Papst Benedikt XVI. ist heute mittag in Ankara gelandet. Danach legte er im Atatürk-Mausoleum einen Kranz nieder. In das Gästebuch schrieb er einen Ausspruch des dort begrabenen Hochgradfreimaurers: „Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“. Pressesplitter.
Der Papst bei seiner Ankunft in der Türkei
Türkei in die EU
„Nach Worten von Ministerpräsident Erdogan sprach sich der Papst für eine EU-Vollmitgliedschaft
der Türkei aus. Vor der Presse am Flughafen sagte Erdogan nach einem Gespräch mit dem Papst, er habe
Benedikt XVI. um seine Unterstützung im türkischen EU-Beitrittsprozeß gebeten. Darauf hätte dieser
gesagt, »daß er zwar kein Politiker sei, daß er aber wünsche, daß die Türkei in die EU komme«,
so Erdogan. »Das ist im Protokoll festgehalten«, fügte der Ministerpräsident hinzu.“
Aus der Tageszeitung
‘Süddeutsche’ über die Ankunft des Papstes in Ankara
„Vor einem Jahr, als Benedikt XVI. zum ersten Mal – vergeblich – versuchte, nach Istanbul zu reisen,
wurde er von der Regierung in Ankara gestoppt, weil diese ihm seine Opposition gegen den Beitritt der
Türkei zur Europäischen Union (als Kardinal) nicht verzeihen wollte.“
Aus der römischen Zeitung ‘La
Repubblica’
Politisch ausschlachtbarer Besuch
„Der gefürchtete – von einigen sogar als peinlich betrachtete –
Gast ist zu einem ziemlich willkommenen geworden: zumindest für die türkische Regierung. Nach den Unsicherheiten
der vergangenen Wochen hat sie realisiert, daß der Besuch von Benedikt XVI. eine große politische Gelegenheit
ist – besonders jetzt, wo die finnische Präsidentschaft der Europäischen Union die Totenglocke läutet.
Diese hat die eigenen Vermittlungsversuche in der Zypernfrage für gescheitert erklärt. Das wiederum
beinhaltet das Risiko, daß die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, die vor einem Jahr aufgenommen
worden waren, eingefroren werden.“
Aus einem Kommentar der Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’.
Neu-Konsekrierung der Hagia Sophia?
„Papst Paul VI. ist 1967 nicht nach Ankara gegangen, sondern war
nur in Istanbul und in Ephesus – und in der Hagia Sophia hat er dann gefragt: »Darf ich ein Gebet sprechen?«
und hat sich niedergekniet und gebetet. Das gab danach einen Aufschrei in der türkischen Presse, weil
man das ganz anders verstanden hat. Wenn der Sultan in eine christliche Kirche gekommen ist und dort sein
Gebet verrichtet hat, dann ist das damit eine Moschee geworden. Man hat das irgendwie als eine Wieder-Konsekrierung
der Kirche durch den Papst interpretiert. Johannes Paul II. war sich dann dieser Sache sehr bewußt. Er
[…] hat 1979 sehr bewußt die Hagia Sophia einfach nur besichtigt und sich erklären lassen – ohne irgendwelche
Gebetsformen.“
Der österreichische Lazaristenpater Franz Kangler im Gespräch mit ‘Radio Vatikan’. Das
Bild des in der Hagia Sophia knienden Paul VI. dient den Medien nun als Polemik gegen den Besuch Benedikt
XVI.
Der Grund der Reise
„Benedikt XVI. ist nicht Johannes Paul II. Die symbolischen Gesten des polnischen
Papstes in Richtung auf die Muslime haben in einem langen Pontifikat den Weg zu einem authentischen interreligiösen
Dialog geöffnet. Der deutsche Papst hat diese Ambition und diesen Willen nicht. Er hat sich nicht zu
der Türkeireise entschlossen, um sich mit den Muslimen auszutauschen, sondern um die Beziehungen zur
orthodoxen Kirche von Konstantinopel enger zu knüpfen.“
Aus der auflagenstärksten französischen Zeitung
‘Ouest France’
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50 Lesermeinungen
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#52 Asteriskus 07:07:40 | Montag, 4. Dezember 2006
Schweigen… Seit dem diese Fotomeile hier eingesehen werden kann, warte ich auf das Aufheulen aus dem
modernistischen Lager. Aber da kommt nix. Keine spitzen Bemerkungen zur Liturgie, die seit Jahrhunderten
unverändert ist. Keine Kommentare zu Weihrauch, Brokat,Gold, Edelsteinen etc. Kein Ton zur Liturgiesprache.
Da wird es doch deutlich, welche Interessen verfolgt werden. Eine modernistische, jeder katholoischen
Identität beraubten Kirche scheint das Ziel zu sein. Hl. Pius X, bitte für uns!
#51 No Comment 18:24:20 | Donnerstag, 30. November 2006
@Benedikt: „Wer vom Papst ißt…“ Vielleicht hat der Vatikan mit den türkeifreundlichen Worten kurz
vor Reiseantritt, so die ital. Presse, den Premier ein bisschen dazu verlockt, den Papst „vorführen“
zu wollen. Macht aber nichts. Den Türspalt nach Europa, den Benedetto angeblich eröffnet hat, wird Erdogan
höchstpersönlich wieder zudrücken…
#49 No Comment 13:15:58 | Donnerstag, 30. November 2006
„Manuel II.“ Bush vs. „Gregor VII.“ Ratzinger?? Unter einem bestimmten Aspekt stellt der Siegeszug des
Islam vielleicht so etwas wie die „Modernismuskrise“ der Orthodoxie dar. Denn dem staatskirchlichen Konzept
von Byzanz fehlte das Papsttum, mithin die von Gregor VII. eingeschärfte geistliche Vorrangstellung vor
der Politik. Den Staatsvorrang hat aber der Islam (und das gilt auch für den Kemalismus der Türkei)
offenkundig „sauberer“ formuliert als es den Byzantinern möglich war. Der Katholizismus darf mithin nicht
in die Reformationsfalle laufen. Je demokratischer das öffentliche Leben, umso zentraler muss Rom sich
im Geistlichen profilieren. Die Weltöffentlichkeit scheint diese Wohltat beider vatikanischen Konzilien
allmählich zu ahnen, die moderne Theologie aber kapiert’s anscheinend immer noch nicht.
#48 Benedikt 23:57:24 | Mittwoch, 29. November 2006
@ Augustinus Ich denke, der Grund der Reise ist in erster Linie aus ökomenischen Gründen mit der orthodoxen
Kirche, zweitens zur Stärkung der dort lebenden Christen – besonders der Katholiken und drittens zu notwendigen
friedensstiftenden Maßnahmen, immerhin herrscht in der Türkei (und ostwerts in den islamischen Ländern)
eine wesentlich andere Kultur als in Europa. Oder auch kürzer formuliert: Zur Rettung des Ökumenischen
Patriarchats. Denn dem Patriarchat gehen langsam aber sicher die Priester aus und Patriarch darf bislang
nur werden, wer türkischer Staatsbürger ist.
@athanasius Die Hagia Sophia sollte eher noch zurückexorzisiert werden. Benedikt XVI. sollte dort fordern,
dass dieses Museum wieder dem christlichen Kult zukommt. Fast die ganze Türkei ist ja geraubtes christliches
Land das in den Jahrhunderten danach, vor allem im 19. und 20. Jh., systematisch von Christen (Griechen,
Armeniern, Suryoye, Mazedonier) gesäubert wurde.Es gibt nur eine Türkei: auf der asiatischen Steppe.[kursiv]
Anfang des 20.Jhrds., als das damalige Osmanische Reich an jeder Seite bröckelte und Großbritannien
und Frankreich zur Schlacht in den Dardanellen in der heutigen Westtürkei vorstießen, sahen die christlichen
Bewohner der heutigen Türkei, die Armenier und die Griechen ihre Chance kommen sich von den Osmanen zu
trennen. Nicht die Türkei und die Türken waren die Aggressoren, so wie in Nazideutschland mit der Vernichtung
der Juden. Das Rad der Geschichte kann man nicht einfach so zurück drehen und Ihren Wunsch erfüllen!
Der Papst ist kein Exorzist. Athanasius und gleichgesinnte seid einfach ruhig und informiert euch, bevor
Ihr eine Meinung über Türken und die Türkei macht. Athanasius Beitrag ist Arrogant, Unchristlich und
eine Unverschämtheit höchsten Grades! Rote Karte MfG
#44 Udalricus 17:22:13 | Mittwoch, 29. November 2006
Falsche Geografie Eigentlich ist die Türkei ja das ur-asiatische Land, denn zur Römerzeit war das heutige
Gebiet der Türkei die Provinz Asien, und gilt heute noch als „Kleinasien“. So gesehen und wegen der gleichen
Religion wäre eine Verbindung mit den asiatischen Nachbarn wohl naheliegender für die Türkei. Wenn
die Türken selbst es aber anders wollen, und sie die Kriterien erfüllen (ohne Tricks), dann wird sich
ein EU-Beitritt wohl nicht verhindern lassen. Man muss sich dann wohl auch über die positiven Aspekte
wie mehr Freiheit für die Christen freuen dürfen. Im Übrigen kann man als guter Katholik hier ruhig
eine andere Meinung als der Papst haben. Insgesamt ist das eine sehr zwiespältige Angelegenheit.
#43 Hoffnung 12:03:27 | Mittwoch, 29. November 2006
@Augustinus Zitat:„Beschäftigt man sich ein wenig mit Kirchengeschichte, so bemerkt man, dass sich die
Kirche ausbreiten konnte, weil sie sich in der Vernunft, durch Eifer in der demütigen geübten Glaubensvertiefung
und durch die soziale Gemeinschaft übte.“ Nun ja „Augustinus“ solange die Kirche das weltliche Schwert
beeinflussen konnte oder gar selbst in den Fingern hielt werden Sie fast ausschließlich Bekehrungen durch
das Schwert finden. Auch die protestantischen Ketzer sind nicht aus dem Schoß der Kirche geflüchtet
weil es unvernünftige Wesen waren, die gegenüber demütiger Glaubensvertiefung und ausgeübter sozialer
Gemeinschaft allergisch reagierten. Aber es ist trozdem schön, wenn Menschen hier schreiben die das träumen
nicht verlernt haben.
#42 Lord Werther 11:18:54 | Mittwoch, 29. November 2006
@Knecht Meine Fresse, Du bist ja ein ganz gemeiner. *G* Naja, vermutlich isser nicht mal in der Türkei
gewesen und kennt nur einige Geschichten aus schlechten Romanen… Ich kann mir nicht vorstellen, dass
man ein Land mit dem Iran vergleichen kann, in dem das Kopftuchtragen auf Hochschulen verboten ist. Die
Türkei ist eigentlich der liberalste mulisch geprägte Staat. Man kann sicherlich eine Diskussion über
die Türkei anstreben, aber ich bin sicher, dass man sich hierbei um die Ostgrenzen der Türkei kümmern
sollte, da dort die eigentlichen Verbrechen stattfinden.
#41 Maledica 11:11:27 | Mittwoch, 29. November 2006
Auge um Auge @Knecht Ruprecht Sind Sie mosaischen Glaubens, da Sie so im AT verhaftet scheinen!? Wie nun
Piusbrüder und Sedisvakantisten auf seine Heiligkeit eindreschen, was er tun sollte, was er unterlassen
hat- diese Besserwisser. Gings nicht seiner Heiligkeit Pius XII genau so. Da gabs und gibts auch diese
Besserwisser, welche permanent Unterstellungen loslassen. Doch unser glorreich regierender Heiliger Vater
lenkt das Schifflein Petri mit diplomatischem Geschick. Denn er ist der Vater aller…
die türkei ist genau so wenig europäisch wie der irak und der iran. auch sollte der papst bevor er abreist,
den ersten stein für eine riesige katholische kirche in der türkei legen, den die türkei ist wie jedes
andere lans, ein missionsland und um so lauter die moslems von ihren gebäuden rufen werden, um so lauter
sollen die kirchenglocken leuten, weil christus in der katholischen kirche zu hause ist und sonst in keinem
anderen gebäude.
#39 Maledica 09:43:22 | Mittwoch, 29. November 2006
Piusbrüder Hand in Hand mit Sedisvakantisten Ein Armutszeugnis des Hl. Vaters. Mehr kann man leider bisher
zum Besuch Benedikt XVI. in der Türkei nicht sagen. Kotau vor den Freimaurern (Atatürk-Mausoleums-Besuch),
vor der EU (Türkeibeitritt), der Türkei (nunmehr für den EU-Beitritt der Türkei), letzlich mit den
zahlreichen Entschuldigungen im Vorfeld auch vor dem Islam. Anders ausgedrückt: Eine Katastrophe für
die Hl. Kirche! Wie Raubtiere stürzen sie sich auf seine Heiligkeit und versuchen ihn zu zerfleischen!
Das die Presse nicht alles korrekt wieder gibt ist bekannt. Gerade die Piusbrüder, welche doch sonst
so kritisch gegenüber der Presse sind, stürzen sich nun nach den Pressemeldungen über den Papst, ohne
zu überprüfen, was er denn wirklich gesagt hat und die Rede im Wortlaut war. Naja, Rom muß sich ja
bekehren und da muß man von vorneherin seine Heiligkeit diskreditieren!
ein Fehler! damit untergräbt der Pabst seine eigenen Aussagen und vernichtet damit das gesamte Christliche
Abendland. Gott sei uns gnädig! Heiliger Erzengel Michael – mit Deinem Lichte erleuchte uns. Heiliger
Erzengel Michael – mit Deinem Schwerte verteidige uns. Heiliger Erzengel Michael – mit Deinen Flügeln
beschütze uns.
#37 Augustinus 00:56:00 | Mittwoch, 29. November 2006
Das echte christliche Zeugnis ist geprägt durch Liebe und Wahrheit und nicht durch Gewalt. „Die Welt
wurde durch den GEkreuzigten erlöst und nicht durch die Kreuziger“ (P. Benedikt XVI). Beschäftigt man
sich ein wenig mit Kirchengeschichte, so bemerkt man, dass sich die Kirche ausbreiten konnte, weil sie
sich in der Vernunft, durch Eifer in der demütigen geübten Glaubensvertiefung und durch die soziale
Gemeinschaft übte. An die Papstkritiker gerichtet: Schließt mal eure Augen und begebt euch auf eine
geistige Reise in die Türkei. Erlebt als diskriminierte kleine Christengemeinde dort die Ankunft des
Papstes und seine Worte. Lest sie in diesem Kontext, was bedeuten sie dann für euch? Unser mutiger Papst
ist mit seinem Zeugnis eine echte und ernste Herausforderung für den Islam, vor allem für die radikalen…
Durch seine Gesten stellt er alle blos, die darauf mit Hass reagieren, aus welcher Position auch immer.
Jeder, der von Hass erfüllt ist, hüte sich! LG Augustinus
#33 VirFortis 00:02:41 | Mittwoch, 29. November 2006
Wa die Kreuznettler wollen: Der Papst landet in Konstantinopel und droht den ketzerischen Türken dass
diese Ihren Götzendienst abschwören sollen denn sonst sähe er sich gezwungen die christlichen Elitesturmeinheiten
der FSSPX zu entsenden um die Bevölkerung Anatoliens zum rechten Glauben zu bringen. Viele edle Ritter
des Occidents wie der edle Graf Stadler Ewaldus von Ostarichi oder der Baron Martin Humer aus Waizenkirchen
brennen darauf im geistlichen Verein mit dem Diener des Herrn- und Vertrauensmann des Pontifex- Curt de
la Krenn von der Normandie das Türkische Götzenreich zu erstörmen um dort eine gottgewollte Ordnung
zu errichte…
#32 Guiseppe 23:35:38 | Dienstag, 28. November 2006
@Sulpicius/Josefus/Stimme aus dem Tradiland Erdogan hat was auf türkisch gesagt, der Papst hat was auf
Englisch gesagt. Dies ist von Übersetzern ins Deutsche übersetzt worden. Dann ist an den richtig oder
weniger richtig übersetzten Passagen heruminterpretiert worden, wie es halt Journalisten/Korrespondenten
tun, um Interesse zu steigern. Und so entstehen Aussagen, die der Papst (zumindest so) nicht gemacht hat.
Bedauerlich, wie schnell diese fragwürdigen Aussagen von manchen Forumsteilnehmern als die absolute Wahrheit
angesehen werden und welche Schlussfolgerungen auf Basis dieser Aussgaen gezogen werden. In der Tagesschau-Online
steht aber auch dies: „Der Vatikan relativierte diese Aussage (Anm.: Unterstützung für EU-Beitritt durch
Papst gemäß Aussgagen Erdogans). Der Heilige Stuhl, so Papst-Sprecher Lombardi, habe „weder die Macht
noch die Aufgabe“ sich in die Frage des EU-Beitritts einzumischen. Trotzdem unterstütze und ermutige
der Vatikan „den Weg des Dialogs und der Annäherungan Europa auf der Grundlage gemeinsamer Werte und
Prinzipien“ „ Von EU-Beitrittsbejahung keine Rede mehr.
#30 Sulpicius 22:46:13 | Dienstag, 28. November 2006
Richtig und gut, wenn auch von einer rechten Seite: Der Papst will mit seiner Türkei-Reise eine Brücke
zwischen den Kulturen schlagen, heißt es. Allerdings hätte vermutlich ein Besuch Seiner Heiligkeit in
Kreuzberg oder Frankfurt am Main, von anderen deutschen Metropolen ganz zu schweigen, demonstrieren können,
was am Ende eines solchen Brückenschlags steht und ob man das ernsthaft als „Kultur“ bezeichnen kann,
geschweige denn als Fortschritt für das Christentum sei doch sehr dahingestellt. Offensichtlich genügt
es Benedikt XVI. Ratzinger nicht, dass Kontantinopel als einstige erste Stadt der Christenheit islamisch
geworden ist, denn wenn sich die Anzahl solcher „Brückenschläge“ fortsetzt, wird man wohl in nicht allzu
ferner Zukunft damit rechnen dürfen, dass aus lauter christlicher Nächstenliebe und nur um ein Zeichen
gegen Fehlverhalten aus alten Zeiten zu setzen, selbst den Petersdom in Rom zur Moschee oder vielleicht
sogar zur Synagoge erklärt. Dann hätte sich der Kreis wohl wirklich geschlossen. Undenkbar? – Das galt
ein Papstbesuch in Istanbul vor noch nicht allzu langer Zeit auch. de.intermedia.indo
#29 Hoffnung 22:29:37 | Dienstag, 28. November 2006
Hochgradfreimaurer, na und? In das Gästebuch schrieb er einen Ausspruch des dort begrabenen Hochgradfreimaurers:
„Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“. Pressesplitter. Eine Kirche, die das Fest der Geburt Christi
auf die Tage der Geburtsfeste verschiedener Sonnengötter legt (bedingt durch die Wintersonnenwende),
das Fest der Auferstehung Christi nach der Göttin des Frühjahres Ostarte benennt, den Sonn(en)tag heiligt,
Ihre „Apostelfürsten“ in dem Purpur der Offenbarung kleidet, die Mutter Jesu an Festtage verschiedener
vorchristlicher Muttergöttinen feiert, Sie in Symbolik und Darstellung Ihnen angleicht und mit Namen
von Ihnen Tituliert, so einer Kirche kann es doch nicht stören, wenn Ihr oberster Vertreter einem toten
Hochgradfreimaurer huldigt. Im Volksmund heißt sowas auch nur „Diplomatie“
Lasst das mal Papst Benedikt machen!!! Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen! Was soll Papst
Bendikt denn machen? Soll er mal eben einen kleinen religiösen Krieg von Zaune brechen? Ich denke, genau
das ist, worauf die Welt gewartet hätte;-((. Muslime zünden christliche Kirchen an, die Christen ihrerseits
Moscheen. Ob es einigen Herrschaften hier passt oder nicht: Christen und Muslime müssen sich bemühen,
in gegenseitigem echtem Respekt nebeneinander zu leben. Das bedeutet keine Konturlosigkeit! Aber wer hier
in diesem Forum würde sich ernsthaft einen religiösen Krieg oder religiös verbrämten Terror wünschen.
Wer? Und genau dagegen arbeitet unser Hl. Vater. Anstelle hier zu krakelen, sollten wir lieber für ihn
beten und ihn so geistig unterstützen!!
#26 Gotthard 21:22:03 | Dienstag, 28. November 2006
Religionsfreiheit Benedikt hat sich unterstanden, in einem moslemischen Land die Häresie der Religionsfreiheit
zu fordern… Rufen wir alle Sühneseelen an, Sühne zu leisten für diese Freveltat!
#25 gelasius 21:02:02 | Dienstag, 28. November 2006
@rebekka Außerdem hätte er dem türkischen Ministerpräsidenten -auch noch aus dem Flugzeug heraus -entgegenschleudern
müssen, daß Kemal Attatürk ein Freimaurer und Rotarier war, die ganze Türkei deshalb eine Freimaurerloge,
die der sofortigen Verdammnis anheimfällt- was allenfalls durch eine Zwangstaufe zu vermeiden wäre.
Leider hat er das alles versäumt. Hat der Türkei einfach nicht den religiösen Krieg erklärt. Da kann
man nix machen.
#24 rebekka 20:45:33 | Dienstag, 28. November 2006
@ gelasius Stimmt. Nur wenn der Papst seine Reise damit begonnen hätte, dass er noch gleich aus dem Flugzeug
heraus dem türkischen Staatspräsidenten mitteilt, dass er in die Hölle kommt, wenn er nicht auf der
Stelle in die nächste Wohnzimmerkapelle der Pius-Sekte eilt, um dem Priester bei der Messe zuzuschauen,
dann wäre kreuz.net eventuell zufrieden gewesen. Aber halt, dann hätte der Papst immer noch keine Höllenpredigt
gegen die „Sodomiten“ gehalten, und das wäre dann der Beweis dafür gewesen, dass er eh eine Lusche ist.
„vielleicht gehst du mal beim obersten „Lehrer des Glaubens“ in die Lehre …“ Bei Gotthard? Hasenhüttl?
Lehmann? oder muß es nicht doch „Hüter des Glaubens“ heißen?
#22 gelasius 20:25:13 | Dienstag, 28. November 2006
@breze, augustinus Ja ,aber unsere Fundis hatten gehofft, daß der Papst zum Kreuzzug aufgebrochen sei
und dort mit ihren fanatischen Worten dem türkischen Volk, das ihn immerhin eingeladen und so die Teilnahme
am Fest des Apostels Andreas ermöglicht hat, begegnen würde, um den Kampf der Kulturen und der Religionen
ordentlich anzuheizen.
@ Augustinus Ich denke, der Grund der Reise ist in erster Linie aus ökomenischen Gründen mit der orthodoxen
Kirche, zweitens zur Stärkung der dort lebenden Christen – besonders der Katholiken und drittens zu notwendigen
friedensstiftenden Maßnahmen, immerhin herrscht in der Türkei (und ostwerts in den islamischen Ländern)
eine wesentlich andere Kultur als in Europa. Eben das ist der Hauptgrund der Reise in die Türkei, wie
es auch weiland bei JP2 der Fall war (November 1979 zum Sankt Andreas Fest am 30. November)
#19 gelasius 20:08:23 | Dienstag, 28. November 2006
@augustinus Danke für Ihr wohltuend ausgewogenen Worte. Hier geht es den Verrat- und Skandalschreiern
leider nicht um Sachliches, sie wollen nur jede Gelegenheit nutzen, zu zeigen ,daß ihr Fundamentalismus-
jedenfalls verbal- dem der Islamisten in keiner Weise nachsteht.
@ mir wäre auch wohler „Christen und Muslime gehören zur Familie derjenigen, die an den einen Gott glauben
und die ihre religiöse Herkunft, jeweils nach ihren eigenen Traditionen, bis zu Abraham zurückverfolgen“,
sagte das katholische Kirchenoberhaupt. … wenn er das „den“ weggelassen hätte.
#17 Augustinus 19:59:59 | Dienstag, 28. November 2006
Die Intention der Türkeireise Ich glaube nicht, dass die Türkeireise des Hl. zur Konsekrierung der Hagia
Sophia oder zu völlig unrealistischen und nur provozierend wirkenden Christianisierungsaufrufen von Papst
Benedikt geplant wurde. Auch der Spruch des „Hochgradfreimaurers“ hat eine andere Intention als die besondere
Verehrung dieser zerstörerischen Verbindung. Ich denke, der Grund der Reise ist in erster Linie aus ökomenischen
Gründen mit der orthodoxen Kirche, zweitens zur Stärkung der dort lebenden Christen – besonders der
Katholiken und drittens zu notwendigen friedensstiftenden Maßnahmen, immerhin herrscht in der Türkei
(und ostwerts in den islamischen Ländern) eine wesentlich andere Kultur als in Europa. Der Papst fordert
Religionsfreiheit, er versucht die moslemischen Gastgeber und auch die von der Kirche getrennten Christen
und alle Menschen guten Willens so anzusprechen, dass sie ihre Ohren und Herzen für die Botschaft Christi
öffnen können und er arbeitet an der Einheit der Kirche Christi (Joh. 17,20-21).
#16 wolfgang e. 19:31:15 | Dienstag, 28. November 2006
@ Breze Ich weiß, ich weiß. Das Problem hier ist, dass alle hier übertreiben und überziehen, um sich
dann umso mehr aufregen zu können (Dass man sich dann über die eigene Interpretation aufregt, und nicht
über das tatsächlich gesagte, wird geflissentlich übersehen). Insoferne ist die Einforderung von Genauigkeit
hier nötig.
@ Wolfgang Das sowohl Christen als auch Muslime an „den einen Gott“ glauben, stimmt.Ob der „eine Gott“,
den die Muslime verehren, eine irrige Vorstellung „unseres“ Gottes ist, oder ob sie einen „falschen“ (in
Wirklichkeit nicht existenten) Gott verehren ist eher eine Geschmacksfrage. Da die Muslime sich auch auf
den „Gott Abrahams“ beziehen, tendiere ich eher zu ersterer Version: Die Muslime meinen den einzig wahren
Gott, haben aber ein falsches Bild von ihm, während wir ein richtiges, wenn auch unvolkommenes Bild von
Gott haben. Mein von Ihnen kritisiertes post war absichtlich etwas plakativ und überzogen. Meine vollste
Zustimmung zu Ihren Ausführungen!
#14 wolfgang e. 19:20:11 | Dienstag, 28. November 2006
Ich würde bitte, genau zu lesen: Es ist nicht vom selben Gott die Rede (Breze) auch nicht, dass wir „einen
Glauben teilen“ (Suplicius, ich weiß, die Tagesschhau titelt so, der Papst hat das aber nicht so gesagt.)
Das sowohl Christen als auch Muslime an „den einen Gott“ glauben, stimmt. Ob der „eine Gott“, den die
Muslime verehren, eine irrige Vorstellung „unseres“ Gottes ist, oder ob sie einen „falschen“ (in Wirklichkeit
nicht existenten) Gott verehren ist eher eine Geschmacksfrage. Da die Muslime sich auch auf den „Gott
Abrahams“ beziehen, tendiere ich eher zu ersterer Version: Die Muslime meinen den einzig wahren Gott,
haben aber ein falsches Bild von ihm, während wir ein richtiges, wenn auch unvolkommenes Bild von Gott
haben. Insoferne kann man dem, was der Papst hier gesagt hat, durchaus zustimmen, ohne deswegen ein Ketzer
zu sein.
#13 gelasius 19:17:20 | Dienstag, 28. November 2006
@benedikt 100% Zustimmung ! Hier wird sich mal wieder über schlecht Gelesenes und selbst Erfundenes und
nachweislich Falsches echauffiert. Langweilig !
#12 Benedikt 19:08:26 | Dienstag, 28. November 2006
Katastrophe? Naja, sobald das erste Seminar dort wieder öffnen darf, würde ich das nicht als Katastrophe
bezeichnen. Allerdings ist es lediglich ein nettes Wort des Papstes. Die Türkei wird auf absehbare Zeit
nicht EU-Mitglied werden, wenn überhaupt. Es ist allerdings ziemlich lächerlich, wenn ein Tradi sich
über einen EU-Beitritt der Türkei aufregt. Soweit ich weiß ist die EU doch ein Freimauererhaufen, oder?
Wenn dem so ist, so ist es eigentlich ziemlich egal, wer dort Mitglied wird.
#11 Sulpicius 18:41:08 | Dienstag, 28. November 2006
Katastrophe für die Hl. Kirche Man sollte die Feststellung der „Stimme aus dem Tradiland“ noch einmal
fett darstellen: Ein Armutszeugnis des Hl. Vaters. Mehr kann man leider bisher zum Besuch Benedikt XVI.
in der Türkei nicht sagen. Kotau vor den Freimaurern (Atatürk-Mausoleums-Besuch), vor der EU (Türkeibeitritt),
der Türkei (nunmehr für den EU-Beitritt der Türkei), letzlich mit den zahlreichen Entschuldigungen
im Vorfeld auch vor dem Islam. Anders ausgedrückt: Eine Katastrophe für die Hl. Kirche!
#7 Sulpicius 18:30:45 | Dienstag, 28. November 2006
Der eine Gott „Christen und Muslime gehören zur Familie derjenigen, die an den einen Gott glauben und
die ihre religiöse Herkunft, jeweils nach ihren eigenen Traditionen, bis zu Abraham zurückverfolgen“,
sagte das katholische Kirchenoberhaupt. Der übliche große theologische Fehler, auch wenn er Ratzinger –
Benedikt XVI. heißt. Armselig!
Ein Armutszeugnis des Hl. Vaters Mehr kann man leider bisher zum Besuch Benedikt XVI. in der Türkei nicht
sagen. Kotau vor den Freimaurern (Atatürk-Mausoleums-Besuch), vor der EU (Türkeibeitritt), der Türkei
(nunmehr für den EU-Beitritt der Türkei), letzlich mit den zahlreichen Entschuldigungen im Vorfeld auch
vor dem Islam. Anders ausgedrückt: Eine Katastrophe für die Hl. Kirche!
Papstbesuch in der Türkei ein Fehler Es gibt viele Länder dieser Erde, die sich auf einen Besuch von
Papst Benedikt XVI. freuen. Warum mußte es ausgerechnet die Türkei sein? Es gibt unterschiedliche Interessen.
Die Türken wollen das Abendland kulturell erobern. Und es müßte das Interesse des Papstes sein, dies
zu verhindern. Jetzt wird der Papst wegen einer freundlichen Floskel als Kronzeuge für den Beitritt der
Türkei in Anspruch genommen. Wie peinlich!
Hagia Sophia In der Hagia Sophia ist auch jener fürchterliche Greis ENRICO DANDOLO begraben, der als
Doge von Venedig im 13. Jahrhundert durch die für Venedig materiell erfolgreiche Umlenkung des Vierten
Kreuzzugs, der dadurch ein Raubzug wurde, und durch das daraufhin errichtete „Lateinische Kaiserreich“
Konstantiopel bzw. Ostrom so schwächte, daß es nach jahrzehntelanger Mobilisierung seiner letzten Kräfte,
zunächst dem Siedlungsdruck, dann dem Eroberungsdruck der Türken erlag. Und das auch nur durch Verrat.
Dieser haßerfüllte und haßpredigende Greis Dandolo hat im Alter von um die 90 Jahre selbst an dem Raubzug
gegen das christliche Konstantinopel teilgenommen, ist dort gestorben und begraben. Über seinem Andenken
liegt die schwarze Last, dem christlichen Bollwerk gegen die türkische Eroberung Europas den ersten,
entscheidenden, schweren Schlag versetzt zu haben. Alles weitere Wehren dagegen war, wie wir heute sehen,
vergeblich. Und nun, „Lauschi“, ab zu „Achmed“: Und nehmen Sie den Rest der Bande gleich mit. Zum Döner
mit der besonderen Fleischqualität.
#3 Athanasius 16:44:07 | Dienstag, 28. November 2006
Hagia Sophia Die Hagia Sophia sollte eher noch zurückexorzisiert werden. Benedikt XVI. sollte dort fordern,
dass dieses Museum wieder dem christlichen Kult zukommt. Fast die ganze Türkei ist ja geraubtes christliches
Land das in den Jahrhunderten danach, vor allem im 19. und 20. Jh., systematisch von Christen (Griechen,
Armeniern, Suryoye, Mazedonier) gesäubert wurde. Es gibt nur eine Türkei: auf der asiatischen Steppe.