Wenn der Vatikan sich anschickt, katholischen Kreisen Zugeständnisse zu machen, kann die fromme Seele nur mit Furcht und Erschrecken erfüllt werden. Ein Kommentar.
Um welchen Preis erfolgt die Freigabe der Alten Messe?
(kreuz.net) Seit Jahrzehnten fährt der Vatikan kirchenpolitisch einen Zick-Zack-Kurs.
Das bedeutet,
daß es keine „konservative“ Entscheidung gibt, die nicht von einer „liberalen“ abgefedert wird – oder
umgekehrt.
Mit dieser Taktik versucht man, die seit dem Zweiten Vatikanum existierenden, sich bekämpfenden
Kirchenflügel in gleicher Weise zufrieden oder unzufrieden zu stellen.
Ein denkwürdiges Beispiel dafür
war die Absetzung des damaligen Bischofs von Chur, Mons. Wolfgang Haas.
Kurz vor seiner Entfernung wurde
der Apostolische Nuntius in Bern, Erzbischof Karl-Josef Rauber, vorzeitig abberufen und nach Budapest
versetzt.
Die Schweizer Katholiken jubelten, denn Mons. Rauber war ein Erzfeind des damaligen Churer
Bischofs.
Das war Ende April 1997. Der Jubel sollte nicht lange dauern. Denn schon am 2. Dezember des
gleichen Jahres sägte Papst Johannes Paul II. auch den Bischof von Chur ab.
Ein anderes Beispiel war
die offizielle Zulassung von Meßdienerinnen.
Als Trostpreis für Konservative veröffentlichte Papst
Johannes Paul II. daraufhin sein Schreiben, wonach nur Männer zu Priestern geweiht werden dürfen.
Jetzt
will man die Alte Messe wieder erlauben. Man weiß nicht, ob man sich freuen soll oder nicht.
Die große
Unbekannte ist nämlich: Um welchen Preis wird diese Freigabe erkauft werden?
Mit welchem Zugeständnis
wird man den übermächtigen linken Flügel in den Bischofskonferenzen der Welt besänftigen müssen?
Die Antwort auf solche Fragen könnte in der Tatsache liegen, daß die Vorsteher der vatikanischen Dikasterien
am heutigen Tag über den Abfall des Ex-Kurienerzbischofs Emmanuel Milingo beraten.
Dabei soll es auch
um eine mögliche Dispens von der Zölibatspflicht und um die Wiederzulassung verheirateter Priester in
ihr Amt gehen.
Interessant. Interessant.
Der internationale Aufschrei der Bischöfe angesichts dieser
Meldung ist ausgeblieben, obwohl die Tatsache, daß der Vatikan über solche Dinge berät, mit Fug und
Recht als Sensation bezeichnet werden kann.
Eines ist sicher: Die schleichende Abschaffung des Zölibats –
oder wie auch immer eine entsprechende Maßnahme konkret genannt würde – dürfte dem Papst viel weniger
Ärger bereiten, als seine Versuche, die Alte Messe freizugeben.
Da liegt die Versuchung auf der Hand,
das eine mit dem anderen zu verbinden.
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62 Lesermeinungen
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@ Michael60: … ist schon o.k. Ihr Beitrag hatte mir gut gefallen. Ich hatte schon (wohlwollende) Artikel
im Pfarrbrief, die sowohl für die Gemeinde, als auch für unseren Pfarrer bestimmt waren. Bis später
tau
#61 wickerl 11:26:19 | Mittwoch, 22. November 2006
?????????????? Die Freigabe der alten Messen kommt unter Papst Benedikt nicht , es sei denn die Sachzwänge
würden übergroß, weil dem rechten Blinken immer ein linkes Vorbeifahren folgt. Weniger darüber schreiben
und etwas ruhiger Warten wäre auf jeden Fall wichtig, weil 1. die Leser entweder nicht immer über etwas
informiert werden soll was nur ein Wunschtraum ist, oder die Publizierungen auf kreuz.net sehr dazu geeignet
sind eine Oppostion zu entfachen, wenn etwas daran sein sollte was ich aber für wenig wahrscheinlich
halte.
#59 Michael60 20:42:50 | Montag, 20. November 2006
Lieber Tau das wäre was für den Pfarrbrief![kursiv] Der Pfarrbrief wird immer für die Gläubigen geschrieben.
Was ich geschrieben habe, war an die Pfaffen gerichtet. Merke!!!
Von Drohung kann doch nicht die Rede sein! Schließlich ist man doch so frei, dort zur immer gültigen
Messe zu gehen, wo sie gefeiert wird! Nicht wahr? :(3 o^/
#54 Michael60 21:45:38 | Samstag, 18. November 2006
Verheiratete Priester Der Glaubensschwund und der damit verbundene Rückgang bei den Sonntagsveranstaltungen
der Kirchen hängt damit zusammen, dass die Priester und Pfarrer keine Orientierung mehr bieten. Sie erwarten
ganz im Gegenteil, dass die Menschen den Glauben mit in die Kirchen bringen. „Warum seid Ihr denn nicht
mal n’bischen lustiger“? Und das hat wiederum damit zu tun, dass nicht mehr die gesunde Lehre von Mutter
Kirche verkündet wird, sondern das, was in den Talkshows am Vorabend so als zurzeit gängige Ansicht
beschlossen wurde. Da wird es auch nicht helfen, wenn die Priester heiraten, was bei vielen ja außerdem
nur bedeutete, dass ein gewisser Status Quo legalisiert würde. Gottesdienstschwund und Orientierungslosigkeit
gibt es bei Religionsgemeinschaften mit verheirateten Geistlichen in noch größerem Ausmaß als bei den
Katholen. Ich würde mir wünschen, dass ein Nachfolger Christi an seinem Verhalten im Auftrag Christi
konsequent dessen Weg geht und sich um die Gläubigen kümmert, dann tritt wieder Vertrauen ein und die
Menschen stellen wieder Fragen an die Nachfolger Jesu.
#53 athanasius1957 16:59:22 | Samstag, 18. November 2006
unierte priester zur Info nur: die mit rom unierten kirchen des griechischen ritus haben verheiratete
„Leut-Priester“. diese müssen schon vor dem Diakonat verheiratet sein. nur gab und gibt es verpflichtende
ausnahmen in nordamerika bzw. australien und neuseeland: dort mußten auch unierte geistliche bis vor
kurzem zölibatär leben. die diesbezügliche regelung wurde erst vor kurzem mäßig gelockert. verheiratete
geistliche des lateinischen ritus gab es insbesondere bei konversionen aus dem protestantischen bereich
schon seit langem. diese ausnahme reichen aber sehr weit zurück.
Silber – Gold Die alte Messe wird derzeit hier auf Kreuznet kaputt geschrieben, wider dem Spruch „ wer
schweigen kann und warten, dem wachsen die Rosen im Garten“.
#50 monti 23:48:57 | Donnerstag, 16. November 2006
@Timotheus und andere Seriöse Berichterstattung ist dies mit nichten. Hat dies je jemand von Kreuz.net
behauptet? Womit ich natürlich nur die von den Seriösen meine.
#49 Benedikt 23:42:07 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Leutnant Blueberry Aber vielleicht bessert sich ein bißchen die allgemeine Stimmungslage wenn man nicht
ständig das Gefühl hat, daß es nur bergab geht! Bei den Priestern, die dann wöchentlich vor 50 Leuten
zelebrieren bessert sich gar nichts. Es sieht doll aus, wenn auf einmal wieder viele Priester da sind.
Das wird nur dazu führen, dass die Verantwortlichen auch weiterhin die Hände in den Schoß legen werden
„Berufungen sind ja genug da“. Nur das Kirchenvolk für die vielen Priester wird immer knapper – eine
Entwicklung, die am Beispiel von EKD & Co. wunderbar ablesbar ist. Und daran wird sich auch nichts ändern.
DAS ist die wahre Ursache für den Priestermangel. Die schlechte religiöse Bildung, die fehlende Katechese
und die fehlende Einbindung in das Glaubensleben. Wenn man sich heutzutage von einem Religionslehrer(!)
für ein Glaubensbekenntnis ausgelacht wird, wenn Interessierte am Priesterberuf gleich als Freaks, Verklemmte
etc dargestellt werden, dann muss man sich wirklich über nichts mehr wundern. Bei den 20-25 jährigen,
die sich trotz allem ihren Glauben bewahrt haben, sind die Berufungszahlen mehr als ausreichend. Nur gibt
es eben nicht viele, denen das gelungen ist und offenbar tut man auch nichts dafür, dass es mehr werden.
Solange sich das nicht ändert, sollten sich die Verantwortlichen über ihre Personalprobleme nicht wundern.
Sie bekämpfen immer nur Symptome, aber niemals die Ursache, im Gegenteil. Erst gießen sie Öl ins Feuer,
dann holen sie den Wasserschlauch.
#48 gelasius 22:31:39 | Donnerstag, 16. November 2006
breze Hallo breze, heute hatten unsere Fundis ihren „ field day“. Den ganzen Tag über wurde wild über
die Abschaffung des Zölibats spekuliert, fabuliert, phantasiert. Der Untergang der KK und des Abendlandes
standen unmittelbar bevor- und wurden als ungelegte Eier hysterisch begackert. Da wurde so mancher kreativ
und dachte sich ein Junktim von Zoelibat und Freigabe der Alten Messe aus- was sofort wieder als Tatsache
in die Debatte geworfen wurde. Da staunt der Laie. Wie ich sehe, ist immer noch keine Ruhe an der malachias-front,
aber Du bist ja unverdrossen. Gruß Gelasius
#47 agmen 21:51:20 | Donnerstag, 16. November 2006
@Timotheus Ja, so ist es leider! @KREUZ.net Wenn ihr nichts Ordentliches zu schreiben habt, dann publiziert
lieber „weniger“. „Qualität“ geht vor Quantität.
#46 Breze 21:49:27 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Thimoteus und die Mangelnde Kenntnis des römischen Verständnisses des Zöibats zeigte sich, nachdem
der Vatikan, erneut, ausdrücklich betont hat, dass eine Abschaffung nicht zur Debatte steht.Es ist mir
jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass, besonders mit den Übschriften von „News“, sehr latent streotype
Vorwürfe gehegt werden. Bestes Beispiel ist die Alte Messe: Erst behauptet man der Papst wolle sich gegen
seine bischöflichen Mitbrüder behaupten und rigoros die Bestimmungen des Motu proprio „Ecclesia Dei“
umsetzen. Dann behauptet man, dass der Papst zu schwach sei, um gegen die Verschwörung des Weltmodernismus
der Bischöfe jenes neue schreiben zu promulgieren. Und jetzt glaubt man zu wissen, dass die Freigabe
mit dem Zölibat erkauft wird. Seriöse Berichterstattung ist dies mit nichten. Mit Sicherheit ist an
einigen dieser Artikel auch etwas wahres dran. Dass S.Em. Kardinal Lehmann und Co. keine Freunde der altrömischen
Messe sind, dürfte jeder wissen. Das die franz. Bischöfe ihr unbehagen, manchmal sehr zweifelhaft, kundgetan
haben ist auch bekannt. Aber unterdem Gesichtspunkt, dass niemand weis, wie S.H Papst Benedikt die Freigabe
promulgieren wird, ist die Art und Weise wie man hier mit diesem Thema gezielt traditionallistische bzw.
anti-modernistische Ressentiments bedient, gerade zu lächerlich. Man sollte lieber für unsere Vicarii
Christi beten, und warten in welche Richtung der Heilige Vater unsere Kirche weiden wird, als auf irgendwelche
Pseudovaticansiti zu vertrauen. [fett]DITO!!!![fet…
#45 Timotheus 21:37:30 | Donnerstag, 16. November 2006
Die Unseriösität dieses von Kreuz.net publizierten Artikels und die Mangelnde Kenntnis des römischen
Verständnisses des Zöibats zeigte sich, nachdem der Vatikan, erneut, ausdrücklich betont hat, dass
eine Abschaffung nicht zur Debatte steht. Es ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen, dass, besonders
mit den Übschriften von „News“, sehr latent streotype Vorwürfe gehegt werden. Bestes Beispiel ist die
Alte Messe: Erst behauptet man der Papst wolle sich gegen seine bischöflichen Mitbrüder behaupten und
rigoros die Bestimmungen des Motu proprio „Ecclesia Dei“ umsetzen. Dann behauptet man, dass der Papst
zu schwach sei, um gegen die Verschwörung des Weltmodernismus der Bischöfe jenes neue schreiben zu promulgieren.
Und jetzt glaubt man zu wissen, dass die Freigabe mit dem Zölibat erkauft wird. Seriöse Berichterstattung
ist dies mit nichten. Mit Sicherheit ist an einigen dieser Artikel auch etwas wahres dran. Dass S.Em.
Kardinal Lehmann und Co. keine Freunde der altrömischen Messe sind, dürfte jeder wissen. Das die franz.
Bischöfe ihr unbehagen, manchmal sehr zweifelhaft, kundgetan haben ist auch bekannt. Aber unterdem Gesichtspunkt,
dass niemand weis, wie S.H Papst Benedikt die Freigabe promulgieren wird, ist die Art und Weise wie man
hier mit diesem Thema gezielt traditionallistische bzw. anti-modernistische Ressentiments bedient, gerade
zu lächerlich. Man sollte lieber für unsere Vicarii Christi beten, und warten in welche Richtung der
Heilige Vater unsere Kirche weiden wird, als auf irgendwelche Pseudovaticansiti zu vertrauen.
#43 Benedikt 21:03:57 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Leutnant Blueberry Und was wäre daran so schlimm? Merkwürdige Frage. Die Überzähligen sind arbeitslos.
Wie bisher. Obwohl sie ja offenbar nach Meinung des Paters dann einfach in die Pfarrseelsorge zurückkehren
könnten. Das ist somit gar nicht sicher. Jedenfalls noch nicht.
etwas infam: man könnte … … um beide Flügel zufrieden zu stellen … die Alte Messe zulassen, und
die Neue Messe verheirateten Männern und Frauen übergeben, die dann allerdings nicht zu Priestern geweiht
werden dürften, und ohne Wandlungsworte. Das dürfte alle zufriedenstellen.
#39 Benedikt 19:30:49 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Gotthard Warum sollten die Bischöfe in aller Welt angesichts dieser Meldung aufschreien? Sie warten
doch schon Jahrzehnte auf eine Bewegung in dieser Richtung… Das sind vermutlich nur Bischöfe, die keinen
Ökonom haben oder nciht auf ihn hören. Bischöfe, die auf ihren Ökonom hören wissen schon seit Jahrzehnten,
dass sich die Kirche verheiratete Priester gar nicht leisten kann. Zudem bestünde nach der Zölibatsaufhebung
ein Überbedarf an Priestern, während das eigentliche Problem der Kirche, nämlich der Mitgliederschwund,
immer noch so wäre wie vorher. Dafür hat dann wieder jede dieser Retortenpfarreien, die in den 50er-70er
Jahren gegründet wurden einen eigenen Priester. Der ist dann so im Schnitt für 200 praktizierende Katholiken
zuständig. Naja egal, Realitäten haben in dieser Frage nice eine Rolle gespielt.
#38 Athanasius 19:00:12 | Donnerstag, 16. November 2006
@Sulpicius Ich glaube es gibt in Sibirien einen Russisch-Katholischen Priester (des Russo-Byzantinischen
Ritus) der verheiratet ist, zum Katholizismus bekehrt, und eine Frau sowie acht Kinder hat. Ich fand sein
Bild in einer Ausgabe des ‘Catholic’ der transalpinischen Redemptoristen von Papa Stronsay. In wie weit
die Priesterbruderschaft St. Josaphat unterstützt wird von verheirateten ukrainisch-katholischen Priestern,
ist mir unbekannt; es wurde mir aber nicht wundern, wenn es da etliche gab. Im Libanon gibt es maronitische
Sympathisanten-Priester die mit einem ältern franz. Priester der die FSSPX völlig unterstützt, zusammenarbeiten.
Diese maronitischen Priester, verheiratet, stehen aber unter Patriarch Nasrallah Kardinal Sfeir oder einem
seiner Eparchen. Die ostritischen Priester der transalpinischen Redemptoristen sowie die Seminaristen
in der Ukraine (der Priesterbruderschaft St. Josaphat die von den ‘Lefebvre’-Bischöfe geweiht werden –
im lateinischen RItus allerdings) unterwerfen sich alle einer Zölibatsgelübde. Vielleicht ändert sich
das wenn deren Situation im Zuge derer der FSSPX selbst wieder geklärt wird. Vorläufig ist man dort
aber religiös, das heisst, mit Gelübden.
Hui, der Kuhhandels-Schmarrn … Harhar, wie kurzlebig „Kommentare“ wie obige und das ganze weltweite
Journalistengeschreibse sind … so viel zum Unsinn des Kuhhandels. Während feststeht, daß die gar nicht
aufregende „Freigabe“ „innerhalb“ des lateinischen Ritus kommt, steht genauso fest, daß nächstes Jahr
sicher keine Aufweichung der „Zugangsbedigungen“ zu den heiligen Weihen kommt … und genauso steht fest,
daß es innerhalb der Mehrzahl der Riten der Heiligen Katholischen Kirche dieses schon längst gibt www.kath.net/detail.php?id=15080:
„Was wäre so schlimm daran, wenn ein bewährter, integrer, frommer, älterer Familienvater geweiht würde,
um als Hilfspriester in seiner Pfarrei ? unter der Aufsicht eines dadurch entlasteten (zölibatären)
Berufsklerikers, also Pfarres bzw. Bischofs ? einen ehrenamtlichen Dienst zu verrichten? Ich formuliere
die These bewußt als Frage, da ich meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen habe.“ (Zit. Frage
von „semper reformandus“, man besuche auch dieses Priesterseminar www.bistum-eichstaett.de/cor/!) Nach
dem CCEO kann dies ein absolut rechtgläubiger katholsicher Bischof tun, und selbst ein maronitischer
Erzbischof hat es getan. Das Problem im Raum des lateinischen Ritus (auch wenn wir zu wenig Latein hören)
ist vielmehr, daß die meisten vom Zölibat Abfallenden oder Abgefallenen leider all zu offensichtlich
auch eine (nie gegebene?) Rechtgläubigkeit über Bord werfen. Wenn überhaupt, sind für die Kirche nur
einwandfrei rechtgläubige Priester „interessant“, und das ist wohl eine Minderheit unter der vom Heiligen
Stuhl weltweit betrachtet…
#35 Breze 18:18:01 | Donnerstag, 16. November 2006
@ Athanasius Priesterzölibat ist wervoll aus Sicht der katholischen Tradition. Ja, und die Nordsee ist
nass. Wann wird man im Vatikan Versammlungen abbhalten um zu entscheiden ob Bäume grün oder blau sind?
Ich verstehe nicht ganz, welches Problem Sie haben. Hätte der Vatikan anders entschieden, wären Sie
der erste gewesen, der lauthals gegen die „V2 Kirche“ krakeelt hätte. Sind Sie sauer, weil der Papst
Ihre Erwartung enttäuscht hat, und somit Ihnen den Grund für weitere Tiraden vorenthalten hat?
@laikos bei allem Respekt, ich bin auch ein entschiedener Gegener des Ökumenismus, aber das ist echt
quatsch. Ein etwaiger unverheirateter evangelischer Religionsdiener ist nicht so ähnlich wie ein geweihter
Priester, und die etwaige Heirat mindert nicht die Weihe. Außerdem müßten auf jeden Fall zumindest
die Leitungsämter (Pfarreien, diese ggf. größer als heute, Bistümer, Kurie, Papst) unabänderlich
in der Hand des zölibatären Haupt-Klerus bleiben. Aber nochmal die Frage: Was wäre so schlimm daran,
wenn ein bewährter, integrer, frommer, älterer Familienvater geweiht würde, um als Hilfspriester in
seiner Pfarrei – unter der Aufsicht eines dadurch entlasteten (zölibatären) Berufsklerikers, also Pfarres
bzw. Bischofs – einen ehrenamtlichen Dienst zu verrichten? Ich formuliere die These bewußt als Frage,
da ich meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen habe.
#33 Athanasius 18:11:22 | Donnerstag, 16. November 2006
Ja, ja. Priesterzölibat ist wervoll aus Sicht der katholischen Tradition. Ja, und die Nordsee ist nass.
Wann wird man im Vatikan Versammlungen abbhalten um zu entscheiden ob Bäume grün oder blau sind?
#32 Breze 18:09:02 | Donnerstag, 16. November 2006
@ alle Soeben gemeldet: Vatikan bekräftigt Zölibat: Rom (AP) Trotz weltweit rückläufiger Zahlen in
der Priesterausbildung hält der Vatikan am jahrhundertealten Gebot des Zölibats fest. Nach einer rund
dreistündigen theologischen Konferenz unter Leitung von Papst Benedikt XVI. veröffentlichte der Vatikan
am Donnerstag eine kurze Erklärung, die «den Wert der Wahl des priesterlichen Zölibats gemäß der
katholischen Tradition neu bekräftigt». Yahoo Nachrichten
#31 Gotthard 18:06:46 | Donnerstag, 16. November 2006
@sulpicius bei Lockerung des Zölibates der alte Ritus nicht mehr nur zum großen Teil in den Händen
schwuler (schwul praktizierender) Priester… soll das heißen, dass überdurchschnittlich viele Priester
bei Pius X. und in den anderen Tradi-Gruppen schwul sind?
#30 laikos 17:38:46 | Donnerstag, 16. November 2006
@Alle glücklich Papst Johannes XXIII wollte überhaupt keine neue Messe. Er hat sogar mit großer Freude
das Vorwort vom Schott Messbuch geschrieben. Papst Paul VI war der Messenvergewaltiger . Nur zur Information.
Wenn Priester heiraten dürfen, dann trennt uns fast nichts mehr vom Protestantismus. Dann haben die Protestanten
ihr Ziel erreicht und die „Katholiken“ sind endlich voll und ganz Protestantisch. Nach einem Heiligsprechungsverfahren
für Mohammed würden dann auch alle Moslems zufrieden gestellt werden. Die Moon-Sekte welche glaubt das
Jesus versagt hat wird auch noch anerkannt, damit Milingo nicht verärgert ist. Als nächstes muß man
nur noch ein Ökumenismus Dogma erfinden welches feierlich verkündet das alle Religionen gleich sind
und es deshalb egal ist was man glaubt. Dann sind endlich alle Glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende
Spiritueller Reichtum Schon aus „streng spirituellen“ Gründen sollte es jedem lateinischen Priester möglich
sein, so oft wie möglich die nicht reformierte und unter dem seligen Papst Johannes XXIII. noch approbierte
Heilige Messe in ihrem Gebetsreichtum zu lesen. Wobei ich ausdrücklich betone: es gibt objektiv keinen
Gültigkeits- und Gnadenunterschied, denn Wandlung ist Wandlung. Aber ich meine, daß für viele Priester
die überlieferte Liturgie ein eindrücklicherer Höhepunkt des Tages ist, und genau diese Wertigkeit
der heiligsten Eucharistie wollte das XXI. Ökumenische Konzil in seiner Liturgiekonstitution, nur kam
dann am „grünen Tisch“ ein bißchen etwas anderes, doch auch der erneuerte Ritus kann völlig legal und
legitim im Geiste des alten gelesen werden. Unter Papst Benedikt XVI. werden wir geduldig einen Schritt
nach dem anderen gehen können, aber eben mit Geduld.
#28 Hacki 16:59:32 | Donnerstag, 16. November 2006
ein verheirateter Priester, der in seiner Ehe fremd geht, wäre auch nicht schlechter, als einer, der
seinen Zölibat bricht. Wenn wir heilige Priester haben wollen, liegt es auch an uns. Statt viel zu diskutieren,
sollten wir lieber um viele heilige Priester beten, so wie es wir Lefebvristen gerne tun. Die alte Messe
kann sehr viel zur Heiligung der Priester beitragen.
@ Turk & Sulpicius Die sog. „Freigabe“ des älteren lateinischen Ritus wird auch das von Sulpicius erahnte
Problem, so er richtig läge, leichter lösen Da ist was dran!
Kuhhandelstheorien sind Unsinn, aber Denken ist erlaubt Wie auch immer die aktuelle Lage wirklich zu beurteilen
ist – ich teile weder Verschwörungs- noch Kuhhandelstheorien – eines ist sicher: zur wirksamen Durchsetzung
der Instruktion zur Verhinderung homosexueller Neupriester www.kreuz.net/article.2287.html sind sicher
noch nicht alle Mittel gefunden und diskutiert. Hier wird es ein Weiterdenken geben müssen, ob dies nun
die Übernahme des CCEO-Rechtes in den CIC-Rahmen ist oder nicht. Letztlich ist der Artikel oben aber
eher dem Muster zuzuordnen: sprechen wir es schnell jetzt schon aus, damit es ja nicht kommt Zu bedenken
ist, daß es eine derartige öffentliche (Homo)sexualisierung www.kreuz.net/bookentry.816.html des gesamten
öffentlichen Lebens wohl kaum je in dieser medialoffensiven Weise gegeben hat. Die sog. „Freigabe“ (ich
habe schon einmal gesagt, daß das nicht viel ist) des älteren lateinischen Ritus wird auch das von Sulpicius
erahnte Problem, so er richtig läge, leichter lösen.
#22 Michael60 16:13:45 | Donnerstag, 16. November 2006
alte Messe Der linke Flügel der r.k.K. wird nichts gegen die vielen Gebete unternehmen können, die erhört
worden sind, sollte der richtige Ritus wieder einen Platz in der Liturgie bekommen. Er möge dann weiter
„Herr, Herr“ sagen und Modegottesdienste feiern. Interessant, dass die bissigsten Komentare mit der größten
Polemik immer aus der selben Richtung kommen. Die Gockel, die mit Fremdwörtern um sich schmeißen und
die Bustkörbe mit den unterschiedlichsten Rottönen aufblasen, sollten vielleicht eine eigene Kirche
gründen. Ein schauderhafter Gedanke, dass solche Typen die Interessen Jesu verfolgen wollen. Wie wär’s
mit Muckibude und Talkshows, da könnte man sie sogar noch bewundern, diese Prachtstücke.
niedere Weihen @Gelasius: Stimmt, aber mir ging’s mehr um die Verknüpfung Zölibat-Leitungsamt bzw. um
ein Konzept „Hauptberufspriester“ –„Nebenberufspriester“. Der Berührungspunkt zu Ihrem Thema bestünde
darin, dass nur die zolibatären „Hauptberufler“, die auch ihren Lebensunterhalt von der Kirche bekämen
(während die anderen ehrenamtlich tätig wären), Zugang zu höheren Weihen hätten, außer vielleicht
Witwern, die nach dem Tod der Ehefrau in die „hauptberufliche“ Laufbahn wechseln könnten. Auch die „Nebenberufler“
könnten natürlich freiwillig zölibatär leben, niemals aber die „Hauptberufler“ verheiratet. Wenn man
so was richtig macht, kann es den unbedingt zu erhaltenden Zölibat – ein verheirateter Bischof oder gar
Papst wäre undenkbar – sogar stärken, indem es Zölibatunfähigen oder Zölibatsversagern einen Ausweg
in die „Nebenberuflichkeit“ eröffnet und dadurch hilft, den zölibatärem Kernklerus sauber zu halten.
#15 ottaviani 14:58:54 | Donnerstag, 16. November 2006
seien wir uns bitte einer sache bewußt der absolute priesterzölibat ist einwe rechtsvorschrift des lateinischen
ritus, der katholischen kirche, und kein dogma wenn der hl. vater hier eine änderung vorzunehmen wüscht
ist das sein gutes recht das ändert nichts daran das ich die vorgangsweise hier was für die konservativen
da was für die modernisten für verwerflich halte
#14 gelasius 14:53:00 | Donnerstag, 16. November 2006
sixtus / semper r. sixtus : sehr richtig ! Leider sind diejenigen, die jetzt schon, bevor überhaupt irgendetwas
entschieden wurde, sedisvakantistischen Schaum vor dem Mund haben, zu solchen Überlegungen nicht in der
Lage , man kann auch immer deutlicher sehen, daß sie von der Theologie des Papstes nicht die leiseste
Ahnung haben. Sie bleiben lieber bei ihrem frei erfundene Bild von ihr. Nun beweisen sie zum xten mal,
daß sie nicht nur nicht über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen vermögen, sie können noch nicht
einmal den Rand sehen. semper r. : natürlich könnte man einen solchen modus auch für die KK finden.
Die Orthodoxe Kirche besitzt eine solche Trennung von unteren Weihegraden, die ein Verheiratetsein erlauben
und den höheren Weihen, die nur zölibatär Lebenden offen stehen, die aus dem Mönchstum kommen.
#13 Maledica 14:47:36 | Donnerstag, 16. November 2006
Locker bleiben und erst mal warten. Wer will denn den Zölibat lockern. Das ist doch nur eine reine Spekulation.
Wieder so ein gestreutes Gerücht. Nicht wieder den Papst verurteilen, was er zu tun hätte…
#12 Seminarist 14:44:06 | Donnerstag, 16. November 2006
Do ut des! Selbst in der sonst nicht als progressiv verrufenen Zeitung Kirchliche Umschauwurde einmal
ein bayrischer Filmregisseur, der zur Tradition gehört, mit den Worten zitiert: „Ja, das Konzil: den
Zölibat hamm’s gelassen, doch die Liturgie hamm’s uns genommen!“ Selbst die überlieferte Messe hat es
doch noch erlebt, dass sie von verheirateten Priestern zelebriert wurde. Diese „Do-ut-des-Mentalität“
des Vatikans ist zwar nicht gerade immer sehr beruhigend, dürfte aber doch auch nicht erst ein Phänomen
der nachkonziliaren Kirchenpolitik sein. Ein Abkommen „Alte Messe gegen Zölibat“ würde mit einem Schlag
auch die Beziehung zur Orthodoxie verbessern. Hoffentlich bleibt am Ende nicht der schale Geschmack des
Kuhhandels über. Seminarist L
#11 Sixtus 14:18:59 | Donnerstag, 16. November 2006
Zölibat Ich denke, in der Logik Benedikts („Vorwärts zu den Vätern, bzw. Vorwärts ins erste Jahrtausend“)
ist die Lockerung des Zölibats und die Freigabe der Alten Messe (die ja in großen Teilen auf die alte
Kirche zurückgeht) nicht unbedingt ein Widerspruch. Daher ist das Getue um konservativ vs. progressiv
doch Quatsch. Muss man eigentlich jeden Sonderweg der Westkirche gleich als DIE Tradition verkaufen?
Wäre… …die Weihe bewährter verheirateter Männer wirklich so schlimm, solange sie keine Leitungsfunktion
einnehmen dürften, d.h. auch kein kirchliches Gehalt, keine Wohnung im Pfarrhaus usw. beziehen würden?
Wenn ausgeschlossen wäre, das die Kirche für Witwen aufkommen muss? Wenn sichergestellt wäre, dass
es sich wirklich um viri probati handelt, die im normalen Berufsleben ihren Mann stehen und sich und ihre
Familie ernähren können? Könnte man einen Stand derartiger (Hilfs-)Priester nicht so strukturieren,
dass er als reine „zivile Hilfspriesterschaft“ nicht in Konkurrenz zu den zölibatären, geweihten Amtsträgern
träte? Ich bin mir nicht sicher; meine größte Sorge wäre, dass – soziologisch betrachtet – die Funktion
der „Nebenberufspriester“ bald zur Domäne linker Religionslehrer würde, während andere Viri Probati
wie z.B. Juristen oder Ärzte schon aus Zeitmangel nicht mitspielen würden. Am Ende wäre genau die Meschpoke,
die jetzt die Laiengremien besetzt hält, auch noch geweiht, wenigstens die Männer unter ihnen. Dieses
Risiko ließe sich aber vermindern, wenn man diese Funktion wirklich unbequem und mitgewisen Härten ausgestalten
würde, etwa der Verpflichtung, in der Freizeit für „unangenehme“ sakramentale Dienste zur Verfügung
zu stehen, und wenn man gleichzeitig die Verpflichtung einführen würde, regelmäßig auch im alten Ritus
zu zelebrieren. Die alte Messe hält die Ungläubigen nämlich recht zuverlässig vor der Tür.
Alte Messe vs. Zölibat Ja, das feiwillige Zölibat muss ja für Menschen die bewusst in der Nachfolge
Jesu stehen wollen erhalten bleiben. Nur werden die Priester im freiwilligen Zölibat leben bestimmt einen
schweren Stand haben.
#7 ottaviani 13:53:36 | Donnerstag, 16. November 2006
Der teufliche geist des VII der Inhalt dieses Artikels zeigt sehr schön das daemonische und die wirkliche
gefahr der nachkonziliaren kirche nähmlich den liberalismus
#6 Sulpicius 13:28:01 | Donnerstag, 16. November 2006
Wobei man ehrlicherweise… … zugestehen muß: lieber „alte“ Messe und Lockerung des Zölibates als
NOM und V2-Zölibat!. Rein theologisch-dogmatisch betrachtet… Sorry, aber ist so!
Viri Prob(lem)ati zelebrieren die Alte Messe Ich sehe es schon vor meinem geistigen Auge: Die künftig
zugelassenen Viri Probati feiern ihre Primiz im künftig zugelassenen „tridentinischen Ritus“. Autsch.
Jetzt fehlt uns nur noch ein Termin.
#4 Schüttel 13:17:35 | Donnerstag, 16. November 2006
GOTTHARD! Gelobt sei deine Ehrlichkeit! So ist die Lage: die eine „Richtung“ erpresst die andere, schon
JPII tat es mit den Doppelkardinälen Kasper/Scheffczyk und Lehmann/Degenhardt, vielleicht auf Anraten
des Dialektikers Ratzinger. Nun also „alte Messe“ gegen Zölibatserleichterung. Wird ja auch höchste
Zeit! Übrig bleibt nur noch ein chaotisches Häuflein eines pluralistischen Pseudokatholizismus. Bravo
Benedikt – oder wirst du doch noch „von oben“ eines besseren belehrt? Jedenfalls steigt für die These
des Sedisvakantismus die Wahrscheinlichkeit. Oremus pro pontifice romano!
#2 Gotthard 12:56:54 | Donnerstag, 16. November 2006
Aufschrei? Der internationale Aufschrei der Bischöfe angesichts dieser Meldung ist ausgeblieben, obwohl
die Tatsache, daß der Vatikan über solche Dinge berät, mit Fug und Recht als Sensation bezeichnet werden
kann. Warum sollten die Bischöfe in aller Welt angesichts dieser Meldung aufschreien? Sie warten doch
schon Jahrzehnte auf eine Bewegung in dieser Richtung…