 50er Jahren auch ein Kloster unterhalten. Ob die verschwinden?
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#4   Benedikt   15:32:36 | Sonntag, 19. November 2006
Gemeinde…
…mit 40.000 Katholiken, was für ein Unsinn. Eine gesichtslose Masse ist das, nichts weiter. Dieses Modell ist ungeeignet, die Kirche wirklich vor Ort im Bewusstsein der Bürger zu halten. Besser eine dauerhaft vakante, aber einigermaßen eigenständige Pfarrei, als einer völlig unbekannten Pfarrei anzugehören, deren Zentrum womöglich 7-8 km entfernt liegt.
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#3   Heggi   15:19:41 | Sonntag, 19. November 2006
Soweit ich weiß…
ist Propst Zimmermann schon Pfarrer von St. Urbanus. Wieso wird er dann ins Amt eingeführt?
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#2   muntu   15:19:10 | Sonntag, 19. November 2006
artikel
und wie viele Priester werden dieser Mammutpfarre betreuen? Vielleicht der Bischof selbst??
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#1   möchtegern-kathole   14:40:08 | Sonntag, 19. November 2006
es gibt aber auch in Essen …
… ganz kleine Gemeinden, in denen der priester seine Schäfchen noch kennt. Persönlich. Genau. Mit distanz, wo es nötig ist. Mit Freundschaft, wo es geht.
Pius und Petrus machens möglich.
Bottroper Str. 295, Bergeborbeeck
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