SJM-Priester entlassen
Angstmachende Argumente
Von ekklesiogenen Neurosen kirchlicher Funktionäre und begeisterten Kommunionkindern im Bistum Fulda. Von Daniel Schneider.
Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen
Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen
© Dirk Grote, kathpedia, Creative Commons Licence
(kreuz.net, Fulda) Vor einigen Tagen veröffentlichte die ‘Fuldaer Zeitung’ mehrere interessante Leserbriefe zum Fall des Bischofs von Fulda, der kürzlich drei Priester der Diener Jesu und Mariens (SJM) weggeschickt hat.

Die Leserbriefe erhellen von außen kolportierte Gerüchte sowie die tatsächliche Situation in den von der Entlassung der drei SJM-Patres betroffenen Rhönpfarreien.

Ein Leserbrief stammt von Hubert Wald aus Fulda, der die Situation in den betroffenen Rhönpfarreien offenbar nicht aus persönlicher Erfahrung kennt.

Er bedankt sich bei Bischof Heinz Josef Algermissen „für seine Initiative“ und bei Sektenpfarrer Ferdinand Rauch für seinen „hilfreichen“ Beitrag „Eine Angst machende Theologie“.

Aus „schmerzlicher Erfahrung“ wisse er, wie katastrophal sich ein der Kinderseele eingeprägtes Gottesbild auswirken könne, das von Angst vergiftet sei.

Der frühere Fuldaer Pastoraltheologe Balthasar Gareis habe vor Jahren darauf hingewiesen, daß es sehr schwer sei, Christen mit „ekklesiogenen Neurosen“ zu helfen.

Besonders die Agitation „fundamentalistischer Priester“, die behaupteten, den wahren katholischen Standpunkt zu vertreten, und im Religionsunterricht „schwerpunktmäßig“ von Teufel und Todsünden sprächen und in der Predigt überwiegend mit Hölle und Verdammnis drohten, beschädigten die Wirklichkeit und Glaubwürdigkeit der Kirche – so Wald.

Aus einer direkteren Perspektive schreibt Ruth Storch aus Hofbieber. Sie war im vergangenen Jahr in Schwarzbach unter dem inzwischen entlassenen Pater Lorenz Pfaffenhuber SJM selber Tischmutter bei den Erstkommunikanten gewesen.

Die Kinder hätten begeistert mitgemacht. Der Kommunionunterricht sei mit viel Spaß und Ausflügen verbunden gewesen.

„Ich habe kein einziges angstverstörtes Kind gesehen.“ Auch habe kein Kind sich vor Gott gefürchtet.

„Im Gegenteil, wir konnten in diesem Jahr in unserer Pfarrei zehn neue Meßdiener einführen. Das spricht doch für sich.“

Da werde sich aufgeregt über eine angeblich „Angst machende“ Kommunionmappe.

Aber angstmachende Filme, Video-, Computerspiele sowie sonstige Spielsachen, die mittlerweile zum Alltag gehörten, das sei okay. Da rege sich niemand auf.

Wie Frau Storch weiter berichtet, wird die Heilige Messe in Schwarzbach wie überall gefeiert: „Auch haben wir Mädchen als Meßdiener.“

Die Patres seien sehr herzlich und für alle Probleme da.

Sie verrichteten ihre Arbeit mit sehr viel Freude und Hingabe. Dieses Unrecht hätten sie nicht verdient.

„Auch vermisse ich hier das Gebot der Nächstenliebe. Hier werden Priester (Kollegen) an den Pranger gestellt, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen. Dies finde ich bestürzend und absolut nicht christlich“ – schließt Frau Storch ihren Leserbrief.

Alfons Spors – stellvertretender Schulleiter in Hofbieber – meldet als Religionslehrer „heftigen Widerspruch“ zur Aussage des Generaloberen der SJM an, daß es keine Katholische Kirche oder kein Gottesbild vor dem Konzil und nach dem Konzil gebe, sondern nur eine katholische Kirche und den ewig einen Gott.

Es gebe sehr wohl eine Theologie vor dem Konzil und eine nachher.

Er – Spors – und seine Generation hätten dies angeblich unmittelbar erlebt.

„Wir sprachen im Kommunionunterricht und in der Schule zwar immer wieder vom ‘lieben’ Gott“ – aber hinter jeder Ecke habe der strafende und rächende und dazu noch allwissende Gott gelauert.

„Ein Auge ist’s, das alles sieht, auch wenn’s in finstrer Nacht geschieht.“

Angstszenarien von Hölle, Tod und Teufel hätten sein religiöses Leben viele Jahre lang beherrscht – so der offensichtlich von einer ekklesiogenen Neurose betroffene Religionslehrer.

„Ähnlich wie Martin Luther trieb mich in meiner Jugend die Frage um: Wie finde ich unzulänglicher Mensch einen gnädigen Gott?“

Erst „das Konzil“, gute Religionslehrer, Priester und Professoren hätten ihm geholfen, die „befreiende und erlösende“ Botschaft des Evangeliums zu entdecken:

„Wir sind in erster Linie erlöste und befreite Kinder eines liebenden Gottes, zu dem wir Vater sagen dürfen.“

Aus seinen persönlichen Lebenserfahrungen heraus wendet sich der Pädagoge seit langem mit allem Nachdruck gegen Tendenzen, die wieder zu den alten vorkonziliaren Zuständen „zurück“ wollten.

Hier dürfe es kein „Zurück“ geben, „weder für mich noch für meine Kinder, weder für meine Enkel noch meine Schülerinnen und Schüler, weder für Alte noch für Junge, weder in der Rhön noch sonst wo auf der Welt.“

„Die Bilanz der hier in Verruf gebrachten Priester zeigt andere Ergebnisse“ – erklärt dagegen Beate Jobst aus Steinau.

„Auch in unserer Pfarrei Steinau-Ulmbach erfahren wir mit großer Anerkennung die sehr gute Arbeit der katholischen Pfadfinderschaft.“

Während anderorts die Kirchenbesucher zurückgehen, sei hier Zuwachs zu verzeichnen.

„Die Jugend und Kinder sind aktiv bei den Gruppen- und Ministrantenstunden anzutreffen.“ Glaube werde hier lebendig. Das Wort Gottes werde noch ernstgenommen.

Das spüre man, und nur das sei glaubhaft: „Die Gläubigen nehmen gerne und interessiert an den Gottesdiensten dieser Priester teil.“ Es würden weite Fahrtstrecken in Kauf genommen.

Am engagierten Einsatz der betroffenen Pfarreien sei nicht zuletzt der hohe Stellenwert dieser Pfarrer zu erkennen:

„Und dann benutzt man ausgerechnet die wenigen Aufschreie derer, die ansonsten eher wenig Engagement bezüglich ihres Glaubens zeigen“ – empört sich Frau Jobst.

Da werde die Wahrheit des Wortes Gottes, die in vollem Umfang der Bibel entnommen werden könne, als angeblich „Angst machend“ und „einschüchternd“ erklärt.

Es sei traurig, wie hier Kirchenpolitik betrieben werde.

Die wahren Hintergründe für das Handeln des Bistums seien ganz andere:

„Doch davon dringt nicht viel an die Oberfläche, denn es wäre mit viel mehr Protest zu rechnen“ – so Frau Jobst.
      
25 Lesermeinungen
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#25   Carina   21:14:51 | Donnerstag, 16. November 2006
Quo vadis, Enrico Josephe?
1. Seit Amtsantritt von HJA gibt es in Fulda nur Auseinandersetzungen.
2. HJA legt Wert auf offene Diskussion – er selbst versteht darunter Zustimmung zu seinen Maßnahmen, keine Kritik.
3. Abweichler bedroht er, selbst diejenigen, die er nicht erreichen kann, weil sie anonym bleiben. Um sie einzuschüchtern, behauptet er, anonyme Briefe würden in Rom in den Papierkorb befödert.
4. Was er nicht mit Sanktionen erreicht, praktiziert er erfolgreich durch Spaltung der Gruppen.
5. Wo keine Sachargumente helfen, streut er vielsagende Andeutungen aus, unter denen sich jeder das Seine denken kann.
6. Auch Lüge und Verleumdung werden eingesetzt: s. angeblich „private“ Briefe von öffentlichem(!) Interesse und Verdächtigungen („Nichtmitteilbares“!). Doch: Du sollst kein falsch Zeugnis geben!
7. Wenn es um sein vermeintlich persönliches Ansehen geht, kokettiert er mit der Einladung an den Papst, die überhaupt nicht positiv beschieden ist.
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#24   Breze   17:18:29 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Gelasius
Hier hat sich jemand selbst übertroffen und einen neuen Faschismus kreiert. Den Aggiornamento-Faschismus. Über solche Kreativität kann man nur staunen und sich fragen was wohl noch für „ Faschismen „ auf uns zu kommen. Der fehlgeleiteten Phantasie scheinen diesbezüglich keine Grenzen gesetzt zu sein. Also fröhliches Faschismus-schaffen noch…
BINGO!
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#23   Elendester Sünder   17:03:44 | Donnerstag, 16. November 2006
„Eine Angst machende Theologie“.
Nach dem Kleinen Katechismus des katholischen Glaubens setzt die Gültigkeit der Beichte eine Reue aus Furcht vor Strafe voraus, sofern man keine vollkommene Reue, auch Liebesreue genannt, zu erwecken im Stande ist.
Wenn Seine Merkwürden Bischof Algermissen – unkatholischerweise – die Furcht vor der Strafe Gottes untersagen will, muß er sich im Klaren sein, daß er eine Reihe ungültiger Beichten auf sein Gewissen lädt, denn kaum jemand kann bei jeder Beichte für alle Sünden eine vollkommene Reue zustande bringen.
…ww.kleiner-katechismus.de/3h2d3.html
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#22   Maledica   14:54:26 | Donnerstag, 16. November 2006
Warum wohl
@Guiseppe
Warum wohl will der Prost mit Paderborner den Kirchenzerstören Recht geben.
Weil er selber Modernist ist und nicht mehr die Lehre der Kirche vertritt- mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit!
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#21   tau †   14:51:06 | Donnerstag, 16. November 2006
@ iustus: Ein sehr, sehr weiser Satz! Danke!!!!
„Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: Die Verkündigung der Frohen Botschaft bedeutet nicht, dass ich Euch sage, dass es keine Hölle gibt, sondern dass ich Euch sage wie Ihr nicht hineinkommt.“
Ansgar: @ Toby et al. : wirklich interessante Gedanken, in denen sicher viel Wahrheit steckt
@ alle: Buchempfehlung zum Thema „Angst usw.“:
Astrid von Friesen, Der lange Abschied, Psychische Spätfolgen für die 2. Generation deutscher Vertriebener, edition psychosozial, ISBN 3 89806 020 9.
Vielleicht ist die Ursache von „Angsterkrankungen …“ (besonders in Zukunft: „kollektives PAS“) wohl auch hier zu suchen (eine kleine Kostprobe, S. 129):
Ein Sujet in der Weltliteratur, auch in vielen Gespenstergeschichten:
Zu Gespenstern werden ermordete, verkannte, nicht begrabene, nicht versöhnte, aus der Familie verstoßene oder abgetriebene Vorfahren, die solange ihr Unwesen treiben, bis es eine Auflösung des Problems gibt. Die Los-Lösung ist – therapeutisch inszeniert – oftmals möglich, indem die Toten geehrt und ihre Position oder Rolle im Familiengefüge auf (nachträgliche) Anerkennung und Würdigung stößt. Denn die „Gespenster“ sind das „personifizierte“ schlechte Gewissen innerhalb der Familie.
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#20   Guiseppe   14:47:34 | Donnerstag, 16. November 2006
@propst zu paderborn
propst zu paderborn: „Ich gebe herrn bischof algermissen für seine wichtige und richtige entscheidung, sowie den herren spors und wald für die in der fuldaerzeitung veröffentlichte meinung voll und ganz recht.“
Warum?
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#19   Maximilian   14:05:06 | Donnerstag, 16. November 2006
Die Praxis sieht anders aus, Herr Spors!
Ruth Storch war im vergangenen Jahr in Schwarzbach unter Pater Lorenz Pfaffenhuber SJM selber Tischmutter bei den Erstkommunikanten gewesen. Die Kinder hätten begeistert mitgemacht, schreibt sie in einem Leserbrief an die Fuldaer Zeitung. Der Kommunionunterricht sei mit viel Spaß und Ausflügen verbunden gewesen. „Ich habe kein einziges angstverstörtes Kind gesehen.“ Auch habe kein Kind sich vor Gott gefürchtet.
Herr Spors & Konsorten betreiben üble Nachrede! Keine Ahnung von den tatsächlichen Begebenheiten. Hauptsache: Mitmachen bei der Kampagne gegen die Patres in Schwarzbach und Eckweisbach!
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#18   Ansgar   13:35:36 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Toby et al.
Wenn man Ihren interessanten Gedanken fortspinnt, könnte es auch sein, daß die „befreite“ Generation 60 plus zu Zeiten des Konzils gerade pubertierte oder erwachsen wurde. Es werden Zeiten der persönlichen Emanzipierung, der Ablösung vom bevormundenden Elternhaus, in der Erinnerung mit den Vorgängen in der Kirche verquickt. In etwa: vorkonziliare Kirche = behütete, aber bevormundete Kindheit; nachkonziliare Kirche = hartes, aber selbstbestimmtes Erwachsenenleben. Also eine Generation in kollektiver psychischer Flektion. Das würde einiges erklären!
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#17   Sozialkatholisch   13:23:25 | Donnerstag, 16. November 2006
Ängste
Es heißt doch Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit, ich persönlich habe wahrscheinlich viel zu wenig Angst bzw. Gottesfurcht, weil ich immer darauf vertraue das irgendwie doch alles noch gut wird.
Wenn aber einer tiefe Ängste um sein Seelenheil hat, hat er doch die Möglichkeit zu einer guten Beichte, die ihn, wenn sie ehrlich gemeint ist, immer wieder mit Gott versöhnt.
Sollte eine Beichte nicht reichen können da wohl wirklich psychische Störungen vorliegen und man kann das beichten mit einer Behandlung eines guten, gläubigen Psychiater koppeln.
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#16   Toby   13:20:47 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Maximilian
Ja, genau! Allerdings sollte man für Angsterkrankungen nicht eine angeblich unzulängliche, „Angst machende“ Katechese früherer Zeiten verantwortlich machen.
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#15   Maximilian   13:13:11 | Donnerstag, 16. November 2006
Angst ist nicht gleich Angst
Man muss unterscheiden zwischen realer, begründeter Angst und unrealistischer oder übertriebener Angst, wie sie bei den so genannten Angsterkrankungen auftritt. Herr Spors leidet möglicherweise unter einer Angsterkrankung, er sollte sich in dem Fall behandeln lassen!
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#14   Laurentius2   13:08:49 | Donnerstag, 16. November 2006
Sie hauen den Sack und meinen … den Papst !
Die angeblich angstmachende Theologie der SJM-Priester besteht wohl darin, daß die Wahrheiten von Himmel und Hölle nicht verleugnet werden.
Das, was sich Modernisten stattdessen leisten, eben diese de-facto-Leugnung, ist nicht nur eine Verkürzung des überlieferten Glaubens, schlimmer … Es ist die sehr verbreitete Irrlehre der Apokatastasis, die bedeutet, daß letztlich niemand verloren geht (Allerlösungslehre). Man muß den Leuten also nur noch erklären, daß sie so oder so erlöst sind und ihr Verhalten (Liebe zu Gott oder Gleichgültigkeit bzw. Haß) letztlich gleichgültig für ihr Seelenheil ist. Schön für Herrn Spors – aber falsch. Die moderne Ausprägung dieser Irrlehre geht nach Aussagen des verstorbenen Kardinal Höffners auf die Figur des anonymen Christen bei Karl Rahner zurück, dem „Kirchenvater“ der modernistischen Theologie.
Wenn also auf den drei Patres :-( :-( :-( herumgeschlagen wird, meint man eigentlich das noch intakte Lehramt, das Papst Benedikt XVI. darstellt , wenn er es noch vor wenigen Wochen treffend umreißt:
o^/ „Der wahre Tod, den man fürchten muß, ist der Tod der Seele. Wer durch die Todsünde der Liebe Gottes stirbt, keine Reue zeigt und in stolzer Verweigerung verharrt, schließt sich selber vom Reich des Lebens aus.“
Was für eine feige Art, nur auf den Sack zu schlagen …
Man hat den Eindruck, die ganze Meute :-[ >:) ^-^ o.O wartet mit ihrer Attacke auf den Leithirsch nur auf einen günstigen Augenblick und macht bis dahin Jagd auf seine treuen Diener …
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#13   Toby   12:56:45 | Donnerstag, 16. November 2006
Leute mit Kirchenschäden
Ansgar schrieb: Man muß Leute mit Kirchenschäden, wie Herrn Spors, durchaus ernstnehmen. Schön, wenn er in fortgeschrittenem Alter den liebenden Gott entdeckt hat. Doch bezweifle ich, daß dafür das letzte Konzil verantwortlich ist. Die fehlerhafte Umsetzung desselben scheint mir eher Verheerungen und Zertrümmerungen als Freilegungen gebracht zu haben. Allein, von vielen Katholiken um die 70 hört man auch anderes. Schwer zu entscheiden.
Ich bezweifle auch, dass diese Kirchenschäden bei der Generation 60 plus von einer angeblich angstmachenden Katechese und Pädagogik in den 50er Jahren herrühren. Das sind doch falsche Erinnerungen und nachträgliche Projektionen. Man hatte sich vielmehr infolge der Konzilswirren von den allgemeinen kirchlichen Normen „befreit“, beispielsweise Sonntagsgebot, Sexualmoral, Empfängnisverhütung etc., und dann projeziert man falsche Erinnerungen in die angeblich so angstbesetzte Vergangenheit.
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#12   Jawohl!   12:35:47 | Donnerstag, 16. November 2006
Jawohl.
»Und dann benutzt man ausgerechnet die wenigen Aufschreie derer, die ansonsten eher wenig Engagement bezüglich ihres Glaubens zeigen.«
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#11   gelasius   12:14:04 | Donnerstag, 16. November 2006
maledica/ fratzen
Hier hat sich jemand selbst übertroffen und einen neuen Faschismus kreiert. Den Aggiornamento-Faschismus. Über solche Kreativität kann man nur staunen und sich fragen was wohl noch für „ Faschismen „ auf uns zu kommen. Der fehlgeleiteten Phantasie scheinen diesbezüglich keine Grenzen gesetzt zu sein. Also fröhliches Faschismus-schaffen noch…
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#10   Sozialkatholisch   12:13:37 | Donnerstag, 16. November 2006
@ propst zu paderborn
Sehen sie die Zukunft der Kirche in immer weiteren Erneuerungen und immer weiterer Abkehr von der Tradition um das V2 besser zu verwirklichen?
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#9   propst zu paderborn   12:03:05 | Donnerstag, 16. November 2006
sie haben doch recht
ich gebe herrn bischof algermissen für seine wichtige und richtige entscheidung, sowie den herren spors und wald für die in der fuldaerzeitung veröffentlichte meinung voll und ganz recht.
@ mathild: klar sehe ich in den augen von bischof heinz josef noch wahrheit und richtigkeit, denn ich hatte und habe das glück diesen menschen persönlich zu kennen und kann daher sagen, dass es keinen anderen und besseren für das bistum fulda und die kirche in deutschland geben kann!!!
@ ansgar: ich glaube sie sprechen aus eigner erfahrung in bezug auf ihre Äußerung gegen herrn spors!
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#8   Maledica   11:55:20 | Donnerstag, 16. November 2006
Wahre Hirten
@Ansgar
Welcher Bischof hat denn heute schon ein liebes Nikolaus-Gesicht?
Der glorreich regierende Erzbischof des Fürstentums Liechtenstein z.B.
Doch die Häresie und der Aggiornamento-Faschismus läßt verbitterte Fratzen zurück, siehe Lehmann, Algermissen, etc.
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#7   iustus   11:23:05 | Donnerstag, 16. November 2006
Ein weiser Mensch hat einmal gesagt:
„Die Verkündigung der Frohen Botschaft bedeutet nicht, dass ich Euch sage, dass es keine Hölle gibt, sondern dass ich Euch sage wie Ihr nicht hineinkommt.“
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#6   Ansgar   11:04:25 | Donnerstag, 16. November 2006
@ mathild
Don’t judge an book by its cover. Das sind protestantische Methoden. Siehe Lavater.
Welcher Bischof hat denn heute schon ein liebes Nikolaus-Gesicht?
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#5   Hacki   11:03:38 | Donnerstag, 16. November 2006
Warum darf man partout nicht mehr sagen,
daß ein gottloses Leben in die Hölle führt?
Die Wahrheit ist es doch, die uns frei macht. Welche Kraft und Freude können z.B. die ignatianischen Exerzitien geben!
Grausamkeit ist es eher, wenn man mit „Halbwahrheiten“ umeinanderdruxt. (der Jansenismus ist genausowenig katholisch, wie die heutige Alle-kommen-in-den-Himmel Theologie).
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#4   Gotthard   10:51:29 | Donnerstag, 16. November 2006
@mathild
Christgläubige, schaut dem Bischof doch einmal ins Gesicht – kann man solchen Augen Glauben schenken? NEIN
Wer bist Du denn?
Wie kommst Du denn daher?
Zeig doch mal Dein Gesicht vor – dann kann ich meine Fragen vielleicht schon selbst beantworten.
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#3   mathild   10:44:48 | Donnerstag, 16. November 2006
Schaut dem Bischof doch einmal ins Gesicht!
Christgläubige, schaut dem Bischof doch einmal ins Gesicht – kann man solchen Augen Glauben schenken? NEIN – da steht uns ein offenes Buch gegenüber – Glauben dort bestimmt nicht – ein knallharter Kirchenfunktionär, der alle beseitigt die ihm im Wege stehen. (seiner Karriere)
Betet Brüder und Schwestern!
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#2   Ansgar   10:38:48 | Donnerstag, 16. November 2006
Alfons Spors
Man muß Leute mit Kirchenschäden, wie Herrn Spors, durchaus ernstnehmen. Schön, wenn er in fortgeschrittenem Alter den liebenden Gott entdeckt hat. Doch bezweifle ich, daß dafür das letzte Konzil verantwortlich ist. Die fehlerhafte Umsetzung desselben scheint mir eher Verheerungen und Zertrümmerungen als Freilegungen gebracht zu haben. Allein, von vielen Katholiken um die 70 hört man auch anderes. Schwer zu entscheiden.
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#1   Gotthard   10:35:18 | Donnerstag, 16. November 2006
andere Gründe
Die wahren Hintergründe für das Handeln des Bistums seien ganz andere:
Warum benennt die gute Dame diese wahren Gründe nicht?
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