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Dienstag, 28. November 2006 14:23
„Das Motu Proprio wird bald veröffentlicht“
Kurz vor seiner Wahl zum Papst erwähnte der damalige Kardinal Ratzinger vor einem Amtsbruder zwei Dinge, die er in seinem Leben aufrichtig bedaure.
Am 21. November weihte Mons. Williamson sieben Diakone und zwei Priester der byzantinischen Priesterbruderschaft St. Josaphat.
Am 21. November weihte Mons. Williamson sieben Diakone und zwei Priester der byzantinischen Priesterbruderschaft St. Josaphat.
(kreuz.net, Warschau) Anfang letzter Woche reiste Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft in die polnische Hauptstadt Warschau, um Weihen zu spenden.

Dabei hielt er am Sonntag, dem 19. November, einen Vortrag über die Kirche, den Papst und dessen „hegelianisch geprägtes Denken“.

Der Bischof kam auch auf die Freigabe der Alten Messe zu sprechen:

„Vor zwei Tagen hörte ich in Paris, daß das päpstliche Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe bald erscheinen soll. Dieselbe Quelle teilte mir auch mit, daß die Exkommunikation gegen die vier Bischöfe der Bruderschaft bald aufgehoben werde.“

Damit wären die beiden von der Piusbruderschaft im Jahr 2001 gestellten Vorbedingungen für beginnende Verhandlungen mit dem Vatikan erfüllt.

Doch Bischof Williamson befürchtet, daß sich der Papst gegen den Widerstand der französischen Bischöfe nicht durchsetzen werde können.

Falls doch, werde die Piusbruderschaft blöd dastehen. Denn es sei „unwahrscheinlich“, daß es zu einer Aussöhnung kommen werde.

Damit wäre die mediale Botschaft unvermeidlich: „Schaut wie gut der Papst ist. Er hat das getan, was die Traditionalisten seit sechs Jahren fordern. Trotzdem verweigern sich die Traditionalisten immer noch.“

Die Erfüllung dieser Bedingungen sei dennoch wichtig. Dadurch werde die Piusbruderschaft erkennen, daß der Vatikan guten Willens ist.

Dann könne man über die wesentlichen Probleme der Wahrheit und der Lehre verhandeln: „Das eigentliche Problem ist die Änderung der Lehre, die hinter der Änderung der Messe steckt.“

Zwei Dinge, die der Papst bedauert
In seinem Vortrag erwähnte Bischof Williamson auch eine angebliche Äußerung Benedikt XVI. kurz vor seiner Papstwahl: „Wir wissen das von einem österreichischen Bischof, einem Kollegen von Kardinal Ratzinger.“

Zu diesem Bischof soll Kardinal Ratzinger gesagt haben: „Ich bedaure zwei Dinge. Eines ist Fatima.“

Nach Bischof Williamson meinte Kardinal Ratzinger damit seinen Beitrag bei der Veröffentlichung des dritten Geheimnisses von Fatima im Jahr 2000:

„Er bedauerte, was er zu tun hatte“ – erklärte Mons. Williamson etwas rätselhaft.

Bischof Williamson ist überzeugt, daß Kardinal Ratzinger mitgeholfen hat, das Geheimnis von Fatima zu vergraben. Doch Mons. Willliamson ist zuversichtlich: „Fatima wird von den Toten auferstehen.“

Der zweite Punkt, den der nunmehrige Papst bedauert habe, seien die gescheiterten Verhandlungen mit der Piusbruderschaft im Jahr 1988.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 84 Lesermeinungen:
Dienstag, 5. Dezember 2006 18:41
Benedikt: @ Gatte
Weil der „Laden“ von Gott gegründet wurde und heilsnotwendig ist. Nur das Personal ist zum Schmeißen.

Och, so wie ich das sehe unterscheidet Mgr Williamson nicht sonderlich zwischen Personal und Institution. Er wird wohl auch bestreiten, dass die sog. Konzilskirche, die er von der katholischen Kirche unterschieden haben will, von Gott gegründet wurde.

Finden Sie das etwa normal: die Mekka-Verbeugung des Papstes ? Soll das eine elegante Wiederholung des Korankusses sein?

Ich wiederhole gerne, was ich zu der Story bereits unter den betreffenden Artikel schrieb:

„Was für eine lächerliche Überbetonung einer hauptsächlich von inkompetenten Medien kolportierten Story.

Was von denen zu halten war, konnte man während des Besuches mal wieder gut erkennen:

Es wurde als Zeichen gedeutet, dass der Papst bei seiner Ankunft kein Brustkreuz trug – dabei ist es nur normal, dass man es unter dem Mantel nicht sieht.

Verschiedene Medien (ua Phoenix) behaupteten steif und fest, der Papst zelebriere(!) die Göttliche Liturgie in der St. Georgs-Kathedrale.

Der Sender SAT.1 nannte die Göttliche Liturgie (Hl. Messe) eine „Andacht“.

Die Süddeutsche Zeitung meldet auch heute noch, dass der Vatikan die Beitrittsgeschichte am Besuchsbeginn nicht dementiert habe, obwohl sich der Vatikan diesbezüglich äußerst reserviert zeigt, wie etwa Spiegel-online gestern berichtete.

Solchen Deppen würde ich lieber nicht die Interpretationshoheit überlassen. Die sehen doch nur, was sie sehen wollen.“
Dienstag, 5. Dezember 2006 17:34
wickerl: lange Wartezeit
auf das Motu Proprio können Sie noch lange warten.
Montag, 4. Dezember 2006 11:54
warwohlnix: Ich meinte das „Liedgut“.
Ansonsten hier nochmals der Versuch, das Original zu verlinken – wenn’s nicht klappt, oben in der Adressleiste einfach das „www.kreuz.net“ wegkillen und genießen!

Oder direkt: www.youtube.com/watch?v=enWiFcsBqIE
Montag, 4. Dezember 2006 11:48
landorganist: ??????
Siebziger-Jahre-Holland-Importe??? Sorry, ich kann nicht folgen.

Ich spiele auf einer Orgel der Fa. Furthwängler und Hammer, Ihnen sicher ein Begriff…
Montag, 4. Dezember 2006 11:41
warwohlnix: Man fragt sich, ob der Landorganist
heute deshalb so frustgeladen aggressiv ist, weil keiner seine Siebziger-Jahre-Holland-Importe mehr hören will und immer mehr Leute zum Original wie hier (zurück)finden?

Wenn er nicht so verbissen uneinsichtig wäre, könnte man rein menschlich durchaus Mitleid haben. Aber so?
Montag, 4. Dezember 2006 11:36
wird Herr Williamson eigentlich mit Monsignore angeredet? Er ist ein nichts, was kirchliche Würden anbelangt.
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