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Donnerstag, 23. November 2006 11:37
Gibt es in Fatima ein viertes Geheimnis?
Ein gestern publiziertes Buch glaubt, daß bei der Publikation des dritten Geheimnisses von Fatima im Jahr 2000 Teile des Textes unterschlagen wurden.
Die Seherkinder von Fatima: Jacinta Marto (7), Lucia Santos (10), Francisco Marto (9)
Die Seherkinder von Fatima: Jacinta Marto (7), Lucia Santos (10), Francisco Marto (9)
(kreuz.net) Als Sr. Lucia – die letzte Seherin von Fatima – am 13. Februar 2005 starb, wurde ihre Zelle sofort versiegelt.

Die Ordensfrau hatte während ihres langen Lebens viel geschrieben. Insbesondere gab es ein Tagebuch, das nur ihr Beichtvater kannte.

Offenbar wollte man verhindern, daß die Texte – eventuell mit neuen Aufschlüssen über das dritte Geheimnis von Fatima – in falsche Hände geraten würden.

Gestern erschien zur Frage des dritten Geheimnisses von Fatima in Italien ein Buch des katholischen Journalisten Antonio Socci.

Buchumschlag: "Das vierte Geheimnis von Fatima"
Buchumschlag: „Das vierte Geheimnis von Fatima“
Socci arbeitete in den 80er Jahren für das Monatsmagazin ‘30Giorni’, das von Mitgliedern der Laienbewegung ‘Comunione e Liberazione’ herausgegeben wird.

Das Werk trägt den Titel: „Il quarto segreto di Fatima“ – Das vierte Geheimnis von Fatima.

Im Jahre 2000 – nach der Veröffentlichung des handschriftlichen Textes dieses Geheimnisses durch den Vatikan – glaubte Socci noch, daß alles publiziert sei, was es darüber zu sagen gäbe.

Doch inzwischen hat er seine Meinung geändert.

Seiner Ansicht nach ist der veröffentlichte Teil des Geheimnisses – der weiß gekleidete, von Pfeilen und Kugeln getroffen Bischof – echt, aber unvollständig.

Der vollständige Text des dritten Geheimnisses enthalte außerdem furchtbare Worte über die Glaubenskrise, den Verrat eines Teils der Hierarchie und über Katastrophen, die über die Kirche hereinbrechen werden.

Die Muttergottes von Fatima zeigte den Kindern die Hölle
Die Muttergottes von Fatima zeigte den Kindern die Hölle
Die Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. hätten auf eine Publikation der Texte verzichtet – teils weil sie skeptisch waren, teils weil man den Kritikern des Zweiten Vatikanums keine Munition liefern wollte.

Johannes Paul II. und der damalige Präfekt der Glaubenskongregation seien durch diese Ablehnung ihrer Vorgänger blockiert gewesen.

Darum hätte man im Jahre 2000 eine salomonische Lösung gefunden.

Es sei damals nur ein Teil des Textes veröffentlicht und die Dinge so dargestellt worden, als ob sich das dritte Geheimnis auf ein inzwischen vergangenes Ereignis bezogen hätte.

Die anderen Inhalte seien dagegen nicht explizit, sondern nur implizit in Predigten, Ansprachen und Dokumente von Johannes Paul II. eingeflossen und auf diese Weise veröffentlicht worden.

Heute bestehe die Aufgabe darin, diese Texte auf Reste des dritten Geheimnisses von Fatima zu durchforschen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 36 Lesermeinungen:
Sonntag, 26. November 2006 15:13
Malachias †: @AthanasiusII
1. In dem von Ihnen angeführten Text Eugenio Pacellis, des späteren Papstes Pius XII., wird auf das Dritte Geheimnis von Fatima nicht ausdrücklich Bezug genommen. Worin erblicken Sie einen solchen Bezug?

2. Haben Sie das Zitat selbst zusammengestellt und übersetzt oder haben Sie es übernommen?

Für alle, die des Französischen nicht mächtig sind, hier die Übersetzung der von AthanasiusII ausgelassenen oder anders übersetzten Sätze/Satzteile:

Erster Abschnitt (mit Bezug auf Fatima):
„Dieses Beharren der Guten Dame angesichts der Gefahren, die die Kirche bedrohen, ist eine göttliche Warnung vor dem Selbstmord durch die Veränderung des Glaubens in ihrer Liturgie, ihrer Theologie und ihrer Seele.“

Zweiter Abschnitt (ohne ausdrücklichen Fatimabezug):
Um mich herum höre ich Neuerer, die die Sakramentskapelle zerstören wollen, die die weltweite Flamme der Kirche auslöschen wollen, ihre Ausschmückungen verwerfen und ihr ein schlechtes Gewissen wegen ihrer Vergangenheit einreden wollen.
Wohlan denn, lieber Freund, ich bin davon überzeugt, daß die Kirche Petri ihre Vergangenheit akzeptieren muß, wenn sie nicht ihr eigenes Grab schaufeln will. Ich werde diesen Kampf mit größter Energie kämpfen, selbst wenn sich die Mächte des Bösen eines Tages meiner Person, meiner Taten und meiner Schriften bedienen sollten, wie sie schon heute versuchen, die Kirchengeschichte zu fälschen. Alle anthropozentrischen Häresien verfälschen das Wort Gottes um eines größeren Lichtes willen
.“
Sonntag, 26. November 2006 14:03
Artois †: Falls irgend jemand
sich tatsächlich informieren will, bevor er hier wild herumpostet, kann er das hier tun! Hab’ ich persönlich recherchiert.
Freitag, 24. November 2006 14:13
BossCo: Viertes Geheimnis von Fatima
Das vierte und wichtigste Geheimnis von Fatima ist, daß es sich um ein Blendwerk Satans handelt!!!
Freitag, 24. November 2006 14:00
ultimo: landorganisten usw
Es ist immer wieder beeindruckend, wie die „Stimmen der Aufklärung“ und des Zeitgeistes, die Protestanten, Landorganisten usw. unfähig sind, Argumente ernst zu nehmen, nur weil es nicht in ihren ideologisch engen Horizont passt. Diese Vulgäraufklärung ist auch der Feind der Kirche.
Freitag, 24. November 2006 10:29
Malachias †: Pacelli/P12 soll V2- und JP2-verträglich gemacht werden!
Die von mir vermißten Sätze sind in der genannten Pacelli/P12-Biographie („Pie XII. devant l’Histoire“) zwar zu finden (S. 53f) und werden dort auch als von Pacelli/P12 gesprochen dargestellt. Allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang (er verteidigt darin die Größe des neu erbauten vatikan. Missionsseminars)…!
Von dem Zitat, in dem sich der Bezug auf die Botschaft von Fatima findet, werden dagegen (V2- bzw. JP2-)kritische Satzteile und Sätze (von mir durch Fettschrift hervorgehoben) – offensichtlich bewußt – ausgelassen:
‘Je suis obsédé par les confidences de la Vierge à la petite Lucie de Fatima. Cette obstination de la Bonne Dame devant le danger qui menace l’Eglise, c’est un avertissement divin contre le suicide que représenterait l’altération de la foi, dans sa liturgie, sa théologie, et son âme.’
Pie XII. s’arrêta un moment.
‘J’entends autour de moi des novateurs qui veulent démanteler la Chapelle Sacrée, détruire la flamme universelle de l’Eglise, rejeter ses ornements, lui donner le remords de son passé historique. Eh bien, mon cher ami, j’ai la conviction que l’Eglise de Pierre doit assumer son passé ou alors elle creusera sa tombe. Je livrerai cette bataille avec la plus grande énergie… même si les forces du mal doivent, un jour, se servir de ma personne, des mes actes, de mes écrits, comme elles essaient, aujourd’hui, de déformer l’histoire de l’Eglise. Toutes les hérésies humaines qui altèrent la parole de Dieu pour qu’apparaisse une plus grande lumière.’“
Freitag, 24. November 2006 01:00
Uwe Schmidt: Klerus
Dass der Klerus an den Botschaften das gerne herauslässt, was ihn kritisiert, so wie ja La Salette und möglicherweise auch Fátima höchst kleruskritisch sind, kann ich mir gut vorstellen! Mich beschleicht das Gefühl, dass man uns nicht die ganze Wahrheit gesagt hat. Dass der Klerus (aber sicher nicht der Papst!) sich der Welt anpassen und Christus verraten wird, habe ich aber im Gefühl und weiß es auch von den Botschaften von Sievernich.
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