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Bischofskonferenz von Sri-Lanka bittet um Solidarität + Jahresrückblick 2004: 15 Missionare getötet + Laienpredigt: Eine Lösung für alle? + Wolfgang Rothe wird Operndirektor + Papst Silvester I. bekehrte zwölf Rabbiner
Bischofskonferenz von Sri-Lanka bittet um Solidarität

Sri Lanka. Die Bischofskonferenz von Sri Lanka veröffentlichte am 27. Dezember einen Appell, in dem sie um landesweite Solidarität bittet. Die Folgen der Katastrophe seien bei weitem zu schwer, um von einem Land allein getragen zu werden, wandten sich die Bischöfe an die Staatengemeinschaft. Die Öffentlichkeit bat sie, Land und Regierung zu unterstützen. Hilfe solle allen angeboten werden, unabhängig von ethnischen oder religiösen Differenzen. „In dieser Tragödie sind wir alle Brüder und Schwestern. Wir müssen unsere brüderliche Liebe zeigen.“ Die Bischöfe bitten „alle Menschen in den betroffenen Gebieten ruhig zu bleiben“. Jene, die versucht seien, aus dem Unglück anderer Profit zu schlagen, mögen sich beherrschen. Die Bischöfe drückten ihr Mitgefühl besonders mit den betroffenen Familien aus und riefen alle Christen zum Gebet. Jeder solle „den Herrn bitten, unserem Volk Mut und Entschlossenheit zu geben.“ Der Appell wurde vom Präsidenten der Bischofskonferenz, Joseph Vianney Fernando (62), unterzeichnet.

Jahresrückblick: 15 Missionare 2004 getötet

15 katholische Missionare haben, so die internationale Nachrichtenagentur „Fides“, im vergangenen Jahr das Martyrium erlitten. „Fides“ ist vor allem auf Meldungen aus den Missionsgebieten der Kirche spezialisiert. Bei der angegebenen Zahl sind mögliche Märtyrer im Irak nicht eingerechnet, weil die gegenwärtigen Umstände eine Dokumentation und Klärung der Todesursachen unmöglich machen. Alle 15 Martyrer, zehn Priester, zwei Ordensleute und drei Katecheten hätten sich auch angesichts unmittelbarer Bedrohung geweigert, die Mission zu verlassen. Bei manchen werde in staatlichen Polizeiquellen ein Unfall oder Raubüberfall als Todesursache angegeben.

Laienpredigt: Eine Lösung für alle?

Schweiz. Die Schweizer Bischöfe haben die Absicht, bei ihrem Ad-Limina-Besuch im nächsten Februar die im Land seit Jahren weitverbreitete und von den Diözesanbischöfen offiziell geförderte Laienpredigt anzusprechen. Dies gab der in Zürich residierende Weihbischof von Chur, Paul Vollmar (70), in einem Interview bekannt. Vollmar gehört dem linken Flügel der sehr fortschrittlichen Schweizer Bischofskonferenz an. Er war maßgeblich an der Absetzung seines früheren Diözesanbischofs, Wolfgang Haas, beteiligt. Die Schweizer Bischöfe seien in liturgischen Fragen auf der Suche nach Lösungen, „mit denen alle leben können“. Da die Predigten von Pastoralassistenten gehalten würden und diese über eine entsprechende theologische Ausbildung verfügten, würden nach Meinung des Weihbischofs nicht im eigentlichen Sinn Laien mit dem Predigtdienst beauftragt. Während in den deutschsprachigen Gebieten der Schweiz die Laienpredigt gang und gäbe ist, wird sie in Teilen der französischsprachigen Westschweiz und im italienischsprachigen Tessin seltener praktiziert, weil sich die Kirche wegen der dort fehlenden Kirchensteuer keine Pastoralassistenten leisten kann.

Wolfgang Rothe wird Operndirektor

Deutschland. Wolfgang Rothe, der bisherige Geschäftsführer der Oper Leipzig wird als Nachfolger von Roland Beneke Geschäftsführender Direktor der Sächsischen Staatsoper Dresden, verlautete die Semperoper gestern Abend. Der entsprechende Vertrag sei geworden, gab das berühmte deutsche Opernhaus bekannt. Der 44-jährige Verwaltungsfachwirt Rothe wechselt, so das Opernhaus, bereits zu Jahresbeginn 2005 nach Dresden. Vor seiner Tätigkeit in Leipzig wirkte er in Bonn und Hildesheim.

Papst Silvester I. bekehrte 12 Rabbiner

Papst Silvester I. lenkte das Schiff Petri von 314 bis 335 und starb am 31. Dezember 335. Die Überlieferung berichtet von einem Streitgespräch, das er mit zwölf jüdischen Rabbinern führte, weil die Kaisermutter Helena ihren inzwischen getauften Sohn Konstantin angeblich zum Judentum bekehren wollte. Papst Silvester obsiegte im Disput gegen elf der gelehrten Juden. Der zwölfte Rabbiner tötete alsdann einen Stier, um ihn wieder zum Leben zu erwecken und so die Kraft seines Glaubens zu beweisen. Sein Versuch scheiterte. Was aber dem Juden mißlang, vollbrachte Papst Silvester im Nu. Daraufhin haben sich der Rabbiner und die Kaisermutter Helena nach der Überlieferung auch taufen lassen. In einem anderen Fall bekehrte Papst Silvester heidnische Priester, indem er einen Drachen bezwang.
      
4 Lesermeinungen
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#4   turk   16:17:43 | Samstag, 1. Januar 2005
So ein Unsinn
Jeder erkennt in der Meldung sofort, daß es ein anderer ist. Die Redaktion wollte damit wohl scherzhaft auf Namensgleichheiten weisen. Es ist nicht bekannt, dass der Bischof eine Erlaubnis für diesen Job gegeben hat. Das ist eine Scherzkeksdiskussion.
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#3   Dolfus   13:23:08 | Samstag, 1. Januar 2005
@turk
Wie kannst Du Dir darüber so sicher sein? Er hat halt vielfältige, und auch verborgene Talente, über Die Du möglicherweise nicht Bescheid weißt!
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#2   turk   01:01:00 | Samstag, 1. Januar 2005
So ein Unsinn
Der eine Rothe hat mit dem anderen Rothe nichts zu tun. Wie kann man so dumm sein?
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#1   Dolfus   17:51:06 | Freitag, 31. Dezember 2004
Congratulations!
Unabhängig von der aktuellen weltuntergangsähnlichen Situation: Wolfgang Rothe hatte dieses Jahr seinen persönlichen Weltuntergang; nicht nur in Lokal-, sondern in Weltmedien wurde er durch das Photo, das Kirchengeschichte schrieb, seiner priesterlichen Ehre beraubt.
Ich freue mich deshalb für ihn, daß er jetzt einen so guten Job bekommen hat. In der Künstlerszene wird er sich gut machen. Möge er aber ein guter Katholik bleiben. Segenswünsche für den weiteren Lebensweg!
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