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Donnerstag, 30. November 2006 16:58
Die Vorabendmesse von Christkönig war die letzte
In Deutschland werden die beschlossenen Kirchenschließungen in die Tat umgesetzt. An Christkönig traf es Christ-König.
(kreuz.net, Gelsenkirchen) Letzten Samstagabend wurde in der Christus-König Kirche in Buer – einem Stadtteil von Gelsenkirchen – der letzte katholische Gottesdienst zelebriert.

Vor dem Eingang der todgeweihten Kirche flackerte ein Feuer. Ein schwarzes und ein weißes Tuch waren ebenfalls aufgespannt worden.

Die Szenerie war von Pfadfindern des Stammes Oscar A. Romero aufgebaut worden.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am Montag.

Einige Pfadfinder verkauften Wein. „In Erinnerung“ stand auf den Flaschen. Daneben ein Bild der Kirche. Die vierzig Flaschen waren schnell vergriffen.

Im Pfarrbüro St. Urbanus kann man nachbestellen.

Die letzte Messe fand in einer vollbesetzten Kirche statt. Propst Wilhelm Zimmermann – der Pfarrer der Gemeinde St.-Urbanus ist – zelebrierte. Die Gemeinde Christus-König wird zukünftig in diese Pfarrei einverleibt.

Man sei gekommen, um einen ungewollten Abschied zu nehmen – erklärte der Propst nach Angaben der ‘Westdeutschen Allgemeinen’:

„Mir gehen jetzt viele Gedanken durch den Kopf, wie mag es da erst in Ihnen aussehen?“

Am Ende der Messe wurde der Tabernakel ausgeräumt. Man löschte das Ewige Licht. Die Gemeinde sang: „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Beim Hinausgehen schauen die Gläubigen ein letztes Mal auf den Kirchenraum: „Hier bist du getauft worden“, sagt ein Vater zu seiner Tochter und zeigt auf den Taufstein.

Ein Pfadfinder – ein riesengroßer Junge – habe geweint wie ein kleines Kind.

Der Propst schaute der Wirklichkeit ins Gesicht:

„Wir kommen nicht darum herum, Kirchen zu schließen. Aber wenn man die Menschen sieht, ist man sehr betroffen.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 27 Lesermeinungen:
Dienstag, 5. Dezember 2006 19:06
No Comment: Und wann gibt die SSPX das „Dauermissale“ heraus?
Ein Sonntag zu 24 Messen??
Dienstag, 5. Dezember 2006 19:04
Gotthard: @athanasius
Ich kenne einen Priester, der der ach so sooooo bösen Piusbruderschaft angehört, der sonntäglich sechs hl. Messen zelebriert.
und solches hat die Kirche zurecht verboten!
Dienstag, 5. Dezember 2006 18:49
Benedikt: @ Bussmann
Leider irren Sie, warum ist denn die Umstrukturierung in den deutschen Bistümern?
1. Priestermangel


Und woher kommt der? Ists ein Naturgesetz?

2. Gebundenheit der Gemeindeleitung an einen Priester

Offenbar kennen Sie can 517 CIC nicht richtig.

3. Kirchenaustritte – und damit keine Kirchensteuer.

Und woran liegt das? Etwa am Zölibat oder was? Oder hat es vielleicht etwas mit der Glaubensunterweisung zu tun? Sie dürfen sich angesprochen fühlen!

Bei den ganzen Plänen denkt niemand an die alten Menschen in den Gemeinden, die nicht kilometerweit in die nächste Kirche zur Hl. Messe mehr fahren können.

Ist Ihnen das Wort Fahrgemeinschaft ein Begriff? Auf dem Land hat jeder ein Auto! Und früher kam der Pfarrer auch nicht dauernd auf Land in die Dorfkapelle. Da musste man Sonntags in die Stadt. Zu Fuß!

Ganz zu Schweigen davon, dass gerade viele ältere Gemeindemitglieder noch gewohnt sind, jeden Tag in eine Hl. Messe zu gehen.

Wo gibts das noch? In Kathedralen und Klöstern. Oder dort, wo ein em. Professor die alte Messe liest. Aber das wird totgeschwiegen. So groß ist der Wunsch offenbar nicht.

bei den Priestern, die so lange auf die Auflösung der Zölibatsverpflichtung schon warten?

Wie kann jemand einen Eid leisten, in der Hoffnung, er werde alsbald aufgehoben?

ei den Frauen, die sich auch zum Priesteramt berufen fühlen und nicht ordiniert werden können, weil sie leider keine Männer sind. Pech für sie!

Sie sind ja doch klerikal!
Montag, 4. Dezember 2006 15:00
Heggi: B. Bussmann
Nennen, Sie mir doch bitte Ihre Pfarrgemeinde. Solche Gemeinden möchte ich kennenlernen. Dafür ist mir in der Regel kein Weg zu weit und die Zeit nicht schade.
Sonntag, 3. Dezember 2006 12:37
Brigitte Bussmann: Romulus, Heggi
ich stimme vollständig mit Ihnen überein, Romulus.

Ja, Heggi, ich kenne auch Diasporasituationen. Wir haben heute aber eine andere Zeit, Kinder werden mit dem Schulbus zur Schule gefahren, auch wenn es nur 3 km sind. Und die Gefahren, die überall lauern, sind auch ganz andere. Jeden Tag können Sie in der Zeitung lesen, dass Frauen, alte Menschen, behinderte Menschen, zusammen geschlagen werden. Das war in den 50er Jahren auch noch anders. Wer will sich denn dann noch auf den Weg zu Fuß machen um am Sonntag morgen, oder Samstag abend einen Gottesdienst zu besuchen.
Gottesdienst hat heute auch den Stellenwert verloren. Heute in Berlin – Plakate – Verkaufsoffener Sonntag an allen 4 Adventssonntagen, einmalig! An der nahe gelegenen katholischen Kirche war ein Plakat- wir haben jeden Sonntag geöffnet. Die Leute rennen aber in die Geschäfte und an der Kirche vorbei.
Hat Kirche versagt, liegt es am Gottesdienst, am Gesang, an den immer wieder kehrenden Texten? Das ist die Normalität. Meine Gemeinde kann nicht klagen, wir hatten heute wieder eine überaus volle Kirche. Die Leute fahren 20 und 30 km um in unsere Gottesdienste zu kommen. Es liegt daran, dass es bei uns ein bisschen anders ist.
Samstag, 2. Dezember 2006 13:41
Heggi: B. Bussmann
Bei den ganzen Plänen denkt niemand an die alten Menschen in den Gemeinden, die nicht kilometerweit in die nächste Kirche zur Hl. Messe mehr fahren können.

Was glauben Sie, welche Entfernungen alte und junge Menschen in den 50er und auch noch in den 60er Jahren
in Diasporagebieten wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg zurückzulegen hatten, um der sonntäglichen Messe mitfeiern zu können? Und das zu Fuß oder mit dem Fahrrad! Wer in der Diaspora gelebt hat, für den gibt es keinen weiten Weg! Jeder Weg ist nur so lang, wie der Wille stark ist.

Zur Frauenordination: Die evangelisch-lutherische Kirche in Lettland hat diese aus theologischen Gründen vor rund 10 Jahren wieder abgeschafft.
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