kreuzmeldungen
Vorfreude + Vatikan für EU-Beitritt der Türkei + Medienpreis für Mordpropaganda + Meßsimulation + Die Kirche entwickelt sich
© Steve Roe, flickr, Creative Commons Licence
Vorfreude

Vatikan. Benedikt XVI. fühlt sich mit dem „historisch und kulturell reichen türkischen Volk“ freundschaftlich verbunden. Das erklärte der Papst beim gestrigen Angelusgebet. Er freue sich auf die morgen beginnende Türkeireise: auf das Treffen mit der kleinen Gruppe der Katholiken und auf ein brüderliches Zusammensein mit der orthodoxen Gemeinschaft am Fest des Apostels Andreas. Gestern gab der Vatikan bekannt, daß der Papst am 30. November auch die blaue Moschee in Istanbul besuchen wird.

Vatikan für EU-Beitritt der Türkei

Vatikan. Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone begrüßte gestern in einem TV-Interview den EU-Beitritt der Türkei: „Ich hoffe, die Türkei kann die Bedingungen für den EU-Beitritt und für die Integration in Europa erfüllen.“ Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘ANSA’. Gleichzeitig erklärte der Kirchenfürst, daß es sich um eine politische Entscheidung handle, in welcher der Vatikan neutral bleiben werde. Der Sprecher des Vatikan, Pater Federico Lombardi, erklärte vor der türkischen Nachrichtenagentur ‘Anatolia’, daß die Türkei die Kriterien für den Beitritt erfüllen müsse: „Warum sollte das Land danach kein Vollmitglied der EU werden?“ Kurz vor seiner Wahl zum Papst hatte sich Kardinal Ratzinger noch gegen einen türkischen EU-Beitritt geäußert.

Medienpreis für Mordpropaganda

Deutschland. Am Freitag erhielt ein Reportage zur Kindereuthanasie in den Niederlanden einen Medienpreis. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Der prämierte Text eines Schweizer Journalisten „Der gute Tod“ propagiert die Tötung schwerkranker und behinderter Neugeborener. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis trägt den Namen ‘Im Zentrum der Mensch’ und wird von dem umstrittenen Dresdener ‘Deutschen Hygiene-Museum’ und der ‘Deutschen Krankenversicherung’ verliehen. Er zählt zu den wertvollsten deutschen Auszeichnungen im sogenannten Wissenschaftsjournalismus.

Meßsimulation

Italien. Am Mittwoch stand der Primas der anglikanischen Gemeinschaft und Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, in der römischen Basilika Santa Sabina einem anglikanischen Gottesdienst vor. Ein englischer Weblogger kommentierte, daß zur Freude der Traditionalisten über den Kelch die Worte „für viele“ gesprochen und in Santa Sabina nie eine so gute Kirchenmusik zur Aufführung gekommen sei. Die Anglikaner besitzen keine gültigen Weihen.

Die Kirche entwickelt sich

„Was die 50 Jahre alte Christus-König-Kirche angeht, sind mehrere Nutzungsvarianten im Gespräch – vom Umbau zur Seniorenwohnanlage über die Errichtung von Zwei-Familien- bis hin zu Mehrgenerationen-Häusern, die unter Einbeziehung der Kirche gebaut werden könnten. Kaplan Mirko Quint: »Die Kirche soll als Gotteshaus erkennbar sein, ein Raum soll für Gottesdienst-Zwecke erhalten bleiben.«“

Aus einem Artikel in der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ über die Schließung der Christus-König-Kirche in Buer, einem Stadtteil von Gelsenkirchen. Das Gotteshaus wurde am letzten Wochenende profaniert.
      
19 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#19   Benedikt   16:55:29 | Dienstag, 28. November 2006
Typisch
in Santa Sabina nie eine so gute Kirchenmusik
Die übliche Überheblichkeit dieser Kreise. Diese Kirche ist 1500 Jahre alt und hat sicher schon mehr Musik gehört als alle traditionalistischen Kapellen zusammen.
Redaktion benachrichtigen
#18   Stephanus   20:23:44 | Montag, 27. November 2006
stime der vernunft:
wo bitte ist der unterschied zwischen lefebvrianisch und katholisch???
und:
wer hat hier wirklich ahnung und kann einmal lückenlos nachweisen, daß es sowohl in den anglikanischen wie lutherischen hochkirchen garantiert keine gültigen weihen mehr gibt.
es wird immer wieder von teilbereichen gesprochen, die sich wohl innerhalb ihrer eigenen kirche sehr zurückhalten bzw. sich fast ausgrenzen, in denen es eine lückenlose rückverfolgung gültiger weihen bis eben hin zu ihrer entstehung oder abspaltung usw. geben soll.
das wäre doch mal eine spannende geschichte,oder????
Redaktion benachrichtigen
#17   methusalix †   19:07:55 | Montag, 27. November 2006
Wei heisst der diesjährige Nobelpreisträger für Literatur, Sulpi?
Sulpicius: „historisch und kulturell reichen türkischen Volk“ Soll das ein Witz sein???
Richtig! Orhan Pamuk! und wo kommt er her? Wieder richtig, Sulpi, aus Istanbul! Sehr gut Sulpi; setzen, summa cum laude!
Redaktion benachrichtigen
#16   gelasius   17:09:04 | Montag, 27. November 2006
@exbochumer
War schon klar. Macht aber auch nichts.
Redaktion benachrichtigen
#15   ExBochumer †   17:07:52 | Montag, 27. November 2006
@ Gelasius
Sie haben ÜBERHAUPT nicht erfasst, worum es mir in meinem Posting ging.
:-#
Redaktion benachrichtigen
#14   gelasius   16:43:27 | Montag, 27. November 2006
@exbochumer
Tja – es gibt eben unterschiedliche Prioritäten. Kreuz.net wird sicher auch während des Konstantinopelbsuches des Papstes hauptsächlich über die viel Wichtigeres zu berichten haben. z.B.-„lebt Prof.Berger im Konkubinat? „ und „ warum hat er diese Frau geheiratet“. Letztere ist eine der intelligentesten Fragen , die hier je gestellt wurden.naja und Fulda bleibt ja ein ewiges Thema, dann Homos und Aids und weitere Skandale der V II Sekte.
Was brauchen wir da die Türkeireise ?
Redaktion benachrichtigen
#13   ExBochumer †   16:37:07 | Montag, 27. November 2006
Zum Papstbesuch in der Türkei
sind die beiden Noe’s in der Türkei vertreten (= „die“ aus dem kath.net).
Die wollen mit Euch chatten, am Dienstag-Abend, direkt aus der Türkei.
Vielleicht klinkt sich ja jemand ein. Ich bin bestimmt dabei.
^-^
Redaktion benachrichtigen
#12   stimme der vernunft †   15:58:58 | Montag, 27. November 2006
@Burgorus
Sie hoffen auf eine geschlossene Konversion der anglikanischen Hochkirche (ohne Feministen) zur katholischen.
Hochkirchler ohne Frauenweihebefürworter? Da bleiben dann aber nicht viele übrig, und die werden eher lefebvrianisch als katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#11   Burgorus   14:51:30 | Montag, 27. November 2006
Gültigkeit der anglikanischen Weihen (zu den Einwänden von Tridentinus und Alfredo Ottaviani)
Zu den von Tridentinus vorgebrachten eventuellen Mängeln am Weiheritus: Meiner Meinung sollte sich der eingeladene Bischof der Ostkirche seiner Verantwortung bewusst sein, dass nämlich die Frage der Gültigkeit der Weihe allein auf seinen Schultern liegen könnte, und so könnte er still und unbemerkt einige eventuelle Mängel der anglikanischen Form zu ersetzen versuchen.
Zur Frage des Obex: Ein Obex gegen die katholische Kirche wird von der anglikanischen Kirche selbst gesetzt, deren erstes Gebot bei der Einladung von Ko-Konsekratoren immer noch ist: Er darf bloß nicht katholisch, d.h. papistisch sein. Ein solcher Obex dürfte aber bei der Ostkirche zumindest zur Zeit ihrer größten Feindschaft mit der lateinischen Kirche ebenso gesetzt gewesen sein.
Nach A. Ottaviani muss aber der Obex ohnehin vom Electus gesetzt sein. Dies dürfte bei den anglikanischen Priesterfreunden des Oxford-Theologen, von dem ich sprach, gewiss nicht der Fall sein. Im Herzen sind die alle tiefkatholisch. Sie halten sich für gültig geweiht. Sie wollen nur noch nicht konvertieren, da sie nicht den Rumpf der anglikanischen Kirche zurücklassen wollen. Sie wollen halt ihre Herde nicht im Stich lassen. Sie hoffen auf eine geschlossene Konversion der anglikanischen Hochkirche (ohne Feministen) zur katholischen.
Die Einführung der Weihen durch die „Hintertür“ sollte kein Grund für deren Ungültigkeit sein. Sie zeigt, dass sich die Anglikaner schämen, sich nur nicht öffentlich zu ihrem Irrtum bekennen wollen.
Redaktion benachrichtigen
#10   stimme der vernunft †   13:16:18 | Montag, 27. November 2006
@tridentinus
Mängel, die innerhalb des anglikanischen Weiheritus (!) bestehen, bezogen, welch letztere auch heute noch gegeben sind.
Die bestanden schon zu Leos zeiten lange nicht mehr.
Die Ritusmängel auf die Leo anspielt, die seiner Meinung nach die anglikanische Sukzession unterbrochen haben, geschahen unter Edward VII, dem Sohn Heinrichs VIII und wurden schon unter Mary I (Heinrichs Tochter, der katholischen) wieder rückgängig gemacht.
@ottaviani
Mit den Intentionen ist das so eine Sache. Da das Ehesakrament auch zustandekommt, wenn ein atheistischer Standesbeamter zwei Protestanten zivilrechtlich traut, die nicht an ein Ehesakrament glauben, warum soll dann ein Weihesakrament nicht zustandekommen, nur weil ein Papst vor hundert Jahren Zweifel hatte, ob möglicherweise eventuell vieleicht die Intention des Spenders oder des Empfängers nicht ganz die richtige wäre…
Redaktion benachrichtigen
#9   Tridentinus   12:58:38 | Montag, 27. November 2006
Anglikanische Weihen
Natürlich könnten gültige Weihelinien in die Anglikanische Gemeinschaft führen. Aber Leo XIII. hat sich ja in seiner Ungültigkeitsfestellung vor allem auf Intentionsmängel (die durch Hinzuziehung gültig geweihter Ko-Konsekratoren eventuell ausgeräumt sein könnten) und auf Mängel, die innerhalb des anglikanischen Weiheritus (!) bestehen, bezogen, welch letztere auch heute noch gegeben sind. Manche Sedisvakantisten würden jetzt übrigens argumentieren, die Gültigkeit der anglikanischen Riten müsse vom nachkonziliaren Rom konsequent zugegeben werden, wenn die eigenen, von Paul VI. reformierten Riten als gültig gelten sollen.
Redaktion benachrichtigen
#8   Alfredo Ottaviani   12:51:18 | Montag, 27. November 2006
Das ist so eine Frage mit der Gültigkeit…
Es reicht nämlich nicht, einen gültig geweihten Bischof zur Handauflegung zuzulassen. Auch das Weihegebet (die Form) muss deutlich aussprechen, was die Kirche tut (wenn sie Bischöfe weiht) und die Materie (Handauflegung) näher bestimmen. Außerdem muss dann der eine gültig geweihte Bischof die Form aussprechen und die Intention zur gültigen Weihespendung haben. Außerdem darf der Empfangende (der „Electus“) keinen Obex gegen den Empfang des Weihesakramentes im katholischen Sinne setzen. Da aber nicht klar ist, ob die Bischofsweihe auch die Priesterweihe vollständig ersetzt oder Sie nur ergänzt, müsste der „Electus“ vorher eine gültige Priesterweihe empfangen haben. Ansonsten wäre selbst bei der positiven Annahme, daß alle Bedingungen für eine gültige Bischofsweihe erfüllt seien, die Weihe wenigstens zweifelhaft, wenn nicht gar ungültig.
Außerdem… der Versuch der Wiedereinführung der Succzessio Apostolica durch die Hintertür dürfte schon sehr fragwürdig erscheinen, oder????
Redaktion benachrichtigen
#7   stimme der vernunft †   12:35:55 | Montag, 27. November 2006
@burgorus
oder gibts da noch Einwände?
Ja natürlich. Da die Anglikaner ja böse Ketzer sind, und weil der olle Leo vor hundert Jahren gesagt hat, daß sie keine gültigen Weihen haben, darum dürfen sie natürlich auch heute keine gültigen Weihen haben. Zwar behaupten liberalistische Modernisten und rotarische Freimaurer, daß sich die Welt in den letzen hundert Jahren seit Leo weiterbewegt habe, aber ein aufrechter Tradi weiss natürlich, daß sich die Welt nicht bewegt, das hat ihr schliesslich der heilige Pius IX mit seinem Syllabus verboten.
Redaktion benachrichtigen
#6   Burgorus   12:21:51 | Montag, 27. November 2006
Die Anglikaner besitzen schon seit Längerem gültig geweihte Bischöfe und Priester
Ich weiß von einem Katholiken, der in Oxford studiert hat, dass sich die Anglikaner die Worte Papst Leos XIII., ihre Weihen seien null und nichtig, zu Herzen genommen haben und seitdem bei ihren Weihen Ko-Konsekratoren hinzuziehen. Wenn ich mich richtig erinnere, handelt es sich dabei jeweils um einen altkatholischen und einen byzantinischen Bischof. Zumindest Letzterer müsste doch gültig geweiht sein, womit dann die Bischofs- und Priesterweihen der Anglikaner gültig wären. Oder gibt’s da andere Einwände?
Redaktion benachrichtigen
#5   Sulpicius   11:52:16 | Montag, 27. November 2006
„historisch und kulturell reichen türkischen Volk“
Soll das ein Witz sein???
Redaktion benachrichtigen
#4   Unschuld   11:12:23 | Montag, 27. November 2006
Türkei bleibt draußen
www.spiegel.de/…,1518,450852,00.html
Was die Stellungnahmen des Vaticans angeht, so kommt es mir vor, als dass es den zitierten Leuten nicht schnell genug mit der Abschaffung des Christentums in Europa geht. Aber da sind die Evangelikalen und Pfingstler vor :-)
Redaktion benachrichtigen
#3   Beobachterin   10:49:21 | Montag, 27. November 2006
der Vatikan und die Türkei
Es ist schon traurig, daß der vatikanische Staatssekretär Bertone den EU-Beitritt der Türkei begrüßen würde, wobei er gleichzeitig betont, daß der Vatikan in dieser Frage neutral bleibe. Si tacuisses, Bertone …
Redaktion benachrichtigen
#2   stimme der vernunft †   09:37:20 | Montag, 27. November 2006
was machen denn
Traditionalisten in einer anglikanischen Messe?
Dafür werden sie in der Hölle schmoren! >:)
Redaktion benachrichtigen
#1   Tridentinus   09:01:25 | Montag, 27. November 2006
Bedauerlicher
als dieser anglikanische Gottesdienst, der ja keine katholische Messfeier sein will, ist ein Umstand in der Diözese Innsbruck hinsichtlich der Simulationen eines suspendierten Ständigen Diakons der Diözese St. Pölten, Herrn Dr. med. Franz Federspiels, der sich inzwischen Pater Franziskus nennt und von Dusan Spiner, Olmütz, zum Priester geweiht worden sein will. Spiners Bischofsweihe durch Felix Maria Dawidek wird von Rom nicht anerkannt. Dieser Einschätzung schliesst sich auch die FSSPX an. Ein Fall seltener Einigkeit. Federspiel agiert als „traditionstreu“, seine tridentinischen (!)Simulationen, vermutlich auch der Beichte, erfolgen wohl vorwiegend im Tauhof /Axams. Von Spiner selbst kann man eindeutig nicht annehmen, er handele bona fide, da er nachweislich auch mit dem KirchenVolksBegehren zusammenarbeitet und sich für Frauenordination engagiert. Auch er hat schon im Tauhof pontificaliter Mese gelesen und das tridentinisch getan so gut er konnte. Er ist wenigstens Priester, allerdings zurecht suspendiert, denn solch diametral entgegengesetzte Engagements des Episkopates sind zweifellos unseriös.
Ein tragischer Sieg des Bösen Feindes über das aufrichtige Wirken Hw. Herrn Pater Fridolin Aussersdorfers OFM (RIP, verstorben am Namen-Jesu-Fest 2005) unter dem trügerischen Schein der Kontinuität!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenWahrhaft objektiv + … kreuzmeldungenIch bin der Nabel der Welt + … kreuzmeldungenÖkumenische Beeinträchtigung + … kreuzmeldungenDunkle Mächte + … kreuzmeldungenDer wahrhaft historische Jesus + … kreuzmeldungenLang lebe der Laizismus? + … kreuzmeldungenUnersetzbar + … kreuzmeldungenPapst über Pastoralpläne + … kreuzmeldungenEine fundamentale Sache + … kreuzmeldungenDer Papst ist informiert + … kreuzmeldungenSeele der Seele + … kreuzmeldungenPriesterehe statt Alte Messe + … kreuzmeldungenSie tagen und tagen, und es dämmert nicht + … kreuzmeldungenAuch Sorgen + … kreuzmeldungenPäpstliche Emotionen + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net