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Dunkle Mächte + Lob aus der falschen Ecke + Eine pastorale Alternative + Töten oder Kerker + Römisches Achselzucken
Dunkle Mächte

Vatikan. Papst Benedikt XVI. warnte gestern – einen Tag nach der Ermordung des libanesischen Industrieministers Pierre Gemayel (34) – vor „dunklen Mächten“, die den Libanon zerstören wollen. Der Papst verurteilte das Attentat am Ende der Generalaudienz. Die libanesische Bevölkerung solle sich nicht von Haß- und Rachegefühlen leiten lassen.

Lob aus der falschen Ecke

Österreich. Der umstrittene neue Weihbischof von St. Pölten, Mons. Anton Leichtfried (39), der weiterhin Regens des praktisch leeren diözesanen Priesterseminars bleiben wird, ist gelobt worden. Der Papstgegner Pater Udo Fischer OSB, der in der Diözese St. Pölten eine Pfarrei führt, nannte die Ernennung des Weihbischofs vor der Tageszeitung ‘Presse’ als „an und für sich positiv“: „Ich habe den Eindruck, er ist ein offener Mensch. Er ist in keiner Weise punziert.“

Eine pastorale Alternative

USA. Ende Oktober zelebrierte der Pfarrer der ‘St. Kenneth Catholic Community’ in Plymouth im US-Bundesstaat Michigan eine sogenannte Halloween-Messe. Der katholische Weblogger Gerald Augustinus fragte sich, warum man alles mit einer Messe verbinden müsse und warum man die Party nicht einfach im Pfarrsaal organisiert habe. Eine andere Idee verwirklichte ein Priorat der Petrusbruderschaft in den USA. Dort gab es Ende Oktober ein Allerheiligenfest. Die Kinder erschienen als Heilige verkleidet.

Allerheiligenfest statt Halloween-Messe
Ende Oktober zelebrierte der Pfarrer der 'St. Kenneth Catholic Community' in Plymouth im nordöstlichen US-Bundesstaat Michigan eine sogenannte Halloween-Messe.Zum Halloween-Spektakel war die Kirche heidnisch dekoriert.Als Altartuch diente eine schwarze spinnenverzierte Decke.

Töten oder Kerker

Großbritannien. Am Montag stellte der sozialistische Lordkanzler von England, Charles Lord Falconer, neue Richtlinien für Ärzte vor. Sie sollen im Frühjahr in Kraft treten und beinhalten eine Verpflichtung der Ärzte, Patienten auf deren Wunsch zu euthanasieren. Mediziner werden bei Patienten in Zukunft unter Umständen eine Behandlung abbrechen oder die künstliche Ernährung entziehen müssen. Zuwiderhandeln soll als krimineller Akt mit Gefängnis geahndet werden.

Römisches Achselzucken

„Schwierigkeiten, Streitfragen, Auseinandersetzungen? Nicht so wie vor sieben Jahren, als sich abzeichnete, daß der Vatikan den Ausstieg der Bischöfe aus der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung anordnen wird. Aber Klagen gab es diesmal auch: So die von Kardinal Karl Lehmann oder Bischof Josef Algermissen über die »Denunziationen«, über Beschwerden von Gläubigen, die an den Bischöfen vorbei direkt an den Vatikan gehen. Da kann man in Rom nur mit den Achseln zucken.“

Guido Horst in der „Tagespost“ vom 21. November 2006
      
23 Lesermeinungen
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#23   HeinrichvonOfterdingen   13:37:43 | Samstag, 25. November 2006
Dunkle Mächte
Vatikan. Papst Benedikt XVI. warnte gestern – einen Tag nach der Ermordung des libanesischen Industrieministers Pierre Gemayel (34) – vor „dunklen Mächten“, die den Libanon zerstören wollen. Der Papst verurteilte das Attentat am Ende der Generalaudienz. Die libanesische Bevölkerung solle sich nicht von Haß- und Rachegefühlen leiten lassen.
Was ist das? Hängt der Papst (oder „Papst“, wars so besser lieber „Pater“ Lingen?) nun Verschwörungstheorien an? Oder meint er wieder die Muslime? Oder hat er die Apokalypse gelesen? Sehr sonderbar dies!
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#22   Brigitte Bussmann   12:21:14 | Samstag, 25. November 2006
Gelasius, Sulpicus
können Sie mir sagen, warum ich irgend jemand hassen sollte, doch nicht, weil er eine andere Ansicht hat als ich. Ich möchte nur, dass kritische Menschen sich auch in der katholischen Kirche zu Hause fühlen können und das ist wohl das Geheimnis, warum ich in katholischer Kirche arbeite und arbeiten kann.
Ich möchte die Oberhirten auch von einem Stück Angst befreien, die sie einfach haben. Auch der Hl. Vater Papst Benedikt hat Angst, denn sonst würde er nicht so verkrampft auftreten, wenn er über Kirche spricht.
Auch an Sie beide stelle ich die Frage: warum hat das kirchliche Lehramt Angst vor der Wissenschaft? Beispiel, der Vatikan hat verboten, dass amerikanische Wissenschaftler eine Blutanalyse vom Turiner Grabtuch machen? Warum denn? Könnte etwa herauskommen, dass die Lehre der katholischen Kirche gar nicht stimmt?
Selbst wenn morgen das Skelett von Jesus gefunden würde, wäre ich von der Auferstehung Christi überzeugt.
Verstehen Sie nun, warum ich in katholischer Kirche tätig sein darf und kann? Wie können Sie in der Bibel lesen: „wenn du die Wahrheit für dich erkannt hast, gehe und stärke deine Brüder.“ Meine Wahrheit ist, es gibt einen Gott, den nennen wir Vater und Schöpfer, den nennen wir Sohn und Erlöser, den nennen wir Hl. Geist und Mutter. Gott hat die Schöpfung erlöst und zum ewigen Leben, zur Auferstehung befreit. Und dafür brauche ich mich nicht krampfhaft an Dogmen zu klammern, die vielfach sogar auf Mehrheitsbeschluß im Laufe der Kirchengeschichte entstanden.
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#21   gelasius   19:04:20 | Freitag, 24. November 2006
@sulpicius
Das ist wohl wahr.Wir werden wohl eine überzeugende Antwort auf diese Frage bekommen.
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#20   Sulpicius   15:06:20 | Freitag, 24. November 2006
@Bussmann
Wir leben im 3. Jahrtausend und fast alles ist zu erklären.
Aber z.B. nicht, warum Sie in der kath. Kirche tätig sein können…
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#19   gelasius   11:04:38 | Freitag, 24. November 2006
Frau Brigitte
Wenn Sie sich nicht so in Ihre Papstabwertunskampagne verkrampft und verbissen hätten ( hoffentlich ist es nicht rabies), hätten Sie noch die Worte, die der Heilige Vater auch an Sie und Ihre
K(r)ampfgefährten gerichtet hat, wahrnehmen können: Lassen Sie sich nicht von Hass-und Rachegefühlen leiten !
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#18   zwobbel   09:43:25 | Freitag, 24. November 2006
Biggi Buma hat die Artikel von Jenny Gibbons hier nicht gut gelesen
Vielleicht nominiere ich Sie für die Wahl zur skurillsten Agitatorin der links-modernistischen Pseudokirche???
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#17   Brigitte Bussmann   09:39:11 | Freitag, 24. November 2006
Dunkle Mächte
im Mittelalter gab es auch dunkle Mächte, es waren die Hexen, es waren die vom Teufel Besessenen, es waren die Buhlerinnen und Buhler des Satans, des Antichristen.
Wenn heute die Vertretung der Kirche nichts mehr entgegenzusetzen hat, müssen wieder „dunkle Mächte“ her und irgend welche Geheimnisse.
Wir leben im 3. Jahrtausend und fast alles ist zu erklären.
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#16   Sr. Maria Andrea †   22:34:18 | Donnerstag, 23. November 2006
bEnED<IKTUS
MÜSSEn Wir FÜr herrN maY?
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#15   Benedikt   22:27:59 | Donnerstag, 23. November 2006
Mitteilung
Ich möchte hier einmal mitteilen, das Hw. Prof. Dr. Georg May seit einigen Tagen im Krankenhaus liegt. Genaures ist mir nicht bekannt, Gebete sind aber auch so nützlich.
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#14   turk   19:45:56 | Donnerstag, 23. November 2006
Lob sagt wenig
Weihbischof Dr. Leichtfried soll seine Arbeit ohne große Vorurteile beginnen können. „Lob aus der falschen Ecke“ ist irrelevant. Was ein Herr „Alleluia“ schwafelt, ist sowieso noch unwichtiger […] Bischof Krenn ermöglichte Dr. Leichtfried sein weiteres Studium, auch das bringt eine voreilige Kritik in starke Strudelbewegungen.
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#13   stimme der vernunft †   12:31:44 | Donnerstag, 23. November 2006
Essenssegen?
Danke für die Korrektur: Der Essenssegen als priesterliche Amtshandlung.
Was soll denn das sein? das 8. Sakrament? o^/
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#12   Gotthard   11:34:17 | Donnerstag, 23. November 2006
Amtshandlung
die Allumnen beten im Seminar (obwohl mehrere Priester anwesend sind) das Tischgebet,…
ja, ja … Tischgebet als priesterliche Amtshandlung…
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#11   Lord Werther   10:33:24 | Donnerstag, 23. November 2006
amerikanischer Kulturschrott?
Ne, eigentlich ist es irisch-keltische Kultur, die zum Schrott wurde…
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#10   landorganist   10:22:39 | Donnerstag, 23. November 2006
Soso,
Dorothea, Sie haben das also gehört. Interessant! Von wem denn? Vielleicht vom Bruder einer Freundin, deren Tante eine Nonne kennt, die mit einem ehemaligen Seminaristen verwandt ist, dem das von einem Pius-Bruder unter dem Siegel der Verschwiegenheit erzählt wurde?
Mit „ich habe gehört, dass…“ sollten Sie nicht an die Öffentlichkeit treten, selbst wenn das der bei Kreuz-net als völlig neutrale gepflegte Stil der Berichterstattung ist.
Also nochmal, wer hat Ihnen das erzählt? Es zählen nur Fakten, Fakten, Fakten.
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#9   stimme der vernunft †   10:06:13 | Donnerstag, 23. November 2006
Eines muss man ihnen lassen
Die xnetler verkaufen ihren Sedisvakantismus sehr geschickt getarnt. Auf den ersten Blick könnte man wirklich meinen, man hätte es mit (zugegebenermassen erzreaktionären) Katholiken zu tun.
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#8   Romulus   10:01:58 | Donnerstag, 23. November 2006
Ein Lob der FSSP
Ich kann die FSSP nur beglückwünschen, dass Sie diesem amerikanischen Kulturschrott den katholischen Glauben entgegensetzt. Das war wirklich sehr gut!
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#7   wolfgang e.   10:00:24 | Donnerstag, 23. November 2006
umstritten?
Vielleicht hat es die Redaktion nicht gemerkt, aber HW. Anton Leichtfried ist offenbar nicht einmal unter den kreuz.net-Lesern sonderlich umstritten: von den 72 Lesermeinungen www.kreuz.net/…ticle.4242-page.html zum vorigen Leichtfried-Artikel sind nur 2 auf sehr unbestimmte Art negativ: Maledicta fürchtet (warum?), Leichtfried könnte gute Priester aus der Diozöse werfen, Alleluia stellt nur fest, dass Dr. Pytlik sich jetzt wohl ärgert (warum?), da er nicht selbst Weihbischof geworden sei.
Dass Pater Udo Herrn Leichtfried vorsichtig lobt, kann wohl auch als Vereinnahmungsversuch gewertet werden.
Umstritten ist Hw Leichtfried offenbar einzig und alleine bei einem Teil der kreuz.net-Redaktion, frei nach dem Motto: „kann denn nach Krenn etwas Gutes kommen?“
Und Herrn Hw Leichtfried das leere Seminar anzulasten ist doch wohl eher ein Witz. :-D
Vielleicht könnte man jetzt sagen: das Lob kommt von der falschen Seite, aber wenigstens die Kritik von der richtigen, oder? ^-^
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#6   Tridentinus   09:33:50 | Donnerstag, 23. November 2006
Lord Werther
Dann brauche ich mich ja nicht zu grämen ;-) und auch der junge Werther leidet nicht :-] ! Schönen Tag
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#5   Lord Werther   09:27:07 | Donnerstag, 23. November 2006
@Trid
Es war ja auch nicht böse gemeint… *G*
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#4   Tridentinus   09:24:29 | Donnerstag, 23. November 2006
@Lord Werther
Ich verstehe nicht ganz, warum Sie meine Frage so kritisch aufnehmen. Mich würde nur interessieren, ob diese katholische Alternative vielleicht schon länger praktiziert wird. Habe davon jedenfalls noch nichts gewusst, bis ich es zufällig auf www.sgg.org entdeckte. Die Idee ist sehr gut.
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#3   Lord Werther   09:01:20 | Donnerstag, 23. November 2006
ist es wichtig?
Die beiden Gemeinden haben sicherlich nicht die gleichen Gläubigen und sich gegenseitig Ideen abzuschauen, ist alt wie der Gottesdienst selbst. (Nicht umsonst haben wir so ähnliche Abläuft im Regelgottesdienst)
Ich denke, es ist schön, wenn sich der Pfarrer zumindest einmal aufgerafft hat und etwas für seine Gemeinde vermutlich Neues versucht hat.
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#2   Tridentinus   08:57:48 | Donnerstag, 23. November 2006
Ausser bei der FSSP
gab es auch in der sedisvakantistischen Saint Gertrude des Great Church ein Allerheiligenfest mit als Heiligen verkleideten Kindern: www.sgg.org. Wer hat die auf alle Fälle gute Idee von wem?
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#1   Lord Werther   08:57:06 | Donnerstag, 23. November 2006
Eine pastorale Alternative
Irgendwie finde ich es interessant, was für Ideen einige Pastoren entwickeln, damit der katholische Glaube für die Bevölkerung auch interessant bleibt. Wenn man immer nur in der gleichen Weise Gottesdienst machen würde, würde es sicherlich die Menschen nach einiger Zeit verschrecken und eine Verdrossenheit hervorrufen. So kommt der Katholizismus wieder zum Menschen hin.
Ich denke, dass gerade frische Ideen das Überdauern einer Religion gesichert hat und auch in Zukunft wird. Diese Art von Gottesdiensten gab es unter den Protestanten schon länger. Man konnte bei uns im Heimatort sehen, dass viele Katholiken an protestantischen Gottesdiensten teilgenommen haben. (Gut, viele sind auch nur vor dem damaligen kath. Pfarrer weggerannt)
Ferner gab es keine hierarchischen Ebenen bei der Jugendarbeit der Protestanten, weshalb dort ein unglaublich großer Teil fremdkonfessioneller Personen sich unheimlich engagiert haben, was in der katholischen Jugend (wobei die Katholiken einen Großteil der Bevölkerung ausgemacht haben) mit dem alten System nicht mehr gegeben war…
Also, neue Ideen braucht der Katholizismus…
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