Zehn Jahre lang haben 23 christliche Kirchen an einer neuen Standardübersetzung der Heiligen Schrift gearbeitet. In der heiligen Messe soll die neueste Ausgabe nicht verwendet werden.
Am 27. Oktober erhielten die niederländisch und flämisch sprechenden Christen eine neue Standardübersetzung
der Bibel. An den zehnjährigen Übersetzungsarbeiten haben sich 23 verschiedene christliche Gemeinschaften,
unter ihnen auch die katholische Kirche, beteiligt. Die Neufassung soll eine niederländische Bibelausgabe
aus dem Jahre 1951 ablösen. Diese Übersetzung erschien in mehreren Varianten – unter ihnen eine römisch-katholische.
Initiiert wurde die jetzt erschienene Neuübersetzung von der protestantischen und katholischen Bibelstiftungen
der Niederlande und Flanderns.
Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der Niederlande, Adrianus
Kardinal Simonis, empfahl, die neue Übersetzung in Gesprächsrunden und ökumenischen Gottesdiensten
zu verwenden. Eine Einführung in die heilige Messe sei aufgrund der Tradition der kirchlichen Gebetspraxis
abzulehnen, so Kardinal Simonis.
Ersten Kritiken aus Theologenkreisen zufolge nähere sich der Stil der
Neuverfassung einer „kalten Beamtensprache“. Außerdem sollen wichtige Textteile, wie es heißt, einfach
„wegübersetzt“ worden sein.
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