Interreligiöser Dialog
Christentum ade
Es könne nicht „Sinn des Christentums“ sein, andere Religionen zu ersetzen – konnte man kürzlich bei einem Vortrag im Bistum Mainz hören.
Ein buddhistischer "Tempelwächter" in Bangkok
Ein buddhistischer „Tempelwächter“ in Bangkok
© pixelquelle.de
(kreuz.net) Wie es im Urchristentum „Glaubende aus dem Judentum“ gegeben habe, die weiter in den Tempel gingen, so müßte die Begegnung mit dem christlichen Glauben einen Buddhisten oder Muslimen nicht aus seiner religiösen Kultur herausreißen.

Das gab Dr. Eckhard Türk kürzlich nach Angaben der ‘Mainzer Bistumsnachrichten’ zum Besten.

Türk ist Leiter der ‘Stabsstelle Sekten- und Weltanschauungsfragen’ sowie Mitarbeiter des Bildungswerkes der Diözese Mainz.

Er sprach am 11. November bei der Herbstvollversammlung des Beirates von Katholiken anderer Muttersprache im Bistum Mainz.

Mainzer Dom
Mainzer Dom
© Wikipedia-Benützer „Moguntiner“, GFDL
Der Anlaß fand im Zentrum der Spanischen Gemeinde in Mainz statt.

Das Referat Türks stand unter der Titel: „Interreligiöser Dialog. Chancen und Grenzen“.

An der Vollversammlung nahm auch der Generalvikar von Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann (60), teil.

In seinem Vortrag erklärte Türk weiter, daß der „Dienst des Christentums“ an den „Wahrheiten“ des Buddhismus oder des Islam darin bestehe, „ihre Unüberbietbarkeit und Unersetzbarkeit definitiv an den Tag zu bringen“.

Diese Unüberbietbarkeit werde „wohlgemerkt“ nicht erst durch die christliche Botschaft hergestellt, sondern nur herausgehoben.

Die christliche Botschaft müsse davon ausgehen, daß alle Menschen angeblich „im Voraus zu allem eigenen Tun“ von Gott geliebt seien.

Deshalb müsse auch in den anderen Religionen Christus schon längst gegenwärtig sein – glaubt Türk:

„Das Christentum würde sich selber völlig mißverstehen, wollte es wahre Religionen bekämpfen, oder wollte es an ihre Stelle treten.“
      
11 Lesermeinungen
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#12   kleingeist   23:48:59 | Sonntag, 4. Februar 2007
@la fille d’Isis
Hallo, haben Sie mal ein paar Jahre in einem buddhistischen Land gelebt? Hoffentlich!
(ich lebe seit 5 Jahren in Japan)
Stichworte: Selbstausloeschung, Selbstverleugnung, Arbeit, Arbeit, Arbeit!
Das hat der Buddhismus in Japan zu verschulden.
Nicht die Wuerde des Einzelnen steht im Vordergrund, sondern das groessere Gemeinwohl, dem sich alles zu unterwerfen hat. Wenn das „Ich“ eine Illusion und vergaenglich ist, dann braucht man es auch nicht zu ehren und zu schuetzen.
Ich sehe das in 1000 Facetten in diesem Land.
Aber Zen etc. ist schick und sexy – nur ich glaube, dieses dumme Deutsche Zen-Wiederkaeuen – das hat nur mit unserer Phantasie etwas zu tun.
Man konsumiert hier mal einen geistigen Artikel, bevor man dann in wenigen Jahren zu naechsten geht (Kabala, Sufi, Amazonas-Taenze, Eskimo-Fische…).
Sorry, Madame, aber Sie haben von ueberhaupt nichts eine Ahnung! Wann haben Sie Ihren naechsten Termin bei der Wellness?
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#10   HeinrichvonOfterdingen   22:18:52 | Montag, 20. November 2006
Töchterchen Isis,
Sie schreiben: Dies ist der erste gescheite Satz, den sie je bei kreuz.net gelesen haben. Dabei haben Sie bloß wieder was nicht verstanden. Na so ist das mit dem Verstand. Wenn man keinen hat fällt es nur den anderen auf (und da nicht allen), selber ist man ganz glücklich. Glück auf, liebe Anhängerin Buddhas, Isis und Co. Aber unterlassen Sie es bitte andere Religionen als Neandertaler-Religionen zu beschimpfen. Weil Buddha und Isis intolerant sind brauchen Sie es ja nicht unbedingt zu sein. Als Christ kann ich Ihnen auch ganz einfach den Unterschied erklären: Der Christengott ist ein Gott der Lebendigen, Isis die Göttin der Toten.
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#9   La_Fille_d'Isis †   21:49:09 | Montag, 20. November 2006
Dies ist der erste gescheite Satz…
Es könne nicht „Sinn des Christentums“ sein, andere Religionen zu ersetzen – konnte man kürzlich bei einem Vortrag im Bistum Mainz hören.
den ich je bei kreuz.net gelesen habe. Das zeigt doch, dass es doch noch Katholiken mit Verstand gibt! Und der Buddhismus ist in der Tat unersetzbar und kaum zu überbieten und in seiner Ethik (sorry) dem Katholizismus haushoch überlegen.
Und das sage ich dieses Mal nicht, um hier irgendwen zu provozieren, sonder weil es ganz einfach der Wahrheit entspricht. Verglichen am Buddhismus ist das Christentum eine Neandertaler-Religion.
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#8   Unschuld   17:18:06 | Montag, 20. November 2006
Wenn solche Reden geschwungen werden
Liebe Mitchristen,
dann braucht sich die Mainzer Diözese nicht zu wundern, wenn ihnen die Gläubigen wegbleiben. Will es der Herr Sektenbeauftragte darauf anlegen, dass dereinst einmal sein Chef als Karl Kardinal Lehmann der Letzte in die Annalen der deutschen Kirchengeschichte eingeht? Wenn nicht, dann sollte das Mainzer Bistum deutlich mehr christliches Profil aufziehen!
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#7   laikos   15:50:29 | Montag, 20. November 2006
Himmel und Hölle
Gibt es dann überhaupt noch einen Grund katholisch zu sein wenn alle Religionen zum Himmel führen? Laut Neomodernisten-Ansicht kann man tun und lassen was man will, inklusive fremde Götzen anbeten wie beim Hinduismus der übrigens auch voll und ganz anerkannt ist im Ökumenismus. Das Fegefeuer existiert jetzt nicht mehr. Hölle hat man auch gestrichen. Teufel hat es nie gegeben. Himmel wird auch angezweifelt, weil Nirvana viel cooler ist, … Das einzige was der Antichrist jetzt noch schaffen muß ist, das der Satanismus voll und ganz von „katholischer“ Seite akzeptiert wird. Ist in den USA mit der Church of Satan von LaVey bereits passiert. Sie ist jetzt eine anerkannte Religion. Neomodernismus und Ökumenismus ist zusammengefaßt: Man darf tun und lassen was man will, da man sowieso immer in den Himmel kommt, wo wir beim Thema Anarchie, Liberalismus, … wären. Meiner Meinung nach kann es gar nicht mehr all zu lange dauern bis die Apokalypse kommt. Viel fehlt nicht mehr :'( :'( :'(
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#6   Botschafter   14:27:13 | Montag, 20. November 2006
Sind alle Religionen gleich???????
Und wenn alle Religionen niveliert sind, kommt der Antichrist als falscher Jesu, Imam, Budda xyz, wir kennen die Priphetie…
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#5   landorganist   14:16:43 | Montag, 20. November 2006
Wenn sich die „Redaktion“
verweigert, bitte sehr, hier die Ausführungen von Ex. Kamphaus:
Bischof Kamphaus: „Christen wollen, dass Muslime sich in den westlichen Staaten heimisch fühlen können. Das erwarten wir aber auch für uns selbst, wir möchten in keinem Staat Bürger zweiter Klasse sein, was wir in nicht wenigen islamischen Staaten derzeit leider immer noch sind – auch in der Türkei.“ Deswegen widersetzten sich Christen „den islamistischen und allen gleichartigen fundamentalistischen Staatsvorstellungen“.
Die Stellung zur Gewalt sei „in der Weltgesellschaft zur Gretchenfrage für alle Religionen geworden“. Auf der Tagesordnung aller Religionen stehe die Aufgabe, „in Anbetracht der Geschichte ihr Verhältnis zur Gewalt in der Gegenwart für die Zukunft zu klären“. Für wahrhaft Fromme gebe es keine wichtigere Sache auf der Welt als die Religion. Was diese wahrhaft Frommen von religiösen Fanatikern trenne, sei die Tugend der Demut.
Die Ehrfurcht gegenüber Gott untersage es kategorisch, sich seine Rolle anzumaßen: „Er allein ist Herr über Leben und Tod, niemand sonst. Religion besteht darin, Gott zu verehren, nicht darin, Gott zu spielen“, betonte Kamphaus. Wer Gott wirklich die Ehre gebe, dem stehe der Sinn „weder nach Heiligen Kriegen noch nach Kreuzzügen – schon gar nicht in ihrer modernen Variante“. Der Dialog zwischen Christen und Muslimen stehe erst am Anfang: „Die sich ihm stellen, brauchen Vertrauen und einen langen Atem.“
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#4   Salomonius   14:14:35 | Montag, 20. November 2006
Getürkt!
Der Herr Vortragshaltende hat ja den passenden Namen. Seine Schnapsideen, die dem Anliegen des Christentums diametral entgegenstehen, soll er doch halten, wo der Pfeffer wächst.
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#3   Karl Murx   14:11:44 | Montag, 20. November 2006
Wer ging in den Tempel?
Die Apostel gingen am Anfang in den Tempel, um zu beten, ja, aber auch um Christus zu predigen. Welchen Ärger sie damit bekommen hatten, ist ja bekannt.
Der Hebräerbrief spricht eine deutliche Sprache, wenn es um diejenigen geht, die den Versammlungen der Christen fernblieben und in den statt dessen in den Tempel gingen. „Wir haben einen Altar, von dem diejenigen nicht essen dürfen, die dem Zelte dienen!“
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#2   Maledica   14:05:07 | Montag, 20. November 2006
Vortrag
Diesen Vortrag könnte der Herr Kardinal mit der roten Fahne äh Robe auch selbst gehalten haben.
Sagt er doch deutlich, daß man den christlichen Glauben ja nicht so deutlich zeigen solle, um keinem auf den Fuß zu treten!
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#1   landorganist   13:55:33 | Montag, 20. November 2006
Und was
hört man aus Limburg, liebe kreuz-net-redaktion?
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