15:55:26 | Freitag, 1. Dezember 2006
Gestern wurde ein Bischof für die chinesische Gegenkirche geweiht. Gegen den Willen des Vatikan. Dabei wurden haarsträubende Mittel angewandt.
(kreuz.net, Peking) Am Donnerstag wurde Mons. Wang Renlei (36) zum Weihbischof der ostchinesischen Diözese
Xuzhou geweiht.
Die Konsekration wurde von der kommunistischen Gegenkirche ‘Patriotische Vereinigung’
organisiert.
Somit fand erneut eine Bischofsweihe gegen den Willen des Heiligen Stuhls statt.
Der neue
Weihbischof wird die Nachfolge des 93jährigen Bischof Quian Yurong antreten. Dieser ist gesundheitlich
sehr angeschlagen.
Um die Zeremonie durchzuführen, wurden auch zwei romtreue Bischöfe aus der Provinz
Hebei entführt und zwangsweise zu der Bischofsweihe nach Xuzhou geschleppt.
Das berichtete die italienische
Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’.
Der Vatikan hatte gehofft, daß die ‘Patriotische Vereinigung’ von der
Bischofsweihe absehe. Der neue Bischof Wang Renlei habe vorher nicht kontaktiert werden können, weil
er ebenfalls von den staatlichen Behörden unter Aufsicht genommen wurde.
Laut ‘AsiaNews’ kritisierte
der Bischof von Hong Kong, Joseph Kardinal Zen, die schismatischen Handlungen scharf. Bei der Bischofsweihe
seien „unanständige, fast unvorstellbare Methoden“ angewandt worden.
Um die Sache durchzuführen, seien
Mons. Li Liangui und Mons. Petrus Feng Xinmao entführt worden. Ziel dieser Übung war, der illegalen
Weihe dadurch eine gewisse kirchliche Legitimation zu geben.
Nach illegalen Weihen im
vergangenen April
traf sich eine Delegation des Heiligen Stuhl mit Regierungsvertretern in Peking. Dabei wurde vereinbart,
daß zukünftig keine derartigen Zeremonien mehr ohne Absprache mit dem Vatikan durchgeführt würden.
Der Heilige Stuhl machte damals klar, daß unerlaubte Bischofsweihen eine schwere Verletzung der Rechte
der Kirche darstellten und vom Kirchenrecht bestraft würden.
Noch am Donnerstag erklärte eine Sprecherin
des Außenministeriums, daß die chinesische Regierung konsequent an ihren Bedingungen für Beziehungen
zum Vatikan festhalte.
Der Vatikan müsse seine diplomatischen Beziehungen zu der angeblichen chinesischen
Inselprovinz Taiwan abbrechen.
Er dürfe sich nicht in die inneren Angelegenheiten Chinas einmischen –
auch nicht unter dem Deckmantel der Religion.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#23
MichalK 15:44:30 | Samstag, 2. Dezember 2006
#22
Heggi 10:53:22 | Samstag, 2. Dezember 2006
#21
Athanasius 02:19:29 | Samstag, 2. Dezember 2006
#20
ottaviani 23:15:28 | Freitag, 1. Dezember 2006
#19
Breze 22:29:43 | Freitag, 1. Dezember 2006
#18
Gotthard 22:18:30 | Freitag, 1. Dezember 2006
#17
Breze 22:12:10 | Freitag, 1. Dezember 2006
#16
Udalricus 21:29:34 | Freitag, 1. Dezember 2006
#15
HeinrichvonOfterdingen 20:22:52 | Freitag, 1. Dezember 2006
#14
Breze 18:15:35 | Freitag, 1. Dezember 2006
#13
Principessa 18:12:45 | Freitag, 1. Dezember 2006
#12
Udalricus 18:07:19 | Freitag, 1. Dezember 2006
#11
Stimme aus dem Tradiland 17:09:17 | Freitag, 1. Dezember 2006
#10
Breze 17:08:23 | Freitag, 1. Dezember 2006
#9
Udalricus 17:05:34 | Freitag, 1. Dezember 2006
#8
gelasius 16:49:29 | Freitag, 1. Dezember 2006
#7
Gotthard 16:47:30 | Freitag, 1. Dezember 2006
#6
rebekka 16:43:45 | Freitag, 1. Dezember 2006
#5
Beobachterin 16:43:19 | Freitag, 1. Dezember 2006
#4
Breze 16:32:41 | Freitag, 1. Dezember 2006
#3
gelasius 16:26:02 | Freitag, 1. Dezember 2006
#2
Breze 16:13:13 | Freitag, 1. Dezember 2006
#1
HeinrichvonOfterdingen 16:01:44 | Freitag, 1. Dezember 2006