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Dienstag, 5. Dezember 2006 09:34
Ein liberaler Kurienkardinal hat den Zölibat gezielt zur Diskussion gestellt. Nach der absehbaren Presselawine gab sich der Kardinal mißverstanden. Die Methode hat System.
Zurück zum Artikel 29 Lesermeinungen:
Donnerstag, 7. Dezember 2006 23:46
Gerhard: Verwerfliches Tun?
Was ist eigentlich so verwerflich daran, verheiratet zu sein? Ist man dann wohl nicht mehr in der Lage, ein Diener Gottes zu sein und Menschen auf dem Weg zu Gott zu begleiten? Anscheinend nicht, sonst wäre die Aufregung nicht so groß!
Die Liebe zu Gott schließt die Liebe zu einem Menschen nicht aus – auch bei Priestern nicht!
Donnerstag, 7. Dezember 2006 09:13
Brigitte Bussmann: HeinrichvonOfterdingen
ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich aufklären könnten, was der Unterschied ist.
Mittwoch, 6. Dezember 2006 21:14
HeinrichvonOfterdingen: Liebe Brigitte Bussmann,
hängt es vielleicht damit zusammen, dass Sie den Unterschied zwischen dem Ehelosigkeitszölibat und dem Enthaltsamkeitszölibat nicht kennen?
Mittwoch, 6. Dezember 2006 10:03
Der Zölibat ist nicht apostolisch, wer so einen Irrsinn behauptet, hat keine Ahnung von Kirche, keine Ahnung von Tradition, keine Ahnung warum es überhaupt den Zölibat gibt.
Wenn der Zölibat so apostolisch wäre, würden ja die unierten Kirchen in einer Häresie leben, das tun sie nicht, denn sonst wären sie keine Unierten, denn die Schlußfolgerung wäre dann ja auch, dass der Papst eine häretische Teilkirche in seiner großen „Herde“ hat. Den Zölibat als Gesetz gibt es seit dem 12. Jahrhundert.
Übrigens Petrus ist nachweislich lt. Bibel verheiratet gewesen, denn es wird von der Schwiegermutter des Petrus gesprochen, wie kann dann der Zölibat apostolisch sein. Das verstehe wer will, ich verstehe diese Logik nicht. Und ob alle Zölibatsbeführworter wollen oder nicht, die Zölibatsverpflichtung wird zumindest zunächst gelockert.
Dienstag, 5. Dezember 2006 23:04
möchtegern-kathole: hat das eine ISBN-Nummer?
(meine das sticklersche Buch)
Dienstag, 5. Dezember 2006 22:37
AthanasiusII: Alfons Maria Cardinal Stickler…
…gibt gute Antworten in seinem Buch zum Zölibat. Der Zölibat findet man schon als „Pflicht“ 325 auf dem Nizäanum zurück.

Natürlich kann man aber darin dispensieren. Aber den Zölibat als nicht apostolisch oder nicht frühkirchlich anzugreifen, ist wirklich Lügnerisch.
Dienstag, 5. Dezember 2006 21:26
… kennt denn gute Gründe für den Zölibat? Mir fällt da – vielleicht etwas schwammig und durcheinander – nur folgendes ein:
1) Der Priester soll sich ganz seinem Dienst widmen, in den Dienst Gottes stellen – und das ungeteilt und nicht als Kompromiss mit Family
2) Der Priester soll sich der Welt entfremden, d.h. nicht nur zu Gott, sondern auch von der Welt weg – d.h. die Anhänglichkeit an die weltlichen Dinge soll der Anhänglichkeit an die himlischen Dinge schwinden
3) Christus lebte zölibatär – und der Priester vertritt ihn in Beichte, Messe usw.
4) Der Priester soll immun sein gegen weltliche „Erpressung“, d.h. auch bei Verfolgung seinen Glauben leben und nicht aus Rücksicht auf Family zurückstecken, sondern seinen Glauben bekennen
5) In der Mission, vorallem bei den Menschenfressen sind anderweitige Verpflichtungen sehr hinderlich

Was gibt es sonst noch alles?

Irgendwie ist mir – ohne dass ich das argumentativ niederlegen könnte – dass quasi für den Priester andere „Reinheitsgesetze“ gelten, die die Ehe irgendwie nicht zulassen. (Breitseite für alle Zölibat-Gegner, aber schiesst nur)
Dienstag, 5. Dezember 2006 19:31
No Comment: @Clarissa
Im Verhältnis zu den heutigen Bedingungen ist die Zahl der priesterlichen Berufungen sogar noch überraschend hoch. Wenn ein Ortsbischof nur halbsoviel Berufungen wecken könnte (auf sein Gebiet bezogen) wie der Heilige Vater im Alleingang seit 1978, dann gäbe es gar keine Sorgen. Die Bischöfe reden von Kollegialität (die sie als Partizipation missdeuten), leisten aber nur einen Bruchteil ihrer Aufgabe. Die Beziehung Bischof-Presbyterium müsste „Tagesordnungspunkt 1 plus“ auf jeder bfl. Agenda sein; und zwar als unmittelbare, ungefilterte, seriöse und geistliche Beziehung, geradezu antibürokratisch…
Dienstag, 5. Dezember 2006 17:08
clarissa colonia: Klarstellung
Ungeachtet der unvordenklichen kirchlichen Tradition, die der klerikale Zölibat besitzt ist doch darauf zu verweisen, dass dieser stets als ius mere ecclesiasticum, d. h. als rein kirchliches Recht, eingestuft worden ist. Vielleicht gefällt das dem einen oder anderen nicht, aber der oberste kirchliche Gesetzgeber (d. h. der Pontifex) könnte in dieser Frage auch anders entscheiden; mithin also den Pflichtzölibat aufheben. Schließlich ist die Weihe zwar ein Ehehindernis, aber die Ehe kein Weihehindernis, so dass es der Kirche jederzeit freistünde, Verheiratete zu weihen, wie dies in den unierten orientalischen Kirchen ohnehin seit alters her gängige Praxis ist.
Im Übrigen sei nur darauf verwiesen, dass die 21 unierten orientalischen Kirchen, die der katholoischen Kirche angehören, seit alters her keinen Pflichtzölibat kennen – dies hat jedoch deren „Berufungsprobleme“ auch nicht gelöst.
Noch zwei Gedanken: 1) Seminare werden sich erst wieder füllen, wenn „priesterliche Berufung“ wieder in den weiteren Rahmen der allgemeinen „christlichen Berufung“ integriert wird. Christen, die ihre Berufung leben, lassen auch wieder vermehrt Priesterberufungen wachsen; gerade, wenn dies auch ein echtes Gebetsanliegen ist.
2) Solange sich Zahl der Gläubigen „im Sinkflug“ befindet, ist zunächst nicht mit einer überproportionalen Zunahme an Priesterberufungen zu rechnen. Wäre dies dennoch der Fall müsste man sich schon Gedanken machen, welche Beweggründe dafür ausschlaggebend sind.
uiogD.
Dienstag, 5. Dezember 2006 14:08
timpressum: Ähnlichkeiten mit dem „Rezept“…
…für die Diskussion um die Freigabe der Tridentinischen Messe sind rein zufällig!

Das Rezept ist immer gleich: Man bringe die heiße Kartoffel etwa durch ein Interview aufs Tapet. Anschließend müsse man Teile zurücknehmen, klarstellen oder dementieren. Erwartungsgemäß werde die von den Medienkonzernen gesteuerte Diskussion dennoch über die ursprünglich getroffenen Aussagen abgehandelt.
Dienstag, 5. Dezember 2006 14:02
landorganist: Lieber Heinrich von und zu…
da haben Sie mich aber missverstanden, meine Wortwahl war aber auch dazu geeignet. Keineswegs wollte ich den Kardinal mit einem furzenden Floh vergleichen, das liegt mir ferne. Im Gegenteil. Die Äußerungen des Kardinals sind nicht zu beanstanden, ausser natürlich von Ihnen und den üblichen Kreuznattern. Der furzende Floh war ganz allgemein zum Vergleich zu der Wichtigkeit der Schüttel’schen Ergüsse beigezogen. Also, lieber Heinrichvonundzu, bleiben Sie geschmeidig, und pflegen Sie Ihre Ansichten über die Äußerungen des Kardinals. Ich pflege die meinen.
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:59
Heggi: Rembert Rosenbaum
Gewiß gibt es auch (gute) Gründe gegen den Zölibat. Einige haben Sie genannt. Es gibt aber ebenso viele Gründe von unterschiedlichster Qualität, die für den Zölibat sprechen. Wegen des Platzes und meiner mangelnden Zeit nur ganz wenige Stichworte, zu denen man eigentlich umfängliche Ausführungen machen müßte:

Priester ist unabhängiger. Hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt ( z.B. Chinamission und Vertreibung 1950; Vietnam 1975);

mehr Zeit für Menschen u. Gemeinde;

Problem: „Scheidung“ verheirateter Priester;

Aufhebung des Zölibats hat langfristig keinen Einfluß auf Priesternachwuchs.

Priester kann sich freiwillig viele Jahre auf den Zölibat vorbereiten.

Priesterliche Familien können auf Grund der Alltagsbelastung kaum vorbildlicher sein. Daher eher doppelte Anforderung.

Situation geschiedener protest. Pfarrfamilien.

Scheidungsrate!

Tradition des Zölibats

Verheiratete Bischöfe?

Orthodoxe Situation?

Kloster und Ehelosigkeit

Oratorien als Lösung?
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:20
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Landorgler,
ja „wenn im Vatikan ein Floh furzt“. Sie übertreffen sich selbst an Unhöflichkeit. Ich finde jedenfalls diese Bezeichnung für die Worte des Präfekten der Kleruskongregation, Claudio Kardinal Hummes mehr als despektierlich. So behandelt man Menschen nicht, auch wenn sie grenzwertigen Unsinn sagen!
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:11
turk: Ruhig Blut
Wer hat hier Angst vor Diskussionen in den säkularen Medien? Diskutieren kann „man“ viel. Aber die Forderung nach einem „absolutem Interview-Verbot bei Kurienkardinälen“ ist absurd. Faktum ist, daß in der Mehrzahl der in der Katholischen Kirche existenten Riten vor den höheren Weihen die Möglichkeit besteht, zu heiraten und auch so geweiht zu werden. Nüchterne Analyse und unaufgeregtes Mitreden im Wissen, daß die lateinische Kirche nicht einfach etwas spirituell Gewachsenes einfach über Bord wirft, sind angeratener.
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:11
landorganist: Ob Schüttel
für etwas plädiert oder ob im Vatican ein Floh furzt, es hat die gleiche Bedeutung.
Rebekka kriegt noch mal ein von mir, für die klaren und richtigen Aussagen, und noch ein für die Geduld, die sie in diesem Umfeld aufbringt.
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:10
Rembert Rosenbaum: Freistellung?
Warum soll es abwegig sein, den Zölibat freizustellen?
Warum soll es nicht mehr verheiratete Priester geben, die es in den unierten und orthodoxen Kirchen, sowie auch in der römisch-katholischen Kirche (-hunderte konvertierte Priester-) gibt? Damit ist der Zölibat -der ja bekanntlich kein Dogma ist- nicht in Frage gestellt.

Positiver Nebeneffekt einer Freistellung:
–„gute Berufungen“ gehen nicht verloren -die Heiratunfähigkeit und somit Ungeeignetheit für das Priesteramt vieler (neurotischer) Seminaristen würde offensichtlich werden;
-es gebe mehr gute Familien und Kinder, die wir unbedingt brauchen, diese würden aufgewertet werden;
-einen herber Schlag gegen gewisse Sümpfe in klerikalen Kreisen. (Anmerkung: Es gibt keinen Priestermangel, sondern eine Gläubigenmangel. Das größere Problem ist nachwievor der Modernismus.)

Konservativ heisst leben aus dem, was ewig gilt. Was Wort Gottes gilt ewig: Gehet hin und vermehret euch! (Buch Genesis 1,28)
Dienstag, 5. Dezember 2006 13:01
„Papst Daniel hat soeben verkündet:

1. Die Sonne dreht sich um die Erde.
2. Die Erde ist eine Scheibe.“


hat soeben gegen das 8. Gebot gesündigt.
Dienstag, 5. Dezember 2006 12:40
Sirilo: Schüttel
„Schüttel plädiert für absolutes Interview-Verbot bei Kurienkardinälen…“

Habe ich etws verpasst? Ist Schüttel schon Papst? Oder Kaiser? Oder was?
Dienstag, 5. Dezember 2006 12:30
Schüttel: Schon zum zweiten mal innerhalb eines Monats
musste der Vatikan in der Zölibatsfrage zurückrudern. Wer ist für das Medienchaos verantwortlich? Oder ist wirklich damit zu rechnen, das es den Zölibat als Vorbedingung für die Priesterweihe bald nicht mehr geben soll? Dann hat das Ganze System.
Schüttel plädiert für absolutes Interview-Verbot bei Kurienkardinälen, für Medienaskese bei Bischöfen und Kardinälen generell, Verbot von Auftritten in säkularen Talk-Shows! Sämtliche vatikanische Presse- und Medienarbeit gehört wieder in die Hände des professionellen Navarro-Vals!
Dienstag, 5. Dezember 2006 11:46
Heggi: Rebekka
Die Redaktion mag meine nachfolgende Feststellung löschen, aber Sie sind wirklich zu dumm, einen Eimer Wasser umzuwerfen.
Dienstag, 5. Dezember 2006 11:39
rebekka: @ Heggi
Kardinal Hummes ist von überhaupt nichts abgerückt, er hat nur noch einige Information hinzugefügt. Dadurch wird das zuerst Gesagte weder falsch noch relativiert. Es ist und bleibt die Wahrheit.

Und m.E. gehört es keineswegs zu den Aufgaben des Präfekten der Kleruskongregation, irgendwelche diplomatischen Spielregeln im Umgang mit den Medien zu beherrschen. Wenn die BILD jemanden falsch verstehen will, dann wird es ihr immer gelingen. Dafür ist nicht der Interviewte verantwortlich, sondern nur die Dummheit, Gedankenlosigkeit oder manchmal sogar der Gehässigkeit von den Interviewern, Berichterstattern etc.

Das gilt für BILD genauso wie für hetz.net.
Dienstag, 5. Dezember 2006 11:28
Heggi: Rebekka
Es ist ja nicht falsch, was Sie schreiben, aber in der Funktion eines Kardinals und künftigen Kurienkardinals kennt man sich in der Kommunikation mit den Medien eigentlich aus oder sollte sich auskennen. Da gibt es drei Stufen: 1. das offene Gespräch, d.h. man kann alles berichten und auch den Namen des Informaten nennen. 2. Das Gespräch, wo der Inhalt für die Berichterstattung frei ist, aber die Nennung des Informanten tabu ist. Und 3. das Hintergrundgespräch, in dem Inhalt und Informant vertraulich sind. Die Spielregel beim Interview ist, daß der Interviewte vor der Veröffentlichung den Text nochmals korrigieren und auch ergänzen darf. Eher peinlich ist, wenn man hinterher die (wie Kardinal Hummes) die Aussage „präzisieren“ muß, d.h. eigentlich von der ersten Aussage eine Stück abrücken muß. Es bleiben deshalb nur 2 Möglichkeiten: Hummes hat bewußt das Thema gespielt und er ist, weil er die Brisanz seiner Aussage als künftiger Klerikerpräfekt nicht richtig erkannt hat, zurückgepfiffen worden, oder er hat wirklich etwas naiv drauflos geplaudert. Und dann muß er dafür auch Kritik einstecken.
In der Sache selbst gibt es m.E. für die Kirche überhaupt keinen Entscheidungsdruck. Nur ein Kardinal, der sich so öffentlichkeitswirksam selbst in sein Amt einführt, ist womöglich doch dafür nicht so ganz geeignet. Aber das hat ja B. XVI zu entscheiden.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:49
Augustinus: Wer sich in Kirchengeschichte auskennt,
weiß, dass der Zölibat kein „Dogma“ ist. Der Kardinal hat nur versucht, das Wesen des Zölibats zu erklären, weil eben die mediale (liberale) Öffentlichkeit eine Stellungnahme verlangt. Dass der Kardinal inhaltlich recht hat, bedeutet nicht, dass er geschickt war. Nach meiner Ansicht ist es die Aufgabe jedes Bischofs, die wahren Inhalte so zu vermitteln, dass die Zuhörer und Leser seiner Botschaft den wahren Inhalt verstehen.

Deshalb den Zölibat als „Dogma“ auszurufen, ist ebenso falsch wie ihn unnötig in Frage zu stellen. Der richtige Weg ist, ihn so zu erklären, dass möglichst viele Menschen diese Vorschrift der Kirche verstehen können. Natürlich gibt es Menschen, die nicht verstehen wollen, diese sollten aber nach verständlicher Darlegung der Wahrheit in ihrem unsinnigen NICHTWOLLEN entlavt sein.

LG Augustinus

P.S.: Im übrigen läßt es sich leicht über Päpste u.a. herziehen, so lange man „in den billigen Reihen“ sitzt, also selber keine Verantwortung übernimmt. Ich wäre gespannt, ob ein Hl. Augustinus oder ein Hl. Franziskus bei Lebzeiten von Kritik im Charakter von kreuz.net verschont geblieben wäre. Als konkubinatsliebendes Sektenmitglied bzw. reiches Muttersöhnchen wäre diese Berichterstattung auch nicht besonders toll ausgefallen.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:48
wolfgang e.: @ wickerl
„ein türkischer Redakteuer schrieb an viel beachteter Stelle in der Türkei, dass wenn der Papstbesuch noch 2 Tage länger gedauert hätte der Papst Moslem geworden wäre.“

„Allen bin ich alles geworden, um zumindest einige zu retten…“

Wer das wohl geschrieben hat, wohl ein ziemlicher Herätiker, oder?
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:24
rebekka: Zusammenfassung
Kardinal Hummes wird in einem Interview nach dem Zölibat gefragt oder schreibt meinetwegen einen eigenen Zeitungsbeitrag, in dem es auch um den Zölibat geht.

Er spricht eine pure Selbstverständlichkeit aus: Der Zölibat ist kein Dogma, sondern eine disziplinäre Praxis. Wie es sich für einen Kirchenmann gehört, sagt er die Wahrheit, ohne Rücksicht darauf, was evtl. die BILD-„Zeitung“ daraus machen könnte. Er sagt nicht, dass er für die Abschaffung des Zölibats sei, sondern nur, dass das Wesen des Katholizismus nicht am Pflichtzölibat der Diözesanpriester hängt.

Etliche Zeitungen machen daraus den Teaser: Kardinal gegen Zölibat.

Dafür kann der Kardinal nichts. Er hat nichts dergleichen gesagt.

Also gibt er nochmal eine Erklärung ab und fügt dabei kirchliche Stellungnahmen pro Zölibat hinzu.

hetz.net macht daraus einen Artikel gegen den Kardinal und unterstellt ihm – wider die Tatsachen – eine „Methode“.

Jaja, das ist wahrer christlicher Journalismus.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:21
wickerl: so ist es
@heggi
Das ist kein Zufall, der Papst blinkt rechts und fährt links vorbei das merkt man immer mehr und er ist kein Fels in der Brandung, ein türkischer Redakteuer schrieb an viel beachteter Stelle in der Türkei, dass wenn der Papstbesuch noch 2 Tage länger gedauert hätte der Papst Moslem geworden wäre. Zu Beginn des Ponitfikates habe ich ihn noch verteidigt, im Bekanntenkreis gesagt dass unser einer nicht Papst geworden wäre und nicht Kardinal weil wir uns nicht arrangieren in diesem Ausmaß usw. und man muss abwarten wie er wird, vielleicht hat er taktiert, gerade unter Johannes Paul II., und wir werden jetzt so meinte ich sein echtes Gesicht sehen, und Papst Benedikt hat es gezeigt. Es kommen nur Leute zum Zug von Typus der Konzilsgarde, auch dort wo er andere verfügbare Kandidaten und Hoffnungsträger persönlich kennt, er war öfter bei der theologischen Sommerakademie in Aigen und er nahm einen Bischof für Oberösterreich der SexCD-s verschickt und niemanden von denen die in den letzten 20 Jahren dagegenhielten.Nach einem kurzen Rechtsblinken ( Absetzung von Bischof Aichern) ging es gleich so weiter, es ist heute schlimmer als unter Aichern.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:17
Heggi: Richtig!
Aber die Frage ist, ob nicht dennoch an ihm festgehalten werden soll. Die Aufhebung des Zölibats als Problemlöser ist mindestens wirklichkeitsfremd.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:12
Freinsberg: Hummes
Warum die Aufregung? Der Zölibat ist doch wirklich kein Dogma.
Dienstag, 5. Dezember 2006 10:09
Heggi: Zölibat
Zumindest in der Tagespresss hat der Versuchsballon von Kardinal Hummes Wirkung gezeigt. So titelte BILD gestern: „Papst-Vertrauter bricht Tabu – Dürfen Priester bald Sex haben?“ Und berichtet BILD so: „Der brasilianischen Tageszeitung ‘Estrado do Sao Paulo’ sagte Hummes, daß die katholische Kirche dem dramatischen Priestermangel dadurch begegnen könne, die Ehelosigkeit der Priester abzuschaffen.“

Wie auch immer Hummes sich im Interview ausgedrückt hat, entweder war er unendlich naiv oder es war ein bewußter Versuchsballon. Die sog. Präzisierung erfolgte zumindest auf dem Fuße. Aus Schrecken, was er da nachrichtlich losgetreten hat,oder auf Veranlassung des Staatssekretariats. Es wirft aber auch ein Licht auf die wenig klare Personalpolitik von B XVI. Levada scheint ebenfalls kein „goldener Griff“ gewesen zu sein.

Versuchsballon loslassen wollte, dann hat
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