11:23:34 | Mittwoch, 15. November 2006
Wie nach seinem Besuch im Vatikan im Jahre 2005 – manche sprachen von Vorladung – berichtete der Bischof von Fulda auch gestern in der ‘Fuldaer Zeitung’ von seiner jüngsten Romreise. Eine Analyse von Leopold Conradi.

Die antichristliche Sekte ‘Revo’ trifft mit ihrer Werbung für die Apostasie im Kirchenaustritt einen
wunden Punkt: Die Bischöfe stellen sich taub für das Kirchenvolk.
© Revo(kreuz.net, Fulda) Nach den Tagen in Rom sei sein Entschluß, den Gestellungsvertrag mit den Dienern Jesu
und Mariae zu kündigen, „noch viel fester“.
Das bezeugte der Bischof von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen,
am 14. November 2006 vor der ‘Fuldaer Zeitung’.
Die Aussage des Bischofs unterstellt, daß der Papst
die Entlassung der drei Priester zustimmend zur Kenntnis genommen hat.
Auf diese Weise werden Zusammenhänge
insinuiert, die es nicht gibt.
Sodann erklärt Mons. Algermissen, zu den Pfarreien der entlassenen Priester
„nichts sagen“ zu wollen. Auch das ist ein altes Mittel der Rhetorik: Indem jemand behauptet, zu schweigen,
kann er indirekt Stellung nehmen.
Der gesamte Artikel dient diesem Zweck.

Der Dom zu Fulda
© ThomasSD, GFDLDer Bischof behauptet ferner,
über „nicht mitteilbares Wissen“ zu verfügen – und stellt sich mit dieser Bemerkung als edel und rücksichtsvoll
hin.
Doch das ist eine inhaltliche Leerstelle, die dem Leser hingeworfen wird, damit er sie mit Phantasien
und Spekulationen füllt.
Mit dieser manipulativen Rhetorik werden Pfarreien und entlassene Priester
indirekt schlecht gemacht.
Der Artikel hebt auch hervor, daß der Papst den Bischof und Weihbischof von
Fulda eine halben Stunde lang empfangen hat.
Zum Inhalt des Gesprächs gibt es praktisch keine Angaben.
Der Bischof streicht sich vor allem positiv heraus und wertet seine Kritiker ab. Dem dient auch seine
Bemerkung über „all das Gute aus unserer Diözese“ – was immer das sein soll – und die „ernüchternden
Erfahrungen“.
Offensichtlich hat sich Mons. Algermissen das Bischof-Spielen bei den dummen Rhön-Bauern
etwas erholsamer vorgestellt.
Mons. Algermissen beklagt auch „Anschwärzung und Denunziation der Bischöfe
aus ihren Heimatländern“.
Er unterschlägt dabei wissentlich, daß die Gläubigen vom Kirchenrecht und
der Instruktion Redemptionis sacramentum das Recht erhalten, sich direkt an Rom zu wenden.
Daß das Bischöfen
mit Dreck am Stecken nicht paßt, kann man verstehen.
Dies als „Denunziation“ zu qualifizieren, ist eine
öffentliche Kritik an Redemptionis sacramentum.
Der Artikel stellt diese Eingaben als Versuche hin,
arme, romtreue Bischöfe ins Zwielicht zu bringen.
Der Weg nach Rom ist aber für viele Gläubige die
letzte Hoffnung.
Interessant ist, daß sich Mons. Algermissen hier nicht auf seine Person allein, sondern
auf deutsche Bischöfe bezieht.
Das verallgemeinert seine Kritik. Derzeit steht kaum ein Bischof wegen
schlechter Amtsführung öffentlich so unter Druck wie er. Doch die bischöflichen Mitbrüder ins Boot
zu ziehen, entlastet.
Der Artikel steht unter dem Motto: Ich, der Bischof von Fulda, bin der Größte.
Ich bin vom Papst anerkannt, der mich demnächst in meiner Diözese besuchen wird. Ich bin eingebettet
in die Solidarität meiner Mitbischöfe, die genauso angeschwärzt werden wie ich.
Weil ich der Größte
bin, darf ich ruhig öffentlich lügen und Pater Hönisch und die Diener Jesu und Mariens verleumden.
Denn für mich gelten die Gebote Gottes nur begrenzt. Ich bin schließlich geweihter Bischof.
Zudem
versucht der Artikel in der ‘Fuldaer Zeitung’, das Vertrauen der Gläubigen in die römischen Stellen
zu zerstören, an die sich wenden, wenn die Eingaben an ihre Bischöfe erfolglos sind.
Fazit: Die
rotariergeführte
‘Fuldaer Zeitung’ hat ihren Bruder wieder einmal nicht im Stich gelassen.
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#29
Carina 21:17:08 | Donnerstag, 16. November 2006
#26
Heggi 10:14:09 | Donnerstag, 16. November 2006
#23
Toby 20:35:05 | Mittwoch, 15. November 2006
#20
Toby 19:27:41 | Mittwoch, 15. November 2006
#10
turk 14:22:18 | Mittwoch, 15. November 2006
#8
Heggi 13:55:39 | Mittwoch, 15. November 2006