„Wenn Kardinal Lehmann erklärte, daß man mit den Leuten, welche die Alte Messe wünschten, ins Gespräch kommen müsse, dann bietet sich hierfür in seiner eigenen Diözese eine gute Gelegenheit.“
(kreuz.net) Die Vereinigungen ‘Pro Missa Tridentina’, ‘Una Voce Deutschland’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’
sind empört.
Der Grund ist ein Interview des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal
Lehmann, mit ‘Radio Vatikan’.
Die drei Gruppierungen sind Zusammenschlüsse deutschsprachiger Katholiken,
die dem Alten Ritus verbunden sind.
Sie klagen den Kardinal an, die von Papst Johannes Paul II. geforderte
Achtung für die Gläubigen des Alten Ritus „in erschreckendem Maße“ vermissen zu lassen.
Im Schreiben
‘Ecclesia Dei’ anerkannte Johannes Paul II. im Jahr 1988 die Verbundenheit zum Alten Ritus als legitim
und wies die Bischöfe an, das Empfinden dieser Altgläubigen zu achten und ihren Wünschen großzügig
entgegenzukommen.
Dagegen erklärt Kardinal Lehmann, daß Gläubige, welche die Zulassung der Alten Messe
wünschen, die Gültigkeit der „erneuerten“ Messe mehr oder weniger in Frage stellten.
Weiter erweckt
er den Eindruck, daß es sich bei den Besuchern der Alten Messe fast nur um Leute im Rentenalter handle.
Der Kardinal bemerkte weiter, daß man kaum mehr Priester finde, die fähig und bereit seien, die Messe
nach den Büchern von 1962 zu lesen.
Dazu stellt Stefan Löbel – Medienbeauftragter der drei Vereinigungen –
klar, daß seine Gruppierungen die Gültigkeit des „erneuerten“ Meßritus nie in Frage gestellt, aber
immer wieder auf die Willkür in der Praxis hingewiesen hätten.
Die drei Vereinigungen „berufen sich
auf die Aussage der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanums, daß »die Kirche allen rechtlich anerkannten
Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt«.“
An vielen Orten, wo regelmäßig am Sonntag vormittag
die Alte Messe zelebriert werde, sei etwa ein Drittel der Meßbesucher jünger als 18 Jahre.
Auch sei
der Altersdurchschnitt des deutschen Diözesanklerus weit höher als jener der Priester der Petrusbruderschaft
und des Instituts ‘Christus König und Hoherpriester’, welche die Alte Messe im deutschsprachigen Raum
zelebrieren.
Doch „leider verbieten viele deutsche Bischöfe Priestern dieser Gemeinschaften sowie ihren
am Alten Ritus interessierten Mitbrüdern im Diözesandienst die Meßfeier für traditionsverbundene Gläubige.“
Wenn Kardinal Lehmann schließlich erkläre, daß man mit den Leuten, welche die Alte Messe wünschten,
ins Gespräch kommen müsse, „dann bietet sich hierfür in seiner eigenen Diözese eine gute erste Gelegenheit“:
„Seit über vier Jahren warten dreihundert Bittsteller für die Zulassung der Alten Messe in Gießen
auf eine Antwort ihres Bischofs Karl Kardinal Lehmann.“
Es gebe sichere Hinweise, daß der Papst beabsichtigt,
der Feier der Alten Messe und der Spendung der Sakramente im Alten Ritus in der Kirche das Heimatrecht
zurückzugeben.
Löbel vermutet, daß das Interview von Kardinal Lehmann mit Radio Vatikan einen Versuch
darstellt, diese Absicht des Heiligen Vaters zu konterkarieren.
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40 Lesermeinungen
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#40 Michael60 20:50:55 | Montag, 20. November 2006
Lieber Fidei Defensor Ja so ist es in unseren Ländern. Herr Karl Karnevalkardinal Lehmann ist da ganz
selbstbewusst. Die Nöte der Kleinen und Suchenden kann er sich nicht vorstellen. Also aus seiner Sicht
ist er nur konsequent.
#38 Fidei Defensor 22:28:26 | Donnerstag, 16. November 2006
Der Lehmmann ist ja ein ganz schlimmer Progessist. Da bin ich ja froh, dass ich in Basel lebe, wo ich
jede Woche an einer vom Institut Christus König gefeierten Hl. Messe im klassischen römischen Ritus
teilnehmen darf.
#37 Michael60 11:26:17 | Donnerstag, 16. November 2006
Ins Gespräch kommen… Es wäre mal interessant, Kardinal Lehmanns Antwort zu erfahren auf die Frage,
warum es Menschen nicht möglich sein soll, Gott mit der größtmöglichen Ehrfurcht zu begegnen. Oder
anders gefragt, ob es tatsächlich nicht nötig ist, größtmögliche Ehrfurcht zu erweisen. Ob es richtig
war, die liturgischen Möglichkeiten abzuschaffen, die es einst gab, um den Unbeschreiblichen, der in
der Eucharisitie unter den Menschen gegenwärtig sein will deutlich zu machen. Ist diese kalte und unpersönliche
Liturgie von heute wirklich das Maß aller Dinge? Wird sie der Größe Gottes wirklich gerecht? Mir drängt
sich der Verdacht auf, dass so intelligente Menschen wie Bischöfe und Kardinäle, die den alten Ritus
nicht wünschen, dies mit voller Absicht tun. Schade, dass sie keinen Zusammenhang erkennen zwischen dem
gegenwärtig praktizierten Ritus und der Orientierungslosigkeit in der Bevölkerung. Lasst die Laien nur
weitermachen. Es gibt schon Menschen, die sich von der konsequenten Haltung des Islams mehr versprechen,
als von der unserer Bistumsverwaltungsbeamten. Es ist nur noch traurig, was sich da abspielt.
@Gotthard Warum muss ein Bischof eigentlich jeder spinnerten Idee einiger Leute nachgehen und ihnen Gehör
und Zeit und Kraft und und und schenken? DESHALB! fssp.org/de/eccldei.htm !:) !:)
#35 Gotthard 23:23:23 | Mittwoch, 15. November 2006
Gedanken machen Aber es ist nunmal so, dass einige Anhänger der alten Messordnung grundsätzliche Zweifel
an der approbierten Liturgie nach den Bücher von 1970 haben. Und ein Bischof muss sich darüber natürlich
Gedanken machen. welche Gedanken hätte sich wohl Bischof Marcel gemacht, wenn einige Typen, die sich
für sehr katholisch erklärt hätten, Zweifel an der Liturgie geäußert hätten? Was hätte dieser Bischof
im Jahre 1959 wohl gesagt, wenn einige besondere Katholiken Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Besetzung
des Stuhles Petri geübt hätten? Warum muss ein Bischof eigentlich jeder spinnerten Idee einiger Leute
nachgehen und ihnen Gehör und Zeit und Kraft und und und schenken? Er kann es … und sollte es auch,
abernicht wegen ihres speziellen Anliegens, sondern wie allen anderen Menschen im Bistum auch.
#34 Benedikt 16:54:38 | Mittwoch, 15. November 2006
@ Protestant Der BDKJ (im übrigen und zu REcht „Bund der deutschen katholischen Jugend) und die KJG(im
übrigen zu REcht“Katholische Junge Gemeinde) sind froh, dass die Jugend endlich auch mal von hochrangigen
Kirchenvertretern ernstgenommen wird! Kennen Sie sich mit den Gruppierungen aus? Durch speziell kirchliche
Aktivitäten fallen sie leider oft nicht auf. Allzu oft stimmen sie in den Chor der Kritikaster mit ein.
Zudem braucht man keinen Verein, um als Jugendlicher ernst genommen zu werden. Das muss von einem Bischof
oder Pfarrer immer erwartet werden. Wäre ja noch schöner: „Hr. Pfarrer, können wir mal über Thema
xy reden?“ – „Erst die Mitgliedskarte vom BDKJ vorzeigen!“
#33 Protestant 16:33:16 | Mittwoch, 15. November 2006
@malle Da ist er wieder!Der „alte“Malle! Faschisten, Kommunisten- da haben Sie ja endlich wieder Ihren
Spielplatz entdeckt! Der BDKJ (im übrigen und zu REcht „Bund der deutschen katholischen Jugend) und die
KJG(im übrigen zu REcht“Katholische Junge Gemeinde) sind froh, dass die Jugend endlich auch mal von hochrangigen
Kirchenvertretern ernstgenommen wird! Ihresgleichen und Ihre häretischen Abweich-Piusse können dies
wohl kaum von sich behaupten! Aber es ist schön zu wissen, dass Sie wieder voll da sind! Viel Spaß weiterhin!
#32 Benedikt 16:31:22 | Mittwoch, 15. November 2006
@ Guiseppe Diese Frage ist merkwürdig, habe ich doch nicht im Ansatz irgendwo im Forum so etwa auch nur
vermutet (dass keine FSSPX-nahen Tradiotionsverbundenen zu den überlieferten Messen kommen). Das habe
ich auch nicht behauptet. Aber es kommen eben bei weitem nicht nur FSSPX-Anhänger und „Sedis“. Sedis
kommen vermutlich gar nicht, und natürlich auch nicht nur FSSPX Anhänger. Aber es ist nunmal so, dass
einige Anhänger der alten Messordnung grundsätzliche Zweifel an der approbierten Liturgie nach den Bücher
von 1970 haben. Und ein Bischof muss sich darüber natürlich Gedanken machen. Die Petrusbruderschaft
ist Meilen weit davon entfernt, die Gültigkeit der Messen im „Neuen Ritus“ zu bezweifeln, wie es ihr
Kard. Lehmann „mehr oder weniger“ zum Vorwurf macht. Das Gleiche gilt für die romtreuen Vereinigngen
PMT, Una Voce und Pro Ecclesia Dei, die ebenfalls vom Kardinal auf diese Weise abgewatscht wurden. Einen
solchen Vorwurf vermag ich nicht zu erkennen. Lehmann sagt aus, dass hinter einem Begehren der alten Messe
nicht selten dogmatische Gründe stünden – das ist durchaus ein legitimer Eindruck. Warum wendet sich
Kard. Lehmann(…) Vermutlich ignoriert er die FSSPX wegen des Konflikts. Ich persönlich würde es begrüßen,
wenn Lehmann seine Meinung revidieren würde, aber dass in den Messen anschließend nur Leute sitzen,
die den NOM akzeptieren, dass würde ich nicht beeiden.
#31 Maledica 16:26:38 | Mittwoch, 15. November 2006
Lehmanns Angst Hat Kard. Lehmann etwa Angst vor der „unbedeutenden kleinen Minderheit“ von Anhängern
der Missa Tridentina? Ja! Denn dann würde sich zeigen, wie das Werk der letzten 40 Jahre den Glauben
zerstört hat.Er hat einem Petrusbruder verboten die Messe zu lesen. Kardinal Lehmann kann nicht behaupten,
er wisse nicht, daß diese Priesterbruderschaft in voller Einheit mit Rom steht! Von diesen bezweifelt
keiner die Gültigkeit des NOM. Selbst die Piusbruderschaft bezweifelt nicht die Gültigkeit. Was einzelne
Gläubige denken, daran ist weder die Petrusbruderschaft noch die Piusbruderschaft schuld, denn im Gegensatz
zu den Aggiornamento-Faschisten betreiben diese keine Meinungsdiktatur. Im gegenteil, Sie heben immer
wieder hervor, daß auch der NOM gültig ist ohne natürlich die vielen Mängel zu verschweigen. Was machen
dagegen Lehmannhörige Gruppen des Bundes Der Kommunistischen Jugend, Kommunistische Junge Genossen???
Diese nehmen permanent Stellung gegen die Lehre der Kirche und werden von Lehmann hofiert und mit Kirchensteuergeldern
überhäuft.
#30 Guiseppe 16:10:36 | Mittwoch, 15. November 2006
Benedikt und FSSPX Benedikt: „Oder glauben Sie, dass zu solchen Messen niemand kommen würde, der mit
der FSSPX und deren Aussagen sympathisiert?“ Diese Frage ist merkwürdig, habe ich doch nicht im Ansatz
irgendwo im Forum so etwa auch nur vermutet (dass keine FSSPX-nahen Tradiotionsverbundenen zu den überlieferten
Messen kommen). Aber es kommen eben bei weitem nicht nur FSSPX-Anhänger und „Sedis“. Es gibt etliche
Anhänger des überlieferten Ritus und Priester, die ihn zelebrieren, die sich klar von der Piusbruderschaft
distanzieren. Hier vor allem die FSSP. Die Petrusbruderschaft ist Meilen weit davon entfernt, die Gültigkeit
der Messen im „Neuen Ritus“ zu bezweifeln, wie es ihr Kard. Lehmann „mehr oder weniger“ zum Vorwurf macht.
Das Gleiche gilt für die romtreuen Vereinigngen PMT, Una Voce und Pro Ecclesia Dei, die ebenfalls vom
Kardinal auf diese Weise abgewatscht wurden. Warum wendet sich Kard. Lehmann in seinem Bistum gerade gegen
die Petrusbruderschaft und gegen Anhänger des überlieferten Ritus, die den Bischof höflich um Indulte
bitten, aber eher weniger gegen die Piusbruderschaft? Hat Kard. Lehmann etwa Angst vor der „unbedeutenden
kleinen Minderheit“ von Anhängern der Missa Tridentina?
#29 Benedikt 15:43:45 | Mittwoch, 15. November 2006
@ Guiseppe Behaupten etwa auch Sie, dass bezüglich der Frage der Gültigkeit der Messen nach dem Missale
von 1969/70 alle Anhänger des überlieferten Ritus „mehr oder weniger“ Positionen der Piusbruderschaft
oder der Sedisvakantisten einnehmen? Nein, das behaupte ich nicht. Es muss jedoch befürchtet werden,
dass eine nicht geringe Anzahl eine solche Position einnimmt. Dies kann jedenfalls nicht von vorneherein
ausgeschlossen werden, also ist ein solches Argument durchaus legitim. Oder glauben Sie, dass zu solchen
Messen niemand kommen würde, der mit der FSSPX und deren Aussagen sympathisiert? @ Maledica Können Sie
lesen? Die Frage gebe ich gern zurück. Ich habe mich nicht auf Lingen und seine Kreise bezogen. Bei ihnen
bestünde auch keine Gefahr, dass sie zu einer Messe auftauchen würden.
#28 Maledica 14:52:56 | Mittwoch, 15. November 2006
Niveau @landorganist Ihre Orgel scheint ganz schön verstimmt zu sein und sie merken es nicht. Naja als
Landorganist in der Lehmannkirche braucht man ja auch keine Reverenzen, Hampellieder braucht man nicht
melodisch zu begleiten, da reichts wenn die Orgel tönt, ob richtig oder falsch ist egal. Eher wohl noch
falsch, das ist modern und ja nicht vorkonziliar. Können braucht man da nix mehr. Dementsprechend sind
auch die Beiträge von landorganist.
#27 landorganist 14:37:05 | Mittwoch, 15. November 2006
@Maledica Und? Was haben Sie vor, wenn Sie die fünf Jahre nicht abwarten können? Sie werden es sicher
nicht vollbringen, Em. Lehmann ans Bein zu pinkeln. Dafür müßten Sie erst einmal auf ein intellektuelles
Niveau kommen, das es erlaubt, Sie ernst zu nehmen. Oder haben Sie vor, Em. Lehmann Arsen ins Essen zu
mischen??? Das passte ja ganz gut in die Kreuz-net-Giftküche, mit all ihren Maitres.
#26 Maledica 14:28:54 | Mittwoch, 15. November 2006
Warten??? @Ottaviani Sollen wir etwa 5 Jahre Däumchen drehen. 5 Jahre sind eine lange Zeit- natürlich
nicht im Vergleich zur Ewigkeit! Bis dato kann noch mehr zerstört werden. Die Früchte von Lehmann sind
schon allesamt verdorrt. Da müssen wir den Acker pflügen, damit endlich katholisches Leben entspriesen
kann. Was innerhalb kurzer Zeit passieren kann, zeigt die Revolution und Diktatur im Bistum Fulda seit
dem Tod von Erzbischof Dyba!
Lehmann??? Es ist gut, daß die genannten Vereinigungen sich in der Öffentlichkeit gemeldet haben! Wir
sollten uns aber nicht so über Lehmann ärgern. Er steht sowieso knapp 5 Jahre vor seiner Emeritierung
und dann ist Schluss mit Karl. Ob der Hl. Vater in bis 80 im Amt lässt, ist fraglich. Beten wir für
Kardinal Lehmann, daß ihm die Augen aufgehen und er mal feststellt wo die Feinde der Kirche und wo die
Treuergebenen sind! + Alfredo Card. Ottaviani
#24 Guiseppe 13:26:03 | Mittwoch, 15. November 2006
@Benedikt Behaupten etwa auch Sie, dass bezüglich der Frage der Gültigkeit der Messen nach dem Missale
von 1969/70 alle Anhänger des überlieferten Ritus „mehr oder weniger“ Positionen der Piusbruderschaft
oder der Sedisvakantisten einnehmen?
#23 Maledica 13:23:37 | Mittwoch, 15. November 2006
Gültigkeit @Benedikt so ist das kein allzu weit hergeholtes Argument. Können Sie lesen? Können Sie
dazu auch noch denken? Was ein Hr. Lingen und Consorten von sich geben ist wohl nicht repräsentativ!
Die Gläubigen welche die Bitten an den Kardinal hervorgebracht haben, haben mit Sedisvakantistischen
Kreisen nicht das geringste zu tun! Da Lehmann ja nicht auf den Kopf gefallen ist- umso schlimmer, denn
er weiß was er tut, wird er wohl in der Lage sein, dies zu unterscheiden. Und was für dubiose Gestalten
in BDKJ u.s.w. auftauchen juckt keinen. Es sind immer nur die bösen Konservativen. Klar gibts überall
„komische Leut“ doch soll man diese verbannen? Ungeheuerlichkeit? Das ich nicht lache. Die Möglichkeit
der Ungültigkeit des NOM . Ungeheuerlich dumm, diese User mit seriösen Personen von Petrusbruderschaft,
IcKH, Una Voce, Pro Missa Tridentina, SJM, Institut Philipp Neri, etc. gleichzusetzen! @Protestant Na,
wenn Sie wirklich glauben, dass alle diejenigen, die nicht mehr in die Kirche gehen, nur auf die sogenannte
„Alte“ Messe warten…! Das habe ich nie behauptet, daß der Auszug der Getauften aus der Kirche allein
auf den Ritus herzuführen ist! Das eine bedingt das andere. Der Glauben wurde aufgegeben. Es wird eine
Idee nicht dadurch attraktiv, daß man alles nivelliert, sondern eine klare Linie hat. Bei den sich an
alle Ideologien anbiedernden Protestanten ist noch schlimmer. Warum mischen Sie da nicht mit. Sie bezeichnen
sich doch so und dort ist doch aalles so liberal, wie Sie wollen!
#22 landorganist 13:21:27 | Mittwoch, 15. November 2006
Benedikt bringt die Sache auf den Punkt. Die Forderung nach der „alten Messe“ ist zumindest bei den Schreiberlingen
dieses Forums immer mit der Ablehnung und Verächtlichmachung der „neuen Messe“ verbunden. Leider. Ich
persönlich hätte nichts gegen die allgemeine Wiederbelebung des alten Ritus, allerdings ist das nur
die Spitze des Eisbergs. Was werden die Tradis, die Pius-Schismatiker als nächstes fordern? Sicher den
Anit-Modernisten-Eid. Und auch auf gesellschaftlicher Ebene käme es zu gefährlichen Rückschritten.
Auch dieses beweisen die Schreiber hier zu Genüge. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Querulanten
nur um eine winzige Minderheit handelt, die die Wichtigkeit eines Kaninchenzuchtvereines nur wesentlich
übersteigt, besteht allerdings kaum Grund zu ernsthafter Sorge. Freuen wir uns über das Kasperl-Theater,
dass die Protagonisten dieses Forums uns täglich bieten (allerdings dürfte der Spielplan etwas mehr
variieren).
#21 28.IX-28.X 13:14:20 | Mittwoch, 15. November 2006
Brüdelich/schwesterlich haben wir in unserem Staate auch… und? geht es uns deswegen bessser? Und mit
dem Evangelium ist es bei Ihnen auch nicht so recht. Wie viele Drohungen hat unser Herr da ausgesprochen.
Eine Mahnung zum Guten, eine Drohung vor den Kosequenzen des Schlechten ist auch ein Liebesdienst am Nächsten!
Droht unser ach so demokratischer Staat nicht von Konsequenzen- ja, das tut er, allerdings viel zu wenig.
Und so haben wir solche Kriminalitätsraten. Und haben Sie vielleicht bedacht, daß die Katholiken vielleicht
mehr in die Kirche gehen würden, wenn die Liturgeie „stimmen“ würde? Einen Gegenbeweis können Sie da
nicht erbringen-im Gegenteil. Seid Luther geht es mit dem ganzen Christentum und damit der Identität
Europas nur berg ab. Sei haben aber kein richtiges Verstäntnis vom Christentum; wie jeder Protestant
übrigens auch. !:)
#20 Benedikt 13:13:10 | Mittwoch, 15. November 2006
@ Guiseppe Das, was Kard. Lehmann unterstellt („daß Gläubige, welche die Zulassung der Alten Messe wünschen,
die Gültigkeit der „erneuerten“ Messe mehr oder weniger in Frage stellten“), ist eine Ungeheuerlichkeit,
denn dadurch werden alle Anhänger des überlieferten Ritus von S. Em. Kard. Lehmann „mehr oder weniger“
in die Nähe von Sedisvakantisten gestellt. Ungeheuerlichkeit? Das ich nicht lache. Die Möglichkeit der
Ungültigkeit des NOM wurde allein in diesem Forum von etlichen Usern nicht nur einmal vorgebracht. Die
Piusbruderschaft behauptet in ihrem FAQ zwar, sie gehe nicht grundsätzlich von einer Ungültigkeit aus,
die Äußerungen ihrer Priester, wie zB P. Mählmann, die durch Veröffentlichung im MB offiziellen Charakter
haben, sprechen aber eine ganz andere Sprache. Wenn der Verdacht besteht, dass eine Messe nach alter Ordnung
gefordert wird, weil die Betreffenden die approbierte Messordnung der Kirche auch nur für potentiell
(!) ungültig halten, so darf sie gar nicht erlaubt werden und das deckt sich vollkommen mit Quattuor
abhinc annos.
An Benedikt Gläubige, welche die Zulassung der tridentinischen Messe wünschen, wissen sehr wohl und
bedauern es gleichzeitig auf eine Weise zutiefst, daß selbst die vielen unwürdig zelebrierten NOM-Messen
in der Regel gültig sind. Woher wissen sie es? Sie wissen es, weil sie die Wirkung der konsekrierten
Hostie, die Gegenwart unseres Herrn bei der Kommunion spüren. Was bedauern sie daran? Sie bedauern, daß
unser Herr und Heiland neuerdings so häufig gerade da verspottet wird, wo ihm die größte Anbetung geschuldet
wird.
#18 Guiseppe 13:00:48 | Mittwoch, 15. November 2006
Benedikt und Kard. Lehmann Benedikt: „Wenn man sich hier so umschaut, so ist das kein allzu weit hergeholtes
Argument.“ Das, was Kard. Lehmann unterstellt („daß Gläubige, welche die Zulassung der Alten Messe wünschen,
die Gültigkeit der „erneuerten“ Messe mehr oder weniger in Frage stellten“), ist eine Ungeheuerlichkeit,
denn dadurch werden alle Anhänger des überlieferten Ritus von S. Em. Kard. Lehmann „mehr oder weniger“
in die Nähe von Sedisvakantisten gestellt. Dies ist vor allem für die Petrusbruderschaft eine glatte
Ohrfeige dieses Kardinals, der den überlieferten Ritus aus ideologischen Gründen ablehnt und ausrotten
will. So weit ich es verstanden habe, bezweifelt nicht einmal die Piusbruderschaft die Gültigkeit der
Messen im Novus Ordu (wenn auch der Novus Ordo abgelehnt wird) und kritisiert sogar die Sedisvakantisten
wegen derer Ungültigkeitsbehauptung. Für die Gültigkeit einer Messe gibt es glasklare Kriterien. Man
möge mich korrigieren, wenn ich mich irre.
#17 Protestant 12:51:04 | Mittwoch, 15. November 2006
@ ???-Datum Naja,wenn Sie das unter belehren verstehen??? Ich habe hier lediglich meine eigenen Eindrücke
und Reaktionen aus Gesprächen, welche ich geführt habe, wiedergegeben! Naja, aber jeder so, wie er mag!
#15 Benedikt 12:27:36 | Mittwoch, 15. November 2006
Lehmann Dagegen erklärt Kardinal Lehmann, daß Gläubige, welche die Zulassung der Alten Messe wünschen,
die Gültigkeit der „erneuerten“ Messe mehr oder weniger in Frage stellten. Wenn man sich hier so umschaut,
so ist das kein allzu weit hergeholtes Argument.
#14 Protestant 12:26:26 | Mittwoch, 15. November 2006
@maledica Na, wenn Sie wirklich glauben, dass alle diejenigen, die nicht mehr in die Kirche gehen, nur
auf die sogenannte „Alte“ Messe warten…! Ich kenne viele, die der röm.-kath. Kirche den Rücken gekehrt
haben, aber keine der Begründungen hat auch nur annähernd irgendwas mit der Liturgie zu tun, sondern
im Gegensatz mit der immer noch bestehenden geistigen Unbeweglichkeit! Und in der Tat, diese Leute erwarten
mehr Seelsorge-aber eben nicht im Sinne von Belehrungen und Drohungen, sondern im Sinne von brüderlicher/schwesterlicher
Annahme der tatsächlichen Probleme, die die Menschen bewegt!
#13 CampoSanto 12:21:37 | Mittwoch, 15. November 2006
@Stimme der „Vernunft“ Nicht zu vergessen der Kleintierzüchterverein von Hinterpusemuckel und der Vorstand
der freiwilligen Feuerwehr von von Kleinkleckersdorf. ich weiss sehr wohl wovon ich rede. Das glaube ich
Ihnen. Sie gehören doch sicher dem Vorstand des Kleintierzüchtervereins und der Feuerwehr an. Daher
erklärt sich auch Ihr Verstehenshorizont.
#11 Unschuld 11:13:47 | Mittwoch, 15. November 2006
Unterstützung Liebe Mitchristen, Als unabhängiger katholischer Christ mit einem Faible für evangelikale
Kreise unterstütze ich das Anliegen derer, die die Heilige Messe im „Alten Ritus“ feiern möchten und
zwar unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bischofs. Es ist in der Tat absurd, dass einerseits liberale
Kräfte in der katholischen Kirche walten und schalten dürfen, wie es ihnen paßt und damit zur Erosion
des Glaubens beitragen und andererseits andere, die – vielleicht auch aus zwanghaften Gründen, wer weiß –
am Althergebrachten festhalten wollen, diffamiert werden. Unschuld
#10 Maledica 11:13:27 | Mittwoch, 15. November 2006
Mit den Menschen ins Gespräch kommen 88% der getauften Katholiken gehen im Bistum von Lehmann Sonntags
nicht mehr in die Kirche, Tendenz steigend! Man müsse mit den Leuten vor allem ins Gespräch kommen:
„Dann sehen sie ein, daß es reicht, wenn hier und da eine solche Messe angeboten wird Wie will der Lehmann
mit den Menschen ins Gespräch kommen??? Die 300 Seelen von Gießen warten auf Antwort. Die 88% der Getauften
warten auf wahre Seelsorge und daß sie ernst genommen werden. Wie will Lehmann auf die Menschen zugehen,
er ist doch nie in seinem Bistum. Reaktion kommt nur- und dann sofort per Fax- wenn es darum geht eine
katholische Messe zu verhindern. Wann hat Lehmann schon mal versucht wirklich mit den Menschen ins Gespräch
zu kommen und sich um deren Sorgen zu kümmern. Ins Gespräch kommen heißt nicht, sich in Talkshows selber
zu produzieren! Jämmerlicher Versager!
Kardinal-Interview @Stimme der Vernunft: Sie sind sich mit Ihrer vollkommen unpassenden Antwort: „Die
Vereinigungen ‘Pro Missa Tridentina’, ‘Una Voce Deutschland’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’ sind empört. Nicht
zu vergessen der Kleintierzüchterverein von Hinterpusemuckel und der Vorstand der freiwilligen Feuerwehr
von von Kleinkleckersdorf.“ wohl gar nicht bewusst, wie ernst die Sache ist. @Camaurus2 und Schüttel:
Gute und klar ausgedrückt. :)3 Ich glaube auch, dass jemand den Ehrgeiz hat, als neuer deutscher Reformator
in die Geschichte einzugehen. Zum Glück sind die Menschen heutzutage aber nicht mehr so einfältig wie
zu Luthers Zeiten und lassen sich jeden Quatsch verkaufen.
Heißt das… dass diese Minderheiten deswegen weniger wert sind, als die „Mehrheit“? Das hat auch irgendwann
ein Mann mit schwarzem, sehr charakteristischen Bärtchen gesagt…
@sulpi ich weiss sehr wohl wovon ich rede. Wen interessieren denn die Proteste dieser paar kleinen Randgruppen
ausserhalb dieser Rangruppen? keinen Menschen.
Empörungen Die Vereinigungen ‘Pro Missa Tridentina’, ‘Una Voce Deutschland’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’
sind empört. Nicht zu vergessen der Kleintierzüchterverein von Hinterpusemuckel und der Vorstand der
freiwilligen Feuerwehr von von Kleinkleckersdorf.
Kulturelle Dimension Ein Aspekt, der nicht vergessen werden sollte, ist neben der geistlich-theologischen
auch die kulturelle Dimension der Liturgie. Und hier ist sehr schade, dass Bischof Lehmann diese offenbar
nicht erkennen oder zur Sprache bringen will. Die „Alte Liturgie“ ist doch in ihrer Gesamtgestalt, mit
ihren ausgefeilten Orationen, ihrer Formelsprache, ihrem herrlichen Gesang u.v.m. auch eine große abendländische
Kulturschöpfung ersten Ranges. Natürlich könnte man einwenden, dass vieles hiervon in die „Neue Liturgie“
übernommen worden ist, was zwar de jure stimmt, in der Praxis aber viel zu wenig bzw. gar nicht zum Tragen
kommt. In den letzten 40 Jahren hat ein gewaltiger Kulturverlust in der Liturgie stattgefunden, der mit
dem Zweiten Vatikanum nichts zu tun hat, sondern durch ein falsches Verständnis hervorgerufen worden
ist. Von einem „Bildersturm“, wie er in vielen Kirchen stattgefunden hat, liest man in den kirchlichen
Dokumenten nichts. Der Verfall der Kirchenmusik ins Banale und ins musikalisch wie theologisch gesehen
oftmals Wertlose ist von den Konzilsvätern auch nicht gewünscht worden. Hier sollten die deutschen Bischöfe
auch einmal Stellung beziehen. Eine Kirche, in der Eventliturgien aller Art abgehalten werden dürfen –
wozu eine bischöfliche Sondergenehmung meist nicht erforderlich ist – die aber gleichzeitig die „Alte
Liturgie“ beargwöhnt und marginalisieren will, ist nicht glaubwürdig. Ich denke, auch die „Gegner“ der
„Alten Liturgie“ sollten das verstehen können…
#2 Camaurus2 09:52:22 | Mittwoch, 15. November 2006
Öffentlich Recht so! Die traditionellen Vereinigungen müssten mit ihren gerechten Anliegen generell
viel offensiver, öffentlich und geschlossen auftreten, damit sie von Papst und Bischöfen noch mehr wahrgenommen
werden. Nach dem kirchlichen Gesetzbuch (can. 212) haben ja die Gläubigen das Recht und bisweilen auch
die Pflicht, den Hirten ihre geistlichen Bedürfnisse und ihre Meinung hinsichtlich des Wohls der Kirche
kundzutun. Das, aber auch wirklich nur das, kann man von häretischen Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“
und dgl. lernen.
#1 Schüttel 09:38:44 | Mittwoch, 15. November 2006
Lehmann, der Kohl-Kardinal will eine andere, eine protestantisch-deutsche Kirche ohne Beichte und Zölibat.
In Rom hat er den Papst fast zu seiner Marionette gemacht.