Steckt der Papst unter der gleichen Decke?
Nach einer Mahnwache vor dem Fuldaer Dom hat der dortige Bischof seinen Dompfarrer vorgeschoben, um zu begründen, warum drei beliebte Jungpriester die Diözese verlassen müssen.

Die Rhön ist ein Hügelgebirge im Grenzgebiet der deutschen Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen.
Mons. Hauser ist auch Fuldaer Regionaldechant. Seine Stellungnahme steht unter dem Titel „Erklärung zur Mahnwache“.
Darin reagierte er auf eine Kundgebung für die jungen Priester. Diese fand am Samstag vor dem Fuldaer Dom statt.
Der Dompfarrer versucht in seiner Stellungnahme, die Gründe für die Vertreibung der Patres darzulegen.
Es liege – so der Dompfarrer – unbestritten in der Verantwortung des Fuldaer Bischofs, Mons. Heinz Josef Algermissen, die Richtlinien für die Pastoral in seinem Bistum zu bestimmen.
Unter dem Stichwort ‘Pastoraler Prozeß’ sei im Bistum sehr ausführlich über die gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen und eine Antwort darauf diskutiert worden:
Die Vorgaben des Bischofs seien in „allen“ Regionen des Bistums auf „breite“ Zustimmung gestoßen.
Der Dompfarrer erinnert auch daran, daß das ‘Grundstatut zur Errichtung von Pastoralverbünden’ von Rom gutgeheißen worden sei.
Doch die drei Mitglieder der ‘Diener Jesu und Mariens’ hätten sich dem ‘Pastoralen Prozeß’ gegenüber von Anfang an ablehnend verhalten.
Mons. Algermissen habe den Ordensoberen der Diener Jesu und Mariens, Pater Andreas Hönisch, mehrmals schriftlich hingewiesen, daß sich die drei Patres an „die Vorgaben für die Pastoral im Bistum Fulda“ zu halten hätten:
Das sei aber nicht in ausreichendem Maß geschehen – behauptet Mons. Hauser in der Stellungnahme – ohne ein konkretes Fehlverhalten der Patres zu nennen.
Der Bischof habe auch mit den Patres selber Gespräche geführt.
Schließlich habe sich Mons. Algermissen „gezwungen“ gesehen, Pater Hönisch aufzufordern, seine Patres zurückzuziehen.
„Eigentlich hätte man erwarten müssen, daß die Patres von sich aus den Dienst im Bistum Fulda beenden, wenn sie ihn nicht mittragen können.“
Pater Hönisch hätte nach Ansicht des Dompfarrers spätestens nach dieser Aufforderung dem Wunsch des Bischofs nachkommen und die Patres abziehen müssen: „Das hat er ausdrücklich verweigert.“
Der Ordensobere habe den bischöflichen Wunsch, daß die Patres verschwinden sollten, diesen mitgeteilt. Durch die Patres sei der Wille des Bischofs auch den Gemeinden bekannt geworden:
Dies habe das Vertrauen zwischen Bischof und Pater Hönisch beziehungsweise zwischen dem Bistum und dem Orden „endgültig“ zerstört.
Abschließend erklärt Mons. Hauser, daß der Bischof die Entscheidung zur Entlassung der Priester nach „reiflicher Überlegung“ und mit „großer Langmut“ im Einvernehmen mit der gesamten Bistumsleitung gefällt habe:
„Sie mag für viele Gläubige schmerzlich sein, aber sie war unumgänglich“ – so das Verdikt des Dompfarrers.
Die betroffenen Gemeinden würden auch künftig „in guter Form“ seelsorglich betreut werden.
Der Ordensobere, Pater Andreas Hönisch, hatte in einer Stellungnahme erklärt, daß in seinem Orden zwar keine Freude über die Fuldaer Umstrukturierungspläne herrsche. Er habe dem Bischof jedoch mehrmals die Loyalität der ‘Diener Jesu und Mariens’ zugesichert.
Die drei Patres hätten allerdings nicht ausdrücklich um die Umstrukturierungen „gebeten“ – wie sich das der Bischof – in einem seltsamen Verlangen – von den Priestern seines Bistums gewünscht hatte.
Noch vor drei Wochen hatte Mons. Algermissen eine amtliche Aufforderung an die Patres, das Bistum zu verlassen, als „persönliche, vertrauliche Briefe“ bezeichnet.
Wo steht Rom in dieser Frage?
„Jetzt muß der Nuntius in Berlin einschreiten“ – erklärte ein Gläubiger aus dem Bistum Fulda vor ‘kreuz.net’.
Der Gläubige kann seinen Namen aufgrund der im Bistum üblichen Repressionsmaßnahmen nicht nennen.
Es brauche jetzt die Entscheidung einer höheren Instanz: „Wenn der Nuntius nicht einschreitet, wird auch der Ruf des Papstes in diese schmutzige Sache hineingezogen und beschädigt.“
Der Bischof von Fulda habe nach der Rückkehr von seinem Ad-Limina-Besuch in Rom die Sache so hingestellt, als ob Papst Benedikt XVI. mit ihm unter einer Decke stecke.
„Der Fall Algermissen droht jetzt, die Glaubwürdigkeit des Heiligen Vaters zu erschüttern.“
Daß man in Fulda keine Priester wolle, sei klar: „Wo aber steht Rom in dieser Frage?“
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Donnerstag, 23. November 2006 19:40
Toby: Achtung!!! Warnung vor Fakes!!!
Warum sollten es ausgerechnet die Kritiker von Bischof Algermissen sein, die gefälschte E-Mails in Umlauf
bringen!? Damit würden sie sich selbst enorm schaden. Das ergibt keinen Sinn.
Daher schließe ich mich Leser „Savonarola“ in einem anderen Forum an:
Das sind Fakes, um den SJM im Ansehen zu schaden. Ich würde Strafanzeige erstatten.
Daher schließe ich mich Leser „Savonarola“ in einem anderen Forum an:
Das sind Fakes, um den SJM im Ansehen zu schaden. Ich würde Strafanzeige erstatten.
Donnerstag, 23. November 2006 19:25
Lauschi: Jesuiten
Hmmmm. Also, die Jesuiten fälschen demnach jetzt ihre eigenen Presseerklärungen. Interessanter Ansatz,
wenn da nicht die Möglichkeiten von Hackern, Proxyservern etcetera wären.
Bliebe noch die Frage nach dem Motiv. Eventuell, um Bischof Algermissen zum Hinauswurf der SJM zu bewegen? Zu dumm, daß man damit nur eine sowieso offene Tür einrennen würde…
Aber ich bin zuversichtlich, daß irgendwelche Verschwörungsfuzzies
auch dafür noch eine „Erklärung“ finden!
Bliebe noch die Frage nach dem Motiv. Eventuell, um Bischof Algermissen zum Hinauswurf der SJM zu bewegen? Zu dumm, daß man damit nur eine sowieso offene Tür einrennen würde…
Donnerstag, 23. November 2006 18:50
Maledica: Pamphlete
Ob das jetzt auch die „Freimaurer“ und der Papst waren?
Nö, die Jesuiten
Stammt doch von deren offizieller Netzadresse!
Hähähähähä
Nö, die Jesuiten
Stammt doch von deren offizieller Netzadresse!
Hähähähähä
Donnerstag, 23. November 2006 17:04
Lauschi: Gefälschte Pamphlete gegen Bischof Algermissen
Donnerstag, 23. November 2006 10:48
Maledica: Kirche von hinten
@Teufelhard
Nein, die haben mit Kirche von hinten nix am Hut.
Denn wir sind auch Kirche.
Wir sind Kirche bestimmen aber selbst entgegen dem Lehramt, was Kirche zu sein hat.
Sollen die doch ihre protestantische Sekte basteln, wo sie ihre ungezügelten Triebe ausleben können. Denn diese reduzieren Kirche auf das sexte Gebot!
Nein, die haben mit Kirche von hinten nix am Hut.
Denn wir sind auch Kirche.
Wir sind Kirche bestimmen aber selbst entgegen dem Lehramt, was Kirche zu sein hat.
Sollen die doch ihre protestantische Sekte basteln, wo sie ihre ungezügelten Triebe ausleben können. Denn diese reduzieren Kirche auf das sexte Gebot!
Donnerstag, 23. November 2006 00:21
Gotthard: herrlich
Einige Rhön-Leute und ihre x.net Unterstüzer demonstrieren wunderbar „Kirche von unten“ und „wir sind
Kirche“.
Ich hoffe, dieselben Leute werden auch – mit anderen zusammen – demonstrieren, wenn „für alle“ in „für viele“ im Hochgebet geändert werden sollte.
„Wir sind Kirche“ ist endlich mal wieder den Kopf erhoben und gegen eine bischöfliche Einsam-Entscheidung den Kopf erhoben…
Ich hoffe, dieselben Leute werden auch – mit anderen zusammen – demonstrieren, wenn „für alle“ in „für viele“ im Hochgebet geändert werden sollte.
„Wir sind Kirche“ ist endlich mal wieder den Kopf erhoben und gegen eine bischöfliche Einsam-Entscheidung den Kopf erhoben…
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