11:01:19 | Samstag, 25. November 2006
Die Theologischen Fakultäten Bayerns haben keinen Markt mehr. Jetzt müssen Überkapazitäten abgebaut werden.

Der akademische Theologieunterricht hat sich schon länger vom Boden des kirchlichen Lehramtes enfernt.
© pixelquelle.de(kreuz.net) Der Bayrische Landtag in München berät gegenwärtig über die Restzukunft der
ehemaligen
theologischen Fakultäten in Passau und Bamberg.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Passauer Neue Presse’
am 16. November.
Die Beratungen des Lokalparlaments sollten im Herbst 2007 abgeschlossen sein. Dann tritt
ein Zusatzprotokoll zum Konkordat von 1924 in Kraft.
Danach ist – nach 400 Jahren – Schluß mit der Priesterausbildung
in Passau. Ein ähnliches Los trifft Bamberg. Von den beiden Fakultäten wird nur noch ein – katechetisches –
Institut übrigbleiben, wo Religionslehrer ausgebildet werden.
Die Professoren des Passauer Institutes
werden von der Universität Regensburg, jene in Bamberg von der Universität Würzburg vorgeschlagen.
Das verspricht eine spannungsreiche Zukunft.
Insgesamt baut die katholische Theologie in Bayern etwa
einen Viertel der Bestände ab: 50 der 200 Stellen. 16 Professuren werden eingespart.
In Passau und Bamberg
ist der Aderlaß am größten.
Immerhin wird dort die Ausbildung katholischer Religionslehrer gerettet
werden können. Auch Caritaswissenschaften – eine Art Pastoraltheologie – wird in Passau weiterhin angeboten.
Theoretisch hat die Kirche ihr Recht auf eine theologische Fakultät in Passau nicht aufgegeben. Offiziell
„ruht“ es nur.
Nach zwölf Jahren soll erneut verhandelt werden.
Der Grund für die Maßnahmen sind
zu wenige Anwärter für das Priestertum und – entsprechend – zu viele Fakultäten in Bayern.
Darauf
wies der Oberste Bayrische Rechnungshof schon im Jahr 1998 hin. Als Konsequenz wurde das Personal damals
um 30 Prozent reduziert.
Doch das reichte nicht. Darum kamen die drei kleinsten bayrischen Fakultäten –
Augsburg, Bamberg und Passau – erneut ins Visier.
Augsburg konnte aufgrund eines deutlichen Zuwachses
seinen Kopf aus der Schlinge ziehen.
Somit wird es in Zukunft in Bayern vier Theologische Fakultäten
geben: München mit 16 Professoren, Würzburg mit 14, Regensburg und Augsburg mit je 12.
Für die zukünftigen –
katechetischen – Institute in Passau und Bamberg sind für die Religionslehrerausbildung je fünf Professorenstellen
vorgesehen.
Die Professoren für die Ausbildung der Religionslehrer in Bayreuth und Erlangen werden von
einer Nachbaruniversität gestellt.
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#10
möchtegern-kathole 08:37:32 | Sonntag, 26. November 2006
#9
Peterchen 22:30:21 | Samstag, 25. November 2006
#8
Maurice Corvisier 20:29:23 | Samstag, 25. November 2006
#7
möchtegern-kathole 20:13:38 | Samstag, 25. November 2006
#6
HeinrichvonOfterdingen 12:42:10 | Samstag, 25. November 2006
#5
Sirilo 12:15:33 | Samstag, 25. November 2006
#4
HeinrichvonOfterdingen 12:08:17 | Samstag, 25. November 2006
#3
Frasim 11:45:45 | Samstag, 25. November 2006
#2
möchtegern-kathole 11:39:11 | Samstag, 25. November 2006
#1
HeinrichvonOfterdingen 11:21:24 | Samstag, 25. November 2006