(kreuz.net) Er möchte ein evangelischer Katholik oder ein katholischer Evangelischer sein.
Das erklärte
der heterodoxe Schweizer Theologe, Hw. Hans Küng (78), kürzlich in einem Gespräch mit der linkskatholischen
französischen Wochenzeitung ‘Témoignage Chrétien’.
Anlaß dazu war das Erscheinen des ersten Bandes
der Memoiren des Theologen in französischer Sprache.
Zur Alten Messe meint er im Interview, daß er
schon damals gegen jede Art rigoristischer Politik in der Auseinandersetzung mit Erzbischof Marcel Lefebvre
gewesen sei:
„Man hätte ihm erlauben sollen, seine Messen auf die alte Art zu zelebrieren.“
Es besteht
nach Küngs Ansicht keine Gefahr, daß sich die katholische Bevölkerung auf die Seite des Alten Ritus
und der lateinischen Sprache schlagen wird.
„Ich glaube, daß man die Bedeutung dieser Frage etwas übertrieben
hat, auch wenn ich weiß, daß die Situation in Frankreich eine besondere ist, da die Traditionalisten
dort zahlreicher als anderswo und häufig mit der extremen Rechten verbunden sind.“
Aber es gebe andere
Probleme in der Katholischen Kirche, die viel wichtiger seien:
„Die Frage zum Beispiel, wie die Bischöfe
ernannt werden“.
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22 Lesermeinungen
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#21 Michael60 16:58:52 | Sonntag, 26. November 2006
Alte Messe Da ich vor dem II. V.K. schon Ministrant war, erinnere ich mich noch gut an die alte Messe.
Ich erkenne heute immer mehr, dass ich sie vermisse. Mit zunehmendem Alter stellen sich Gott sei Dank
auch neue Perspektiven ein, und wenn ich die heutige Liturgie mit der vor dem II.V.K. vergleiche, dann
denke ich mit Wehmut an die alte Messe zurück. Die Liturgie soll ja bewirken, dass der mystische Gott
durch Zeichen und Handlungen vergegenwärtigt wird. Sie hilft dem Menschen bei der Hinwendung zu Gott
in seiner Verinnerlichung und versucht, IHM die größtmögliche Ehre zu erweisen. Ich weiß, dass ich
mich auf die alte Hinwendung zu unserem Herrn freue, weil dies früher gegeben war. Auch die Hinwendung
des Priesters zum Altar und dem darauf stehenden Tabernakel sagt mehr aus und deutet mehr an, als die
Dezentralisierung unseres Meisters heute. Wir durften nicht einmal den Kelch anfassen, der vom Priester
bei der Eröffnung der Messe in die Kirche getragen wurde, weil er etwas Heiliges war. Heute bin ich traurig,
wenn mit diesem kostbaren Gut so achtlos umgegangen wird.Es gibt in anderen Religionen ebenfalls wunderschöne
Bräuche, Gott zu ehren, z.B. betreten die Kopten den Altarraum ohne Schuhe. Wo ist des Menschen Bereitschaft
geblieben, Gott über sich zu stellen?
#19 Pünktchen 21:27:02 | Samstag, 25. November 2006
Knecht Ruprecht Auf www.youtube.com können Sie die alte lateinische Messe mitverfolgen, wie sie 1999
in einem Priesterseminar der Pius-Bruderschaft zelebriert wurde. www.youtube.com/watch?v=enWiFcsBqIE (der
Film dauert knapp über eine Stunde!)
alte messe ich kenne die alte messe nicht, da ich zu jung bin, um die alte messe gesehen zu haben. aber
da die kirche die ewige wahrheit ist, freue ich mich schon vorsorglich auf die alte messe, wenn sie mir
begegnen sollte. :D
eine bischofswahl durch … … das volk ist aus mehreren gründen unsinn: 1) wahlkampfmedien wären zeitungen,
die alles andere als katholische redakteure haben – auch antichristliche und atheistische menschen 2)
nur die praktizierenden christen könnte man zulassen, aber wer prüft nach, wer regelmässig beichtet?
3) die wahl darf nicht durch emotionale dinge beeinflusst werden, wie das z.B. bei Adolfs Wahl der Fall
war. Einige wenige, die sich durch ihr redliches leben ausgezeichnet haben, können das besser als die
masse
#14 gelasius 14:41:47 | Freitag, 24. November 2006
Hw.H.Küng Was mich wundert,ist daß es außer der Diskussion um den modus der Bischofswahl- hier keine
weiteren Kommentare zu „Hans im Glück“ gibt. Er hat sich doch eigentlich komplett von der KK, wenn nicht
gar aus dem Christentum entfernt und hängt nur noch seiner Idee des Weltethos nach.Warum sollte man seine
Meinung zur trid. Messe oder zu Bischofswahlen relevant finden ?
#11 Benedikt 14:29:39 | Freitag, 24. November 2006
@ Stimme der Vernunft Der Ruf nach einer Bischofswahl durch das Volk ist doch reine Romantik. Glauben
Sie im Ernst, dass Lehmann oder Kamphaus dann Bischof geworden wären? Sobald eine öffentliche Wahl stattfindet,
wird es genauso sein wie bei anderen Wahlen: Die Profilneurotiker haben die besten Chancen, denn bekannt
zu sein wird dann oberstes Gebot sein. Dazu muss ja mit irgendetwas Wahlkampf geführt werden ggfs mit
ein paar Intrigen wider den Konkurrenten. Womit soll ein Bischof Wahlkampf führen? Warum sollte man sich
dieser Maschinerie ausliefern? Was ist denn am jetzigen Politbetrieb mit all seiner parteipolitisch begründete
Fundamentalopposition, seinem merkwürdigen Balzverhalten um die besten Posten und seiner Polemik wider
den Gegner so erstrebenswert, als das man das in die Kirche übertragen sollte? Und: Warum sollten Leute,
die nie in die Kirche gehen, die ihre Bindung zur Kirche längst abgebrochen haben den Bischof wählen
dürfen? Regelmäßig wären die praktizierenden Katholiken bei einer solchen Wahl in der Minderheit –
was wäre daran gerecht? Fazit: Für das Bischofsamt geeignete Kandidaten ließen sich kaum finden, dafür
profilneurotische Karrierekleriker. Gewinnen tut der, der seinen Mund am weitesten aufmacht, gewählt
von Katholiken, die die Kirche von innen nicht mehr kennen. Mit früher ist das einfach nicht zu vergleichen.
Da wählten ein paar Stadtbürger den Bischof mit, das wars. Ganz andere Voraussetzungen.
auf Rom kannst du gerne mal vertrauen, wenn selbst der Herr einen Judas ausgewählt hat, wir aus rom auch
nichts besseres kommen als wenn die Bischöfe vom Volk gewählt würden.
Bischofs-Wahl @Stimme der Dummheit Bevor so eine Person wie der demokratisch gewählte Hitler, welcher
dank seiner Propaganda auf seinen Posten kam, auch noch Bischofsstühle besteigt, vertraue ich doch lieber
auf Rom
@Malle danke, sehr schönes beispiel. Das zeigt nämlich, daß man die Bischöfe genausogut vom Volk wählen
lassen könnte. Die Qualität hat ja offensichtlich nichts mit demjenigen zu tu, der sie auswählt!
@rebekka Das Vok ist doch bei der Bischofsauswahl beteiligt, ja es wählt doch die Bischöfe sogar selbst
aus! Das gesamte Volk Gottes, das natürlich insgesamt völlig unmündig und unfähig ist und deshalb
durch den einzigen mündigen Vormund, den Papst, vertreten wird.
@ rebekka Was glauben Sie wohl, wer da mit Volk gemeint war? Die Patrizier! Der Adel! Sonst keiner. Was
halten Sie daon, dass der neue Bischof von Regensburg von einer gloriosen Fürstin mitbestimmt wird?
Bischöfe Immerhin widerspricht die gegenwärtige Praxis der Weisung des Hl. Papstes Leo, welcher sagte:
Niemand ist als Bischof anzusehen, der nicht vom Klerus gewählt, vom Volke gefordert, nach dem Urteil
des Metropoliten geweiht ist. Jaja, der Heilige Leo, dieses Modernistenschwein
#1 catharina 11:27:24 | Freitag, 24. November 2006
Küng ein „heterodoxer Theologe“? Wer die göttliche Dreifaltigkeit und die wahre Gottheit Jesu Christi
verneint, ist nicht ein heterodoxer Theologe – eine Bezeichnung, die man vielleicht einem ansonsten gläubigen
Theologen, der z.B. eine merkwürdige Auffassung über die Engel vertritt, zulegen könnte – sondern ein
Apostat. Als unverdächtiger Zeuge zum Fall Küng sei Hans Urs von Balthasar angeführt, der feststellte,
sein Landsmann sei kein Christ…