Alte Messe
Die Neue Messe kann in der Kirche keinen Platz beanspruchen
Die Rehabilitierung der Alten Messe wäre auch eine Rehabilitierung des Zweiten Vatikanischen Konzils.
"Es ist nicht überraschend, daß die neugestaltete »Mustermesse«, die an die Stelle des bisherigen Odro missae treten sollte und trat, von der Mehrheit der dafür zu einer Sondersynode zusammengerufenen Väter 1967 abgelehnt worden ist." Joseph Kardinal Ratzinger, Aus meinem Leben
„Es ist nicht überraschend, daß die neugestaltete »Mustermesse«, die an die Stelle des bisherigen Odro missae treten sollte und trat, von der Mehrheit der dafür zu einer Sondersynode zusammengerufenen Väter 1967 abgelehnt worden ist.“

Joseph Kardinal Ratzinger, Aus meinem Leben
© Latin-Mass-Society
(kreuz.net) In einem Interview mit dem Bistumsblatt der Erzdiözese Vaduz äußert sich der öster- reichische Militär- geistliche Hw. Siegfried Lochner über die Wieder- einführung der Alten Messe.

Gibt es in der gegenwärtigen liturgischen Misere ein Umdenken?

Schon vor 500 Jahren hat Aegidius von Viterbo – Humanist und Reformator der Augustiner Eremiten – die Schwierigkeiten der Kirche vor dem V. Laterankonzil auf den Punkt gebracht: „Homines per sacra mutari fas est, non sacra per homines“ – Die Menschen müssen durch das Heilige umgestaltet werden, nicht das Heilige durch die Menschen.

Was bedeutet das für den gegenwärtigen Zustand der Kirche?

Wenn es gegenwärtig um fünf vor zwölf bei einigen Verantwortlichen der Kirche ein Umdenken gibt, dann sicher nicht zuletzt aufgrund der Einsicht, daß die liturgischen Experimente der 60er und 70er Jahre gescheitert sind.

Wie könnte der Papst praktisch auf diese Einsicht reagieren?

Meines Erachtens wäre eine Erklärung „Motu Proprio“ denkbar, in der der Heilige Vater kurz feststellt, daß die Bulle ‘Quo primum’ seines Vorgängers Pius V. niemals rechtsgültig widerrufen wurde und daher weiter in Geltung ist. Damit wäre ohne großen Gesichtsverlust eine realistische Lösung möglich, die andererseits niemanden belastet, der aus welchen Gründen auch immer weiterhin am Missale von Paul VI. festhalten möchte.

Was würde eine solche Erklärung bewirken?

Sicherlich würde der Großteil des lateinischen Klerus zunächst noch am Ritus von Paul VI. festhalten. Aber die überlieferte Liturgie würde endlich aus dem Bereich des Odiosen herausgeholt. Jener Ritus, der über Jahrhunderte die abendländische Spiritualität und Kultur geprägt hat, würde wieder in seine offiziellen Rechte eingesetzt.

Wovor hat man Angst?

Ich bin überzeugt – und die Feinde der römischen Liturgie befürchten es –, daß sich auf Dauer die Weissagung des Gamaliel aus der Apostelgeschichte bewahrheiten wird, wonach sich der wahre Ausdruck der Gottesverehrung durchsetzen wird. Die Hysterie der Neuerer bestätigt dies. Aber warum sollte die Kirche zu ihrem Schaden an der neuen Liturgie festhalten, an deren Erfolg inzwischen nicht einmal mehr ihre Erfinder glauben?

Was würde die Zulassung der überlieferten Liturgie für das kirchliche Leben bewirken?

Ich glaube, daß damit die wirkmächtige Wiederkehr des Erlösers verbunden wäre, der sein Heilshandeln an die Sakramente – besonders an das Heilige Meßopfer – gebunden hat.

Sie meinen wirklich eine „Rückkehr des Erlösers“?

Wenn der glücklich regierende Pontifex schon vor Jahren darüber geklagt hat, daß man vielerorts Gottesdienst feiere „etsi Deus non daretur“ – so als ob es Gott nicht gebe – weil sich im Neuen Meßritus vielfach Gemeinde und „Liturge“ nur noch gegenseitig feiern, dann ist alles über die heutige Situation gesagt. Steht Gott wieder im Mittelpunkt, dann wird das neue Babel aufhören und der Weg für einen heiligen Frühling frei werden. Dieser Frühling wird – so Gott will – zu einem neuen Pfingsten führt, welches uns die sogenannten Reformer vor vierzig Jahren großsprecherisch in Aussicht stellten.

Was würde eine solche Erklärung für die Liturgiereform Pauls VI. bedeuten?

Zunächst nichts anderes, als daß diese Liturgie eine Spielart der lateinischen Liturgie der Kirche ist. Die Zukunft der Liturgie von Papst Paul VI. wird wohl darin bestehen, einige positive Details in den Traditionsfluß der großen römischen Liturgie einzubringen, wie etwa manch gelungene Bereicherung der biblischen Lesungen oder die eine oder andere
Präfation.

Was sonst?

Ansonsten aber wird die Messe Pauls VI. über kurz oder lang als Episode der Geschichte enden, da ihre tragenden Grundprinzipien nicht in der höheren Ehre Gottes, sondern in ökumenischen Zeitgeistspielereien gegründet sind, und darum keinen Platz in der Kirche beanspruchen können.

Würde eine Befreiung der Alten Liturgie der liturgischen Einheit schaden?

Es gibt diese liturgische Einheit heute de facto nicht mehr, weil die Zentrifugalität der Liturgie Pauls VI. systemimmanent ist. Angefangen von der Sprache, über die vielen Wahlmöglichkeiten des Zelebranten, welche zu immer neuen Eigenmächtigkeiten inspirieren bis hin zu inkulturierten Riten, die das Christusmysterium in seinem Ausdruck repaganisieren wollen, ist heute alles möglich.

Ist es wirklich so schlimm?

Besuchen Sie doch zum Beispiel am Sonntagvormittag in Wien verschiedene Eucharistiefeiern. Dann werden Sie feststellen, daß keine der anderen gleicht – abgesehen von einigen Restelementen. Hier von einer liturgischen Einheit zu sprechen, die durch die Feier der Römischen Messe gestört würde, ist grotesk, zumal man doch sonst so gerne das Schlagwort von „versöhnter Verschiedenheit“ strapaziert, wenn man die ökumenische Quadratur des Kreises verkaufen will.

Was könnte eine päpstliche Rehabilitierung der Alten Messe für die Bewertung des Zweiten Vatikanums bedeuten?

Der Heilige Vater würde uns damit die Entdeckung des „authentischen Konzils“ ermöglichen – wie er selber verschiedentlich formuliert hat. Das Konzil kann nur von der Tradition her verbindlich gesehen und gedeutet werden und nicht umgekehrt, da ansonsten die Kirche ihre Wurzeln verliert und zur Sekte wird.

Also auch eine Rehabilitierung des Zweiten Vatikanums?

Jawohl. Die Diskrepanz zwischen der Konzilskonstitution ‘Sacrosanctum Concilium’ und der Liturgiereform von 1969 ist offensichtlich. Es gibt aber noch viele andere, nicht unwesentliche Teilbereiche zum Beispiel in der Ekklesiologie, wo unter Berufung auf das Konzil oder dessen Geist ebenfalls die haarsträubendsten Häresien vertreten werden.

Wie könnte die Liturgie hier als Modell wirken?

Wenn es im liturgischen Bereich gelänge, das Konzil zu verwirklichen, indem man das im Sinne der Tradition modifizierte Missale Romanum des Heiligen Pius V. als norma normans für die Lateinische Kirche jeder weiteren Entwicklung verbindlich zugrundelegt, dann könnten auch die anderen aktuellen Probleme der Kirche, die aus dem Traditionsbruch der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts herrühren, gelöst werden.

Hw. Siegfried Lochner ist Militärsuperior an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Das Interview wurde im vergangenen Mai im Vaduzer Bistumsblatt ‘vobiscum’ veröffentlicht.
      
37 Lesermeinungen
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#37   Tridentinus   09:53:07 | Samstag, 9. Dezember 2006
@No Comment
Good comment! Denn dann geschah es doch, und noch dazu trifft beides chronologisch so gut zusammen.
Und vor allem: Die Mauer gibt’s bereits heute schon lange nicht mehr. Sicher gibt es künftig noch weitere Parallelen…
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#36   No Comment   17:21:08 | Freitag, 8. Dezember 2006
@Tridentinus
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ (W. Ulbricht, 1961)
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#35   wickerl   19:55:33 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
fantastisch
Ein fantastischer Artikel
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#34   Athanasius   17:52:14 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@Benedikt
Waren Pius XI., Pius XII. und Johannes XXIII. etwa unwidersprochen Rechtsbrecher?
Blablabla. Warum musst Du ständig mit Unsinnargumenten dem Tageslicht entgegentreten? Johannes XXIII. hat sich in der Tradition von Quo Primum gestellt und auf der ersten Seite des Missale Romanum editio typica 1962 finden wir …Quo Primum! zurück!
Natürlich hat der Papst die Macht die Liturgie in Einzelkeiten anzupassen, neue Formulare einzuführen, Gebete einzuführen oder mit Richtlinien zu versehen. Aber eine vollständige Aufgabe der römischen Liturgie und diese einzuwechseln für völlig neue, reformierte, ja novus-isierte Riten, ist praktisch noch nie vorgekommen und von Cajetan, Suarez usw. also für unmöglich gehalten. Auch wenn das theoretische Recht existiere, bleibt die praktische Folge katastrophal. Das ist ganz „schön“, ja. Kritik ist da angesagt!
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#33   Benedikt   14:35:18 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Wiederholung
Außerhalb des FSSPX-nahen Umfeldes ist das „Quo Primum“-Argument vollkommen unbekannt. Kein reformkritischer Konzilsvater hat es angeführt. Warum nicht? Wo es doch angeblich so nahe liegt? Waren Pius XI., Pius XII. und Johannes XXIII. etwa unwidersprochen Rechtsbrecher? Warum hat da das Offizium keine Bedenken angemeldet?
Die Nummer mit Quo Primum ist unhaltbar. Quo Primum bezieht sich nicht auf den Papst und ist auch kein unabänderliches Gesetz der Kirche.
Die Gegner der Liturgiereform sollten es vielleicht mal mit materieller Kritik versuchen, anstatt ständig mit offensichtlich unzutreffenden formellen Aspekten zu kommen, die von Rom folglich und zu Recht dauernd ignoriert werden.
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#32   Freinsberg   11:38:30 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Tridentinus
In „Quo primum“ ist unter den auf das neue Missale verpflichteten Personen der Papst nicht genannt. Also…
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#31   Tridentinus   10:07:24 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Niemand
besitzt in der Kirche die Kompetenz zu solcher Liturgiereform, wie sie seit etwa 1945 oder 1947 versucht worden ist.
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#30   Agiafortuni   00:42:18 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
no comment
wenn Schisma bedeutet, dass man uns die Kasper, Lehmann und Algermissen vom Leibe schafft, dann ist es zu begrüssen. Wenn ausserdem Schisma bedeutet, dass
Leute die ihren Schwachsinn als katholisch ab den Mann zu bringen versuchen, davon abgehalten werden, dann ist es durchaus zu verkraften. Hätte Kardinal Cajetan die Gesinnung eines Roncalli gehabt, Luther würde heute noch in der Kirche wüten.
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#29   Athanasius   22:44:16 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@No Comment alias StatCrux alias Dr. Otterbeck
Wieso falsch? Diese Kompetenz hat der Papst. Außer ein paar unbedeutenden Traditionalisten hat in der Kirchengeschichte nie irgendjemand bestritten, dass der Papst die Gewalt zur Ordnung der Liturgie besitzt. Auch die Gegner der Liturgiereform auf dem Konzil haben dieses Argument nicht gebracht. Es ist ganz einfach eine spätere Erfindung der Neotraditionalisten.
Solche bösen Neotraditionalisten, diese Torquemada, Suarez, und Kardinal Cajetano…(Auch solche Otterbeckische Wildsäue)
FRANCISCO SUAREZ, S.J. (1548-1617)
„And in this second way the Pope could be schismatic, if he were unwilling to be in normal union with the whole body of the Church, as would occur if he attempted to excommunicate the whole Church, or, as both Cajetan and Torquemada observe, if he wished to overturn the rites of the Church based on Apostolic Tradition.“
„If [the pope] gives an order contrary to right customs, he should not be obeyed; if he attempts to do something manifestly opposed to justice and the common good, it will be lawful to resist him; if he attacks by force, by force he can be repelled, with a moderation appropriate to a just defence.“ (SUAREZ, De Fide, Disp. X, Sec. VI, N. 16)
Der Papst hat zwar Gewalt über die Liturgie, in Theorie, aber in der Praxis hatten mehrere Theologen etwas dagegen. Übrigens leugnet kein Traditionalist die Macht des Papstes die Liturgie zu bestimmen und rägulieren, schon aber, ob es moralisch zu verantworten ist ganz neue zu erschaffen.
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#28   No Comment   19:14:15 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Kompetenzkompetenz
Mehr noch, Benedikt: Der Papst ist überdies der authentische Interpret eines Konzils, so Martin V. für Konstanz, Pius V. für Trient, Pius IX. und Leo XIII. für Vat. 1 und Paul VI. ff. für die Gegenwart. Der Natur der Sache nach darf ein Papst, der ein Konzil „umsetzt“ sogar mehr als in konzilsfreien Zeiten; da das Papsttum keine Despotie ist, sondern „nur Treue“, unterliegt es dem pflichtgemäßen Ermessen des jeweiligen Amtsinhabers, welche Schritte zu tun sind. Der Umgang mit der „alten Messe“ war möglicherweise zu rigoros. Aber einerseits hatte die Liturgiereform fast keine Feinde (bis heute will „man“ eher noch mehr Kreativität!) und andererseits hat der irrationale Tumult der Extremen Rechten eine Art von „Kriegsrechtsregime“ in liturg. Fragen nahezu erzwungen. Die Einheit der Kirche war 1972-1975 real gefährdet. Zum Glück aller hat sich die „Piusbruderschaft“ derart ins Abseitrs manövriert, das man das Kryptoschisma kaum als solches bezeichnen dürfte, gäbe es da nicht die etwas über 400 vaganten Kleriker („Wildsäue“).
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#27   Benedikt   19:05:46 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Kompetenz
Außerdem wurde der falsche Eindruck vermittelt, der Papst besäße die Kompetenz zu Liturgiereformen.
Wieso falsch? Diese Kompetenz hat der Papst. Außer ein paar unbedeutenden Traditionalisten hat in der Kirchengeschichte nie irgendjemand bestritten, dass der Papst die Gewalt zur Ordnung der Liturgie besitzt. Auch die Gegner der Liturgiereform auf dem Konzil haben dieses Argument nicht gebracht. Es ist ganz einfach eine spätere Erfindung der Neotraditionalisten.
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#26   Gotthard   18:56:37 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@tridentinus
Außerdem wurde der falsche Eindruck vermittelt, der Papst besäße die Kompetenz zu Liturgiereformen.
wer besitzt diese Kompetenz denn deiner Meinung nach?
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#25   Benedikt   18:12:29 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Marcel
Seit über vierzig Jahren hört man nun diesen haarsträubenden Unsinn, daß das V.II „nur noch nicht richtig realisiert worden sei“,
Unter anderem hörte man das auch von einem gewissen P. Pfluger. Kennen Sie den?
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#24   Athanasius   16:29:56 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Hw. Siegfried…
…Danke für Ihre Darstellung der Tatsachen!
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#23   Agiafortuni   13:37:40 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Tridentinus
Das Pontifikat Pius XII ist mit vielen Fragen belastet, erklärte einst ein der FSSPX nahestehender Prälat. In der Tat sind vielen Handlungen Pius XII unverständlich. Wie konnte er einen Aiax wie Kardinal Bea zu seinem Beichtvater machen. Wie konnte er einem Manne von zweifelhafter Rechtgläubigkeit wie Monsignor Montini Vertrauen schenken und nachdem dessen hinterhältiges Verhalten zum Vorschein kam, ihn zum Erzbischof der zweitgrössten Diozöse Italien machen. Gegen Ende seines Lebens schien Pius XII seine Irrtümer – die man weder als Frevel noch als Häresien bezeichnen kann – erkannt zu haben. Leider war es zu spät und Kardinal Siri, den er gerne als seinen Nachfolger gesehen hätte, erkannte leider nicht, dass die Stunde für ihn geschlagen, wo er Zeugnis abzulegen hatte. Der nachfolgende Text aus Gethsemani verdeutlicht es uns:“ hatte er da plötzlich den Gedanken, und sei es auch nur einen Augenblick lang, sich lieber von seiner Sendung zu lösen, um dann gemäss der jedem anderen Menschen gesetzten Bestimmung zu leben, älter zu werden und eines Tages zu vergehen?“
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#22   Ydefix   12:41:30 | Dienstag, 5. Dezember 2006
„herrlich“
„ … herrlich!“
Die öffentliche Verhöhnung Gottes durch Nachäffung der heiligen Messe findet Gotthard also „herrlich“!
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#21   Tridentinus   11:01:52 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@Romano
Die gesamte Karwochenreform Pius XII. atmet den Geist des NOM. Besonders verwerflich war die Abschaffung der Missa deleta am Karfreitag. Außerdem wurde der falsche Eindruck vermittelt, der Papst besäße die Kompetenz zu Liturgiereformen. Darauf aufbauend, besser niederreißend, konnte Paul VI. weitermachen. Wenn Montini von Pius XII. nicht derart gefördert worden wäre, wäre er sowieso nie Papst geworden. Pius XII. war nur rein phänotypisch der letzte „tridentinische“ Papst. Naive Tradis sehen das nicht (ein).
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#20   Pünktchen   09:23:44 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Dank an Hw. Lochner
Jede der Aussagen präsentiert den Gedanken in geradezu aphoristischer Kürze und Prägnanz. Auch die Aussagen zum II. Vatikanum sind begrüßenswert! Die Nichtbeachtung eines hermeneutischen Prinzips von Konzilstexten hat zur Kirchenkrise das beigetragen, was dem Konzil als solchem angelastet wird!
Lochner:Das Konzil kann nur von der Tradition her verbindlich gesehen und gedeutet werden und nicht umgekehrt
Genau diese Umkehrung war ja eingetreten! Der glücklich regierende Hl. Vater hat in seiner Weihnachtsansprache vom 22. Dez. 2005 www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html Entscheidendes zu den konkurrierenden Hermeneutiken des Konzils gesagt! In der „Hermeneutik des Bruches“ kommen etliche Traditionalisten mit Modernisten prinzipiell überein! Eine traditionstreue Hermeneutik dagegen sieht im Konzil einen Schritt auf der zurückgelegten Wegstrecke der Kirche: einen Schritt und keinen Sprung! „Die Kirche war und ist vor und nach dem Konzil dieselbe eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, die sich auf dem Weg durch die Zeiten befindet; sie »schreitet zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg dahin« und verkündet den Tod des Herrn, bis er wiederkommt (vgl. Lumen gentium, 8)“ www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html
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#19   Marcel   08:55:33 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Halbherzigkeit
Bis zur ungefähren Hälfte des Interviews: Hut ab vor Hochwürden! Sehr tapfer, das öffentlich zu sagen.
Doch dann kommt der vom V.II-Klerus üblicherweise früher oder später bekannte Denkkompromitierungsknickm weswegen sich ohne Druck am Übel nichts ändern wird. Hier die alte Leier vom:
„Der Heilige Vater würde uns damit die Entdeckung des „authentischen Konzils“ ermöglichen …“
Pardon, da lachen ja die Hühner (wobei folgende Stelle nicht weniger lächerlich war: „der glücklich regierende Pontifex“).
Seit über vierzig Jahren hört man nun diesen haarsträubenden Unsinn, daß das V.II „nur noch nicht richtig realisiert worden sei“, „authentisch ausgelegt werden müsse“, usw. Vor allem Benedikt XVI. behauptet das am laufenden Band, was nicht wundert, ist es doch u.a. sein mißgebürtliches „Baby“.
Die hl. Kirche wird das V.II am besten vergessen machen, auslöschen, um den Schaden möglichst klein zu halten, wie der französische gute Hirte Bischof Tissier de Mallerais auf unvergleichlich erfrischende Art in einem Frühjahrs-Interview sagte www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=239&pid=31….
(Wobei der Ausspruch die „Versammlung von Verrücktgewordenen“ des Erzbischofs auch nicht schlecht ist.)
Hochwürden Lochner, schenke Ihnen Gott die Einsicht: Das V.II hat nicht nur ein paar Fehler, sondern ist der Fehler.
Doch der Konzilsklerus wird das erst einsehen, wenn kein Stein mehr auf dem anderen steht.
Wir werden es erleben: die „Selbstzerstörung der Konzilskirche“ (© Paul VI.) hat ja längst ein exponentiell ansteigendes Tempo angenommen.
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#18   Gotthard   06:55:32 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Stöhr-Fried
Der NOM ist ein sakrilegischer Ritus, seine Zelebration mithin eine Todsünde. Ebenso die aktive Teilnahme daran.
Der Groß-Inquisitor hat gesprochen … herrlich!
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#17   Ydefix   00:36:00 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Tragweite meiner Äußerungen…
„Ich habe Ihre Stellungnahmen gelesen , m. E. sind Sie sehr
Sprunghaft und unausgeglichen. Bedenken Sie, schnell ist eine unüberlegte Äußerung ausgesprochen und hat eine großer Tragweite, aber besonders für den der sie ausspricht.“
Ich bin mir der Tragweite meiner Äußerung durchaus bewusst. Im „NOM“ wurde die Opferung durch die (profane) „Gabenbereitung“ ersetzt, die Wandlung durch den „Einsetzungsbericht“ (wie bei den Protestanten!) und zu allem Übel kommt hinzu, dass auch noch die „Wandlungsworte“ Christi („für alle“) gefälscht wurden. Schon dadurch ist diese „Messe“ ungültig.
Ferner wurde vom hl. Papst Pius V. die Form der hl. Messe ein für alle Mal („für alle Zeiten“) festgelegt.
Der NOM ist ein sakrilegischer Ritus, seine Zelebration mithin eine Todsünde. Ebenso die aktive Teilnahme daran.
PS: Hinzu kommt, dass es im V2-Bereich ohnehin nahezu keine gültig geweihten Priester mehr gibt.
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#16   möchtegern-kathole   00:14:25 | Dienstag, 5. Dezember 2006
95% der katholen in D …
… glauben nichts mehr.
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#15   Heggi   22:51:51 | Montag, 4. Dezember 2006
Gotthard
Entweder sind Sie absolut arglos und können deshalb nur gutmeinend sein oder hinter Ihrem Gerede in diesem Portal steht eine diabolische Strategie: nämlich das der Desinformation.
95 % der praktizierenden Katholiken – wieviel sind denn das in Deutschlad von ca. 26 Mio.? Wie riesig war denn die Zustimmung dr Bischöfeauf der Synode 1967 für das Liturgieprojekt Pauls VI.? Welcher Bischof in Deutschland hat denn nach 9 Jahren Laieninstruktion und rund drei Jahren Liturgieinstruktion die Mißstande konsequent bekämpft und abgeschafft?
Seit Jahren sammle ich diese Mißbräuche mit Namen, Ort, Zeit und Mißbrauchsart, um sie in Form einer Dokumentation ins Internet zu stellen.
Welchem NOM reden Sie denn das Wort? Besteht denn der NOM,den Sie vielleicht meinen, eigentlich nur auf dem Papier?
Je mehr ich Ihre Zeilen lese, desto mehr interessiert mich, welches Gesicht dahinter steht.
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#14   golfi   22:36:36 | Montag, 4. Dezember 2006
Daniel Stöhr
Ich habe Ihre Stellungnahmen gelesen , m. E. sind Sie sehr
Sprunghaft und unausgeglichen. Bedenken Sie, schnell ist eine unüberlegte Äußerung ausgesprochen und hat eine großer Tragweite, aber besonders für den der sie ausspricht.
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#13   Ydefix   22:13:51 | Montag, 4. Dezember 2006
95 %…
„es ist einfach herrlich, mit welcher Unverfrorenheit Tradis das religiöse und sakramentale Leben von 95% der weltweit praktizierenden Katholiken – inklusive Papst und Bischöfen – in den Dreck ziehen…“
…bzw. 100 % der weltweit „praktizierenden Katholiken“ haben derzeit keinen Papst. Und das „sakramentale Leben“ diejenigen, die sich (irrtümlich) für Katholiken halte, besteht größenteils darin, Sonntags ein Stück (entweihtes) Brot zu essen und an einer lutherischen Mahlfeier teilzunhemen.
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#12   golfi   21:36:06 | Montag, 4. Dezember 2006
Also Herr Gotthard
Ich kann es nicht fassen wie Sie den Spieß umdrehen.
Die Äußerungen gutgesinnter Gläubiger machen Sie zunichte, mit welchem Recht, ist Ihnen denn nichts heilig?
Was wir Katholiken wollen ist doch die Wahrheit unseres Glaubens und diese Wahrheit liegt in Rom bei unserem Papst.
Leute Ihres Formats zerstören die vom Papst vorgegebenen
Richtlinien. Nehmen Sie mir es nicht übel, aber Sie sind ein
Störfaktor in der kath. Gemeinde
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#11   möchtegern-kathole   19:47:59 | Montag, 4. Dezember 2006
„wer denn sonst“?
eher „was denn sonst“!
„die Mahlgemeinschaft“
zu was sonst hätte man in den Texten des Neuen Ritus
*das Kreuzesopfer an den Rand gedrängt (durch weitgehendes nicht-erwähnen – fast vollständiges nicht-erwähnen im 2. Canon)
* die Rolle des Priesters in seiner Eigenschaft als Priester marginalisiert – und das Volk ihm durch die Texte gleichgestellt?
Darum geht es, dass der Inhalt der Messe – die Texte – ein anderer geworden ist. Darum dass ein Priester die Messe lesen kann, ohne an das Kreuzesopfer zu glauben.
Und deshalb müssen diese fast-häretischen Texte weg.
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#10   Maledica   19:44:13 | Montag, 4. Dezember 2006
Wiederholung
@Teufelhard
ist einfach herrlich, welch dummdreiste Sprüche und Behauptungen immer wieder wiederholt werden – gebetsmühlenartig – oder besser: als Textbausteine.
Führen Sie jetzt schon Selbstgespräche, Sie Kleingeist!!!???
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#9   Gotthard   19:38:28 | Montag, 4. Dezember 2006
einfach herrlich
es ist einfach herrlich, mit welcher Unverfrorenheit Tradis das religiöse und sakramentale Leben von 95% der weltweit praktizierenden Katholiken – inklusive Papst und Bischöfen – in den Dreck ziehen…
ist einfach herrlich, welch dummdreiste Sprüche und Behauptungen immer wieder wiederholt werden – gebetsmühlenartig – oder besser: als Textbausteine.
es ist einfach herrlich, wie persönliche Vorlieben zum Super-Dogma erhoben werden …
ich kann nur sagen: weiter so! …
Redaktion benachrichtigen
#8   excorde   19:30:01 | Montag, 4. Dezember 2006
@ gotthard
in der heutigen Liturgie steht Gott selbstverständlich im Mittelpunkt – wer denn sonst?
Antwort:
Meisterprovocateur
Gott-hard & co
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#7   warwohlnix   19:23:41 | Montag, 4. Dezember 2006
„… in der heutigen Liturgie steht Gott selbstverständlich im Mittelpunkt – wer denn sonst?“
Der Kerl lügt, dass sich die Balken biegen. Bewusst.
Andererseits: wir wissen ihn ja einzuschätzen. Vor längerer Zeit hat irgendwer hier ihn Thersites genannt. Der hatte recht.
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#6   Gotthard   18:53:19 | Montag, 4. Dezember 2006
Wiederholung
Hat Lochner sonst nichts zu tun, als wöchentlich das immer Gleiche zu wiederholen?
es wird nicht besser … in der heutigen Liturgie steht Gott selbstverständlich im Mittelpunkt – wer denn sonst?
Redaktion benachrichtigen
#5   Romano   17:43:31 | Montag, 4. Dezember 2006
@ Tridentinus
Was am ehesten überdacht werden sollte, wäre die Karwochenreform Pius XII.
Warum? Inwiefern war diese Reform denn problematisch?
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#4   ultimo   17:16:02 | Montag, 4. Dezember 2006
DANKE
Diesem Priester möchte ich danken für seinen Mut. Hoffentlich finden auch andere zu dieser Einsicht und Tapferkeit!
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#3   r.ruhrgebietler   17:12:17 | Montag, 4. Dezember 2006
Dank an die Redaktion
Endlich mal klar ausgedrückt was Sache ist!
Gesegnete Weihnachten meine lieben Freunde!
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#2   Tridentinus   16:25:12 | Montag, 4. Dezember 2006
SC und die Rubriken von 1965
Mit den Rubriken von 1965 war in der Tat die Liturgiereform des Vaticanums von 1965 weitgehend erfüllt. Eine bereicherte Leseordnung mit zyklischen Lesejahren könnte eine echte Bereicherung sein. Auch zusätzliche Präfationen zerreißen grundsätzlich den Kontinuitätsstrang des Römischen Ritus nicht. Was am ehesten überdacht werden sollte, wäre die Karwochenreform Pius XII. Wenn dann noch die Eigenliturgien der Orden und Ortskirchen wiedergewonnen werden könnten, die nach Trient faktisch, nicht intentionaliter, abhanden gekommen waren, wäre die Reform der Reform perfekt. Das letzte skizzierte Element wäre sogar eine legitime Reform der tridentinischen Reform, denn an eine Verdrängung der Ritenvielfalt war nämlich nicht gedacht, nur an eine Ausmertzung von Riten, die lutherische Impulse aufgenommen hatten und widerspiegelten.
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#1   Athanasius   16:14:25 | Montag, 4. Dezember 2006
Tatsaechlich
Hw. Siegfried Lochner ist Militärsuperior an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
…und einfach ein Priester der mutig sagt worauf es steht mit der Kirchenkrise. Ihm gebuehrt Lob und Dank fuer seinen Mut, der einst Charakter aller katholischer Priester erschien, heute aber ausserordentlich ist.
Danke fuer diesen Artikel, Redaktion!
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