Unvergeßlich + Nicht hinnehmbar + Zur Diskussion gestellt + Papsthetzerin abgewiesen + Ich auch nicht
Unvergeßlich
Vatikan. Papst Benedikt XVI. nannte seine jüngste Reise in die Türkei während des gestrigen
Angelusgebetes eine „unvergeßliche Erfahrung“. Der Heilige Vater bedankte sich besonders bei den türkischen
Verantwortlichen für den friedlichen und fruchtbaren Aufenthalt. Benedikt XVI. hofft auf eine immer aufrichtigere
Zusammenarbeit der Christen und auf einen gewinnbringenden Dialog mit den Muselmanen.
Nicht hinnehmbar
Österreich. Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn äußerte sich vor der Fernsehsendung
‘Pressestunde’ des ‘Österreichischen Rundfunks’ zum EU-Beitritt der Türkei. Eine Annäherung zwischen
der EU und der Türkei sei der Wunsch des Papstes und der vatikanischen Diplomatie – erklärte der Kirchenfürst.
Dem Papst gehe es um gegenseitigen Respekt und tatsächliche Annäherung. Benedikt XVI. habe für die
Türkei Wertschätzung signalisiert, aber auch nicht hinnehmbare Differenzen etwa im Bereich der Religionsfreiheit
angesprochen.
Zur Diskussion gestellt
Brasilien. Der neu ernannte Präfekt der Kleruskongregation, Claudio
Kardinal Hummes, äußerte sich am Sonntag vor der brasilianischen Zeitung ‘Estrado do S. Paulo’ zum Zölibat.
Dieser sei kein Dogma, sondern eine Disziplinarnorm – betonte der Kirchenfürst: „Die Kirche ist nicht
unbeweglich.“ Wenn nötig, könne sich die Kirche verändern. Die angeblich sinkende Zahl der Priester
könne die Kirche bewegen, das Thema noch einmal zu „überdenken“. Auch wenn das Thema nicht einfach sei,
müsse es innerhalb der Kirche intensiv diskutiert werden.
Papsthetzerin abgewiesen
Schweiz. Die ehemalige
Pressesprecherin der ‘Christlichen Volkspartei’ der Schweiz, Monika Spring, wurde vom umstrittenen ‘Schweizer
Presserat’ abgewiesen. Im Dezember 2005 hatte Frau Spring den Papst in einem privaten Gespräch als „Deppen“
und die Kirche als größte Schwulenorganisation der Welt bezeichnet. Ihre Aussagen wurden von der ‘Neuen
Zürcher Zeitung’ veröffentlicht. Diese Worte seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen,
beschwerte sich Frau Spring, die nach ihren Skandalaussagen zurücktreten mußte, beim Presserat. Der
Presserat dekretierte jetzt, daß alles, was Prominente an einem offiziellen Anlaß zu Medienleuten sagen,
grundsätzlich journalistisch verwertbar sei.
Ich auch nicht
„Aufbruchsstimmung kommt jedoch nur zögerlich
auf. Der Bischof weiß um die Enttäuschung seiner Schäfchen, deren Gotteshäuser geschlossen oder zu
Filialkirchen gemacht wurden. »Für einige fühlt sich dieser Moment an, als würde ein Licht ausgehen.«
Vieles sei nicht gut gelaufen, gibt Bischof Genn zu, doch demographische, personelle und finanzielle Gründe
machten die Sparmaßnahmen notwendig. »Wir haben uns die Situation nicht ausgesucht. Ich auch nicht.«“
Aus einem Bericht in der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ über die am vergangenen Sonntag vollzogene
Zusammenlegung der Pfarreien in der Stadt Mülheim im Bistum Essen.
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22 Lesermeinungen
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Gastus es gibt wenige Menschen, die den Zölibat, nach Idee des Kirchengesetzes leben können, aber die
Mehrheit aller katholischen Priester geht an diesem unchristlichen, lieblosen Kirchengesetz kaputt. Aber
gottlob gibt es im Vatikan einen großartigen Kardinal, die Lockerung der Zölibatsverpflichtung, und
ich lege den Schwerpunkt auf Verpflichtung, hält niemand mehr auf, auch wenn Sie persönlich es gern
anders hätten. Was hat das Zölibatsgesetz mit dem Zeitgeist zu tun? Es ist und bleibt ein Machtinstrument
der Kirche und dazu noch ein sehr liebloses, wie jegliche Form von Machtausübung lieblos ist. Ich werde
mich weiterhin rigoros für die Aufhebung der Zölibatsverpflichtung einsetzen, wie ich es seit ca. 2
Jahren mache. Ich sehe in meinem Vorhaben die Priester, die leiden und das muss nicht sein. Aha, ich wusste
gar nicht, dass Ehebrecher genauso denken wie ich. Aber gut zu wissen. Ihnen einen weiterhin besinnlichen
Advent, und denken Sie auch mal bei Ihrer Besinnung an die, die unter dem lieblosen Gesetz leiden, denn
in den Leidenden begegnen wir Christus.
@Bussmann also, was Sie da von sich geben, hat doch absolut nichts mit dem Thema Zölibat zu tun. Sie
haben es nicht verstanden. Es gibt ein höheres Ideal als das Ihre, welches weltangepasst und zeitgeisthörig
ist. Kirche soll nicht Macht ausüben, sondern in der Nachfolge Christi leben und wie er Gottes Liebe
weitergeben und Gott, der die Liebe ist, will den Zölibat nicht. Ihr Verständnis von Liebe geht über
den biologischen Paarungsakt nicht hinaus. Damit punkten Sie selbstverständlich im Kreis der Pflichtvergessenen,
die sich gegenseitig bemitleidend von der Amtskirche um dieses „Vergnügen“ gebracht sehen und nur danach
lechzen endlich frei von dieser Verpflichtung durch die Betten hüpfen zu dürfen. Ähnlich sehen das
auch die Ehebrecher.
Gastus Lieber Gastus, also, was Sie da von sich geben, hat doch absolut nichts mit dem Thema Zölibat
zu tun. Es geht hier doch um etwas ganz anderes. 1. ist der Zölibat unbiblisch 2. ist der Zölibat nur
ein Kirchengesetz, eher ein Machtmittel der Kirche und das muss wirklich nicht sein. Kirche soll nicht
Macht ausüben, sondern in der Nachfolge Christi leben und wie er Gottes Liebe weitergeben und Gott, der
die Liebe ist, will den Zölibat nicht.
@Bussmann Jeder soll wählen, wie er leben will, auch noch nach der Priesterweihe. Genau, mache ich auch
so. Mein Arbeitgegeber hat mich zwar wegen dauernden Zuspätkommens und Nichteinhaltens des Arbeitsvertrages
rausgeschmissen, aber unter der Brücke lebt sich auch nicht schlecht. Zumindest habe ich meinen freien
Willen durchgesetzt und so weiter gelebt, wie ich es auch vor der Unterzeichnung meines Arbeitsvertrages
gewohnt war. Warum sollte ich mir auch vorher Gedanken über die sich ergebenden Pflichten aus meinem
Arbeitsvertrag machen? So ein Schwachsinn, wenn die Freiheit des Willens so erhaben über jeder eingegangenen
Verpflichtung steht. @Gerhard Oder wieviel Unehrlichkeit gibt es, wenn Priester ihre große Liebe verheimlichen
müssen und niemand von Frau und Kindern wissen darf! Richtig, und wie unehrlich wird es erst, wenn sich
der in der ersten grossen Liebe Irrende einer zweiten grossen Liebe zuwenden muss, selbstverständlich
immer auf der Suche der ihm allein zustehenden grossen und einzigen Liebe.
#18 Benedikt 18:02:21 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Gerhard Theoretisch(!) ist gegen den Zölibat nichts einzuwenden. Wieviele fähige Menschen gingen und
gehen unserer Kirche aber verloren, weil sie sich eben doch nicht dazu entschließen können, nicht zu
heiraten. Sie gehen verloren? ist man als Laie nichts, oder wie? Klerikaler gehts kaum noch.
@ Gerhard: Fortsetzung Noch einmal, lieber Gerhard, ich würde es nicht wagen, ihre oben genannten Situationen
leichtfertig von der Hand zu weisen, da es sich um Menschen (-schicksale) handelt, die ich nicht von außen
be- oder gar verurteilen kann und darf. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit tau
@ Rebekka Der Lächerlichkeit preisgegeben ist auch nicht unbedingt die richtige Formulierung. Das Zölibat
der Ordensleute die sich auf bestimmte Heilige berufen dürfte wirklich nicht zur Diskussion stehen, obwohl
es ja schon modernere (Ordens)Gemeinschaften gibt wo Eheleute und Zölibatäre quasi unter einem Dach
leben. Wenn für Weltpriester das Pflichtzölibat aufgehoben würde, kann man davon ausgehen das es Gemeinden
gibt die dann darauf bestehen einen verheirateten Priester zu bekommen, dadurch würden Zölibatäre Weltpriester
in einen gewissen Zugzwang kommen. Das biblisch begründete nur einmal verheiratet sein, oder nach der
Weihe keine Ehe mehr schließen zu dürfen bringt auch viele Probleme mit sich. Ich weiß das sich mehrere
orthodoxe, verheiratete Priester sich oft den Vorwurf anhören müssen in erster Linie hinter dem Geld
her zu sein. Dann habe ich gehört das es schon häufig zu Problemen mit Priestern mit jungen Kindern
gekommen ist wo leider die Ehefrau verstorben ist, die dann nicht mehr heiraten durften. Von den Problemen
der Scheidung und Wiederverheiratung ganz zu schweigen. Das Problem der Priesterkinder und der Priestergeliebten
könnte man vielleicht eher mit einer schnelleren Laisierung der Priester begegnen die dann noch gewisse
Seelsorgerische Funktionen in der Kirche wahrnehmen könnten, aber auch dieses würde wahrscheinlich schnell
ausarten. Ich denke das das Aufheben des Pflichtzölibates die Probleme unserer Zeit nicht nur nicht lösen,
sondern sogar verschlimmern würden
@ Gerhard: „Zur Diskussion gestellt! (Pflichtzölibat)“ Gute Idee! Aus Zeitgründen leider nur kurz: Die
Punkte, die Sie anführen, sind natürlich nicht leichtfertig von der Hand zu weisen. Ich denke, sowohl
Verheiratete als auch Zölibatäre müssen sich ständig wieder neu durch die Gnade Gottes führen lassen.
Alle brauchen die Erfahrung der Vergebung im Liebesgeschenk des heiligen Bußsakramentes, das Wiederaufstehen,
Anregungen/Ideen, die Neuorientierung und den Neuanfang. Ich kann natürlich die Situation der zölibatär
lebenden Menschen nur theoretisch und von außen sehen, weil ich selbst Familienvater bin. Hier kenne
ich nur zu gut den Konflikt zwischen Engagement nach außen (Kirche, Lebensrecht, Gesellschaft …) und
den überaus berechtigten Interessen der eigenen Familie. Ich kenne Situationen, in denen die eigenen
Familienangehörigen durch die ehrenamtliche Tätigkeiten von Vater oder Mutter in diesen Bereichen sehr
gelitten haben und es zu großen familiären Problemen und Entzweiungen kam. Wir kennen die Stelle, in
der der Freund Petrus, Jesus vor dem Kreuz bewahren wollte … Wie wäre erst (berechtigterweise) die
Reaktion der eigenen Ehefrau und der Kinder ausgefallen? Wir kennen auch die heroische Tat des zölibatär
lebenden, katholischen Priesters, Maximilian Kolbe im KZ der Nazis für einen Familienvater. Noch einmal,
lieber Gerhard, ich würde es nicht wagen, ihre oben genannten Situationen leichtfertig von der Hand zu
weisen, da es sich um Menschen (-schicksale) handelt, die ich nicht von außen be- oder gar verurteilen
@Sozialkatholisch und andere Keineswegs würde die ehelose Lebensform der Lächerlichkeit preisgegeben,
wenn der Pflichtzölibat abgeschafft würde. Denken Sie nur daran, welche Ausstrahlungskraft von Ordensgemeinschaften
bis heute ausgeht. Sogar in den ach so verhassten protestantischen Kirchen genießen die (wenigen) zölibatären
Kommunitäten hohes spirituelles Ansehen – z.B. Communität Casteller Ring, Communauté de Taizé. Das
im anderen Thread vorgebrachte Argument „höhere Flexibilität, Mission etc.“ ist ebenfalls nicht einsichtig.
Denn Diözesanpriester sind nun einmal NICHT zur Mission in fremden Ländern oder auch nur zum ständigen
Ortswechsel gedacht, sondern im Idealfall als Pfarrer vor Ort für lange Zeit. Nach der kirchlichen Vorstellung
vom Priesteramt ist der Priester allemal „stabiler“ vor Ort als jeder durchschnittliche Bankangestellte.
Und für die käme die Kirche ja auch nie auf die Idee, mit Rücksicht auf die Familien den Zölibat zu
verlangen. Mission ist gerade die Aufgabe (bestimmter) Ordensgemeinschaften – und deren Zölibat ist unumstritten.
Zur Diskussion gestellt (Pflichtzölibat) Theoretisch(!) ist gegen den Zölibat nichts einzuwenden. Wieviele
fähige Menschen gingen und gehen unserer Kirche aber verloren, weil sie sich eben doch nicht dazu entschließen
können, nicht zu heiraten. Oder wieviel Unehrlichkeit gibt es, wenn Priester ihre große Liebe verheimlichen
müssen und niemand von Frau und Kindern wissen darf! Für angehende Priester kann der Zölibat auch weiterhin
„empfohlen“ werden, aber er sollte aus den erwähnten Gründen heraus nicht zur „Pflicht“ gemacht werden.
Zur Diskussion gestellt irgendwie wird bei den Bischöfen und auch im Vatikan etwas missverstanden. Es
wird immer von einer Abschaffung des Zölibates gesprochen. Dass soll es auf keinen Fall, sondern es soll
die Verpflichtung zum Zölibat abgeschafft werden, Zölibat und Priesterweihe gehört nicht zwangsläufig
schon zusammen. Jeder soll wählen, wie er leben will, auch noch nach der Priesterweihe. Wir haben ja
bereits verheiratete Priester in der katholischen Kirche und in der mit Rom unierten Kirchen ist der Priester
schon immer verheiratet gewesen, oder eben auch nicht, wie er eben will.
Zölibat abschaffen? Es ist gut, wenn einmal intensiv in der Kirche über dieses Thema diskutiert wird.
Auch wenn vorerst kein Ergebnis erzielt wird, ist es doch ein Zeichen, daß dieses Thema viele Menschen
bewegt. Es gibt unzählige Meinungen wie schon alleine dieser Beitrag zeigt. Zunächst einmal wird dieser
Wert aus den Worten Jesu abgeleitet.“…der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach…“ Dieser Wert
ist sicher ein sehr schöner Wert, wenn auch schwer zu leben. Folgende Frage stellt sich mir persönlich:
Rechtfertigt die Interpretation dieses Textes tatsächlich eine Ableitung des Anspruches auf ein eheloses
Leben? Hat Jesus wirklich ein Unverheiratetsein der Männer, die ihm nachfolgen, im Sinn gehabt? Oder
wurde historisch gesehen ein solcher Aufbau draufgesetzt? Es gab ja in der Vergangenheit viele gute Gründe,
daß die Priester nicht heiraten durften, vor allem Fragen des Erbrechts. Heute hat sich die Situation
gewandelt, es werden nicht nur reiche Männer aus gehobener Gesellschaftsschicht Priester, Frauen sind
berufstätig. Ich denke, die katholische Kirche würde trotz Freistellungdes Zölibats nicht in den Protestantismus
abgleiten. Ob es in einem solchen Fall dann allerdings mehr Männer zum Priesteramt ziehen würde? Ja,
einige wenige vielleicht, aber nicht die Massen.
Bischöfe „nur einmal verheiratet“ Udalricus erwähnt richtigerweise: Es heißt schon im Neuen Testament,
Bischöfe, Presbyter und Diakone sollen „nur einmal verheiratet“ sein (1 Tim 3,2.12; Tit 1,6), was wohl
kaum als Bigamie-Verbot gesehen werden kann. Natürlich nicht! Dieses drollige Mißverständnis wird allerdings
von einigen mohammedanischen Apologeten genutzt, um zu „beweisen“, daß die Einehe auch im Christentum
ursprünglich nur für Bischöfe gegolten habe. Das ist natürlich Unfug. Vielmehr ist klar, was Paulus
meint: Wer nach dem Tode seiner ersten Ehefrau – womit in jenen Zeiten ziemlich häufig zu rechnen war –
sich wieder verheiratet hatte, begründete damit die Vermutung, daß er zu einem enthaltsamen Leben nicht
fähig und somit für das Bischofsamt nicht geeignet war. MfG Christoph Heger
Udalricus, besten Dank für deine vernünftige Wortmeldung. So ist es ja auch schon bei den Konvertiten
aus Anglikanertum oder Protestantismus. Für bereits geweihte katholische Priester, die heiraten wollen
oder schon geheiratet haben, kann es wohl Erleichterungen geben, dass sie z.B. Religionslehrer werden
oder sonst einen „kategorialen“ Dienst ausüben, niemals aber wieder liturgisch-priesterlich agieren.
Nur so ist die Tradition der Kirche und die Gerechtigkeit der sakramentalen Ordnung gewahrt.
Niemals Hochzeit für geweihte Priester In der ganzen Zölibats-Diskussion wird oftmals übersehen, dass
es von Anbeginn der Kirche klar war, dass eine Weihe spätere Ehen ausschließt. Es heißt schon im Neuen
Testament, Bischöfe, Presbyter und Diakone sollen „nur einmal verheiratet“ sein (1 Tim 3,2.12; Tit 1,6),
was wohl kaum als Bigamie-Verbot gesehen werden kann. Diese TRadition hat auch die Ostkirche beibehalten.
Wenn wir also um „Lockerung“ des Zölibates diskutieren, dann kann es wohl nur um die Weihe von Ehemännern
gehen, und nicht um die Hochzeit von Priestern. Dagegen sprechen keine theologischen, aber viele pastorale
Gründe. Ich schließe mich der Meinung an, dass eine Änderung momentan nicht sinnvoll für die Kirche
wäre.
@ rebekka Na gut, reden wir nur vom Pflichtzölibat. Wenn das Pflichtzölibat in der katholischen Kirche
fallen würde, wäre die vom Heiland vorgelebte Lebensweise, die von ihm und vom hl. Apostel Paulus empfohlen,
wahrscheinlich gänzlich der Lächerlichkeit preisgegeben. Es wäre ein großer Schritt in Richtung einer
noch mehr protestantisierten katholischen Kirche. Gerade bei vielen ach so biblischen evangalischen Christen
fällt mir auf das die Ehelosigkeit um des Heilands Willen garnichts mehr gilt. Gerade in unserer heutigen
Zeit ist eine Abschaffung des Pflichtzölibates m.M. nach völlig verkehrt. Jetzt könnten sie natürlich
die Ostkirche mit ihrer gelockerten Form ins Spiel bringen, aber wir haben leider kein Problem mit zu
starker Rechtgläubigkeit, sondern mit einer zu starken Verprotestantisierung.
@Rebekka dass der Zölibat schon von Anfang an wertgeschätzt wurde. Aber das war eben eine Frage der
persönlichen Berufung, nicht eine Frage des kirchlichen Amtes. Das ist nicht richtig. Schon der hl. Paulus
erwartet von dem Bischof, daß er „enthaltsam“ ist. MfG Christoph Heger
@sozialkatholisch Auch Ihnen sollte nicht entgangen sein, dass mit dem Schlagwort „Zölibat“ in der Regel
„Pflichtzölibat für Diözesanpriester“ gemeint ist. So auch in meinem Beitrag. Und wenn Sie genau lesen,
werden Sie sogar sehen, dass ich geschrieben habe, dass der Zölibat schon von Anfang an wertgeschätzt
wurde. Aber das war eben eine Frage der persönlichen Berufung, nicht eine Frage des kirchlichen Amtes.
@ Rebekka Sie irren sich wenn sie meinen der Zölibat sei historisch gewachsen, er gilt spätestens seit
dem ihn unser Herr Jesus Christus vorgelebt hat, dazu kommen noch einige Verstreter der so genannten Urkirche
wie z.B. der hl. Paulus. Den Zölibat hat es auch immer schon in der Ostkirche gegeben und er wurde dort
immer in Ehren gehalten und ich könnte mir fast eher vorstellen, das bei uns ein Papst heiratet, als
das der Zölibat in der Ostkirche fallen würde. Den verpflichtenden Zölibat für Weltpriester könnte
man natürlich diskutieren, aber ich denke das Abschaffen der Zölibatsverpflichtung für Weltpriester
die Probleme nicht lösen sondern verschärfen würden.
@laikos Nun, sogar bei den Tradis sollte sich herumgesprochen haben, dass der Zölibat kein Glaubenssatz
ist, sondern nur eine historisch gewachsene Praxis. Aber eine, die – in den katholischen Ostkirchen NIE
galt (jedenfalls nicht für Priester, nur für Bischöfe) – weitgehend nicht eingehalten wurde (vgl. die
historisch gesicherten Berichte über manchen Renaissancepapst und auch die vorliegenden Akten bischöflicher
Visitationen auch noch aus der nachtridentinischen Zeit, in der hier und da mal ein Priester angewiesen
wurde, von seinen vier Konkubinen wenigstens zwei zu entlassen) – ursprünglich sehr hoch geschätzt wurde,
aber nur für Mönche verpflichtend war – immer wieder Ausnahmen erfährt und erfuhr, wenn etwa verheiratete
Konvertiten zu Priestern geweiht wurden. Also wenn Sie glauben, der Katholizismus stünde und fiele mit
dem Zölibat, dann haben Sie nicht verstanden, was das Wesen des Katholizismus ist. Naja, was will man
bei Ihnen auch anderes erwarten…
Zölibat Wenn das Zölibat auch noch abgeschaft wird dann Unterscheidet die Modernisten von den Protestanten
fast nichts mehr. Die Modernistenmesse ist schon rein Protestantisch. Krankensalbung und Beichte haben
nur noch Psychotherapeutischen Charakter. Verheiratet ist man laut vielen Modernisten sowieso auch Standesamtlich,
Priester ist sowieso nur noch ein normaler Beruf ähnlich einem Tischler oder Politiker. Firmung ist auch
nur eine festliche Veranstaltung ähnlich einem Zeltfest.
Bischof Genn sagt nicht die Wahrheit er hätte mit der Situation auch anders umgehen können als die von
seinem Ordinariat beauftragten und bezahlten Manager. Anders BXVI: „Liebe Brüder im bischöflichen Amt!
Ich weiß, daß viele von Euch die ganz berechtigte Sorge um die situationsgerechte Weiterentwicklung
der pastoralen Strukturen beschäftigt. Angesichts der augenblicklich abnehmenden Zahl der Priester, wie
leider auch der (sonntäglichen) Gottesdienstbesucher, kommen in verschiedenen deutschsprachigen Diözesen
Modelle der Um- und Neustrukturierung der Seelsorge zur Anwendung, bei denen das Bild des Pfarrers, das
heißt des Priesters, der als Mann Gottes und der Kirche eine Pfarrgemeinde leitet, zu verschwimmen droht.
Ich bin ganz sicher, daß Ihr, verehrte Mitbrüder, die Erstellung dieser Konzepte nicht kühlen Planern
überlaßt, sondern nur solchen Priestern und Mitarbeitern anvertraut, die nicht nur über die notwendige
vom Glauben erleuchtete Einsicht und über eine entsprechende theologische, kanonistische und praktische
Bildung sowie über pastorale Erfahrung verfügen, sondern denen die Rettung des Menschen wahrhaft am
Herzen liegt, die sich also, wie wir früher gesagt hätten, durch „Seeleneifer“ auszeichnen und für
deren Denken und Handeln das ganzheitliche und damit das ewige Heil des Menschen die suprema lex ist.
Vor allem werdet Ihr nur solchen strukturellen Reformen Eure Zustimmung geben, die voll und ganz mit der
Lehre der Kirche über das Priestertum und den rechtlichen Normen im Einklang stehen.“