Vatikan. Benedikt XVI. fühlt sich mit dem „historisch und kulturell reichen türkischen Volk“
freundschaftlich verbunden. Das erklärte der Papst beim gestrigen Angelusgebet. Er freue sich auf die
morgen beginnende Türkeireise: auf das Treffen mit der kleinen Gruppe der Katholiken und auf ein brüderliches
Zusammensein mit der orthodoxen Gemeinschaft am Fest des Apostels Andreas. Gestern gab der Vatikan bekannt,
daß der Papst am 30. November auch die blaue Moschee in Istanbul besuchen wird.
Vatikan für EU-Beitritt
der Türkei
Vatikan. Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone begrüßte gestern in einem TV-Interview
den EU-Beitritt der Türkei: „Ich hoffe, die Türkei kann die Bedingungen für den EU-Beitritt und für
die Integration in Europa erfüllen.“ Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘ANSA’. Gleichzeitig
erklärte der Kirchenfürst, daß es sich um eine politische Entscheidung handle, in welcher der Vatikan
neutral bleiben werde. Der Sprecher des Vatikan, Pater Federico Lombardi, erklärte vor der türkischen
Nachrichtenagentur ‘Anatolia’, daß die Türkei die Kriterien für den Beitritt erfüllen müsse: „Warum
sollte das Land danach kein Vollmitglied der EU werden?“ Kurz vor seiner Wahl zum Papst hatte sich Kardinal
Ratzinger noch gegen einen türkischen EU-Beitritt geäußert.
Medienpreis für Mordpropaganda
Deutschland.
Am Freitag erhielt ein Reportage zur Kindereuthanasie in den Niederlanden einen Medienpreis. Das berichtete
die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Der prämierte Text eines Schweizer Journalisten „Der gute
Tod“ propagiert die Tötung schwerkranker und behinderter Neugeborener. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis
trägt den Namen ‘Im Zentrum der Mensch’ und wird von dem umstrittenen Dresdener ‘Deutschen Hygiene-Museum’
und der ‘Deutschen Krankenversicherung’ verliehen. Er zählt zu den wertvollsten deutschen Auszeichnungen
im sogenannten Wissenschaftsjournalismus.
Meßsimulation
Italien. Am Mittwoch stand der Primas der anglikanischen
Gemeinschaft und Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, in der römischen Basilika Santa Sabina einem
anglikanischen Gottesdienst vor. Ein englischer Weblogger kommentierte, daß zur Freude der Traditionalisten
über den Kelch die Worte „für viele“ gesprochen und in Santa Sabina nie eine so gute Kirchenmusik zur
Aufführung gekommen sei. Die Anglikaner besitzen keine gültigen Weihen.
Die Kirche entwickelt sich
„Was die 50 Jahre alte Christus-König-Kirche angeht, sind mehrere Nutzungsvarianten im Gespräch – vom
Umbau zur Seniorenwohnanlage über die Errichtung von Zwei-Familien- bis hin zu Mehrgenerationen-Häusern,
die unter Einbeziehung der Kirche gebaut werden könnten. Kaplan Mirko Quint: »Die Kirche soll als Gotteshaus
erkennbar sein, ein Raum soll für Gottesdienst-Zwecke erhalten bleiben.«“
Aus einem Artikel in der
‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ über die Schließung der Christus-König-Kirche in Buer, einem Stadtteil
von Gelsenkirchen. Das Gotteshaus wurde am letzten Wochenende profaniert.
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19 Lesermeinungen
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#19 Benedikt 16:55:29 | Dienstag, 28. November 2006
Typisch in Santa Sabina nie eine so gute Kirchenmusik Die übliche Überheblichkeit dieser Kreise. Diese
Kirche ist 1500 Jahre alt und hat sicher schon mehr Musik gehört als alle traditionalistischen Kapellen
zusammen.
#18 Stephanus 20:23:44 | Montag, 27. November 2006
stime der vernunft: wo bitte ist der unterschied zwischen lefebvrianisch und katholisch??? und: wer hat
hier wirklich ahnung und kann einmal lückenlos nachweisen, daß es sowohl in den anglikanischen wie lutherischen
hochkirchen garantiert keine gültigen weihen mehr gibt. es wird immer wieder von teilbereichen gesprochen,
die sich wohl innerhalb ihrer eigenen kirche sehr zurückhalten bzw. sich fast ausgrenzen, in denen es
eine lückenlose rückverfolgung gültiger weihen bis eben hin zu ihrer entstehung oder abspaltung usw.
geben soll. das wäre doch mal eine spannende geschichte,oder????
#17 methusalix † 19:07:55 | Montag, 27. November 2006
Wei heisst der diesjährige Nobelpreisträger für Literatur, Sulpi? Sulpicius: „historisch und kulturell
reichen türkischen Volk“ Soll das ein Witz sein??? Richtig! Orhan Pamuk! und wo kommt er her? Wieder
richtig, Sulpi, aus Istanbul! Sehr gut Sulpi; setzen, summa cum laude!
@exbochumer Tja – es gibt eben unterschiedliche Prioritäten. Kreuz.net wird sicher auch während des
Konstantinopelbsuches des Papstes hauptsächlich über die viel Wichtigeres zu berichten haben. z.B.-„lebt
Prof.Berger im Konkubinat? „ und „ warum hat er diese Frau geheiratet“. Letztere ist eine der intelligentesten
Fragen , die hier je gestellt wurden.naja und Fulda bleibt ja ein ewiges Thema, dann Homos und Aids und
weitere Skandale der V II Sekte. Was brauchen wir da die Türkeireise ?
#13 ExBochumer † 16:37:07 | Montag, 27. November 2006
Zum Papstbesuch in der Türkei sind die beiden Noe’s in der Türkei vertreten (= „die“ aus dem kath.net).
Die wollen mit Euch chatten, am Dienstag-Abend, direkt aus der Türkei. Vielleicht klinkt sich ja jemand
ein. Ich bin bestimmt dabei.
@Burgorus Sie hoffen auf eine geschlossene Konversion der anglikanischen Hochkirche (ohne Feministen)
zur katholischen. Hochkirchler ohne Frauenweihebefürworter? Da bleiben dann aber nicht viele übrig,
und die werden eher lefebvrianisch als katholisch.
Gültigkeit der anglikanischen Weihen (zu den Einwänden von Tridentinus und Alfredo Ottaviani) Zu den
von Tridentinus vorgebrachten eventuellen Mängeln am Weiheritus: Meiner Meinung sollte sich der eingeladene
Bischof der Ostkirche seiner Verantwortung bewusst sein, dass nämlich die Frage der Gültigkeit der Weihe
allein auf seinen Schultern liegen könnte, und so könnte er still und unbemerkt einige eventuelle Mängel
der anglikanischen Form zu ersetzen versuchen. Zur Frage des Obex: Ein Obex gegen die katholische Kirche
wird von der anglikanischen Kirche selbst gesetzt, deren erstes Gebot bei der Einladung von Ko-Konsekratoren
immer noch ist: Er darf bloß nicht katholisch, d.h. papistisch sein. Ein solcher Obex dürfte aber bei
der Ostkirche zumindest zur Zeit ihrer größten Feindschaft mit der lateinischen Kirche ebenso gesetzt
gewesen sein. Nach A. Ottaviani muss aber der Obex ohnehin vom Electus gesetzt sein. Dies dürfte bei
den anglikanischen Priesterfreunden des Oxford-Theologen, von dem ich sprach, gewiss nicht der Fall sein.
Im Herzen sind die alle tiefkatholisch. Sie halten sich für gültig geweiht. Sie wollen nur noch nicht
konvertieren, da sie nicht den Rumpf der anglikanischen Kirche zurücklassen wollen. Sie wollen halt ihre
Herde nicht im Stich lassen. Sie hoffen auf eine geschlossene Konversion der anglikanischen Hochkirche
(ohne Feministen) zur katholischen. Die Einführung der Weihen durch die „Hintertür“ sollte kein Grund
für deren Ungültigkeit sein. Sie zeigt, dass sich die Anglikaner schämen, sich nur nicht öffentlich
zu ihrem Irrtum bekennen wollen.
@tridentinus Mängel, die innerhalb des anglikanischen Weiheritus (!) bestehen, bezogen, welch letztere
auch heute noch gegeben sind. Die bestanden schon zu Leos zeiten lange nicht mehr. Die Ritusmängel auf
die Leo anspielt, die seiner Meinung nach die anglikanische Sukzession unterbrochen haben, geschahen unter
Edward VII, dem Sohn Heinrichs VIII und wurden schon unter Mary I (Heinrichs Tochter, der katholischen)
wieder rückgängig gemacht. @ottaviani Mit den Intentionen ist das so eine Sache. Da das Ehesakrament
auch zustandekommt, wenn ein atheistischer Standesbeamter zwei Protestanten zivilrechtlich traut, die
nicht an ein Ehesakrament glauben, warum soll dann ein Weihesakrament nicht zustandekommen, nur weil ein
Papst vor hundert Jahren Zweifel hatte, ob möglicherweise eventuell vieleicht die Intention des Spenders
oder des Empfängers nicht ganz die richtige wäre…
#9 Tridentinus 12:58:38 | Montag, 27. November 2006
Anglikanische Weihen Natürlich könnten gültige Weihelinien in die Anglikanische Gemeinschaft führen.
Aber Leo XIII. hat sich ja in seiner Ungültigkeitsfestellung vor allem auf Intentionsmängel (die durch
Hinzuziehung gültig geweihter Ko-Konsekratoren eventuell ausgeräumt sein könnten) und auf Mängel,
die innerhalb des anglikanischen Weiheritus (!) bestehen, bezogen, welch letztere auch heute noch gegeben
sind. Manche Sedisvakantisten würden jetzt übrigens argumentieren, die Gültigkeit der anglikanischen
Riten müsse vom nachkonziliaren Rom konsequent zugegeben werden, wenn die eigenen, von Paul VI. reformierten
Riten als gültig gelten sollen.
Das ist so eine Frage mit der Gültigkeit… Es reicht nämlich nicht, einen gültig geweihten Bischof
zur Handauflegung zuzulassen. Auch das Weihegebet (die Form) muss deutlich aussprechen, was die Kirche
tut (wenn sie Bischöfe weiht) und die Materie (Handauflegung) näher bestimmen. Außerdem muss dann der
eine gültig geweihte Bischof die Form aussprechen und die Intention zur gültigen Weihespendung haben.
Außerdem darf der Empfangende (der „Electus“) keinen Obex gegen den Empfang des Weihesakramentes im katholischen
Sinne setzen. Da aber nicht klar ist, ob die Bischofsweihe auch die Priesterweihe vollständig ersetzt
oder Sie nur ergänzt, müsste der „Electus“ vorher eine gültige Priesterweihe empfangen haben. Ansonsten
wäre selbst bei der positiven Annahme, daß alle Bedingungen für eine gültige Bischofsweihe erfüllt
seien, die Weihe wenigstens zweifelhaft, wenn nicht gar ungültig. Außerdem… der Versuch der Wiedereinführung
der Succzessio Apostolica durch die Hintertür dürfte schon sehr fragwürdig erscheinen, oder????
@burgorus oder gibts da noch Einwände? Ja natürlich. Da die Anglikaner ja böse Ketzer sind, und weil
der olle Leo vor hundert Jahren gesagt hat, daß sie keine gültigen Weihen haben, darum dürfen sie natürlich
auch heute keine gültigen Weihen haben. Zwar behaupten liberalistische Modernisten und rotarische Freimaurer,
daß sich die Welt in den letzen hundert Jahren seit Leo weiterbewegt habe, aber ein aufrechter Tradi
weiss natürlich, daß sich die Welt nicht bewegt, das hat ihr schliesslich der heilige Pius IX mit seinem
Syllabus verboten.
Die Anglikaner besitzen schon seit Längerem gültig geweihte Bischöfe und Priester Ich weiß von einem
Katholiken, der in Oxford studiert hat, dass sich die Anglikaner die Worte Papst Leos XIII., ihre Weihen
seien null und nichtig, zu Herzen genommen haben und seitdem bei ihren Weihen Ko-Konsekratoren hinzuziehen.
Wenn ich mich richtig erinnere, handelt es sich dabei jeweils um einen altkatholischen und einen byzantinischen
Bischof. Zumindest Letzterer müsste doch gültig geweiht sein, womit dann die Bischofs- und Priesterweihen
der Anglikaner gültig wären. Oder gibt’s da andere Einwände?
Türkei bleibt draußen www.spiegel.de/…,1518,450852,00.html Was die Stellungnahmen des Vaticans angeht,
so kommt es mir vor, als dass es den zitierten Leuten nicht schnell genug mit der Abschaffung des Christentums
in Europa geht. Aber da sind die Evangelikalen und Pfingstler vor
#3 Beobachterin 10:49:21 | Montag, 27. November 2006
der Vatikan und die Türkei Es ist schon traurig, daß der vatikanische Staatssekretär Bertone den EU-Beitritt
der Türkei begrüßen würde, wobei er gleichzeitig betont, daß der Vatikan in dieser Frage neutral
bleibe. Si tacuisses, Bertone …
#1 Tridentinus 09:01:25 | Montag, 27. November 2006
Bedauerlicher als dieser anglikanische Gottesdienst, der ja keine katholische Messfeier sein will, ist
ein Umstand in der Diözese Innsbruck hinsichtlich der Simulationen eines suspendierten Ständigen Diakons
der Diözese St. Pölten, Herrn Dr. med. Franz Federspiels, der sich inzwischen Pater Franziskus nennt
und von Dusan Spiner, Olmütz, zum Priester geweiht worden sein will. Spiners Bischofsweihe durch Felix
Maria Dawidek wird von Rom nicht anerkannt. Dieser Einschätzung schliesst sich auch die FSSPX an. Ein
Fall seltener Einigkeit. Federspiel agiert als „traditionstreu“, seine tridentinischen (!)Simulationen,
vermutlich auch der Beichte, erfolgen wohl vorwiegend im Tauhof /Axams. Von Spiner selbst kann man eindeutig
nicht annehmen, er handele bona fide, da er nachweislich auch mit dem KirchenVolksBegehren zusammenarbeitet
und sich für Frauenordination engagiert. Auch er hat schon im Tauhof pontificaliter Mese gelesen und
das tridentinisch getan so gut er konnte. Er ist wenigstens Priester, allerdings zurecht suspendiert,
denn solch diametral entgegengesetzte Engagements des Episkopates sind zweifellos unseriös. Ein tragischer
Sieg des Bösen Feindes über das aufrichtige Wirken Hw. Herrn Pater Fridolin Aussersdorfers OFM (RIP,
verstorben am Namen-Jesu-Fest 2005) unter dem trügerischen Schein der Kontinuität!