Auch ein Dekanat prostituiert sich
Ein Fuldaer Dekanat hat den drei vom Bischof vertriebenen SJM-Patres ein Messer in den Rücken gestochen, um dem angeblich „mutigen“ Bischof Algermissen unter die Arme zu greifen.

Der Bischof hat kürzlich drei Patres der Diener Jesu und Mariens (SJM) aus der Pfarreiseelsorge entlassen.
Eschwege liegt rund 70 Kilometer nördlich der noch bis zum 1. Dezember von SJM-Priester geleiteten Rhönpfarreien.
Eine gestrige Versammlung des Dekanates begrüßte die umstrittene Entlassung in hochideologischer Sprache als „mutigen Schritt unseres Bischofs, Heinz Josef Algermissen, gegen ein Angst machendes Klima in der Kirche und für eine dialogische Umgangsform mit der befreienden Botschaft Jesu Christi“.
Über die Erklärung des Dekanates berichtete das neokonservative Linzer Nachrichtenportal ‘kath.net’.
Das Portal profilierte sich in der Vergangenheit mit SJM-feindlichen Artikeln.
Der Orden der ‘Diener Jesu und Mariens’ vertritt nach Behauptung der Dekanatsversammlung angeblich „ein extrem Angst machendes Gottesbild in Katechese und Verkündigung“.
Seine Jugendarbeit habe Kinder in Abhängigkeitsstrukturen geführt.
So seien „vielfach“ seelische Nöte über Menschen und Spaltungen in Gemeinden und Familien gebracht worden.
Dechant Christof Steinert, der für die Aussendung verantwortlich ist, steht der SJM-feindlichen Pfadfinderschaft St. Georg nahe.
Der Gründer der SJM, Pater Andreas Hönisch, flüchtete Mitte der 70er Jahre aus der heruntergewirtschafteten Pfadfinderschaft St. Georg, um die ‘Katholischen Pfadfinderschaft’ Europas zu gründen.
Pater Hönisch wollte nach den Wirren der 60er Jahre den Prinzipien der Pfadfinderarbeit und dem Katholischen Glauben treu bleiben.
Die Dekanatsversammlung dankte dem Fuldaer Bischof Mons. Algermissen auch für den angeblich „dialogischen Pastoralen Prozeß der Strukturveränderung“ und die damit verbundenen „Akzente zu einer zeitgemäßen und kooperativen Pastoral“ – die jetzt vom Bischof mit Entlassungen durchgedrückt wird.
Zur Dekanatsversammlung hatte der Katholikenrat im Bistum Fulda Priester, Vorstände der Pfarrgemeinderäte sowie alle Mitglieder der Kirchengemeinden in die Pfarrei ‘Zu den heiligen Aposteln’ nach Eschwege eingeladen.
Bei der Konferenz wurde auch über eine bevorstehende Dekanatsreform gesprochen, die eine Antwort auf „die Veränderungen in den Kirchen und in der Seelsorge der vergangenen Jahre“ sei.
Im nächsten Jahr sollen die 21 Fuldaer Dekanate auf zehn reduziert werden.
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Sonntag, 19. November 2006 21:17
Toby: Ich antworte mal mit „Christian Hüller“ (herüberkopiertes Zitat):
>>Gäbe es tatsächlich dramatisches „nicht mitteilbares Wissen“, das den Patres zur Last gelegt werden
könnte, so hätte der Fuldaer Bischof es längst angewandt.<<
Ich kann mir schon vorstellen, was sich dahinter verbirgt.
Wahrscheinlich Anzeigen/Beschwerden bzw. -aus Sicht des Bischofs-, Denunziationen, die gleich nach Rom gegangen sind.
Darüber bestand bei den dtsch. Bischöfen ja einvernehmlich Unbehagen.
Im Übrigen aber durchaus nicht völlig unsachgemäß, diese Vorgehensweise: Der Vorgesetzte des Bischofs ist der Papst; dieser hat letztendlich über solche Beschwerden zu entscheiden.
Rom muss (bzw. sollte) diese Anzeigen vertraulich behandeln, wenn die Anzeigenden darum gebeten haben, wovon auszugehen ist.
Daher: „nicht mitteilbares Wissen.“
Andererseits sollte der Bischof sachlich bleiben und die „Anzeige“ bzw. Beschwerde nicht persönlich nehmen, was hier aber wohl der Fall war.
Ich kann mir schon vorstellen, was sich dahinter verbirgt.
Wahrscheinlich Anzeigen/Beschwerden bzw. -aus Sicht des Bischofs-, Denunziationen, die gleich nach Rom gegangen sind.
Darüber bestand bei den dtsch. Bischöfen ja einvernehmlich Unbehagen.
Im Übrigen aber durchaus nicht völlig unsachgemäß, diese Vorgehensweise: Der Vorgesetzte des Bischofs ist der Papst; dieser hat letztendlich über solche Beschwerden zu entscheiden.
Rom muss (bzw. sollte) diese Anzeigen vertraulich behandeln, wenn die Anzeigenden darum gebeten haben, wovon auszugehen ist.
Daher: „nicht mitteilbares Wissen.“
Andererseits sollte der Bischof sachlich bleiben und die „Anzeige“ bzw. Beschwerde nicht persönlich nehmen, was hier aber wohl der Fall war.
Sonntag, 19. November 2006 21:09
prawda: Toby – versteh’ ich auch nicht!
Hinsichtlich der von mir angesprochenenen Briefe kann ich die Haltung des Bischofs nur als ganz besonders
feinen menschlichen Zug gegenüber den Patres verstehen. Die Briefe sind ja bereits öffentlich gemacht
worden und zwar von einem der SJM-Priester. Deshalb könnte Bischof Algermissen eigentlich die Gegener
seiner Entscheidung darauf aufmerksam machen. Ich denke er macht es nicht, weil er sich nicht auf das
selbe Niveau herablassen will. Nein, er akzeptiert zum Teil falsche Publikationen und nimmt den Brief
so an, wie er ihn als Bischof normalerweise gegenüber einem Diözesanpriester einzuschätzen hat. Nämlich
als vertraulichen Brief unter Mitbrüdern im priesterlichen Dienst.
Die Haltung der Bischofsgegner ist von einer Sprache gekennzeichnet die Spaltung und Streit befördert.
Das ist nicht die Sprache des Bischofs, den ich auch als Seelsorger kennen lernen durfte.
Selig sind die Frieden stiften, …
Die Haltung der Bischofsgegner ist von einer Sprache gekennzeichnet die Spaltung und Streit befördert.
Das ist nicht die Sprache des Bischofs, den ich auch als Seelsorger kennen lernen durfte.
Selig sind die Frieden stiften, …
Samstag, 18. November 2006 22:03
Toby: Wo sind wir hier eigentlich?
prawda schrieb: So wird auch die Vorgehensweise des Bischofs transparenter.
Sie sind bereit, irgendwelche Briefe an anonyme Leser weiterzuleiten, um die Vorgehensweise des Bischofs transparenter zu machen.
Warum sorgt der Bischof dann nicht selbst für diese Transparenz?
Hier stimmt doch etwas nicht.
Sie sind bereit, irgendwelche Briefe an anonyme Leser weiterzuleiten, um die Vorgehensweise des Bischofs transparenter zu machen.
Warum sorgt der Bischof dann nicht selbst für diese Transparenz?
Hier stimmt doch etwas nicht.
Samstag, 18. November 2006 13:42
prawda: Lioba: sie können den Brief in Kopie erhalten
Lioba, sofern sie mir eine Postadresse nennen können, schicke ich Ihnen den Brief gerne in Kopie zu.
Postfach ist auch kein Problem damit sie Ihre Anonymität wahren können.
Es freut mich aber, dass Sie für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema offen sind.
So wird auch die Vorgehensweise des Bischofs transparenter. Ich denke, er hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht und die Unterstellungen sind zum Teil sehr ungerechtfertigt.
Es freut mich aber, dass Sie für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema offen sind.
So wird auch die Vorgehensweise des Bischofs transparenter. Ich denke, er hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht und die Unterstellungen sind zum Teil sehr ungerechtfertigt.
Samstag, 18. November 2006 11:42
Gandalf: Abgekupfert?
Fest steht erst mal, dass dieser Artikel zu kath.net gehört.
Freitag, 17. November 2006 22:22
Lioba: prawda, Ihr Zitat?
„… eine Kopie dieses Briefes ( gemeint ist der an den Bischof) lasse ich den Eltern der Kommunionkinder
zukommen“.
Ich glaube Ihnen nicht! Das hat Pater Pfaffenhuber bestimmt nicht geschrieben haben.
Warum verbreiten Sie falsche Dinge?
Ich glaube Ihnen nicht! Das hat Pater Pfaffenhuber bestimmt nicht geschrieben haben.
Warum verbreiten Sie falsche Dinge?
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