Sexualität
Die Eltern besitzen mehr Rechte, als sie glauben
Die Sexualerziehung ist eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. Wenn die Schule ihre Kompetenzen überschreitet, können und müssen die Eltern eingreifen. Von Lisa Abelin.
Wenigstens in der Schule können Eltern eine frühzeitige Reizüberflutung unterbinden.
Wenigstens in der Schule können Eltern eine frühzeitige Reizüberflutung unterbinden.
© pixelquelle.de
(kreuz.net) Das deutsche Grundgesetz bestimmt in Artikel 6 (2), daß Pflege und Erziehung der Kinder „das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“ sind.

Daraus entwickeln die Schulgesetze und Richtlinien zur Sexualerziehung den Grundsatz, daß die schulische Geschlechtserziehung eine Ergänzung und Fortführung der Rechte und Pflichten der Eltern ist.

Im Elternbrief des Sächsischen Kultusministeriums zur Familien- und Sexualerziehung heißt es entsprechend, daß „die schulische Sexualerziehung eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule darstellt, die nur durch eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Beteiligten verantwortlich wahrgenommen werden kann.“

Ähnlich deutlich führt der § 96 des Niedersächsischen Schulgesetzes aus:

„Die Erziehungsberechtigten sind insbesondere über Ziel, Inhalt und Gestaltung der Sexualerziehung (SE) rechtzeitig zu unterrichten, damit die SE im Elternhaus und die Erziehung in der Schule sich soweit wie möglich ergänzen.“

Dabei sind nach dem Gesetz die Persönlichkeitsrechte der Schüler und das Erziehungsrecht der Eltern zu achten.

Aus der geforderten Zusammenarbeit ergibt sich die Informationspflicht der Lehrer.

Sie haben den Eltern Ziel, Inhalt und Formen sowie die verwendeten Lehr- und Lernmitteln der Sexualerziehung mitzuteilen.

Allerdings lassen sich in den Bundesländern Akzentverschiebungen bei dieser Einordnung und Begründung der Sexualerziehung feststellen.

In den CDU-regierten Ländern – zum Beispiel Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen – wird ausdrücklich auf das vorgängige Erziehungsrecht der Eltern Wert gelegt.

Dagegen fehlt dieser Hinweis in einigen von der SPD-regierten Ländern.

Während in Hamburg noch von einem „Erziehungsrecht und der Erziehungspflicht der Eltern als auch dem Erziehungsauftrag der Schule“ oder der Sexualerziehung gesprochen wird, sind die Eltern in Berlin zu einer Sozialisationsinstanz neben anderen herabgestuft:

„In den ersten Lebensjahren sind die Erziehungseinflüsse der Eltern und der Kindertageseinrichtungen entscheidend“ (Handreichungen Seite 4).

Die Eltern sollten die ihnen zugestandene Informationsrechte wahrnehmen und damit ihre positiven Einflußmöglichkeiten auf die schulische Sexualerziehung nutzen.

Sie brauchen sich nicht mit dem gewöhnlich kurzen Informationsblatt vom Sexualerziehungslehrer zum anstehenden Sexualkundekurs abspeisen zu lassen.

Auf Elternabenden können sie zum Beispiel darauf bestehen, rechtzeitig über „Ziel, Inhalt und Gestaltung des Sexualkundeunterrichts“ informiert zu werden.

Zu der „Gestaltung“ gehören in jedem Fall auch die Schulbücher und sonstige Medien.

Weiterhin sollten die Eltern danach fragen, wie die entsprechende Lehrperson jene Unterrichtsgrundsätze einzuhalten gedenkt, die für die Sexualerziehung gesetzlich vorgeschrieben sind.

Dazu gehören: die Beachtung der Intimsphäre, Zurückhaltung, Toleranz den verschiedenen Werthaltungen gegenüber usw.

Bei dem Ziel des Unterrichts ist darauf zu achten, daß die Orientierung auf Ehe und Familie vermittelt wird.

Bei der Ablehnung von gewissen Unterrichtsmaterialien und Unterrichtsinhalten sind manche Eltern erfolgreich gewesen.

In den „Richtlinien für die Sexualerziehung in Nordrhein-Westfalen“ heißt es zu den Unterrichtsmedien:

„Insgesamt ist bei der Auswahl und beim Einsatz von Medien zu beachten, daß schockierende oder stimulierende Darstellungen für die Verwendung im Unterricht nicht geeignet sind. Im Zweifel muß sich die Lehrerin oder der Lehrer vor der unterrichtlichen Behandlung der Zustimmung der Eltern versichern.“

Sogenannte Aufklärungsfilme wie ‘Crazy’, der von Jugendlichen als „pervers und ekelerregend“ charakterisiert wurde, können Eltern bei entsprechendem Insistieren aus dem Programm kippen.

Falls es zwischen Eltern und Schule nicht zu einer einvernehmlichen Lösung zur Unterrichtsgestaltung kommt, kann beantragt werden, das eigene Kind für die Zeit der Sexualerziehungsstunden vom Unterricht zu befreien.

Diese sogenannte Dissensregelung ist am klarsten in Baden-Württemberg festgelegt:

„Sollte sich jedoch aus religiösen Gründen ein Dissens zwischen Elternhaus und Schule ergeben, muß ein klärendes Gespräch zwischen den betroffenen Eltern, dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin und der Schulleitung geführt werden.“

Kommt es in einem Gespräch nicht zu einer einvernehmlichen Lösung, so ist ein Fernbleiben einzelner Kinder von den Unterrichtsstunden oder Unterrichtssequenzen, in denen Inhalte der Geschlechtserziehung behandelt werden, seitens der Schule nicht zu ahnden.“

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß die Grundschule nicht die Aufgabe hat, Kinder mit Inhalten zu konfrontieren, die erst in den weiterführenden Schularten in den Klassen 5, 7 und 9 oder 10 behandelt werden“ (Quelle: „Schulintern“ Nr. 7/1995, KM B-W).

Prinzipiell ist die Freistellung einzelner Kinder vom Sexualerziehungsunterricht auch in anderen Bundesländern möglich, aber die Vorschriften für Schulleitung und Lehrer sind dort nicht so klar geregelt wie in Baden-Württemberg.

Deshalb brauchen Eltern dort bei ihren Anträgen mehr Standfestigkeit.

In Hessen gab es im Zeitraum von 1993 bis 1998 etwa 120 Anträgen zur Unterrichtsbefreiung. In 54 Fällen wurde dabei dem Elterneinspruch stattgegeben.

Vereinzelt wurden auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einzelne Freistellungen bekannt, die von Eltern hartnäckig eingefordert wurden.

Es scheint aber, daß die Antragsteller in diesen Bundesländern eher der beliebigen Auslegung des Schulgesetzes durch Direktoren und Schulämter ausgeliefert sind.
      
19 Lesermeinungen
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#19   methusalix †   01:35:18 | Montag, 27. November 2006
@agmen Teil 2
Aber dürfen Kinder nicht sehen und fühlen, dass sich ihre Eltern auch körperlich zugetan sind?
Das ist doch die allerbeste geistig-seelische Aufklärung.
Wenn die Partner beim täglichen Abschied und Wiedersehen einander zeigen, dass Sie sich lieben und freuen einander zu haben. Haben Sie Ihre Eltern nie bei einer Umarmung und einem innigen Kuss gesehen? Haben Sie nie gehört, wie Ihre Eltern sich Liebesworte gesagt haben?
Das technische kann die Schule und der Kindergarten erledigen. Wenn Sie wissen wollen in welchem Alter Kinder welche Fragen stellen, schauen Sie bei pro Familia nach. Die haben für alle Altersklassen die richtigen technischen Antworten.
Für die „Liebesaufklärung“ sind einzig und alleine die Eltern zuständig. Zeigen Sie Ihren Kindern deutlich (ich meine körperlich (= durch Körpersprache) und und in Worten), dass Sie Ihre Frau lieben und sorgen Sie für altersgerechte Sexualaufklärung, entweder selbst, oder durch Kindergarten und Schule. Dann kann doch gar nichts schief gehen.
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#18   obelix †   01:31:11 | Montag, 27. November 2006
@agmen Teil 1
Kinder müssen über die Veränderungen ihres Körpers in der Phase des Erwachsenwerdens Bescheid wissen, lange bevor diese Veränderungen eintreten. Ganz einfach aus dem Grund, dass dieses Erwachsenwerden bei jedem Kind anders verläuft. Wenn Sie ein Mädchen erst zu Beginn der Pubertät aufklären wollen und wie ich Sie verstanden habe, wollen Sie frühestens dann aufklären und wenn das Mädchen ihre Menarche bereits ein knappes Jahr hinter sich hat, ist das ein Verbrechen am Kind. Was glauben Sie was das Mädchen bei der monatlichen (oder unregelmässigeren) periodischen Blutung aus der Scheide (ein, für „gute Katholiken“ nicht zu bezeichnender, alleine durch seine Anwesenheit schwer sündenbeladener Körperteil, den Pater Leppich immer als „das Heiligste unserer Mädchen“ verschrie, ohne ihn je beim Namen zu nennen) für Ängste aussteht, wenn es nichts weiss, so wie „gute Katholiken“ das wollen? Wie lange wollen Sie Menschen eigentlich verheimlichen, dass es zwei verschieden Geschlechter gibt? Bis in die Hochzeitsnacht?
Was ist für „gute Katholiken“ eigentlich am menschlichen Körper derartig angstbeladen, dass sie solche Eiertänze um Sexualaufklärung aufführen? Können nicht die Eltern, am besten durch eine liebevolle Ehe, dafür sorgen, dass Kinder sehen, wie man sich lieb hat? Und ich meine damit ganz bestimmt nicht die Anwesenheit im Elternschlafzimmer, während des Liebesaktes!
Teil 2 folgt
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#17   agmen   20:36:56 | Sonntag, 26. November 2006
@methsalix / @Peterchen
Nein agmen, der Beginn der Aufklärung über den eigenen Körper muss schon viel früher einsetzen!
Sie brauchen mich nicht extra falsch zu verstehen, Sie wissen doch ganz genau, dass ich den SE-Unterricht meine, wie er heute prakitiziert wird.
(Noch mal zum Elternabend: Aus Zeitgründen können meine Eltern nicht an jedem Elternabend teilnehmen, sie entscheiden immer, ob sie hin gehen oder nicht nach der vorher bekannt gegebenen Tagesordnung. Leider stand auf der Tagesordungs nichts vom SE-Unterricht, wie es jedoch vom Gesetzgeber bestimmt ist.)
@Peterchen
…umsomehr…müssen sich kath. Eltern als Einzelkämpfer beweisen!
Richtig! Mein kleiner Bruder hat durch meine Eltern, die wahrlich gekämpft haben, an keiner SE-Stunde mitmachen müssen.
Ich übrigens auch nicht. :-)
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#16   wolke   16:51:25 | Sonntag, 26. November 2006
dringender bedarf an „fach“wissen
genau hier sehe ich das problem auch:
eltern sollen hier ihre kinder unterrichten? dazu müssten sie selbst erst mal vollständig informiert und aufgeklärt sein!
ich verstehe überghaupt nicht warum sich so viele eltern niocht informieren und sich nicht dafür einsetzen dass ihren kindern das nötige wissen vermittelt wird (wofür die schule das beste medium wäre)- stattdessen lassen sie ihre kinder ins offene messer rennen!
das thema wird tabuisiert- keiner traut sich was fragen und offen darüber zu reden gilt als peinlich- in der schule wie zu Hause…und aus diese unwissenheit resultiert dann die steigende zahl ungewollter schwangerschaften und HIV-neuinfektionen!
Ausreichende Information und Enttabuisierung sind dringender notwendig denn je!
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#15   obelix †   16:33:05 | Sonntag, 26. November 2006
Nein agmen, der Beginn der Aufklärung über den eigenen Körper muss schon viel früher einsetzen!
Wann ein Mensch „voll aufgeklärt“ ist (Wie definieren Sie das? Katholisch? Er weiss „wie es geht“?), oder sein sollte, ist schwer zu bestimmen. Die allermeisten Menschen sind nie „voll aufgeklärt“. Oder wissen Sie genau, wie sich die Spiegel des Gelbkörperhormons verhalten, so aus der Lamäng?
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#14   agmen   13:37:02 | Sonntag, 26. November 2006
@methusalix
Sind Sie der Meinung, dass die Kinder schon in der Grunschule voll aufgeklärt werden müssen?
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#13   obelix †   00:39:06 | Sonntag, 26. November 2006
als methusalix @agmen Teil 2
Ein Teil der Misere ist auf die oben beschriebene Interesselosigkeit der Eltern zurückzuführen (und wenn sie sich interessieren, regen sie sich nur über irgendwelche Kondome auf Besenstielen auf, was lächerlich ist), die sich auf die Sprösslinge überträgt.
Der andere Teil der Misere ist von unserem ideologisch verkrustetem Schulsystem zu verantworten, in dem unterrichten ein „hoheitlicher Akt“ ist, der auf keinen Fall dem politischen Gegner überlassen werden darf.
Das immer noch vorherrschende Selektionsverfahren im dreigliedrigen Schulsystem, in dem für zehnjährige entschieden wird, wie der weitere Lebensweg aussehen wird, verhindert zuverlässig, dass wir genügend Absolventen höherer Schulen mit Matura/Abitur und nachfolgendem Universitätstudium haben werden. Ein „Erfolg“, den sich ein Land, in dem Wissen der wichtigste Rohstoff ist, auf Dauer nicht wird leisten können.
Und dann gehen einige Eltern her und regen sich über einen Sexualkundeunterricht auf, der diesen Titel nicht einmal verdient.
Ich habe mir mal den (bitteren) Spass erlaubt und in der entsprechenden Klasse (1991!) die Eltern gefragt (nachdem wie hier ein Strum der Entrüstung über die „Verderbtheit“ dieses Unterrichts losgebrochen war), ob sie selbst ihren Kindern die notwendigen Fakten beibringen könnten. Von fünfundzwanzig Elternteilen konnte nur eine Mutter zwei meiner Fragen richtig beantworten. Fast alle anderen mussten bei allen drei Fragen passen.
Heute wollen Eltern selbst unterrichten? Lächerlich!
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#12   methusalix †   00:34:54 | Sonntag, 26. November 2006
Antwort an agmen, Teil 1
agmen: @methusalix
Ich bin für jede Kritik offen.
Meine Kritik geht dahin, dass sich die allerwenigsten Eltern um die Schulpflichten ihrer Kinder irgendwelche Gedanken machen. Das ist zunächst an der „schlechten Erziehung“ der Kinder zu erkennen, denen nicht einmal die einfachsten Regeln der Sozialisation beigebracht werden; Rücksichtnahme, Höflichkeit und Freiheitsliebe (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge), die ja die absoluten Grundbedingungen zur Einhaltung des zentralen Gebotes unseres Glaubens sind, das wir von unseren älteren Geschwistern, den Juden, übernommen haben: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
Die Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen müssen diese Aufgabe also mit übernehmen und den Kindern beibiegen, dass ihre je eigene Freiheit genau dort endet, wo die Freiheit ihres Nachbarn im Klassenzimmer anfängt und dass es ein Gebot der mindesten Höflichkeit ist, nicht jeden Tag zu spät oder gar nicht zum Unterricht zu erscheinen.
Darüber hinaus müssen diese Lehrkräfte auch noch, mit immer weiter gekürzten Mitteln, einen Unterricht gestalten, der ihre Zöglinge an den Lehrstoff fesseln soll und zu selbständigem weiterführendem Lernen anregen soll.
Eine schwere Aufgabe, die andere Länder, die PISA-Ergebnisse zeigen dies, deutlich besser angepackt und bewältigt haben, als das vereinte Deutschland.
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#11   agmen   23:37:02 | Samstag, 25. November 2006
@methusalix
Ich bin für jede Kritik offen.
Damit ich diese nicht falsch deute, würde ich mich darüber freuen, wenn Sie sie direkter formulieren könnten.
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#10   Beobachterin   23:31:52 | Samstag, 25. November 2006
Kondom-Verteilung an Schüler
RodolfoPanetta: Bei uns im Kreis Freudenstadt beginnt das kreiseigene Jugendamt jetzt damit, Siebtklässlern Kondome zu verteilen.
Das glaube ich ohne weiteres. Ein Teil unserer verantwortlichen Pädagogen ist von allen guten Geistern verlassen. Eine solche Aktion ist einfach nur peinlich – eine Aufforderung für Jugendliche zum Sex für diejenigen, die schon einen Partner/eine Partnerin dazu haben und ein elendes Gefühl des Versagens und des Zurückgebliebenseins für diejenigen, die das noch nicht wollen. Die Kinder und Jugendlichen erhalten ein völlig falsches Weltbild. Man muß eigentlich Mitleid mit ihnen haben, denn man hat kein Mitleid mit ihnen.
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#9   Peterchen   23:14:25 | Samstag, 25. November 2006
Bemerkenswert…
Es ist schon wirklich sehr bemerkenswert und nachdenklich stimmend, dass sich hier kaum jemand findet, der der Sache einen amgemesene Bedeutung beimisst. Und das meine ich im richtig katholischen Sinne…
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#8   Sr. Maria Andrea †   23:09:55 | Samstag, 25. November 2006
METHU…
Echt schön und wahr geschrieben… wegen genital und orhto…Es ist der reinste Wahnsinn, für welche Themen und wie sich hier Schreibende engagieren…
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#7   methusalix †   23:05:05 | Samstag, 25. November 2006
Bitt’ schön Maurice, damit die arme Seel ihre Ruhe hat!
Maurice Corvisier: Dieser Artikel mit diesem Themaist schon seit 15 Minuten online, und es ist noch kein galliger Kommentar von Methusalix / Obelix darunter.
Während der Schulzeit unserer Tochter waren meine Frau und ich immer die einzigen, bei denen beide Elternteile in die Sprechstunde und zum Elternsprechtag gekommen sind. Ausserdem waren wir die einzigen, die zu jedem Elternsprechtag, vom ersten Kindergartenjahr an, gekommen sind. Die regelmässigen Besuche der Elternsprechtage nahmen etwas 20 bis 30 Prozent der Eltern wahr.
Ich würde mir wünschen, dass die Eltern der hier schreibenden, sehr geschätzten Mitdiskutanten, auch öfter die Elternsprechtage des Lehrpersonals ihrer Sprösslinge besucht hätten. Dann müssten wir alle nicht so sehr unter der oft schmerzhaft falschen Orthografie (ich rede nicht von Tippfehlern!) leiden.
Im übrigen bestätigt sich wieder einmal meine Einschätzung der „guten“ Katholiken: Nichts ist denen so wichtig wie ihre Genitalfixierung.
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#6   Peterchen   22:17:35 | Samstag, 25. November 2006
…umsomehr…
müssen sich kath. Eltern als Einzelkämpfer beweisen! Das spreche ich aus eigener Erfahrung. In Sachen Sexualerziehung an einer kath. Schule musste ich einen Kampf mit Bischof Allgermissen austragen und letzten Endes das Feld räumen. Auch hier blieb er hartnäckig und jedem Argument und der wahren kath. Lehre gegenüber verschlossen.
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#5   Rodolfo Panetta   21:56:45 | Samstag, 25. November 2006
Auch Baden-Württemberg keine heile Welt mehr!
Auch in Baden-Württemberg wird das Elternrecht mehr und mehr hintergangen. Selbst in Bayern ist dies der Fall, wie aus einem Leserbrief von Hilde Bayerl hervorgeht, der in der jüngsten Veröffentlichung des Freundeskreises Maria Goretti e.V. abgedruckt war. Bei uns im Kreis Freudenstadt beginnt das kreiseigene Jugendamt jetzt damit, Siebtklässlern Kondome zu verteilen. Die fadenscheinige Begründung lautet, man müsse die Kinder vor Aids schützen. Das Kondom diene als Aufhänger für den Einstieg ins Gespräch. Meine jüngste Tochter wird gerade 12 sein, wenn sie davon betroffen sein wird. Als ich vor drei Wochen im Kreistag den Protest betroffener Eltern als Republikaner ausdrückte, wurde ich von der CDU-Mehrheit milde belächelt bis verlacht. Der SPD-Kreisvorsitzende zog gleich ein SPD-bedrucktes Kondom hervor. Eine donum-vitae-Kollegin von der CDU rechtfertigte die Aktion ebenso wie die Kollegen von den Freien Wählern, die auf freizügige Sendungen im Jugendfernsehen als Rechtfertigung verwiesen. Die CDU zieht ihre Vorstellung von moderner Aufklärung in ganz Baden-Württemberg gemeinsam mit den Linken durch, denen sie die Gestaltung überläßt. Denn in unseren Jugendämtern sitzen mehrheitlich linke 68er-Tanten, die mit dem Christentum nichts am Hut haben.
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#4   Peterchen   21:50:05 | Samstag, 25. November 2006
Stand der kath. Kirche
Der Stand der kath., jedoch nicht unbedingt der deutschen kath., Kirche zu diesem Thema ist eindeutig und klar. Sexuelle Erziehung ist und bleibt Sache der Eltern!
Für alle, die es noch nicht wissen, oder nicht wissen wollen, empfehle ich die Lektüre des vatikanischen Dokuments Nr. 127, Hrsg. vom Päpstlicher Rat für die Familie: „Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung Orientierungshilfen für die Erziehung in der Familie + Die Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe“, erhältlich beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (leider nur noch im Internet), siehe: www.dbk.de/…tbarungen/index.html
!:)
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#3   agmen   20:26:47 | Samstag, 25. November 2006
die „Aufklärung“
Ich plädiere dafür, wie auch schon von Diabolus geschrieben, dass es im Sexualunterricht rein sachlich/biologisch zugeht und es diesen erst Ende der 5. Klasse bzw. 6. Klasse gibt, also dann, wenn die Kinder gerade in die Pubertät kommen oder kurz davor stehen.
Aufklärungsunterricht in der Grundschule, wie es vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist (oder schon im Kindergarten), halte ich für grundsätzlich falsch.
Von mir aus, müsste es gar keinen Aufklärungsunterricht geben, allerdings gibt es so viele unverantwortliche Eltern, die ihre Kinder nicht aufklären würden.
Die Rechte der Eltern in Bezug auf die Befeiung ihres Kindes vom SE-Unterricht sind viel zu schwach.
Mein kleiner gerade 8-Jahre alt gewordener Bruder besucht die 3.Klasse einer katholischen Grundschule in Niedersachsen.
Die niedersächsischen Schulvorschriften besagen, dass mein Bruder jetzt zu diesem Zeitpunkt voll aufgeklärt in Form des Sexualkundeunterrichts werden muss, was folglich gerade geschieht.
Das einzige Recht meiner Eltern ist hier, dass sie in die Unterrichtmateralien Einsicht haben dürfen, das war es auch schon (ach,und das sie vorher benachrichtigt werden müssen, was aber nicht geschah).
Also, wenn die verantwortlichen Politiker wollen, dass die Kinder mit 10 ihren ersten Sex haben, die Mädchen mit 12 schwanger werden und dann abtreiben, weswegen sie dann bis zum Ende ihres Lebens mit schweren Depressionen zu kämpfen haben, dann mal weiter so. :-S :-! :-@
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#2   AdvocatDiaboli   19:42:08 | Samstag, 25. November 2006
@ Maurice
sollte das comment nicht zum thema passen und nicht deine persönlichen perversionen ausleben? ist ja egal…
@ Topic: Ich sag mal so, ich hab in der schule keinen film gesehn der „Pervers“ oder der gleichen war. die lehrerin hat mit uins darüber gesprochen , wir haben unsere fragen gestellt und das wars auch. keine große sache, aber warum sollten familiengerechte eindrücke vermittelt werden? das ist etwas was ich wiederum nicht verstehe! der lehrer sollte es den kindern ganz „ Kalt“ und wissenschaftlich beibringen, was die kinder aber dann machen und mit wem ist dan doch eher deren und die sache ihrer familien individuel, oder ?
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#1   Maurice Corvisier   17:59:27 | Samstag, 25. November 2006
Dieser Artikel mit diesem Thema
ist schon seit 15 Minuten online, und es ist noch kein galliger Kommentar von Methusalix / Obelix darunter.
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