Die Erzdiözese Genua wartete kürzlich mit einer hochinteressanten Erklärung zur Alten Messe auf. Darin ist auch von Pater Pio und seinen liturgischen Präferenzen die Rede.
(kreuz.net, Genua) Am 27. November publizierte die Erzdiözese Genua auf ihrer Webseite eine Erklärung.
Titel: „Klarstellungen bezüglich der möglichen Promulgierung eines ‘Motu proprio’ zum Thema einer erleichterten
Anwendung des Indults für das Meßbuch des Heiligen Pius V.“
Der Erzbischof von Genua, Mons. Angelo
Bagnasco, ist erst seit Ende September im Amt. Sein Vorgänger wurde vom Papst zum neuen vatikanischen
Staatssekretär ernannt.
Die Stadt Genua ist traditionell ein Kardinalssitz.
Als Grund für die Veröffentlichung
werden „zum Teil unangebrachte Kommentare“ genannt, die in der Erzdiözese über eine mögliche Freigabe
der Alten Messe kursiert seien.
Mit diesem Bild illustrierte die Erzdiözese Genua ihren Beitrag zur Alten Messe
Zunächst erklärt die Stellungnahme, daß der Papst das Recht hat, pastorale
und juridische Akte zu setzen, welche die Weltkirche betreffen.
Die Feier der Heiligen Messe erfordere
die volle kirchliche Gemeinschaft. Dieser stehe der Papst vor. Er bemühe sich auch, die Einheit aller
Christgläubigen zu suchen.
Das Zweite Vatikanum habe die Messe des Heiligen Pius V. nicht abschaffen
sondern reformieren wollen.
Die Freigabe der Alten Messe bedeute in keiner Weise einen Widerruf des Zweiten
Vatikanums oder der Pontifikate der beiden Konzilspäpste Johannes XXIII. und Paul VI.
Letzterer – der
im Jahr 1970 das Römische Meßbuch publizierte – „gewährte Pater Pio von Pietrelcina persönlich ein
Indult, damit dieser weiterhin die Heilige Messe nach dem Ritus von Pius V. auch öffentlich zelebrieren
konnte, obwohl die Liturgiereform seit der Fastenzeit 1965 in Gang war.“
Papst Johannes Paul II. habe
den Diözesanbischöfen bereits am 3. Oktober 1984 durch den Brief ‘Quattuor abhinc annos’ die Möglichkeit
gegeben, ein Indult für die Zelebration der Alten Messe zu gewähren.
In seinem Motu proprio ‘Ecclesia
Dei adflicta’ vom Juli 1988 habe der Papst angewiesen, „daß das Verlangen jener, die sich mit der lateinischen
liturgischen Tradition verbunden fühlen, durch eine weite und großzügige Anwendung der Anweisungen –
die vom Apostolischen Stuhl schon seit langem für die Verwendung des Römischen Meßbuches nach der Editio
typica von 1962 publiziert wurden – überall respektiert werden muß“.
Seit dem vierten Jahrhundert gebe
es in der Kirche verschiedene Riten, die den einen katholischen Glauben zum Ausdruck brächten und Zeichen
einer greifbaren Vitalität der Katholischen Kirche seien.
Auch das Konzil von Trient habe die damals
existierenden Riten nicht vereinheitlichen wollen.
Als Beispiel wird der Ambrosianische Ritus genannt,
der in einigen Tälern des Kantons Tessin, und in der Erzdiözese Mailand – nicht aber in den Städten
Monza, Trezzo oder Treviglio – verwendet wird.
„Zwei gültige Formen des gleichen katholischen Glaubens –
jene des Heiligen Pius V. und jene von Paul VI. – dürfen nicht als »Ausdruck verschiedener Ausrichtungen«
und folglich als miteinander unversöhnlich hingestellt werden.“
Auf liturgischem Gebiet sei es ebenfalls
nicht legitim, die Entscheidungen und Handlungen der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul
II. und Benedikt XVI. sowie der Konzilien so hinzustellen, als ob sie miteinander im Konflikt stünden
oder gar zueinander alternativ wären.
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32 Lesermeinungen
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Wer schreibt hier von wem ab??? Dieser Text aus Genua ist heute doch noch auf kath.net erschienen. Kleines
Detail: Das angegebene Erscheinungsdatum der Erklärung ist das Veröffentlichungsdatum auf kreuz.net
und nicht das zwei Tage ältere auf der Webseite der Erzdiözese Genua. Im Übrigen wundert mich bei der
einseitigen und unsachlichen Berichterstattung von kath.net nichts mehr
Um was streitet ihr eigentlich? Hier wird gestritten ob das Wort Opfer in der Messe erwähnt wird oder
nicht.Ob man die Messe in der Landessprache hält oder auf Latein. Was steht eigentlich in der heiligen
Schrift in Hebräer?Was lehrte denn der Apostel Paulus? Hebräer Kapitel 9 Absatz 24 Denn Christus ist
nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht(Tempel in Jerusalem) und nur ein Abbild des
wahren Heiligtums ist,sondern in den Himmel selbst,um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen;auch
nicht,um sich oftmals zu opfern,(wie in der Eucharestie) wie der Hohepriester o^/ alle Jahre mit fremdem
Blut in das Heiligtum geht;sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an.Nun aber, am Ende
der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.(die aus
dem Fleisch begangen werden und wofür die gefallenen Engel verantwortlich sind)Und wie den Menschen bestimmt
ist, „einmal“ zu sterben, danach aber das Gericht:so ist auch Christus „einmal“ geopfert worden, die Sünden
vieler wegzunehmen;zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn
warten, zum Heil. Richtet nicht dass ihr nicht gerichtet werdet,Satan war der Ankläger der verworfen
ist.
@Romano im lateinischen Text ist es noch erwähnt. Im deutschen? nicht mehr. @Ottaviani: wenn ein Priester
das Opfer in der Messe nicht erwähnt, und sonst aber auch nicht, dann leugnet er es. Das ist die Häresie
durch Weglassen – keine Erfindung durch mich.
2. Hochgebet Ottaviani schrieb: Nein, nicht häretisch, aber auf jeden Fall defizitär! Möglicherweise
defizitär, aber: das Opfer mit dem Verb „offerimus“ durchaus erwähnt.
@Möchtegern-Kathole „Und die Vorgabe des 2. Canon ist schon fast häretisch, weil eben das Opfer darin
nicht erwähnt wird.“ Nein, nicht häretisch, aber auf jeden Fall defizitär! Alfredo Card Ottaviani
@Jean der am häufigsten gelesene und in manchen Pfarren fast ausschließliche Canon des NOM ist der zweite.
Und darin wird das „Opfer“ faktisch geleugnet. Das es ad libitum Canones gibt, die das Opfer erwähnen,
aber selten verwendet werden (manche Priester machen eine löbliche Ausnahme) ändert nichts an der Aussage.
Dass Sie schon das 4. Hochgebet bemühen müssen zeigt, dass sie kein Beispiel im 2. gefunden haben. Deshalb
rede ich keinen „Stuss“, und kenne den NOM sehr gut. Und die Vorgabe des 2. Canon ist schon fast häretisch,
weil eben das Opfer darin nicht erwähnt wird. Was würden sie beispielsweise von einer Laudatio auf einen
neuen Ehernbürger halten, in der der Ehrenbürger nicht erwähnt wird? Deshalb ist das 2. Hochgebet „Stuss“.
#27 Maledica 10:05:36 | Donnerstag, 30. November 2006
Versus Deum @Ruhrpotti bei aller Toleranz, aber wenn’s ‘ne V-II Veranstaltung ist, kann sie nicht würdig
gefeiert werden. Das liegt schon alleine daran, daß der Priester zum Volke und zu GOTT HIN (und schon
gar nicht!) zelebriert, sondern „feiert“. pax tecum Ihre Intelligenz scheint die der Modernisten nicht
gerade zu übersteigen! Wenn Sie schon das letzte Konzil mit der Abkürzung einer Vergeltungswaffe der
Nationals-Sozialisten terminieren, sollten Sie schon belegen, wo dieses den die Zelebration zum Volke
hin eingeführt hat. Oder schweigen Sie lieber!
@ möchtegern Reden Sie doch bitte keinen Stuss: wenn sie den Neuen Ordo nicht kennen, heißt das noch
lange nicht, dass deswegen dort nicht von „Opfer“ gesprochen wird. Und wenn Sie sich mal das neue 4. Hochgebet
ansehen, ist dort von fast nichts anderem die Rede. Also wenn Sie über den neuen Ordo reden, dann unterscheiden
Sie zuerst die Vorgabe des Messbuches von dem, was vielerorts ungedeckt daraus gemacht wird. So schwer
kann das doch nicht sein. Dann erst wird eine Diskussion substantiell.
#24 zwobbel 07:50:43 | Donnerstag, 30. November 2006
Voll daneben ruhrgebietler! aber wenn’s ‘ne V-II Veranstaltung ist, kann sie nicht würdig gefeiert werden.
Das liegt schon alleine daran, daß der Priester zum Volke und zu GOTT HIN (und schon gar nicht!) zelebriert,
sondern „feiert“. Abgesehen davon das Sie wohl ein „nicht“ vor dem „zu Gott“ vergessen haben – auch sonst
voll daneben! 1. Ein sprachlich unsinniger Gegensatz zwischen zelebrieren und feiern, der gar keiner ist.
2. Der neue Ritus ist eigentlich auch zum Hernn hin zu „zelebeiern“ oder „feierbrieren“ Es ist lediglich
auch erlaubt ihn zum Volk hin zu zelebrieren. Aus dieser „Auch-Erlaubnis“ wurde mit Hilfe des Räteterrors
gemacht: „Wer zum Herrn hin feiert ist ein Rechtsextremist.“ (von Sinn her mit verschiedenen Abstufungen)
Daher ist ihre Behauptung und Formulierung, welche das hl. Meßopfer herabsetzt, „ne V-II Veranstaltung“
könne „nicht würdig gefeiert werden“ nicht zu halten. Es geht sehr gut und ich habe es schon oft erlebt.
Das Problem: es hängt weit mehr vom Priester ab als beim alten Ritus. Was die Kritik an der modernen
Zelebrationsrichtung nicht schmälert: Wer den Altar umdreht, der dreht die hl. Messe um!
geht es um … … Versöhnung der Riten? Zwei Riten können unterschiedlich sein, aber doch gleichberechtigt.
Aber kann ein Ritus bestehen, der inhaltlich unzureichend ist? Nach der Änderung des „alle“ in „viele“
sollte B16 das 2. „Hochgebet“ des NOM als unzureichend abschaffen.
#22 Benedikt 23:45:12 | Mittwoch, 29. November 2006
Hört, hört „Zwei gültige Formen des gleichen katholischen Glaubens – jene des Heiligen Pius V. und
jene von Paul VI. – dürfen nicht als »Ausdruck verschiedener Ausrichtungen« und folglich als miteinander
unversöhnlich hingestellt werden.“ Ein wahres Wort.
na ja, wenn … … die Übersetzung multis-alle intelligent ist *g? Der Begriff „Opfer“ ist übrigens
auch an fast allen Stellen des lateinischen NOM rausgeflogen, insofern: der Hinweis ist kein gutes Argument.
Im Gegenteil: er beweist, dass es noch andere Übersetzungsfehler gibt (dort, wo im lat. Text ‘Opfer’
steht, im deutschen irgendwas anderes steht)
das Hauptproblem des NOM … … ist immer noch der dumm-dreist-dämliche Text. 2 Beispiele: * „multis“
wird mit „alle“ übersetzt (auch wenn B16 das ändern will) * der Begriff „Opfer“ wurde aus dem Canon
getilgt. Wenn die Gläubigen den Textvergleich haben (und den häufigen Schwindel vom „nur die Sprache
hat sich geändert“ auf breiter Linie kapieren), dann wird vielleicht von dem NOM in paar Jahren nicht
mehr viel übrig sein. Was erhält man, wenn man alle Fehler des NOM behebt? die alte Messe
@agmen – da stimmt was nicht bei aller Toleranz, aber wenn’s ‘ne V-II Veranstaltung ist, kann sie nicht
würdig gefeiert werden. Das liegt schon alleine daran, daß der Priester zum Volke und zu GOTT HIN (und
schon gar nicht!) zelebriert, sondern „feiert“. pax tecum
@Gotthard Richtig, in meiner Pfarrei würde sich nichts ändern, ich erwarte es auch gar nicht. Hier wird
nämlich die hl. Messe nach dem neuen Ritus würdig gefeiert. Allerdings wird durch eine Erlaubnis der
Priesterbruderschaft vieles erleichtert (z.B. können dann auch alte Messen ohne Behinderung im Bistum
Mainz gefeiert werden).
#11 Pünktchen 19:01:37 | Mittwoch, 29. November 2006
„Fundamentalismus“. Robert Spaemann: Der letzte Mensch Nietzsches: das ist die Verkörperung des banalen
Nihilismus. Er nennt sich heute selbst „Liberalismus“ und hat für alles, was sich ihm nicht fügt, die
Einschüchtervokabel „Fundamentalismus“ bereit. Ein Fundamentalist ist in diesem Sinne jeder, dem es mit
irgend etwas ernst ist, das für ihn nicht zur Disposition steht. Für den banalen Liberalismus ist Freiheit:
Vermehrung von Optionschancen. Er läßt aber keine Option gelten, für die es sich lohnte, auf alle übrigen
zu verzichten. Von einer solchen Option aber spricht das Evangelium: von dem Schatz im Acker und der kostbaren
Perle, für die der, der sie findet, alles verkauft. www.kath-info.de/kultur.html
TV-Tipp! Auf 3Sat am 6. Januar 2007 „Mit Gott gegen alle“, Dokumentation im Rahmen des 3sat-Thementags
„Im Namen Gottes – Kampf und Toleranz der Kulturen“ „weltweit sind religiöse Fundamentalisten auf dem
Vormarsch, verbreiten im Namen Gottes Furcht und Schrecken. Sie kämpfen, wie die Dokumentation von Dirk
Laabs zeigt, „Mit Gott gegen alle“. Der Filmemacher trifft religiöse Fundamentalisten christlicher und
islamischer Couleur in Deutschland, Belgien, Kanada und den USA. Im Rahmen des 24-stündigen 3sat-Thementags
„Im Namen Gottes – Kampf und Toleranz der Kulturen“ zeigt er, wie massiv der Einfluss religiöser Eiferer
bereits ist und wie sehr er allgemein unterschätzt wird.“ Es freut mich UNSAGBAR, dass die Presse – sogar
in den öffentlich-rechtlichen Kultursendern nicht mehr bei christlichem Fundamentalismus wegschaut, sondern
diesen ganz klar benennt und in gleichem Atemzug mit islamischem Fundamentalismus nennt. Einen Unterschied
gibt es da wirklich nicht mehr. Jeder, der kreuz.net lang genug verfolgt, weiß wovon ich rede. Ich hoffe,
dass entsprechende Sender bald erste Konzepte vorschlagen, wie man Minderjährige in Deutschland vor christlichem
Terror und Gehirnwäsche besser schützen kann.
@ Maledica War mir klar, dass gleich jemand dieses Herrenwort zitieren würde. Aber haltet doch mal das
Wort Jesu neben das von „laikos“, dann fällt euch gewiss schnell etwas auf. Die Version von „laikos“
hat etwas ungesund maßloses und ist, gewollt oder nicht, zynisch. Keines von beidem lässt sich vom Wort
aus der Hl. Schrift behaupten.
#8 Maledica 17:54:50 | Mittwoch, 29. November 2006
Verderben der Seele @Jean & Gelasius Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten,
doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben
kann in der Hölle.
laikos – wahrlich stümperlich Verraten Sie mir doch bitte eines: Haben Sie beim Tippen Ihres wundersamen
Beitrags eben nicht vielleicht einen Krampf in den Fingern erlitten?
Messe-Ökumene Jetzt will man den teuflischen Ökumenismus auch in die Messe hineinschleußen. Man kann
nicht die alte mit der neuen Messe vereinigen, genau sowenig wie man eine Eineit zwischen Protestanten,
Katholiken und Muslimen finden kann. Unmöglich. Der Ökumenismus ist das allerschlimmste was jemals auf
Erden passiert ist. MaoTseTung, Stalin, Hitler waren unendlich mal weniger schlimm als der Ökumenismus
#4 Pünktchen 17:15:26 | Mittwoch, 29. November 2006
Der Bischof von Genua scheint eher eine Lanze brechen zu wollen für die breitere Zulassung der alten
Messe. Wir erinnern uns, daß zahlreiche franz. Bischöfe im Vorfeld der erwarteten Entscheidung aus Rom
das Argument eines angeblich bedrohlichen „Biritualismus“ vortrugen. Die Stellungnahme aus Genua liest
sich wie eine Entkräftung dieses Arguments.
ist halt so… „Zwei gültige Formen des gleichen katholischen Glaubens – jene des Heiligen Pius V. und
jene von Paul VI. – dürfen nicht als »Ausdruck verschiedener Ausrichtungen« und folglich als miteinander
unversöhnlich hingestellt werden.“ Naja, es ist nur einfach so, dass genau das der Fall ist. Deshalb
muss auch gar nichts „hinstellen“.