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Sonntag, 26. November 2006 10:23
Richtungswechsel?
Der für seine liturgisch progressistische Haltung bekannte päpstliche Zeremonienmeister hat in einer jüngsten Publikation neue Töne angeschlagen.
Mons. Marini ist seit 1987 päpstlicher Zeremoniar
Mons. Marini ist seit 1987 päpstlicher Zeremoniar
(kreuz.net) Das ‘Päpstliche Büro für die liturgischen Zelebrationen’ hat kürzlich das Buch vorgestellt, das für die Liturgien während der kommenden Papstreise in die Türkei dienen soll.

Darin enthalten ist auch eine Heilige Messe im Byzantinischen Ritus – die Göttliche Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus.

Der Papst wird am 30. November in der Patriarchalkirche Sankt Georg im bekannten Istanbuler Stadtteil Fanar an einer solchen Feier teilnehmen.

Im Büchlein schreibt der päpstliche Zeremonienmeister, Mons. Piero Marini, unter anderem:

„Die Feier der byzantinischen Göttlichen Liturgie ist – wie alle Feiern der Ostkirchen – nach Osten ausgerichtet.

Der Priester schaut mit allen Gläubigen zum Sonnenaufgang, woher Christus einmal in seiner Herrlichkeit kommen wird.

Der Priester leistet beim Herrn Fürbitte für sein Volk. Er geht seinem Volk voraus – Christus entgegen.

Es gibt in dieser Liturgie verschiedene Augenblicke, wenn der Priester sich zum Volk wendet: bei der Verkündigung des Evangeliums, beim Dialog, welcher dem Meßkanon vorausgeht, bei der Kommunion und bei allen Segnungen.

Diese Augenblicke bezeichnen die Momente, in denen der Herr selber seinem Volk entgegenkommt.“

„Marini hätte es nicht besser sagen können“ – kommentiert der Vatikanist des italienischen Wochenmagazins ‘L’Espresso’, Sandro Magister.

Ja, man habe sogar den Eindruck, einen Text aus dem Buch von Pater Michael U. Lang „Zum Herrn hin“ in der Hand zu halten. Dieses Werk ist der Frage der Ausrichtung der Heiligen Messe gewidmet.

Magister weist darauf hin, daß das Buch von Pater Lang mit einem Vorwort von Kardinal Joseph Ratzinger erschien:

„Jetzt scheint sich sogar Marini angepaßt zu haben“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 26 Lesermeinungen:
Donnerstag, 14. Dezember 2006 23:33
möchtegern-kathole: wenn eine triviale …
… Falschübersetzung als „Entfernung eines Defizits“ durchgeht …
Das Defiziz liegt dann wohl in der Richtigübersetzung
Dienstag, 28. November 2006 22:36
rebekka: Interessant
Das Buch hieß vor einiger Zeit noch „Conversi ad dominum“ und stammte von „Uwe Michael Lang“.

Jetzt auf einmal heißt es also „Zum Herrn hin“ und stammt von „Michael U. Lang“.

[v.d.Red.zens.]
Dienstag, 28. November 2006 17:07
Benedikt: @ Petrus II
Wie sieht es mit den Wandlungsworten aus?
Sind diese mit den römischen identisch? Wenn nein, sollte für die Christen nur noch der trad. römische Ritus gelten.


Gemäß „Allatae sunt“ ist es verboten, den konvertierenden Orthodoxen einen anderen Ritus aufzuzwingen.
Dienstag, 28. November 2006 08:22
Freinsberg: @ frasim
ist aber kein Argument.
Montag, 27. November 2006 21:21
Frasim: @Freinsberg
Was erhält man, wenn man alle Defizite aus dem alten Ritus entfernt? Den Ordo Missae 1970.

Montag, 27. November 2006 17:33
tertius ridens: Einsetzungsbericht/Wandlungsworte
Während nach byzantinischer Tradition die Wandlung, wie zutreffend festgestellt, durch die Epiklese stattfindet, verlangt das auf scholastischer Tradition der lateinischen Kirche beruhende Verständnis die Aussprache der Wandlungsworte / des Einsetzungsberichts durch den Priester in repraesentatione Christi capitis. Erst der „flatus vocis“ der Wandlungsworte bewirkt die Transsubstantiation der eucharistischen Materie in Fleich und Blut Jesu.
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