Wichtiger als die Menschwerdung Christi
Die gegenwärtige Woge des US-Nationalismus präsentiert sich der Menschheit als das Wesen, an dem die Welt genesen soll.
(kreuz.net) Ende September lancierte der Erzbischof von Prag, Miroslav Kardinal Vlk, einen heftigen öffentlichen
Angriff gegen katholische Kreise in seinem Land.Kardinal Vlk gehört der Fokolarbewegung an und gilt als liberal.
Anlaß für seine Angriffe war ein Vortrag von Professor John C. Rao in Prag. Rao ist Professor für Geschichte an der St. Johns Universität in New York.
Sein Vortrag fand am 9. September statt und wurde vom St. Joseph Institut und von der Zeitschrift ‘Katolík’ organisiert.
Der Vortrag trug den Titel „Die Neue Weltordnung und der Krieg gegen den Terrorismus“.
Am 25. September antwortete der Historiker in einer längeren Stellungnahme auf die schweren Angriffe des Kardinals.
Er hätte sich – so Rao – gewünscht, daß Kardinal Vlk die Diskussion nicht öffentlich geführt, sondern sich zuerst darum bemüht hätte, die Sache im Sinne des Evangeliums im persönlichen Gespräch zu klären.
Der Vortrag sei – wie der Kardinal richtig verstanden habe – sehr kritisch gewesen, schreibt Professor Rao in seinem Offenen Brief:
„Er kritisierte vor allem die US-Gesellschaft“.
Professor Rao denunzierte das „angeblich freie, demokratische und friedfertige“ US-Regime, das „aufgrund historischer Fehlentwicklungen aus der amerikanischen Gesellschaft hervorgegangen ist und das die Bush-Regierung jetzt mit Gewalt über den ganzen Globus zu verbreiten sucht.“
Der Vortrag habe vor allem den fehlenden Respekt des US-Regimes für andere unabhängige Nationen und Kulturen dargestellt.
„Ganz unverständlich ist für mich, wie Sie, Eminenz, oder jeder, der die Aufnahme des Vortrages gehört hat, aus meinen Worten konstruieren kann, daß ich nach Prag gekommen sei, um Antiamerikanismus zu schüren, der den »Nationalismus«, »Neo-Nationalsozialismus«, »Antisemitismus«, »Lefebvrianismus« oder »Islamismus« fördert.“
„Absolutes Erstaunen“ sei das einzige Wort, das er als Antwort auf die Vorwürfe des Kardinals gebrauchen könne.
„Mein ganzer Vortrag war nichts anderes als ein langer, nicht enden wollender Angriff auf den Nationalismus“ – so der Professor.
Der moderne Nationalismus – von Giuseppe Mazzini bis George Bush – verwandle die ehrbare Liebe zum eigenen Land in eine unakzeptable Ideologie pseudoreligiösen Charakters.
In Prag habe er dargestellt, daß der US-Nationalismus gegenwärtig das klarste und gefährlichste Beispiel einer solchen ideologischen Pseudoreligion sei.
Er stelle eine weltweite Bedrohung für die legitimen patriotischen Aspirationen anderer Länder und für die Interessen der wahren Religion dar.
Der US-Nationalismus kommt – nach Professor Rao – in der politischen Philosophie zum Ausdruck, die früher „Amerikanismus“ und heute üblicherweise „Pluralismus“ genannt wird.
„Diese illegitime nationalistische Philosophie behauptet, daß Amerika und das amerikanische System einen neuen, einzigartigen und unfehlbaren Mechanismus geschaffen haben, um den Gruppen und Individuen aller Gesellschaften Freiheit und Glückseligkeit zu garantieren und ihre friedliche, demokratische Zusammenarbeit zu sichern.“
Von allen Amerikanern werde eine Vergötterung und bedingungslose Annahme dieser Ideologie und Pseudoreligion als Beweis ihrer nationalen Loyalität erwartet.
Diese Ideologie werde durch politische Zeremonien gelehrt und verherrlicht, die bei öffentlicher Anlässe durchgeführt würden:
„Man braucht nur die Reden zu lesen, die in solchen Augenblicken von George Bush und anderen gehalten werden, um den sakralen Charakter dieser seltsamen Liturgien zu verstehen, die dem Geist eines wahren amerikanischen Patriotismus so entgegengesetzt sind“.
Amerikanismus und Pluralismus würden die USA und ihre Lebensweise als eine weltgeschichtliche Kraft sehen, die eine Mission besitze, „die universaler und erlösender ist als die Menschwerdung“.
Diese globale Mission betrachte man als von Gott gesegnet: Gott habe die Puritaner zuerst in die Neue Welt geführt, um dort „die Stadt auf dem Berg“ zu errichten.
Wer im Namen seiner eigenen Unabhängigkeit und kulturellen Integrität der weltweiten Akzeptanz dieses Götzen widerstehe, müssen als Feinde Gottes und der Natur betrachtet werden.
Im gegenwärtigen Umfeld seien solche Menschen nichts anderes als „Terroristen“.
Denn nur ein „Terrorist“ würde diesem historisch einmaligen Geschenk Gottes und der Vernunft widerstehen.
Er habe in Prag die arrogante Ideologie des Amerikanismus und des Pluralismus kritisiert – so Professor Rao.
„Dennoch sehen Sie, Eminenz, in meinem Angriff auf diese Pseudoreligion, die Förderung eines unerträglichen »Nationalismus«.“
„Wie merkwürdig, daß jemand in Ihren Augen den Nationalismus dadurch unterstützt, daß er sich einer bedingungslosen Auslieferung an dessen augenblicklich bedrohlichste Form widersetzt.“
Man benötige – so Professor Rao – das Talent eines Samuel Beckett, um die logischen Verdrehungen darzustellen, die notwendig seien, „um die Akzeptierung einer so demütigenden katholischen Unterwerfung unter eine täuschende Ideologie zu rechtfertigen, die sich sogar über den menschgewordenen Gott stellt.“
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Freitag, 24. November 2006 19:01
Karl Murx: test test
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Freitag, 24. November 2006 12:49
No Comment: @Murx
Freitag, 24. November 2006 12:44
Benedikt: @ Murx
Im Gegensatz zu euch bin ich halt lernfähig.
Freitag, 24. November 2006 10:33
santa rita: @ Karl Murx
Apropos, weswegen war den Gebäude 7 eingestürtzt?
In Gebäude 7 war die Einsatzzentrale untergebracht, von wo aus die Flugzeuge ferngesteuert und die Sprengungen vorgenommen wurden.
Die Sprengung des Gebäudes Nr. 7 war ein Akt der Spurenbeseitigung. Siehe Andreas von Bülow, „Die CIA und der 11. September“.
In Gebäude 7 war die Einsatzzentrale untergebracht, von wo aus die Flugzeuge ferngesteuert und die Sprengungen vorgenommen wurden.
Die Sprengung des Gebäudes Nr. 7 war ein Akt der Spurenbeseitigung. Siehe Andreas von Bülow, „Die CIA und der 11. September“.
Freitag, 24. November 2006 09:11
Karl Murx: Was ist daran zum Lachen?
Angesichts der Tatsache, daß Hitler selbst zu diesem Gerücht beigetragen hatte, weil er die inzestuösen
Hintergründe seines Stammbaumes verheimlichen wollte, erschien die Aussage des Generalgouverneurs von
Polen glaubwürdig und erhielt selbst in seriöse Werke Eingang.
Seit meiner Kindheit habe ich das als Selbstverständlichkeit vernommen, so wie andere Lügen aus dieser Zeit. Im Gegensatz zu euch bin ich halt lernfähig.
Seit meiner Kindheit habe ich das als Selbstverständlichkeit vernommen, so wie andere Lügen aus dieser Zeit. Im Gegensatz zu euch bin ich halt lernfähig.
Donnerstag, 23. November 2006 23:55
Breze: @ Benedikt
Ich sehe das gestreute Gerücht über Hitlers Halbjudentum als eine weitere Argumentation der angeblichen
„Harmlosigkeit“ der Judenverfolgung bzw -ausmerzung.
Wenn unser lieber Adolf ein Halbjude war, kann es mit dem Holocaust ja nicht so schlimm gewesen sein…
Es wäre lächerlich, wenn es nicht so widerlich wäre…
Wenn unser lieber Adolf ein Halbjude war, kann es mit dem Holocaust ja nicht so schlimm gewesen sein…
Es wäre lächerlich, wenn es nicht so widerlich wäre…
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