Am dritten Tag seines Besuches in der Türkei unterzeichneten der Papst und der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel eine gemeinsame Erklärung. Das Ziel: Die vollkommene Einheit. Beim anschließenden Besuch in der Blauen Moschee trug der Papst weiße Hausschuhe.
„»Die Trennungen zwischen den Christen sind ein Skandal und behindern die Verbreitung
des Evangeliums«, betonte der Papst in der St.-Georgs-Kathedrale nach der orthodoxen Göttlichen Liturgie
zum Fest des Heiligen Andreas. Beide Kirchenoberhäupter verwiesen auf das gemeinsame Erbe, das Katholiken
und Orthodoxie grundsätzlich verbindet. Der Papst erneuerte das Angebot seines Vorgängers Johannes Paul
II. über eine Gestaltung des päpstlichen Dienstes »als Dienst der Liebe«.“
Aus einem Bericht der
‘Österreichischen Presseagentur APA’
„Zu einer von türkischen Nationalisten angemeldeten Demonstration gegen den Besuch des Kirchenoberhaupts
erschienen am Donnerstag vormittag in Istanbul mehr Journalisten und Polizisten als Demonstranten. Auf
dem Beyazit-Platz in der Altstadt versammelten sich zu Beginn der Kundgebung kaum 20 Demonstranten. Gleichzeitig
waren mindestens 50 Journalisten anwesend, alleine 20 Fernsehkameras waren auf dem Platz aufgebaut. Die
Sicherheitskräfte waren mit zehn Bussen mit Bereitschaftspolizisten, zwei gepanzerten Mannschaftswagen
und einem Wasserwerfer vertreten.“
Aus einem Beitrag für die deutsche Tageszeitung ‘Die Welt’
Erfüllte
Prophezeiung?
„Jetzt besucht der Papst vor allem den kläglichen Rest der alten türkisch-byzantinischen
Christenheit. Vor 80 Jahren stellten sie noch etwa 20 Prozent der Bevölkerung, jetzt nur noch knapp 0,5
Prozent. Es ist eine überalterte aussterbende winzige Minderheit. Erst im letzten Jahrhundert also ist
die Türkei wirklich ein Land der christlichen Apokalypse geworden, deren blühende Gemeinden der Seher
Johannes schon im ersten Jahrhundert mit der Prophezeiung erschreckte: »Ich stoße euch den Leuchter
vom Altar! « […] Nirgendwo wuchs die Christenheit am Anfang so rasch wie hier und in Ägypten, und
kaum sonst wo wurde sie auch so stark entwurzelt und vertrieben.“
Aus einem Bericht des Vatikanisten
der Tageszeitung ‘Die Welt’ Paul Badde.
Beständiger Gegensatz
„Während die Türken in Deutschland
stolz sein dürfen über jede neue Moscheeeinweihung, darf in der Türkei die Jahrtausendalte orthodoxe
Gemeinde nicht einmal ihr [seit Anfang der 70er Jahre vom Staat geschlossenes] Priesterseminar öffnen.
Die türkische Brücke, rhetorisch so oft bemüht, ist eben mehr als brüchig.“
Der in Ankara geborene
und in Deutschland lebende Schriftsteller Zafer Senocak (45) in einem Beitrag für die deutsche Tageszeitung
‘Die Welt’
Veto gegen christenfreundliches Eigentumsgesetz
„Die EU-Kommission will die Beitrittsverhandlungen
mit der Türkei teilweise einfrieren. Die Türkei habe ihre Verpflichtung zur Öffnung ihrer Häfen für
das EU-Mitglied Zypern nicht erfüllt und dies müsse Folgen haben, sagte Erweiterungskommissar Olli Rehn
am Mittwoch in Brüssel. Die Türkei reagierte empört. […] In der Türkei gab es derweil einen erneuten
Rückschlag für die Verhandlungen. Präsident Ahmet Necdet Sezer legte Einspruch gegen ein von der EU
verlangtes Gesetz ein, mit dem die Eigentumsrechte nicht-islamischer Religionsgemeinschaften gestärkt
werden sollen.“
Die Nachrichtenagentur ‘Reuters’ am Mittwoch
Ein guter Typ
„Ich saß am Montag morgen
um 10 Uhr in perfekter Uniform in Rom zur Einweisung für den Papstflug nach Ankara. Wir waren 90% Frauen
und unser erstes Interesse galt natürlich Mons. Gänswein. […] Kurz nach acht Uhr nahm ich neben dem
Papst Platz (jedes Besatzungsmitglied wurde einzeln mit ihm fotografiert), er nahm meine Hand und ich
rief ihm ein: »Heiliger Vater…Guten Morgen!« entgegen. Er antwortete mir mit einem verwunderten: »Ach,
Sie sind Deutsche?!« Da brauchte es – ehrlich gesagt – wenig, um mich für ihn einzunehmen. Vielleicht
waren es seine weichen Hände, vielleicht seine deutsche Art, vielleicht seine angenehme Demut, sein Charisma.
Auf jeden Fall bin ich der Meinung: »Das ist ein guter Typ!!!«“
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#16 allegra 11:30:09 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
…unverschaemtheit !!!!… sehr geehrte damen und herren, ich finde es eine unverschaemtheit, dass sie
das wortwörtlich lektorierte zitat aus meinem blog ohne meine namensnennung bzw. ohne hinweis auf die
quelle (in diesem fall: mein blog) in ihren artikel setzen. und erwarte von ihnen diesen text sofort zu
entfernen, da das urheberrecht bei diesem text bei mir liegt und ich sie NICHT autorisiert habe, diesen
zu veröffentlichen !!!! mit freundlichen gruessen allegra (allegra1966.twoday.net/stories/2997378/)
Ach so! Benedikts Besuch wird zur Sensation. In sich versunken steht er mit Ali Bardakoglu, dem Chef der
türkischen Religionsbehörde, in der Moschee, richtet seine Gedanken zu Gott. Dann verneigt er sich Richtung
Mekka!
@ Aurelius @ landorganist Tja, kreuz.net hatte nicht genügend Zeit, einen Hetzartikel zusammenzustellen
oder es hat sich in der Kürze der Zeit kein Stammtisch-Tradi gefunden, der den Job erledigt. Geduld,
Geduld… Die sind bestimmt alle in Fulda, warum sonst ist es heute um diese Uhrzeit so verdächtig ruhig…
Postings, so wie wir sie kennen, kommen bestimmt noch… Wetten?
#2 Aurelius 21:21:24 | Donnerstag, 30. November 2006
@ landorganist Tja, kreuz.net hatte nicht genügend Zeit, einen Hetzartikel zusammenzustellen oder es
hat sich in der Kürze der Zeit kein Stammtisch-Tradi gefunden, der den Job erledigt. Das wird aber sicherlich
bald hier in den Lesermeinungen nachgeholt.
#1 landorganist 20:17:48 | Donnerstag, 30. November 2006
Na also, wenn Kreuznet nicht selber schreibt, sonderen andere zitiert, gibts nicht zu meckern. Weiter
so! Und irgendwann könnt Ihr Eure Leute dann auch zur Journalistenschule schicken. Hoffnung für kreuz-net?