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Papst-Messe für die Opfer des Seebebens + Von den Deutschen wegen seiner Ausgewogenheit gerühmt + Kinderkrippen statt Lebensschutzbüros + „Lasset uns tippen“+ Es findet statt im Mutterschoß
Papst-Messe für die Opfer des Seebebens

Vatikan. Nach Angaben seines Pressesprechers, Joaquin Navarro-Valls, las der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., gestern Abend eine Messe für die Opfer des Seebebens und für jene, die an den Folgen der Katastrophe litten. Nach offiziellen Angaben rissen die Fluten mehr als 150.000 Menschen in den Tod. Die Zahl der Obdachlosen wird auf 5 Millionen geschätzt.

Von den Deutschen wegen seiner Ausgewogenheit gerühmt

Deutschland. Am 3. Januar wird Erzbischof Giovanni Lajolo, der de facto Außenminister des Vatikans, 70 Jahre alt. Giovanni Lajolo wurde am 3. Januar 1935 in Novara in der nordwestitalienischen Region Piemont geboren. Papst Johannes XXIII. weihte ihn 1960 zum Priester. Anschließend studierte er in München Kirchenrecht und doktorierte 1965 in diesem Fach. 1970 trat er in den diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls und arbeitete sich bis zum Nuntius der Bundesrepublik Deutschland empor. In dieser Stellung stand der Spitzendiplomat nach Angaben von Radio Vatikan vor einer besonders heiklen Aufgabe: „Lajolo hatte gegenüber den deutschen Bischöfen die kompromißlosen Papstbriefe zu vertreten und im Vatikan wiederum deren Proteste und gewünschten Verbleib in der gesetzlichen Schwangerschaftsberatung zu erläutern.“ 2003 wurde Erzbischof Lajolo von Papst Johannes Paul II. zum ‘Außenminister’ des Vatikan ernannt. Bei seiner Verabschiedung in Berlin wurde seine Ausgewogenheit besonders hervorgehoben.

Kinderkrippen statt Lebensschutzbüros

Österreich. Am 29. Dezember kritisierte die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak in einer Presseaussendung die angeblich „unklaren Aussagen von Bischof Küng“ in einem Interview, das der Bischof von St. Pölten einem Medienorgan gab. Die Familiensprecherin lamentiert, daß Bischof Klaus Küng eine künftige Bestrafung für Mütter, die eine Abtreibung vornehmen ließen, nicht ausschließe: „Dieses Signal muß alle Alarmglocken schrillen lassen“, meinte die Familiensprecherin. Sie forderte vom neuen Bischof von St. Pölten, sich gegen eine strafrechtliche Belangung von Müttern wegen einer begangenen Abtreibung auszusprechen: „Hände weg von der Fristenlösung.“ Die Grünen-Sprecherin meinte, es seien keine Lebensschutzbüros nötig. Es bräuchte Politiker, welche die Kinderarmut bekämpften, Wohn- und Spielräume sowie Kinderbetreuungsstätten einrichteten. Frau Mandak äußerte sich nicht zur Frage, wie sich die Abtreibung mit den grünen Postulaten zur Bewahrung der Natur zusammenreimt.

„Lasset uns tippen“

WWW. Norbert Lübke, Referatsleiter im Fachbereich Jugendpastoral des katholischen Bistums Hildesheim in Norddeutschland, ist der Verantwortliche für die Internetseite „www.funama.de“. Der Theologe betreut gemeinsam mit Pfarrer Martin Tenge und einem entsprechenden Seelsorgeteam die 1998 „geweihte“ Internetkirche St. Bonifatius. In dieser virtuellen Kirche werden regelmäßig sogenannte ‘Online-Gottesdienste’ abgehalten. Die fromme Gemeinde versammelt sich in einem Chatraum. Der elektronische Gottesdienst endet mit dem gemeinsamen Tippen eines Vaterunsers. Mit dem virtuellen Segen endet die Internetzeremonie.

Es findet statt im Mutterschoß

Es findet statt im Mutterschoß
ein Holocaust, der namenlos.
Vielleicht, daß einst in fernen Zeiten
die, welche heut dagegen streiten,
als die gerechten Kämpfer gelten
im Widerstand, der damals selten,
und jene, die den bösen Brauch
erklär’n als „Recht auf ihren Bauch“,
als die historisch schuld’ge Schar,
die Massenmords Komplice war.

(Wolf Martin, In den Wind gereimt/Kronenzeitung 9.8.1997)
      
2 Lesermeinungen
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#2   Dolfus   19:34:37 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Ein Lob an Wolf Martin
Wolf Martin trifft Tag für Tag ins Schwarze, er nennt die Dinge beim Namen, und bleibt auch bei stärkstem Gegenwind seiner Überzeugung treu.
Insofern haben wir Österreicher Glück, daß die „Krone“ solche Freiheiten zuläßt und sich nicht der restlichen Medienmafia beugt, obwohl diese sie killen möchte und wahrscheinlich nahe dran ist.
Christlich ist die Krone leider nicht, obwohl die Bischöfe Christoph und Kurt und auch der verstorbene Kräuterpfarrer (angeblich ein Wunschkandidat Bischof Krenns für eine Seligsprechung) regelmäßige Kolumnisten sind … es gibt viel Beklagenswertes an der Krone, besonders frauenentwürdigende Bilder und Abtreibungsklinik-Inserate.
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#1   Yersinia   19:19:14 | Donnerstag, 6. Januar 2005
wozu das Zitat aus der „Kronen-Zeitung“?
Nicht jeder, der sich auf die Anti-Abtreibungswelle schwingt, wirkt auch wirklich fruchtbar gegen die Abtreibung. Und beim Menschen- und Zeitgeistbild der „Kronen-Zeitung“ habe ich wirklich meine Zweifel.
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