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Papst in kugelsicherer Weste? + Erwartungen + Ein nicht erhörtes Gebet + Der Zölibat erklärt + Nicht mehr auf der Höhe der Entscheidungskraft
Papst in kugelsicherer Weste?

Türkei. Die Türkei ist für den heute beginnenden Besuch des Papstes gerüstet. Sprengstoffexperten, Bereitschaftspolizisten und Anti-Terror-Einheiten sichern jede Station von Land, Wasser und Luft aus. Scharfschützen wachen auf den Dächern. Das Papamobil ist durch eine gepanzerte Limousine ersetzt, die von gleich aussehenden Fahrzeugen begleitet wird. Es ist jeweils nicht bekannt, in welcher sich der Papst befindet. Laut der Londoner Tageszeitung ‘Times Online’ soll der Heilige Vater auch eine kugelsichere Weste tragen.

Erwartungen

Vatikan. Die Neuseeländerin Keisha Castle-Hughes (16), die im Weihnachtsfilm ‘Es begab sich aber zu der Zeit…’ die Muttergottes spielt, nahm am Sonntag nicht an der vatikanischen Premiere des Films teil. Grund ist offenbar eine uneheliche Schwangerschaft. Ein Mitglied des Päpstlichen Kulturrates redet sich vor dem ‘Britischen Rundfunk’ heraus: Von der Schauspielerin sei erwartet worden, ihre Rolle gut zu spielen – nicht, eine Heilige zu sein.

Ein nicht erhörtes Gebet

„Am 18. September 1949 schreibt er in sein geistliches Tagebuch: »Herr, gewähre mir, in allen Dingen immer auf der Seite des Papstes zu stehen«.“

Die linkskatholische französische Wochenzeitung ‘Témoignage Chrétien’ in einem Artikel über den Schweizer Theologen Hans Küng (78).

Der Zölibat erklärt

Deutschland. Der evangelische Münchener Landesbischof Johann Friedrich nannte die zu große Arbeitsbelastung als eine Ursache für die vielen Ehescheidungen unter protestantischen Pfarrern. 60 Arbeitsstunden und mehr pro Woche seien bei vielen die Regel. Friedrich äußerte sich nach einem Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur ‘idea’ am Montag vor seiner Landessynode.

Nicht mehr auf der Höhe der Entscheidungskraft

Deutschland. Ein Vorstandsmitglied der ‘Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde’ warnte vor der „demnächst auch bei uns institutionalisierten“ Euthanasie. Der Psychiater äußerte sich im Interview mit der in Weinheim bei Mannheim erscheinenden Zeitschrift ‘Psychologie Heute’: „Wenn das Leben zu Ende geht, ob nun im Alter oder in jungen Jahren, stehen wir nicht mehr auf der Höhe der Entscheidungskraft.“ Eine unheilbare Erkrankung gehe mit Ängsten Depressionen und psychischen Störungen einher.
      
6 Lesermeinungen
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#7   Udalricus   22:06:17 | Mittwoch, 29. November 2006
Klotz am Bein
Der Korrektheit halber: Bischof Sturm sagte nicht „Hemmschuh“, sondern „Klotz am Bein“, was aber am Sinn nichts ändert.
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#5   Udalricus   15:52:16 | Dienstag, 28. November 2006
Protestanten und Zölibat
Mich erinnert die Feststellung der Überforderung der Pastoren durch Frau und Familie an eine Diskussion zwischen Kardinal Schönborn und Bischof Herwig Sturm im ORF. Damals ist Sturm den Kardinal angefahren und hat gemeint: Sie haben ja in ihrer Kirche den Zölibat als großen Hemmschuh! Darauf meinte der Herr Kardinal nur sehr perplex: „Das war jetzt aber nicht sehr mitbrüderlich!“
Vielleicht müsste man den evangelischen Bischof nun fragen, ob nicht die Pastorenfrauen der größere Hemmschuh sind? ;-)
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#4   Theotimus   11:44:44 | Dienstag, 28. November 2006
@ Athanasius
skrupolizität ist keinesfalls zwangsläufig eine „sündige“ Abweichung, vielmehr gilt sie, wie in den gängigen moraltheologischen Handbüchern, als Krankheit, welche verschiedene Ursachen haben kann.
Wie Albert Mock in seinem Bändchen „Abschied von Luther“ herausgearbeitet hat, ist die Skrupolizität Luthers einerseits auf dessen natürliche Veranlagung zur manischen Depression, andererseits auf Verdrängung einer schweren Schuld die er anscheinend nie richtig gebeichtet hat, zurückzuführen. Es waren also nicht seine häufigen, sondern seine sakrilegischen Beichten, welche die Krankheit zum Ausbruch brachten.
Im Einzelfalle obliegt es dem Beichtvater bzw. geilstlichen Leiter, zu beurteilen, wie häufig der Pönitent beichten sollte.
So verbot der hl. Johannes Bosco dem hl. Dominikus Savio die täglich Beichte, andererseits gab es grosse Heilige, wie der hl. Leopold Mandic, die täglich zur Beichte gingen.
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#3   Matthias_DD   09:44:31 | Dienstag, 28. November 2006
vielbeschäftigte „Pfarrer“?
die zu große Arbeitsbelastung als eine Ursache für die vielen Ehescheidungen unter protestantischen Pfarrern. 60 Arbeitsstunden und mehr pro Woche seien bei vielen die Regel.
Da kommen mir aber echt die Tränen. Wenn das der Grund für Ehescheidungen ist, wären wohl alle Selbständigen geschieden. Vielleicht ist der Grund der Ehescheidungen unter den sog. Pfarrern eher ein Mangel an Demut vor dem Sakrament und damit vor Gott?!
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#2   Athanasius   09:41:00 | Dienstag, 28. November 2006
Zum Tagebuch von Hans Küng
Hans Küng litt in seiner Jugend und Studienzeit an der gleichen Krankheit an der Dr. M. Luther seinerzeit litt. Nicht dass ich die zwei gleichsetzen möchte (Luther glaubte sicherlich noch an der Gottheit Jesu Christi), aber die Parallele sind deutlich.
Küng ging fast täglich zur Beichte. Wie Luther.
Skrupulosität ist eine sündige Abweichung die man häufig bei extremintelligenten Menschen auffindet. Sie soll bestritten werden. Vor allem weil es sie unter bestimmten „traditionellen“ Gläubigen auch gibt. Monatlich beichten ist gut und anempfohlen, aber täglich ist es schon gefährlich.
Das Tagebuch weist auch auf, daß Küng vor allem nach seiner Arbeit mit dem protestantischen Barth und nach einer Zeit als Peritus auf dem Revolutionären Konzil wo nicht einmal Paul VI richtig klarstellte was er wollte, in den Abfall gefahren ist.
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#1   duc in altum   09:28:33 | Dienstag, 28. November 2006
@ Erwartungen
Die Schauspielerin die Maria dargestellt hat, ist unehelich schwanger. Hoffentlich kommt sie nicht am 24.12. nieder. Das wäre dann wohl zu heavy.
Nennt man sowas nicht auch method-acting, wenn Schauspieler sich zu sehr mit ihrer Rolle identifizieren?
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