11:03:50 | Freitag, 17. November 2006

Umfrage im ‘kath.net’ Forum „Algermissen schmeißt SJM-Priester raus“ mit bislang 52 Stimmen:
• Das
ist ein Skandal: 34 (65.38%)
• Der Bischof soll in seinem Bistum machen, was er will: 11 (21.15%)
• Wer
sind die SJM? Mir ist das ganze egal: 7 (13.46%)
(kreuz.net) Seit Anfang November ist der umstrittene
Rauswurf dreier Priester der Diener Jesu und Mariens
aus dem Bistum Fulda auch ein Thema im Forum der Linzer Nachrichtenseite ‘kath.net’.
In der Vergangenheit
hat sich ‘kath.net’ mit Artikeln gegen die Diener Jesu und Mariens profiliert.
Im Forum des Portals gesteht
der Herausgeber, Roland Noé – geborener Biermeier – nicht alles zu durchschauen, was in Fulda passiert
ist.
Noé moderiert und belebt das Forum unter dem Lesernamen „Gandalf“:
„Fakt ist, daß hier wiedermal
auf den Rücken von ganz normalen Gläubigen und möglicherweise sogar den dort aktiven Priestern von
höherer Seite möglicherweise Machtkämpfe durchgeführt werden. Eitelkeiten und Rechthaberei möglicherweise
auf beiden Seiten?“ – erklärt „Gandalf“ salomonisch.
Der moderat katholische Leser „LadySue“ aus Köln
kennt die betroffenen Patres nur flüchtig: „Ich habe eher den Eindruck, daß die Patres keiner Fliege
etwas zu leide tun können.“
Dennoch koche ihm „immer die Galle über“, wenn er an Publikationsorgane
des Ordens der Patres gerate. „LadySue“ kann dort den angeblich „polemischen Stil“ nicht ertragen.
Seit
Beginn der Diskussion rätseln die Forumsteilnehmer über die Gründe, warum der Fuldaer Bischof die jungen
Priester entlassen hat.
Ein wenig Licht kam am 7. November nach der Publikation
einer Stellungnahme des
Generaloberen der der ‘Diener Jesu und Mariens’ in die Sache.
Dieser Text wurde auch auf ‘kath.net’ publiziert –
offenbar nicht ohne
Hintergedanken. So schreibt Herausgeber „Gandalf“:
„Nach diesen Kommentar erwarten
sich kath.net von einigen hier, die gerne mal gegen kath.net jammern, wenn man nicht sofort das macht,
was man in ihren Augen machen sollte (unabhängig von den Fakten, die naturgemäß hier nicht bekannt
sind), natürlich jetzt eine großzügige Finanzunterstützung:
http://www.kath.net/service_spenden.php
VERGELT’S GOTT.“Das Ergebnis: Neben der Zusicherung eines Lesers, dem beitragspflichtigen „kath.net
Club“ beizutreten, erntet „Gandalf“ für die Veröffentlichung der Stellungnahme des Generaloberen Lob
und Dank.
Trotzdem reagiert er auf eine Kritik, daß die Stellungnahme ohne Bild veröffentlich wurde,
mit gereiztem Ton:
„Es ist schon krankhaft, wenn man immer unzufrieden ist und immer noch etwas entdecken
muß, daß einem nicht paßt, oder? Anstatt Dich zu bedanken, daß ‘kath.net’ den Kommentar gebracht hat,
nörgerlst Du hier weiter. Soviel zum Thema «Dankbarkeit».“
Leser „iustus“ scheint sich seine Meinung
zum Fall Algermissen offenbar erst gebildet zu haben, nachdem beide Seiten eine Stellungnahme abgegeben
hatten.
Dabei kennt „iustus“ einen der entlassenen Patres aus zahlreichen Begegnungen.
Er spüre bei
diesem Priester – entgegen anderslautender
Vorwürfe – kein Angst machendes Klima, wohl aber „eine dialogische
Umgangsform“ mit der befreienden Botschaft Jesu Christi:
Es habe – so „iustus“- zur Zeit des Fuldaer
Erzbischofs Johannes Dyba († 2000) irgendwelche „Schwierigkeiten“ gegeben, auf die sich das Bistum nicht
berufen könne: „Also ist deren Erwähnung schäbig, es sei denn es besteht ein Zusammenhang von dem wir
(noch) nichts wissen, den das Bistum aber darlegen müßte.“
Die Patres der Diener Jesu und Mariens hätten
sich dem „seelsorglichen Konzept“ der Diözese nicht verweigert, sondern lediglich keine Bitte geäußert:
„Schwer zu glauben, daß die Äußerung einer wie auch immer gearteten Bitte für diesen »Prozeß« notwendig
ist.“
Leser „Sonnenkind“ sieht die Ursache für den Konflikt in einem Punkt: Der Generalobere der Diener
Jesu und Mariens sei „für viele zu katholisch“.
Er habe etwas aufgebaut, das für viele ein Dorn im
Auge sei: eine katholische „Eliteeinheit“.
Leser „Roman“ schlägt vor, daß sich andere Bischöfe beim
Generaloberen um die drei Priester bewerben und ihnen neue Aufgaben anvertrauen könnten.
Leser „Savonarola“
gibt ein pessimistisches Gesamturteil: „Die jahrelange gute Arbeit Seine Exzellenz Johannes Dyba wird
innerhalb weniger Jahre vernichtet. Es ist einfach zum Weinen.“
Ein fundiertes Faktenwissen aus Fulda
und zu den Dienern Jesu und Mariens scheint Leser „McCarthy“ zu besitzen.
Dabei ist allerdings merkwürdig,
daß er offenbar nichts von der Existenz einer theologischen Fakultät in Fulda zu wissen scheint.
Zu
den drei entlassenen Ordenspriestern berichtet er das folgende:
„Es ist eine Unverschämtheit von Bischof
Algermissen, den SJMlern anzubieten aus ihrer Kongregation auszutreten und dann weiter im Bistum bleiben
zu dürfen.“
Auf die Frage nach der Quelle, erklärt „McCarthy“:
„Die Quelle ist einer der SJMler, welche
als Pfarradministratoren im Bistum Fulda (noch) eingesetzt sind! Der Betreffende hat sich selbst nicht
in der Presse geäußert, um weiteren Ärger zu vermeiden.“
Mons. Algermissen sei „vielleicht nicht ganz
so blind“, daß er nicht sähe, was er anrichte:
„Da muß er sich natürlich gut darstellen, daß er
den SJMlern ja angeboten hat, dort zu bleiben und den schwarzen Peter diesen zuschiebt, da die SJMler
ja nicht gewillt sind, ihre «umstrittene» Kongregation zu verlassen.“
Wer das nicht glaube, könne
gerne in den betroffenen Pfarreien anrufen, um sich zu vergewissern. Er habe seine Information aus erster
Hand: „Wer es fassen kann, der fasse es!“
Den Vorschlag, darüber mit den betroffenen Patres auf ‘kath.net’
ein Interview zu führen, lehnt Herausgeber „Gandalf“ ab:
„Wenn es nur mehr um Bischof-Bashing [Denunziation]
geht, dann ist das einfach widerlich und abzulehnen.“
Und weiter: „Der
elementare Anstand würde mal
bieten, daß gewisse Leute hier nicht ständig so billiges Bischof-Bashing machen, das ist nämlich forumsschädigend
und widerlich. Das gebietet ein
gewisser Anstand.“
„McCarthy“ antwortet, daß es nicht um „Bischof-bashing“,
sondern um „Katholiken-bashing“ seitens des Bischofs gehe:
„Wo ist der Anstand so einiger Bischöfe gegenüber
den suchenden Seelen?“
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