13:57:40 | Mittwoch, 29. November 2006
Während seiner Exerzitien schrieb der zukünftige Papst in sein Tagebuch: „Ich liebe die Türken.“

Benedikt XVI. traf gestern den Präsidenten der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu.
(kreuz.net/ Kirche in Not) Mons. Angelo Roncalli kam im Januar 1935 in die Türkei, um dort als Apostolischer
Delegat zu wirken.
Schon ein Jahr später sagte er: „Ich fühle eine tiefe Zuneigung für dieses Volk,
zu dem mich der Herr gesandt hat.“
Während seiner Exerzitien 1939 schrieb er:
„Ich liebe die Türken.“
Während des Zweiten Weltkrieges rettete Mons. Roncalli im direkten Auftrag von Papst Pius XII. zahllose
Juden, die sich in die Türkei geflüchtet hatten.
Der deutsche Reichskanzler Franz von Papen sagte beim
Nürnberger Prozeß aus, daß Mons. Roncalli 24.000 Juden gerettet habe.
Im Januar 1953 ernannte ihn
Papst Pius XII. zum Kardinal und Patriarchen von Venedig. Fünf Jahre später, im Oktober 1958, wurde
er zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes XXIII. an.
Er blieb weiterhin ein Freund der Türkei.
Ein päpstliches Schreiben an das Apostolische Vikariat in Istanbul endete mit guten Wünschen für das
türkische Volk.
Der türkische Präsident Celal Bayar besuchte den Papst am 11. Juni 1959.
Im Jahre
1960 plante man zum Gedenken an den 25. Jahrestag der Ankunft des Apostolischen Delegaten Roncalli in
der Türkei verschiedene Gedenkveranstaltungen.
In Istanbul herrschte gerade der Ausnahmezustand.
Dennoch
erlaubte der Gouverneur von Istanbul die Feiern und beendete seine Grußadresse mit den Worten: „Papst
Roncalli ist der erste türkische Papst in der Geschichte.“
Bei einer weiteren Roncalli-Woche 1986 würdigte
ihn auch die Jüdische Gemeinde in Istanbul wegen seiner Verdienste in der Zeit der Nationalsozialisten.
„Er war ein wahrer Freund der Türken, die er liebte und schätzte“ – erklärte ein halbes Jahrhundert
später der türkische Außenminister Ihsan Sabri Caglayangil.
Der Minister sprach anläßlich einer
Roncalli-Woche, die fünfzig Jahre nach der Ankunft von Nuntius Roncalli in der Türkei veranstaltet wurde.
Nach der Seligsprechung von Johannes XXIII. im September 2000 veranstalteten die türkischen Behörden
eine Reihe von Feiern zu Ehren des neuen Seligen.
Sie fanden ihren Höhepunkt mit der Namensänderung
für die Ölcek-Straße in Ankara, die fortan Papa-Roncalli-Straße heißt.
Man widmete ihm auch eine
Broschüre in türkischer, englischer und französischer Sprache mit dem Titel „Ein Freund der Türken.“
Kultusminister Istemihan Talay schreibt darin:
„Das türkische Volk, das einen Sinn für Freundschaft
hat, wird Roncalli niemals vergessen.“
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#16
Hypatia 21:39:02 | Mittwoch, 29. November 2006
#13
-=Richard=- 19:12:05 | Mittwoch, 29. November 2006
#12
Pünktchen 19:00:28 | Mittwoch, 29. November 2006
#11
Hypatia 18:55:48 | Mittwoch, 29. November 2006
#10
La_Fille_d'Isis † 18:48:05 | Mittwoch, 29. November 2006
#9
Elendester Sünder 18:40:19 | Mittwoch, 29. November 2006
#8
Udalricus 16:51:40 | Mittwoch, 29. November 2006
#7
Breze 16:27:32 | Mittwoch, 29. November 2006
#6
ExBochumer † 16:26:55 | Mittwoch, 29. November 2006
#5
Sulpicius 16:14:01 | Mittwoch, 29. November 2006
#4
gelasius 15:51:32 | Mittwoch, 29. November 2006
#3
ExBochumer † 15:41:36 | Mittwoch, 29. November 2006
#2
turk 14:54:32 | Mittwoch, 29. November 2006
#1
Maledica 14:16:45 | Mittwoch, 29. November 2006