Priesterehe statt Alte Messe + Mutmacher + Viel unterwegs + Abscheuliches Chaos + Ungültige Konzelebration
Priesterehe statt Alte Messe
Vatikan. Der vatikanische Pressesaal gab gestern bekannt, daß sich der
Papst am Donnerstag mit den Vorstehern der vatikanischen Dikasterien trifft. Thema: Die Überprüfung
der Situation, die nach dem Ungehorsam von Mons. Emmanuel Milingo entstanden ist. Es soll auch eine mögliche
Dispens von der Zölibatspflicht und die Wiederzulassung verheirateter Priester in ihr Amt beraten werden:
„Andere Dinge sind auf der Tagesordnung nicht vorgesehen.“ Am Montag hatte die Nachrichtenagentur ‘Ansa’
behauptet, daß man auch über die Freigabe der Alten Messe beratschlagen werde.
Mutmacher
Deutschland.
„Es ist ermutigend, daß wir diesen Papst haben“ – erklärte der frisch vom Ad-Limina zurückgekehrte
Hamburger Erzbischof Werner Thissen vor ‘Radio Vatikan’: „Er liest uns nicht die Leviten, sondern macht
uns Mut. Das finde ich erfreulich, und das gibt auch Kraft.“
Viel unterwegs
Österreich. Am kommenden
Sonntag zelebriert der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, im Petersdom das Kapitelsamt.
Anlaß ist das 500jährige Jubiläum der Grundsteinlegung von St. Peter. Dabei erklingt die Krönungsmesse
von Wolfgang Amadeus Mozart mit den Wiener Philharmonikern und den Wiener Sängerknaben.
Abscheuliches
Chaos
Irak. Am Donnerstag erklärte der Gesundheitsminister der irakischen Marionettenregierung, Ali
al-Shemari, bei einem Besuch in Wien, daß die Gewalt im Irak kein Ende nehme: „Jährlich sterben 35.000
Menschen bei Anschlägen.“ Seit Kriegsende im Jahr 2003 seien 150.000 Todesopfer zu beklagen. Auf jeden
Toten kämen drei Verletzte. Der Irak habe sich von einer abscheulichen Diktatur in ein abscheuliches
Chaos verwandelt. Den Rücktritt des US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld nannte der irakische Gesundheitsminister
einen Beweis für das Scheitern der US-Politik.
Ungültige Konzelebration
„Ich kannte einen alten, ein
wenig exzentrischen Priester. Der rühmte sich, bei Konzelebrationen wie der Chrisam-Messe die Konsekrationsworte
leise, aber immer ein wenig vor dem Bischof und den anderen Priestern gesprochen zu haben. Damit sei die
Messe aller anderen Konzelebranten ungültig gewesen, »weil sie die Wandlungsworte über Elemente gesprochen
haben, die bereits konsekriert waren«.“
Hw. Ray Blake aus Brighton in Südostengland am 13. November
auf seinem Weblog.
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39 Lesermeinungen
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#39 Michael60 21:09:23 | Montag, 20. November 2006
Iss et denn jood jez? Also die Diskussion ist schon ‘n bischen her. Im Moment haben wir es mit mindestens
einem aufgeplusterten Kropf zu tun, farbig, damit die Weibchen darauf ansprechen.
@Protestant Wieso bilden Sie sich ein, Sie müßten hier „an allen Fronten“ kämpfen? Das ist völlig
unnötig. Ich rätsele schon seit langem, von welchem seltsamen Sendungsbewußtsein Sie getrieben sind,
daß Sie hier versuchen, den Katholiken systematisch ihren Glauben und ihre Kirche madig zu machen. Sie
kommen mit vor wie ein Betrunkener, der aus Versehen in eine geschlossene Gesellschaft geraten ist und
jetzt dort unermüdlich schwadroniert und schwadroniert, ohne wahrzunehmen, daß niemand von den Versammelten
Wert auf seine Anwesenheit legt.
#37 Protestant 21:48:50 | Freitag, 17. November 2006
@heinrich von Jedönsdingen Also, rheinisch war das nicht! Sie sind also auch nur ein Zugezogener, wenn
überhaupt! Da ich hier an allen Fronten kämpfen muss(ich freu mich), das ist quasi die freundliche Diskussionsatmosphäre-
möchte ich Ihnen mitteilen, datt ett wikrlich esu iss! Ett iss, wie ett iss, ett kütt,wie ett kütt,
un ett hätt att immer noch jootjejange! Da sehen Sie mal, wie es ist, wenn man nicht ernstgenommen wird…!
Lieber Protestant, datt stimmt ja nu überhaupt nicht! Sie beispielsweise sind nicht schnippisch und unverschämt,
Sie sind nur unverschämt. Zu schnippisch braucht et ja ‘n bischen Geist! Tja Hamlet, ham oder nicht ham,
datt is hier die Frache! Juts Nächtle!
#35 Protestant 17:11:44 | Freitag, 17. November 2006
@dr.Heger-schnippisch-unverschämt Na, jetzt machen Sie aber mal halblang! Was schnippisch anbelangt-da
sollten Sie mal über Ihren eigenen Stil hier nachdenken, der ja häufig an Freundlichkeit und Verbindlichkeit
nicht zu überbieten ist! Aber selbst ein Sensibelchen, wenn man mal etwas ärger angegangen wird-dazu
noch von einer Frau! Und im übrigen- Frau Bussmann hat, wie andere auch-in keinster Weise irgendeine
Anspielung auf Ihre -leider Gottes- früh verstorbene Frau gemacht! Das gehört hier doch gar nicht dazu!
Aber trotzdem wird man ja noch seine Meinung äußern dürfen! Selbstverständlich sollte Frauen dieser
Job nicht länger vorenthalten bleiben!Warum auch? Und Frau Bussmann ist genausowenig eine Emanze, wie
Sie der Präsident der Vereinigten Staaten sind! Schade, das jeder, der hier eine abweichende Meinung
Ihnen gegenüber äußert, von Ihnen sofort abgebügelt wird! Aber alle anderen sind ja schließlich schnippisch
und unverschämt! Schönen Abend noch!
@Brigitte Bussmann Nachdem Sie behauptet hatten: Würzburger Synode …, die auch Papst Benedikt einmal
mit unterschrieben hat habe ich gefragt: Welche Dokumente der „Würzburger Bischofssynode“ (1971-197)
hat Joseph Ratzinger, der 1976 erst Päpstlicher Ehrenprälat wurde, unterschrieben und welche hat er
als Bischof (Ordinarius) unterschrieben? Anscheinend war Ihre Behauptung falsch, und Joseph Ratzinger
hatte nichts von der Synode unterschrieben. Daher ist es jetzt ziemlich dreist, wenn Sie Ihre Antwort
an mich mit einem schnippischen „vergessen??“ beginnen – um anschließend von einer Unterstützung des
nachmaligen Papstes Benedikt XVI. für die Synode nicht mehr zu reden. Geradezu unverschämt ist Ihre
Ersetzung einer Grußformel durch ein „Sonst noch Frauenprobleme??“. Ich erwähnte schon einmal aus gegebenem
Anlaß, daß meine Frau früh verstorben ist. Sonst habe ich keine Frauenprobleme – am allerwenigsten
damit, mich gegen dreiste Feministinnen in kirchlichem Dienst zu wehren. MfG Christoph Heger
Dr. Heger vergessen?? Ratzinger war der jüngste Konzilstheologe und als super fortschrittlich bekannt!
Er hat mit unterschrieben. Sie werden nichts daran ändern, dass die Würzburger Synode der Rota vorliegt
und es bereits fünf deutsche Bischöfe gibt, die das Diakonat der Frau vorantreiben und in ihren Bistümern
verwirklichen. Und in der Schweiz ist das schon sowieso sehr lange. Sonst noch Frauenprobleme??
#32 Michael60 10:40:33 | Donnerstag, 16. November 2006
Prieserehe und alte Messe Längst geht man bei der Diskussion: Priesterehe – ja oder nein – über das
Vorbild unseres Herrn und seiner Apostel hinweg. Wo sind die Taten, die Jesus volbrachte bei seinen Vertretern
auf Erden? Wo treiben sie Teufel aus, wo geben sie Orientierung den Suchenden, die zu Tausenden allein
in der Gesellschaft umherirren? Wo zeigen sie an ihrem Lebensstil, dass sie ihre eigene Person völlig
in den Dienst der Menschheit stellen, wie es Jesus vorgemacht hat? Dazu gehört auch die völlige Verfügbarkeit
für nichts anderes als das Volk Gottes. Wer mir nachfolgen will… Aber der Wegweiser dieser Zeit ist
biologisch und scheint bei vielen nicht unter Kontrolle. Und was die alte Messe betrifft, weiß ich, dass
das Wort Mystik dort zu finden war. Dort wurde nach bestem Gewissen versucht, den Unergründlichen in
liturgischen Handlungen zu verehren. Ja, bald sind wir wieder eine Kirche, nämlich protestantisch. Wäre
nur noch zu klären, welche protestantische Richtung anzustreben sei. Aber das kann man ja ebenfalls so
gestalten, wie gehabt.
Joseph Ratzinger und die Würzburger Synode Brigitte Bussmann meint: Weiterhin ist endlich mal zu überdenken,
dass die Bischöfe sich an die Würzburger Synode halten, die auch Papst Benedikt einmal mit unterschrieben
hat, als er noch in Deutschland lebte. Letztere Anmerkung ist etwas überraschend. Die „Gemeinsame Synode
der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland“ kam zwischen Januar 1971 und November 1975 zu acht Sitzungsperioden
zusammen. Da die Tagungen in Würzburg stattgefunden haben, wird die Synode häufig auch „Würzburger
Synode“ genannt. Ihr Ergebnis bestand in 18 Beschlüssen und 6 Arbeitspapieren. Joseph Ratzinger wurde
1976 Päpstlicher Ehrenprälatund im März 1977 Erzbischofvon München und Freising. Ich frage, welche
Dokumente hat Joseph Ratzinger unterschrieben und welche hat er als Bischof (Ordinarius) unterschrieben?
Wie auch immer – der Mainzer Kirchenrechtler Georg May ist völlig im Recht: Die „Würzburger Synode“
ist ein Schandfleck der deutschen katholischen Kirche. MfG Christoph Heger
Priesterehe – alte Messe Es sollte nicht die Frage gestellt werden Priesterehe oder Alte Messe, sondern
beides sollte nebeneinander stehen. Ich hoffe nur, dass die Priester ohne Amt inzwischen nicht alle zu
verbittert sind über die Praktiken der katholischen Kirche, dass sie noch dieses Angebot annehmen. Denn
als Lückenbüßer da stehen, ist nicht die wahre christliche Liebe, die von Rom nun ausgeströmt wird.
Aber ein guter Anfang ist es trotzdem, besser wäre natürlich, die Verpflichtung zum Zölibat ganz fallen
zu lassen, dass auch junge Männer wieder Zugang zur Priesterweihe finden. Weiterhin ist endlich mal zu
überdenken, dass die Bischöfe sich an die Würzburger Synode halten, die auch Papst Benedikt einmal
mit unterschrieben hat, als er noch in Deutschland lebte.
#29 Schüttel 09:02:32 | Donnerstag, 16. November 2006
Bravo, Konrad, du Wendehals! Schüttel nennst du arrogant einen „aufgeblasenen Fratz“, wenn er BXVI einmal
die Leviten liest, selbst bist du ein Fähnchen im Wind, das opportunistisch am Zeitgeist segelt und nun
also „theological correct“ den Zölibat fallen lässt. Da lobe ich mir Gotthard, der wenigstens eine klare
Linie vertritt!
#28 Konrad 08:53:59 | Donnerstag, 16. November 2006
Schon gut, Gotthard, schau nach vorne und da heisst es, dass im Himmelreich nicht mehr geheiratet wird!
Gewiss ist der Zölibat ein „wertvolles Geschenk und ein Zeichen der ungeteilten Liebe zu Gott und den
Mitmenschen“ (Benedikt XVI.), aber oft ist er leider auch Zwang, verlogen, verklemmt und alles andere
als Liebe. Also kann eine Änderung der Praxis durchaus sinnvoll sein, ohne damit einer allgemeinenen
Sexualmoral-Liberalisierung das Wort zu reden! Strengere Loyalität, gerade auch in liturgicis, muss von
verheirateten Priestern erwartet werden. Die „alte Messe“ wäre da ein Zeichen. Zudem muss gleichzeitig
der Ruf nach Frauenpriestertum verstummen und eine Angleichung an die orthodoxe Kirche erfolgen. „Der
Spiegel“ sieht es heute so www.spiegel.de/…,1518,448756,00.html.
#27 Gotthard 23:30:34 | Mittwoch, 15. November 2006
Blick nach vorne es bleibt dabei, der papst hat die richtien Akzente gesetzt: Diskussion über den Zölibat –
ein möglilcher Weg aus der Krise. der nostalgische Blick zurück hat keine Zukunft – auch wenn italienische
Damen mit Schoßhündchen das propagieren.
#26 Tarcisius 22:47:27 | Mittwoch, 15. November 2006
@ungültige Konzelebration Dieser Priester verhält sich nicht nur enorm kindisch und albern, er versündigt
sich durch solche Spielchen schwer am Altarsakrament, an seinem Bischof und an seinen priesterlichen Mitbrüdern.
Unabhängig davon, ob seine niederträchtige Intention, die Mit-Konsekration durch die anderen zu verhindern,
wirksam ist, oder nicht. Unabhängig davon, ob man etwas von der Konzelebration hält, oder nicht.
#25 Romulus 20:57:59 | Mittwoch, 15. November 2006
Männer oder Memmen Ich kann nur hoffen, dass der Zölibat nicht abgeschafft wird, sondern dass die Auswahl
der Priesteramtskandidaten noch schärfer wird als bisher, dass wirklich nur richtige Männer, die genauso
gut heiraten und eine Familie haben könnten, geweiht werden und keine sexuell abartigen Memmen zu Priestern
geweiht werden.
#24 thaumaturgos 20:18:51 | Mittwoch, 15. November 2006
ungültige messe … ist doch lachhaft, es kommt auf den ganzen canon actionis an, nicht nur auf die einsetzungsworte
der knabe ist wirklich exzentrisch, er sollte die theologie vor dem vatikanum doch kennen …
#23 Karl Murx 13:55:51 | Mittwoch, 15. November 2006
@Sirilo Im Corpus des betreffenden Artikels geht es im Prinzip daraum, daß die Konsekration bei Konzelebration
dadurch zustande kommt, daß alle Beteiligten ihre Intention auf dasselbe Ziel richten. die Konsekration
kann also nicht durch einen anwesenden Priester wiederholt werden, wenn er später fertig ist, als die
anderen, noch wird die Konsekration durch den ersten der fertiggesprochen hat, alleine bewirkt. Aus der
Kraft der moralischen Einheit aller Beteiligten bei der Konzelebration wirkt ein und dasselbe Priestertum
in allen. solange also alle in etwa gemeinsam sprechen, konsekrieren auch alle gemeinsam. Der erwähnte
exzentrische Priester müßte schon die Wandlungsworte nicht nur zuerst beginnen, sondern sie auch alleine
beenden, bevor die anderen überhaupt erst anfangen können zu sprechen.
#22 Thaddäus 13:11:59 | Mittwoch, 15. November 2006
Weltpriester: Keine Gelübde noch daß er Hilfskonstruktionen zustimmt, die Priestern, die ihre Gelübde
(Gehorsam und Keuchheit) gebrochen haben Jedenfalls Weltpriester legen keine Gelübde ab, sondern übernehmen
die mit ihrem Amt verbundene Verpflichtung zur Ehelosigkeit und versprechen dem Bischof Amtsgehorsam.
Soweit Priester ihr Amt im Einvernehmen mit Rom niedergelegt haben (Laisierung) haben sie auch nicht gegen
die Autorität der Kirche gehandelt. Mit dieser Richtigstellung verbinde ich aber die Klarstellung, dass
ich die Aufweichung des Zölibats ablehne, erst recht, wenn sie über die Hintertür der Wiederzulassung
vormals gescheiterter Priester erfolgen sollte. Wir haben nicht zu wenige Priester, sondern zu wenige
gute!
#21 Bernado 12:49:24 | Mittwoch, 15. November 2006
Priester-Ehe statt alter Messe? Bevor sich hier irgend jemand Illusionen macht: Die manipulative Vermengung
der Nachrichten ist der Reaktion von Kreuz.net zwar ganz gut gelungen – aber in der Sache und in Rom ändert
sich durch dieses Spielchen nicht. Das Dokument zur Neubestimmung der Rechtsstellung der „alten Messe“
ist in Arbeit – ob es Gegenstand der morgigen Sitzung ist oder nicht. Es wird zu der Zeit kommen, die
dem Papst als geeignet erscheint, und es wird eine Verbesserung der Rechtsstellung der „alten Messe“ bringen –
sonst würden die Gegener der Tradition nicht im Dreieck springen. Das Milingo-Problem, der aparterweise
nun ebenfalls 4 schismatische Bischöfe geweiht hat (die allerdings in der Lehre weit von der der katholischen
Kirche entfernt sind), bedarf in der Tat dringender Erörterung. Ob es zu einer Veränderung bei den Regeln
für die Weihe von „viri probati“ kommt – also von Männern, die verheiratet sind und einen untadeligen
Lebens- und Ehewandel geführt haben – ist schwer zu sagen, aber eher unwahrscheinlich. Falls doch, wäre
das aber weder ein Bruch mit der Tradition noch die Aufkündigung bisheriger Gemeinsamkeit mit der Orthodoxie.
Deshalb können wir bei diesem (und vermutlich jedem anderen) Papst sicher sein, daß er weder die Eheschließung
von geweihten Priestern zulassen oder nachträglich absegnen wird, noch daß er Hilfskonstruktionen zustimmt,
die Priestern, die ihre Gelübde (Gehorsam und Keuchheit) gebrochen haben, wieder zum priesterlichen Dienst
einsetzt
@Protestant Und wenn von Benedikt ein kleiner Schritt nach vorn erfolgt, sollten wir nicht unbedingt mit
Pius zwei große Schritte zurückgehen! Wenn man vor dem Abgrund steht, ist ein Schritt rückwärts ein
Fortschritt.
#18 Protestant 12:22:32 | Mittwoch, 15. November 2006
@Alle Schreiber Aber bitte…wenn der Papst über den Zwangszölibat reden möchte, ist dies doch ein
richtiger Schritt! Es wird langsam mal Zeit, dass hier über ein neues Thema (nicht nur Homos und „Alte“Messen)
geredet wird. Glücklicherweise scheint der Papst nicht unbedingt auf kreuz.net-Niveau zu liegen! Schön,
dass auch mal von oben ein Schritt zum Gespräch kommt, dass ohnehin überall geführt wird! Und was das
Leviten lesen anbelangt-man sollte einigen Forums-Schreibern mal die Leviten lesen, wie man mit Meinungen
anderer umzuspringen hat und ihnen erklären, was christliche Nächstenliebe bedeutet! Nach anfänglicher
Skepsis nach der Papstwahl sollten wir das Pontifikat von Benedikt XVI. mit vorsichtigem kritischen Optimismus
begleiten! Und wenn von Benedikt ein kleiner Schritt nach vorn erfolgt, sollten wir nicht unbedingt mit
Pius zwei große Schritte zurückgehen!
Schüttel, du aufgeblasener Fratz, hier zu deinem „eitlen Spektakel“: Papst Benedikt XVI. hat am heutigen
Mittwoch vor zehntausenden Gläubigen bei der Generalaudienz am Petersplatz erneut über den Apostel Paulus
gesprochen und daran erinnert, dass man in den Briefen des Apostels Paulus einen tiefen Einblick in das
Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche gewährt bekomme. In deutscher Sprache sagte der Papst wörtlich:
„Liebe Brüder und Schwestern! In der heutigen Katechese sprechen wir erneut vom Apostel Paulus, der uns
in seinen Briefen einen tiefen Einblick in das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche gewährt. Paulus
erinnert die Gemeinde in Rom eindrücklich daran: „Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht,
den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Röm 8, 15). Der Geist Gottes wohnt in unserem Herzen und
eröffnet uns eine innige Beziehung zur Heiligsten Dreifaltigkeit, die unser Vorstellungsvermögen bei
weitem übersteigt. Gerade in unserer menschlichen Schwachheit wird der Heilige Geist zur Seele unseres
Betens und wenn wir uns für sein mächtiges Wirken öffnen, führt er uns in das göttliche Leben ein.
Dieses göttliche Leben ist vor allem die Liebe, die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen eingegossen
ist (vgl. Röm 5, 5). Der geisterfüllte Mensch wird auch zum Förderer der Einheit unter den Gläubigen
und in der Menschheitsfamilie. Schließlich ist der Geist Gottes „der erste Anteil des Erbes, das wir
erhalten sollen“ (2 Kor 1, 14), wenn wir nach unserem Tod in die ewige Gemeinschaft mit Gott …
#16 Guiseppe 11:28:13 | Mittwoch, 15. November 2006
Camaurus II. und Benedikt XVI. Benedikt XVI: als eine Art Winke-Papst, der den Leuten gut zuredet wäre
gewiss ein Horror. Genau das ist Benedikt aber nicht. Was wissen wir denn, was im Hintergrund läuft?
Erwarten Sie tatsächlich, dass der Hl. Vater die dt. Bischöfe in aller Öffentlichkeit zur Schnecke
macht? (Ich gebe zu, dies hätte auch mein Herz erwärmt.) Camaurus2: „Heiligster Vater, setzen Sie das,
was Sie als Kardinal gepredigt haben, nun in Taten um, insbesondere auf dem Gebiet der Liturgie!“ Aber
bitte sofort, ja? Seit wann erteilen Katholiken dem Heiligen Vater Befehle? Beten wir doch lieber für
den Heiligen Vater – immerhin mit fast 80 Jahren nicht mehr so jung wie vielleicht Sie –, dass der Herr
ihm genug Kraft einflöße und dass sich nicht zu viele Würdenträger gegen ihn stellen mögen.
#14 Camaurus2 11:10:31 | Mittwoch, 15. November 2006
Königin von England Der Papst – wie die Königin von England – ein Herrscher, der nicht regiert – ein
freundlich winkender Grüßaugust – eine Art Bundespräsident, der sich aufs Warnen und Ermutigen beschränkt…
Was wäre das für eine Horrorvorstellung!!! Heiligster Vater, setzen Sie das, was Sie als Kardinal gepredigt
haben, nun in Taten um, insbesondere auf dem Gebiet der Liturgie!
@Karl Murx Könnten Sie bitte so freundlich sein und die Worte des Hl. Thomas für die nicht englischsprachigen
Leser von Kreuz.net auf Deutsch wiederholen?
#12 Karl Murx 09:56:56 | Mittwoch, 15. November 2006
Ungültige Konzelebration? Abgesehen von der Ungültigkeit der des N.O.M., die mangelnde absolute Gleichzeitigkeit
ist kein Problem, solange die moralische Gleichzeitigkeit gewahrt bleibt: Diekamp, Band 3, Seite 171 unter –
172 oben, weißt diebezüglich hin auf den heilig Thomas III. q. 82. a.2 www.newadvent.org/summa/4082.htm
I answer that, As stated above (1), when a priest is ordained he is placed on a level with those who received
consecrating power from our Lord at the Supper. And therefore, according to the custom of some Churches,
as the apostles supped when Christ supped, so the newly ordained co-celebrate with the ordaining bishop.
Nor is the consecration, on that account, repeated over the same host, because as Innocent III says (De
Sacr. Alt. Myst. iv), the intention of all should be directed to the same instant of the consecration.
#11 Schüttel 09:52:16 | Mittwoch, 15. November 2006
Und wenn schon, turk! Wahrheit geht vor Parteilinie! Hier kann jeder nachlesen, was für ein eitles Spektakel
auf dem Petersplatz wöchentlich stattfindet! www.faz.net/…common~Scontent.html
Reaktivierung unnötig, weil inhaltslos Und was wollten Sie uns, Herr Schüttel, mit Ihrem völlig sinnlosen
und genau genommen inhaltsleeren Gesülze sagen? Das sind reine Vermutungen, der Heilige Stuhl wird sich
wohl noch mit Problematiken befassen dürfen, ob dies nun ergebnisoffen geschieht oder nicht. Wer sagt,
daß die Sache des katholischen Glaubens bei Benedikt XVI. nicht in guten Händen wäre, argumentiert
indirekt in Richtung Sedisvakantismus – nein danke.
#9 Schüttel 09:34:35 | Mittwoch, 15. November 2006
Leviten lesen muss dann wohl der reaktivierte Schüttel: Priesterehe statt alter Messe – so wird es wohl
laufen, ein weiteres Zeichen dass bei Benedikt XVI. die Sache des katholischen Glaubens nicht in guten
Händen ist. Hat er nicht auch schon die protestantische Rechtfertigungslehre mehr oder weniger „abgesegnet“
1999 in Augsburg? Benedikts Lob ist „nett“, geht aber an der dramatischen Lage des Glaubens in deutschen
Ländern fahrlässig vorbei. Er wird einmal Rechenschaft geben müssen, was er aus der Gnade des Petrusamtes
gemacht hat – oder ob er sich aufs Winken beschränkt (FAZ von heute, 15.11.).
Es gibt aber noch viele andere Argumente Das ist zwar ein nettes Schnell-Argument bei der notwendigen
Argumentation gegen die insbesonderei in „neokonservativen“ Kreisen fast gezwungenermaßen gepflegte Kon-Konsekration
(unter Außerachtlassung des vom Kirchenrecht gegebenen Freiraumes für die tägliche Einzelzelebration),aber
man wird auch argumentieren können, daß bei der geplanten Konzelebration, besser: Kon-Konsekration,
von der Gesamtintention her auch bei schneller sprechenden Klerikern moralisch gesehen nur eine Wandlung
vorliegt, die allen gemeinsam zukommt. Allerdings bleibt die Frage der Annahme von Meßintentionen für
Konzelebrationen durchaus für die theologische Forschung offen …
Priesterehe statt Alte Messe Das darf doch wohl nicht wahr sein!!! Den Namen Milingo sollte man besser
gar nicht mehr in den Mund nehmen. Wenn so ein Mensch dem Papst auch noch Anlass zu ernsthaften Gesprächen
über Lockerung des Zölibats gibt, kann man sich denken, wer dazu den heissen Wind bläst.
#3 Thaddäus 08:41:29 | Mittwoch, 15. November 2006
Nicht die Leviten gelesen In einen Übergangspapst sollte man nicht zu große Erwartungen setzen. Und
wer sich schon bei Pontifikatsantritt knieweich bei den Jugendlichen für mögliche Zumutungen (im Glauben
und in der Moral) quasi entschuldigt…