Legionäre Christi
„Jesus Christus wurde auch als Verbrecher gekreuzigt“
Die mexikanische Kongregation der Legionäre Christi breitet sich in Deutschland langsam aber stetig aus.
"Das Regnum Christi liebt den Papst"

Die Laienbewegung eröffnete kürzlich in Düsseldorf einen Kindergarten für Säuglinge ab vier Monaten
„Das Regnum Christi liebt den Papst“

Die Laienbewegung eröffnete kürzlich in Düsseldorf einen Kindergarten für Säuglinge ab vier Monaten
(kreuz.net) Am 1. Oktober publizierte Andreas Fasel in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ einen Artikel über die Kongregation der Legionäre Christi in Deutschland.

Die Legionäre Christi sind eine Ordensgemeinschaft, die 1941 in Mexiko gegründet wurde und sich gegenwärtig weltweit eines großen Zulaufs erfreut.

An den Orden ist auch eine Apostolatsbewegung geweihter Frauen angeschlossen, die sich ‘Regnum Christi’ nennt.

Das deutschsprachige Noviziat der Legionäre befindet sich in der Stadt Bad Münstereifel – 30 Kilometer südwestlich von Bonn.

In einem schlichten, unscheinbaren Haus am Stadtrand bereiten sich gegenwärtig 23 Novizen auf das Ordensleben vor.

Dem Verfasser des Artikels in ‘Die Welt’ fallen zuerst die Schulbubengesichter der jungen Legionäre auf: die Pubertät ins Gesicht geschrieben, tadellose Frisur, akkurater Linksscheitel.

Von den acht Neuzugängen dieses Jahres stammen fünf aus deutschsprachigen Ländern.

Die Legionäre Christi werden oft als Nachfolger der Jesuiten oder als Konkurrenz der Personalprälatur Opus Dei gehandelt.

Einen gewissen Rückschlag erlitten sie, als der Papst aus den jahrzehntelangen Vorwürfen gegen den Gründer der Gemeinschaft die Konsequenzen zog.

Pater Marcial Maciel (86) wurde vom Papst aufgefordert, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Vorher hatte die Glaubenskongregation Beschuldigungen bezüglich homosexueller Unzucht untersucht.

Pater Klaus Einsle (38) hält die Vorwürfe der zehn Ankläger – nach Angaben von ‘Die Welt’ – für „total abwegig“. Das sei einen Erfindungen einiger Intriganten:

„Jesus Christus wurde auch als Verbrecher gekreuzigt.“

Der Pater ist Allgäuer und Oberer eines Hauses der Legionäre in Düsseldorf. Von dort aus werden deutschlandweit Jugendclubs organisiert.

Ein ungenannter Pater meint vor ‘Die Welt’, daß der Acker in Deutschland mühsamer zu bestellen sei als anderswo. Die Legionäre würden auch auf Vorurteile stoßen. Dennoch gebe es katholische Gruppierungen in Deutschland, denen die Legionäre „nicht fundamentalistisch genug“ seien.

In Düsseldorf hat die weibliche Apostolatsbewegung ‘Regnum Christi’ soeben ihren ersten deutschen Kindergarten eröffnet. Er heißt „Kindergarten Everest“.

Der ‘Welt’-Artikel verrät sein Erfolgsrezept: Man nimmt auch Kinder unter drei Jahren auf. Sie werden stärker gefördert als in den öffentlichen deutschen Kindergärten – zum Beispiel mit einem zweisprachigen Unterricht.

Auch die christliche Werte-Erziehung sei in Deutschland gerade wieder hoch im Kurs.

Der Kindergarten wird im Januar eine zweite und im nächsten Jahr eine dritte Gruppe eröffnen.

Das nächste Projekt nach dem Kindergarten? Natürlich eine Schule.
      
20 Lesermeinungen
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#20   christoff   13:40:24 | Dienstag, 21. November 2006
@Jawohl!
Schade, dass Gott uns nicht als Marionetten geschaffen hat, nicht wahr? Die Welt waere viel, viel friedlicher und frommer. Alle wuerden laecheln, Rosenkranz beten und vor allem einen Linksscheitel tragen. :-P
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#19   Jawohl!   14:48:52 | Sonntag, 19. November 2006
Freiheit
Wahre Freiheit ist stets und ausschließlich die Freiheit zum Guten, die Freiheit, ein Heiliger zu werden. Die LC verkörpern in der gegenwärtigen Lage einer allgemeinen Sklaverei unter der Sünde eine wahre Revolution der Freiheit.
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#18   Schüttel   23:27:13 | Samstag, 18. November 2006
Diese „Legionäre Christi“ nennt man in Mexiko
wegen ihrer Verbindung zum Geldadel „Millionäre Christi“.
Sie sind ein Fall für das Jugendamt (wegen der Missbrauchsvorwürfe), für das Finanzamt (wegen undurchsichtiger Spendensammlungen), ergo für die Staatsanwaltschaft, und schließlich für turk, den Saubermann vom Dienst.
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#17   christoff   18:22:15 | Samstag, 18. November 2006
@agmen
So nämlich, wird jeder Verfehlung vorgesorgt.
Ja super! Gute Menschen sind also solche, die nichts Falsches tun, weil sie genau wissen, dass sie jederzeit erwischt werden koennen, ja? Was fuer ein Menschenbild, was fuer eine „Paedagogik“ ist das denn?? Wir haben es hier nicht mit Kindern zu tun!
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#16   agmen   17:59:49 | Samstag, 18. November 2006
@Christoff
Wir haben es hier mit einer Gemeinschaft zu tun, die nach aussen hin sehr korrekt und vor allem sehr papsttreu auftritt.
Absolut richtig.
Es wird viel von Heiligkeit gesprochen, aber es ist eine kontrollierte Heiligkeit.
Eine Privatsphaere existiert (zumindest im Noviziat) praktisch nicht: jede Minute ist verplant und sogar nachts muss die Zimmertuer aufbleiben, so dass man vom Flur aus gesehen werden kann.
Ich denke, dass sollte man positiv sehen. So nämlich, wird jeder Verfehlung vorgesorgt. Diese Vorschriften helfen den Legionären Gott im näher zu kommen.
Private Post wird kontrolliert
Davon weiß ich nichts.
Man wird also etappenweise durchgeschleust und weiss am Anfang nicht, worauf man sich eigentlich einlaesst.
Das stimmt so nicht, man weiß sehr wohl, worauf man sich da einlässt. Wozu sonst das verpflichtende Probejahr?
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#15   christoff   17:31:46 | Samstag, 18. November 2006
Jawohl! – welcher Geist?
Geist des Evangeliums? Meiner Meinung nach eher Geist des Ehrgeizes. Der Gruender hat sich das Ziel gesteckt, eine makellose, monolythische Gemeinschaft zu gruenden, die sogar die Jesuiten uebertrifft (der „Falke“ – also die SJ – sollte von der „Taube“ – also von der Legion – gefressen werden). Der Preis fuer diese „Makellosigkeit“ ist – wie ich an Beispielen geschildert habe – die Freiheit. Die Freiheit ist aber Voraussetzung menschlicher Reife und damit echter Liebe und Heiligkeit.
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#14   Schüttel   12:18:10 | Samstag, 18. November 2006
Die LC, deren Gründer mehr als zwielichtig ist
sind eine depersonalisierende Regression katholischer Identität auf Kasernenniveau. Man muss Eltern warnen, ihre Kinder in die Hände dieser Sekte zu geben.
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#13   Jawohl!   11:16:08 | Samstag, 18. November 2006
Falsche Vermutung
Ich habe noch nie einen Legionär persönlich kennengelernt und bin den LC in keiner Weise verbunden. (Vor drei oder vier Jahren bin ich einmal in ihre Adressenkartei gelangt und erhielt zweimal liebe Weihnachtspost, auf die ich aber nie geantwortet habe.)
Dennoch: nichts von dem, was Sie in Ihrem ersten Beitrag geschrieben haben (dem ich in seinen Tatsachenbehauptungen niemals widersprochen habe), spricht im mindesten gegen die LC, ganz im Gegenteil, es zeugt von einer sehr qualitätvollen Ausbildung ganz im Geiste des Evangeliums, wie es uns vom Lehramt der Kirche authentisch ausgelegt wird.
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#12   christoff   11:07:11 | Samstag, 18. November 2006
Jawohl! – Kopf in den Sand?
Anscheinend fuehlen Sie sich mit den Legionaeren verbunden, das ist auch Ihr gutes Recht. Und in der Legion sind auch viele gute Leute dabei. Doch gerade deswegen sollte man die Missstaende ansprechen und beim Namen nennen. Es macht keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken; hinterher knirscht man bloss mit den Zaehnen.
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#11   Jawohl!   10:48:55 | Samstag, 18. November 2006
Auf die These der Beweis
Aber es ist eine Realitaet, die ich aus eigener Erfahrung kenne.
Ja, da erzählen Sie niemandem hier was neues; das war doch schon klar. Aber ebend diese Erfahrung aus erster hand macht Sie nicht glaubwürdiger, vielmehr erweisen Sie sich gerade damit als vollkommen unglaubwürdig.
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#10   christoff   10:41:01 | Samstag, 18. November 2006
Absurd?
Ich finde das Ganze auch absurd. Aber es ist eine Realitaet, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Ich kann auch gerne persoenlich Auskunft erteilen, falls es jemandem wichtig sein sollte.
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#9   Jawohl!   10:33:27 | Samstag, 18. November 2006
zu Herrn Christoff
Ein Kommentar zu Ihren absurden Auslassungen erübrigt sich. Interessanterweise ist es ja Ihr allererster Kommentar auf x.net…
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#8   christoff   10:16:22 | Samstag, 18. November 2006
Zukunft der Kirche?
Na ja… Wir haben es hier mit einer Gemeinschaft zu tun, die nach aussen hin sehr korrekt und vor allem sehr papsttreu auftritt. Dass das Innenleben der Kongregation gesund ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Es wird viel von Heiligkeit gesprochen, aber es ist eine kontrollierte Heiligkeit. Das faengt damit an, dass der im Artikel erwaehnte Linksscheitel Pflicht ist. Eine Privatsphaere existiert (zumindest im Noviziat) praktisch nicht: jede Minute ist verplant und sogar nachts muss die Zimmertuer aufbleiben, so dass man vom Flur aus gesehen werden kann. Private Post wird kontrolliert, nicht mal zum Zahnarzt geht man allein. Die Gesamtausgabe der Statuten bekommt ein Novize niemals zu sehen; er „darf“ nur bestimmte Paragrafen auswendig lernen. Den Rest gibt es spaeter, also wenn er die Geluebde abgelegt hat. Bis dahin darf er sich mit aelteren Bruedern nicht frei unterhalten. Man wird also etappenweise durchgeschleust und weiss am Anfang nicht, worauf man sich eigentlich einlaesst. Ist das normal? Ist das christlich? Damit nicht genug. Die Legionaere versprechen klassisch Armut, Gehorsam und Keuschheit – offiziell, vor der versammelten Kirchengemeinde und dem Bischof. Danach gehen die frischgebackenen Legionaere mit dem Novizenmeister in die Sakristei und legen die sog. „privaten Geluebde“ ab: sie versprechen u.a., dass sie einen Vorgesetzten niemals kritisieren werden und wenn sie mitbekommen, dass ein Mitbruder es tut, melden sie es. Was hat das mit dem Evangelium zu tun?
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#7   agmen   21:30:30 | Freitag, 17. November 2006
Ich bin den
Legionären Christi sehr dankbar für Ihre unglaublichen Bemühungen für die katholische Kirche und ihre Treue zum Heiligen Vater.
Die LC’s sind die Zukunft unserer Kirche!
Padre Pio wurde auch zuerst verleumdet und musste böse Anfeindungen ertragen wie jetzt gerade der Ordensgründer der Legionäre.
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#6   Romulus   20:36:15 | Freitag, 17. November 2006
Eine Unverschämtheit
Ich schließe mich Gotthard an. Eine Unverschämtheit den umstrittenen Gründer dieser Gemeinschaft miit Christus zu vergleichen.
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#5   adlimina   19:41:13 | Freitag, 17. November 2006
Augenmaß und Urteilskraft @ Grebert
Selten – zumal hier – eine so kluge Einschätzung gelesen! Vielen Dank. :-)
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#4   Grebert   18:46:43 | Freitag, 17. November 2006
@Cyprian
Daß die Legionäre Adressen kaufen, ist doch nichts besonderes: So ziemlich jeder Orden/Verein etc. kauft seine Adressen bzw. engagiert professionelle Fundraiser. Ich bekomme beispielsweise von sechs verschiedenen Orden Spendenbriefe, obwohl ich nur mit einem dieser Orden jemals Kontakt hatte.
zur Theologie: da liegen sie ganz auf Linie von Papst Johannes Paul II. Hätte der was anderes gesagt, würden die Legionäre auch diese Meinung vertreten. Dazu kann man stehen wie man will, Fakt ist, daß sie immer versuchen, in Einklang mit dem Papst und damit der Kirche zu sein. Für einen Novus Ordo-Orden doch immerhin eine Leistung.
zur Liturgie: sehr korrekt zelebriert, leider doch auch etwas lieblos: Fast ausschließlich 2. Hochgebet, die Liederauswahl ist oft …, wenn anwesend, müssen unbedingt Frauen die Lesung lesen :-(
Bei aller Kritik bedenke bitte: Die Legionäre wollen die Kirche reevangelisieren, und um das zu erreichen, machen sie leider Zugeständnisse an die Welt. Verglichen mit all dem neuen Murks, sind sie ein jedoch noch immer ein riesen „Hoffnungsschimmer“ für die Kirche.
Lg, Grebert
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#3   Cyprian   17:46:34 | Freitag, 17. November 2006
kaum seriös zu nennen
Mammon
Die Legionäre Christi sind sind unter vielen glaubenstreuen Katholiken nicht gut angesehen, weil sie sehr aggressive Spendenbriefe verschicken. Das ging vor ein paar Jahren sogar so weit, daß diese Kongregation in einem Brief an ihre „Freunde und Förderer“ klarstellen mußte, daß sie auch dann für ihre Freunde beten würden, wenn diese nichts spendeten. Als ich dann einmal unter verschiedenen Adressen Spendenaufrufe der Legionäre erhielt und dort deswegen anrief, sagte man mir offen, daß sie Adressen kaufen würden. Ergo: Fundraising-Experten sind die Legionäre schon.
Theologie
… der konziliare Glaube: Die Kirche ist „Volk Gottes“. Die Juden sind „Volk Gottes“. Ergo: Es gibt zwei Völker Gottes. Auf Rückfrage waren die rhetorisch gut geschulten Patres erstaunt, daß dies jemand als Widerspruch erkennt.
Liturgie
… anständig und würdig, aber Novus Ordo…
Moral
In der Theorie wird die (fast vorkonziliare) Moraltheologie verteten. Zu Praxis sagt man besser nichts.
Summa sumarum: Ein nachkonziliarer Irrweg.
Fortis in fide!
Cyprian
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#2   Gotthard   17:32:58 | Freitag, 17. November 2006
Unverschämtheit
„Jesus Christus wurde auch als Verbrecher gekreuzigt.“
eine unverschämte Äußerung im Blick auf die Pädophilie-Vorwürfen gegen den Gründer dieser Gemeinschaft.
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#1   Zur Kenntnisnahme   17:19:59 | Freitag, 17. November 2006
Link zum Volltext
Hier geht es zum Original-Artikel! www.welt.de/…6/10/01/1056049.html
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