Der Gründer von „Life Teen“ als Priester beurlaubt
Monsignore Dale Fushek, der Gründer von „Life Teen“, einer katholisch-charismatischen Bewegung für Teenager in den USA, ist wegen Verdacht auf Unzucht mit Jugendlichen von seinem Bischof temporär suspendiert worden.
(kreuz.net, Phoenix/Arizona) Mons. Dale Fushek, der Gründer der USA-weiten charismatischen Jugendbewegung
„Life Teen“ ist von seinem Diözesanbischof wegen Verdacht auf Unzucht mit Jugendlichen von seinem Bischof
beurlaubt worden. Das berichtete die US-amerikanische Tageszeitung „The Arizona Republic“.
Die Beurlaubung
des Priesters beeinhaltet keine Vorverurteilung, sondern dient der Überprüfung des angeblichen Sachverhaltes.
Gegen den Priester wurde am 22. Dezember eine Klage wegen sexuellen Mißverhaltens vorgebracht, die zwanzig
Jahre zurückliegen soll.
Es handelt sich um den zweiten Vorwurf der Unzucht, der gegen den Priester
und langjährigen Pfarrer in den letzten zehn Jahren geäußert wurde.
Keiner der beiden Anklagen beinhaltet
körperliche Kontakte. Die erste Beschuldigung betraf einen männlichen „Life Teen“ Angestellten. In diesem
Fall einigte man sich im Jahr 1995 auf eine außergerichtliche Zahlung von $45.000 (€ 33.000). Der jüngste
Vorwurf bezieht sich auf ein Geschehnis aus dem Jahre 1985. Der damals 14 jährige Ankläger behauptet,
im Pfarrhaus von Fushek von einem anderen Priester vergewaltigt worden zu sein. Fushek habe zugeschaut
und bei sich sexuelle Handlungen ausgeführt, ohne einzuschreiten und ihn zu beschützen.
Der Diözesanbischof
von Phoenix/Arizona, Thomas J. Olmsted (57), wurde am Dienstag vor Weihnachten auf die jüngsten Vorwürfe
aufmerksam gemacht. Nachdem seine Vertreter mit dem Rechtsanwalt des Anklägers zusammengetroffen waren,
ordnete der Bischof an, Fushek in einen bezahlten administrativen Urlaub zu schicken.
Diese Entscheidung
bedeutet, daß Mons. Fushek, einer der populärsten Priester der Diözese, keine öffentliche Seelsorge
mehr ausüben kann. Er darf, solange die Untersuchung läuft, in der Öffentlichkeit auch keine Messen
mehr zelebrieren.
Der heute 35 jährige Ankläger, dessen Identität geheimgehalten wird, behauptet,
kürzlich „unterdrückte Erinnerungen“ über die Geschehnisse im Jahre 1985 wieder zutage gefördert zu
haben.
Das Verfahren, das gegen Monsignore Fushek eingeleitet wurde, entspricht den neuen Normen der
US-amerikanischen Bischofskonferenz. Diese Normen wurden verabschiedet, nachdem in den letzten Jahren
landesweit Hunderte von ähnlichen Mißbrauchsvorwürfen gegen US-amerikanische Priester vorgebracht wurden.
Dabei überschreiten die bisher von der Kirche bezahlten Entschädigungen die Milliardengrenze.
Die neuen
Regeln sehen vor, sofort einen administrativen Urlaub über einen beschuldigten Priester zu verhängen.
In Fällen, wo das angebliche Vergehen Kinder betrifft, ist der Bischof außerdem gehalten, die Klage
der Polizei zu melden.
Der Rechtsanwalt des angeblichen Opfers von Mons. Fushek ist selber katholisch.
Seine Kinder waren ebenfalls Mitglieder von „Life Teen“. Er kenne den Priester seit zwanzig Jahren persönlich
und habe geweint, als er die Diözese wegen der Klage kontaktiert habe.
Der Rechtsvertreter von Mons.
Fushek begrüßte die Entscheidung des Bischofs, seinen Mandanten zu beurlauben, während die Anklage
untersucht wird. Er sei von der Unschuld Fusheks überzeugt. Es sei zwar gut, daß legitime Klagen vorgebracht
und gelöst würden, zugleich müsse man auch sehen, daß gute und unschuldige Priester in der gegenwärtigen
Atmosphäre leicht zum Opfer solcher aufgebauschter Verdächtigungen werden könnten.
Der langjährige
Pfarrer Dale Fushek gründete die Bewegung „Life Teen“ im Jahre 1985, um kirchenferne Jugendliche zu erreichen.
Unter seiner charismatischen Führung wuchs „Life Teen“ zu einer Bewegung mit mehr als 100.000 Mitgliedern
und wöchentlichen Messen in 850 Kirchen in den ganzen USA.
Mitarbeiter und Mitglieder der Pfarrei von
Mons. Fushek waren über die Suspendierung des Priesters schockiert, zeigten sich aber überzeugt, daß
Mons. Fushek am Ende von jedem Fehlverhalten freigesprochen würde.
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3 Lesermeinungen
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Unterwegs zur vollen Wahrheit Ungerechte Angriffe? Verschwörung? Ich finde, diese Analysen bringen nichts.
Das, was vorliegt, liegt vor. Was ist, was nicht ist, ist nicht. Es ist lächerlich, bei öffentlichen
Anschuldigungen gegen angeblich so Stockkonservative immer sofort zu meinen: Verschwörung. Sorry, aber
wenn da etwas d’ran ist, dann gehört das auch entsprechend behandelt. Es widert immer mehr an, wenn Leute
nur deshalb geschützt werden sollen, weil sie aus einem „eigenen Lager“ kämen.
Gebet für die Priester Gerade im Westen, insbesondere in den USA, hat es ja bekanntlich seit etwa 30
Jahren gebrodelt, ja, es kann nachgewiesen werden, daß eine katholische Priesterausbildung quasi nicht
mehr vorhanden war, sondern nur mehr ein Selektionsmechanismus, um zu Fromme auszusortieren, während
ansonsten jeder Dahergelaufene akzeptiert wurde, und jene gefördert wurden, die sich von der Homoseilschaft
anwerben ließen. Diese Quasi-Mafia ist bis heute sehr einflußreich, was ein wichtiger Aspekt für die
himmelsschreienden Zustände besonders in den Vereinigten Staaten betrifft. (vgl. goodbyegoodmen.com)
Ansonsten ist zu sagen, und das hat auch bereits Papst Johannes Paul II. sinngemäß so festgestellt,
daß jetzt als Folge dieser bischöflichen Vogel-Strauß-Politik ausgerechnet die guten Priester ungerechten
Verdächtigungen ausgesetzt werden. Dadurch, daß der Prozentsatz dieser Vorkommnisse im Klerus, in dem
der Konzilsgeist kräftig geweht hatte, überdurchschnittlich hoch ist, setzt nun in den USA eine alte
puritanische Tradition wieder ein: die Hexenjagd. Es ist menschlich nachvollziehbar, daß es so jetzt
kommt. Wenn wir an die Macht des Gebetes glauben, und nicht nur als letzten Ausweg, dann müssen die treugebliebenen
Gläubigen jetzt für die Kirche beten, denn ohne Priestertum stirbt Christi Kirche. Alle Bestrebungen
durch die zahlreichen Judasbünde in der Kirche, das Priestertum durch nicht-geweihte Berufslaien zu ersetzen –
deshalb die Taktik, Judasse in den Priesterstand zu schleusen – bedeutet darum letztlich ein tödlicher
Angriff gegen den Fortbestand der Kirche.