Das Problem ist komplizierter
Der neokonservative Bischof von Augsburg will keine Alte Messe. Um ihre Unnötigkeit zu beweisen, versucht er, sich eine Neue Liturgie ohne liturgische Mißstände zu denken.

Anlaß war eine Predigt beim Pontifikalamt am Festtag der Heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, am 22. November.
Mons. Mixa sprach in der Augsburger Basilika St. Ulrich und Afra vor rund 130 Kirchenmusikern.
Das gab die Pressestelle der Diözese Augsburg gestern bekannt.
Der Artikel wurde zunächst wieder zurückgezogen und heute mit kleinen Korrekturen erneut publiziert.
Bischof Mixa forderte in seiner Predigt eine regelmäßige Verwendung der lateinischen Sprache in den musikalischen Meßordinarien.
Beim kürzlichen Ad-Limina-Besuch der deutschen Bischöfe habe der Papst die würdige Feier der Liturgie betont:
„Wir feiern ja die erneuerte Meßliturgie in der Tradition der tridentinischen“ – glaubt Bischof Mixa.
Es komme daher darauf an, wie würdig die erneuerte Liturgie gefeiert werde: „Die würdige Feier der durch das Konzil erneuerten Liturgie macht die Forderung nach der vorkonziliaren Messe unnötig.“
Als Trostpflaster erinnerte die bischöfliche Pressestelle daran, daß Mons. Mixa seine Priester Anfang November brieflich aufgefordert hat, die liturgischen Vorschriften der Instruktion ‘Redemptionis Sacramentum’ zu befolgen.
Dabei erklärte der Bischof, daß die Priester „Diener der Liturgie und nicht ihre Macher“ seien.
Man könne Jugend- oder Kindergottesdienste altersentsprechend gestalten – doch „ohne irgendwelche Klamaukmusik“.
Es müsse bei einem Gottesdienst klar sein, daß Jesus im Mittelpunkt stehe und niemand sonst.
Unklar bleibt, ob die Ratschläge des Bischofs, auch eine faktische Verbesserung der liturgischen Zustände im Bistum Augsburg anstreben.
Ein süddeutscher Kirchenmusiker erklärte vor ‘kreuz.net’, daß Mons. Mixa gestern „am Problem vorbei“ gepredigt habe.
Auch eine „schöne“ Zelebration des Neuen Ritus könne nicht über den Traditionsbruch hinwegtäuschen, der mit seiner Einführung in der Kirche Einzug gehalten habe.
Der „Novus Ordo“ sei durch die schweren Mißbräuche, die diesen Ritus seit seiner Einführung begleitet hätten, so kompromittiert, daß eine Forcierung einer „Reinform“, die es praktisch nirgends je gegeben habe, der Einführung einer dritten Liturgieform gleichkäme.
„Das würde das gegenwärtige liturgische Chaos noch vergrößern.“
Auch die großen musikalischen Werke der letzten Jahrhunderte würden sich nur in der Alten Messe zu einem einzigen Gesamtkunstwerk verbinden.
Dazu habe der ehemalige Dirigent der Capella Sistina einen treffenden Vergleich geprägt, als er erklärte, daß die erneuerte Liturgie nicht in der Lage sei, ein Ort für das Repertoire der katholischen Kirchenmusik zu sein:
„Es ist, als ob man von Michaelangelo verlangt hätte, das Jüngste Gericht auf einer Briefmarke zu malen.“
© Bild: Pro Missa Tridentina
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Freitag, 24. November 2006 22:58
verecundus: @benedikt und konsorten
Ich weiß nicht, auf welchem glücklichen Stern Sie alle leben. Die NOM-Events, die ich jahrelang über
mich habe ergehen lassen müssen, waren Zirkusveranstaltungen, Kindergartenreigen, verunglückte Rockkonzerte –
alles, nur nicht etwas, das im entferntesten an etwas heiliges oder gar die Messe erinnert hätte.
Die erwähnte novusordo-Messe auf Latein hob sich gewiß von jenem durchschnittlichen Ringelpietz ab, aber auch sie ist für jeden halbwegs gläubigen und frommen Christen voller Hiebe in die Magengrube oder eben Watschen.
Und so singulär ist meine Haltung dazu nicht; wie ich mich jeden Sonn- und Feiertag überzeugen kann, bin ich keineswegs der einzige NOM-Flüchtling.
Die erwähnte novusordo-Messe auf Latein hob sich gewiß von jenem durchschnittlichen Ringelpietz ab, aber auch sie ist für jeden halbwegs gläubigen und frommen Christen voller Hiebe in die Magengrube oder eben Watschen.
Und so singulär ist meine Haltung dazu nicht; wie ich mich jeden Sonn- und Feiertag überzeugen kann, bin ich keineswegs der einzige NOM-Flüchtling.
Freitag, 24. November 2006 16:39
Guiseppe: @verecundus
verecundus: „Man möge die würdige Zelebration getrost versuchen, doch es wird außer vergeudeter Zeit
und Kraft nichts dabei herauskommen.“
Da durfte ich was ganz anderes erleben, und dies in mehreren Pfarreien, wo der Novus Ordo würdig zelebriert wurde und wird
.
Die allgemeine Freigabe des überlieferten Ritus würde über kurz oder lang auch bei den Messen nach dem Novus Ordo Ehrfurcht und Demut in der Zelebration stärken.
Da durfte ich was ganz anderes erleben, und dies in mehreren Pfarreien, wo der Novus Ordo würdig zelebriert wurde und wird
Die allgemeine Freigabe des überlieferten Ritus würde über kurz oder lang auch bei den Messen nach dem Novus Ordo Ehrfurcht und Demut in der Zelebration stärken.
Freitag, 24. November 2006 13:24
Maledica: Pontifex
wie selbst die „guten“ Bischöfe Deutschlands die prinzipiellen Unzulänglichkeiten des NOM nicht sehen.
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Wenn die Theologen seit mehr als 4 Jahrzehnten mit Häresien bobardiert werden und die Vorzüglichkeit der protestantisierten Liturgie eingeprügelt bekommen, die Messe aller Zeiten mit der Faschismus-Keule geächtet wird, so muß man doch erstaunt sein, daß dennoch so katholische Bischöfe dabei herauskommen. Und der Priesternachwuchs, insofern er nicht durch die homosexuelle Unzucht verdummt ist, ist auch erstaunlich katholisch.
Tja was war doch gleich die schönste Strafe der 68er:
Ihre antiautoritär erzogenen Kinder:
Die sind genau das Gegenteil geworden!
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Wenn die Theologen seit mehr als 4 Jahrzehnten mit Häresien bobardiert werden und die Vorzüglichkeit der protestantisierten Liturgie eingeprügelt bekommen, die Messe aller Zeiten mit der Faschismus-Keule geächtet wird, so muß man doch erstaunt sein, daß dennoch so katholische Bischöfe dabei herauskommen. Und der Priesternachwuchs, insofern er nicht durch die homosexuelle Unzucht verdummt ist, ist auch erstaunlich katholisch.
Tja was war doch gleich die schönste Strafe der 68er:
Ihre antiautoritär erzogenen Kinder:
Die sind genau das Gegenteil geworden!
Freitag, 24. November 2006 12:36
No Comment: Michelangelo
hätte das Jüngste Gericht auch auf eine Briefmarke malen können. Wetten dass?
Freitag, 24. November 2006 09:56
stimme der vernunft: sedisvakanz
kreuz.net ist eine sedisvakantistische Website, betrieben von Sedisvakantisten mit dem Ziel, die katholische Kirche in ein schlechtes Licht zu setzen. Der Sedisvakantismus von kreuz.net wird dabei immer offensichtlicher
Donnerstag, 23. November 2006 22:58
Benedikt: @ verecundus
Ihre persönlichen Animositäten gegen die Liturgie der Kirche sind kein objektiver Maßstab. Die Aussage, die Darbringung de hl. Meßopfers sei vergeudete Zeit ist überdies mehr als fraglich.
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