Weihnachten
Die Kinogeburt Christi
Von der Verkündigung bis zur Ankunft Jesu: Der Spielfilm „Es begab sich aber zu der Zeit…“ erzählt die Weihnachtsgeschichte.
(kreuz.net) Erstmals wird die Weihnachtsgeschichte als Kinoerlebnis auf der großen Leinwand präsentiert.

Regisseurin Catherine Hardwicke illustriert den Weg von Maria und Joseph nach Bethlehem auf eine realistische und emotionale Art und Weise.

Der Drehbuchautor, Mike Rich, hat sich eng an die Evangelientexte gehalten.

Gedreht wurde unter anderem im süditalienischen Matera, wo bereits 1964 der Film „Das 1. Evangelium – Matthäus“ von Pier-Paolo Passolini entstand und wo der Regisseur Mel Gibson im Jahr 2004 seinen Film „Die Passion Christi“ drehte.

Es begab sich aber zu der Zeit…
Der Kinofilm "Es begab sich aber zu der Zeit…" erzählt die Weihnachtsgeschichte.

Im Bild: Maria und JosephDie Filmregisseurin Catherine Hardwicke versuchte nach eigenen Angaben, die Muttergottes als normale Jugendliche - und nicht zuerst als fromme Gläubige - zu präsentieren.Der Film wurde unter anderem im süditalienischen Matera, gedreht - ebenso wie 1964 der Film "Das 1. Evangelium - Matthäus" von Pier-Paolo Passolini
und 2004 "Die Passion Christi" von Regisseur Mel Gibson.

Produziert wurde „The Nativity Story“ von der Firma New Line Cinema, die bereits die erfolgreiche Trilogie „Der Herr der Ringe“ herausgebracht hat.

Premiere im Vatikan

Vor rund 7.000 Zuschauern fand am vorletzten Sonntag abend die Erstaufführung des Filmes „The Nativity Story“ im Vatikan statt.

Es war die erste Filmpremiere in den Räumen des Vatikan. Der Film wurde im Saal Paul VI., in dem der Heilige Vater sonst Pilger zu Audienzen empfängt, aufgeführt.

Papst Benedikt XVI. ließ sich bei der Premiere allerdings nicht blicken.

Unter den Teilnehmern befand sich der US-amerikanische Kurienerzbischof John Foley, der den Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel leitet.

Das Kino sei ein machtvolles Mittel der Kommunikation und vermittle mit der „Nativity Story“ wieder einmal eine universelle Botschaft, sagte der Erzbischof.

Inhalt

Erzählt wird die Geschichte von Maria, die als 16jährige mit Joseph, einen Mann, den sie im Grunde gar nicht kennt, geschweige denn liebt, verheiratet wird.

Doch ihr wird durch einen Engel ihr Schicksal gewiesen: die Empfängnis von Gottes Sohn.

Die Schwangerschaft des jungen Mädchens ist ein Skandal, denn es gilt wegen ihres heranwachsenden Kindes als befleckt.

Maria verzichtet darauf, den Beweis für ihre Jungfräulichkeit zu erbringen und duldet unter seelischen Qualen, aber mit der Gewißheit auf Gottes Unterstützung die Demütigungen ihrer Umwelt.

Josephs Zweifel können erst ausgeräumt werden, als er im Traum eine Erscheinung hat.

Gemeinsam brechen die beiden zur Volkszählung nach Bethlehem auf.

Die Kulisse des Films ist sehr stilvoll eingefangen, obwohl nicht im Heiligen Land, sondern in Italien gedreht wurde.

Trotz der typischen Weihnachtsromantik handelt es sich aber nicht um eine harmonische Geschichte.

Im Kern geht es darum, wie Gottes Botschaft durch Menschen auf Erden zur Geltung gebracht wird – in einer Zeit, in der dies Machtstrukturen gefährdete.

Mängel

Leider finden sich auch einige schauspielerische Schwächen vorrangig bei Keisha Castle-Hughes, deren Darstellung der Muttergottes hölzern wirkt.

Ein theologisches Problem ist die Tatsache, daß der Film an der Verwundbarkeit der Muttergottes keinen Zweifel läßt.

Die im Film dargestellte natürliche, schmerzvolle Geburt Christi widerspricht der katholischen Lehre von der wunderbaren Jungfrauengeburt.

Maria erscheint nicht als Heilige, sondern als Mädchen, das im Grunde nicht weiß, was mit ihm geschieht.

Fundierte Recherche

Der Autor des Drehbuches, Mike Rich, stützte sich auf umfangreiche Recherchen.

Das Ziel war herauszufinden, was für Menschen Maria und Joseph waren und was sie empfunden haben könnten.

Fast ein Jahr lang erforschte Rich jeden Aspekt der Geschichte. Immer wieder las er das Matthäus- und Lukas-Evangelium.

Im Film soll auch das Leben der Menschen von damals quasi authentisch – mit Quellenforschung untermauert – wiedergeben werden.

Ohne Zweifel gibt es für einen solchen Film keinen besseren Zeitpunkt als die Adventszeit.

Am Donnerstag startet „Es begab sich aber zu der Zeit…“ in den deutschen Kinos. Dann wird sich bewahrheiten, was ganz oben auf dem Wunschzettel der Produzenten steht:

Süßer die Kassen nie klingeln.
      
13 Lesermeinungen
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#13   monti   15:20:15 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
@moorhans
Natürlich schätze ich Maria sehr,natürlich war sie auch vor Ihrer Geburt Jungfrau und hatte nach der Geburt Jesu mindestens 6 weiterre Kinder, laut der Jerus. Bibel
Leider ist überhaupt nix mehr bekannt(außer Märchen) was nach dem Tod Jesu mit ihr passierte.
Ich kann Ihnen vollkommen zustimmen! Und alles andere ist eben katholischer Quark oder eben eine Märchenstunde für Leichtgläubige.
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#12   moorhans   12:38:22 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Selber entscheiden
…ich werde mir den Film trotzdem ansehen, um mir von anderern nix vorkauen zu lassen.
Natürlich schätze ich Maria sehr,natürlich war sie auch vor Ihrer Geburt Jungfrau und hatte nach der Geburt Jesu mindestens 6 weiterre Kinder, laut der Jerus. Bibel
Leider ist überhaupt nix mehr bekannt(außer Märchen) was nach dem Tod Jesu mit ihr passierte.
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#11   ultimo   21:22:42 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Wunderbare Jungfrauengeburt
Wie die da unten wieder neunmalklug sich über die katholische Lehre lustig machen, statt sich zu informieren, was „ohne Erbsünde sein“ heißt… Die Glaubensgeheimnisse haben eben auch ihre Logik. Die aber viele verständlicherweise überfordert.
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#10   Ansgar   10:39:17 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Sirilo et al.
Sie messen dem Film möglicherweise zu viel Bedeutung bei. Er ist, wie alle Kunst, eine fehlerhafte Adaption; wie übrigens auch viele Madonnenbilder, etwa jene, die Maria in der Tracht zeigen, die zum Zeitpunkt des Gemäldes gerade en vogue war. Trotzdem sind diese erhaltenswert.
Wir sollten es positiv betrachten, daß ein Hollywood-Film sich mit dem Sujet weitgehend wohlwollend beschäftigt – und viele Kirchenferne für die Sache interessieren wird.
Übrigens: Pasolinis Evangeliums-Film (mit Bach-Musik) ist ein Beispiel gelungener Adaption.
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#9   monti   09:19:32 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
immer wieder belustigend zu lesen,
was in diesem Forum für ein katholiscvher Quatsch verzapft wird… :-D
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#8   Sirilo   23:18:26 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Keineswegs…
…ist dies die erste Verfilmung der Weihnachtsgeschichte; es gab schon mehrere Versuche, meist von Amerikanern, und ich meine, es wäre besser, wenn man es unterließe, diese Ereignisse im Film nachzustellen. Es ist unmöglich, die Gestalt der Jungfrau Maria und das mit ihr verknüpfte Geschehen adäquat mit Mitteln des Films darzustellen. Der vermeintliche Realismus des Films vertreibt das Mysterium; es werden nicht Glaubensgeheimnisse geschildert, sondern eine aufs rein Irdische beschränkte Story erzählt. Ich werde mir den Film nicht ansehen, und ich glaube den Papst zu verstehen, warum er der Aufführung fernblieb. Aus Ehrfurcht und Liebe zur Jungfrau Maria.
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#7   AthanasiusII   22:34:06 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Cum haereticis…
Wie die Häretiker die auch sonst hier auf kreuz.net toben, diesen Film nicht kritisieren, sondern eher die Jungfräulichkeit und die damitverbundenen Dogmen der Unbefleckten Empfängis und Gottheit Jesu verspotten und leugnen, so sollten wir diesen Film nicht ansehen, glaube ich.
Schon grotesk, wie „Hüller“ und „timpressum“ usw. hier anstatt Arianismus verbreiten und ein Dogma mit der Galileo-Kontroverse gleichsetzen.
Die Menschwerdung gab Schmerzen und Schwierigkeiten, das ist wahr, aber die Entbindung nicht, da solche Schmerzen mit der Erbsünde zusammenhängen (die aber auch von unseren hier herumkotzenden deutschen pseudo-Intellektuellen und „freien modernen Menschen“ geleugnet wird). Maria hat Schmerzen erfahren, aber gerade nícht da. Überall sonst (bei der Erziehung, im Tempel, bei der Flucht nach Ägypten, in Jerusalem, unter dem Hl. Kreuz), aber gerade nícht bei dem Moment der Entbindung.
Auch wenn amerikanische Protestanten es anders verfilmen. (Nicht einmal Luther und Kalvin leugneten aber die jungfräuliche Geburt! Sie waren noch keine Arianer!)
Kolberg hielt übrigens 1945 auch nicht durch, trotz der Botschaft des gleichnamigen Veit Harlan-Filmes, der damals auch seine Endsieggläubigen hervorbrachte.
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#6   Athanasius   22:26:44 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Mängel
Grosse Mängel hat dieser Film, wie auch die Darstellung der Eucharistie im Film von Mel Gibson ernsthafte Defizite hatte (rein archäologisch und historisch).
Das muss man leider von Amerikanern erwarten.
Die jungfräulicher Geburt Jesu hängt direkt mit den Dogmen der Unbefleckten Empfängnis und der Gottheit Jesu, sowie der Sündlosigkeit des Herrn Jesus, zusammen. Die schmerzvolle Geburt ist Folge der Erbsünde, von der die Hl. Jungfrau Maria völlig frei war.
Ich verstehe nicht, weshalb manche Prälaten den Film trotzdem umarmen! Oder ist es deswegen, weil man den „protestantischen“ „Maria“ bevorzugt, völlig von der Filmindustrie bestimmt und pervertiert. Maria war kein naives Mädchen voller Sünde oder ohne Jungfräulichkeit.
Die Mängel veranlassen mich den Film nicht anzuschauen.
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#5   timpressum †   22:20:01 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Aber Christian…
…Maria hat nicht geschrieen, weil ihr Hymen noch intakt war.
Das war einfach so, daß Jesus *plopp* da war. Und natürlich auch nicht geschrieen hat. Wäre auch schrecklich, wenn Gott plötzlich richtig Mensch werden würde.
:-D
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#4   Christian Hüller   22:14:29 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Schmerzvolle Geburt Christi
>>Die im Film dargestellte natürliche, schmerzvolle Geburt Christi widerspricht der katholischen Lehre von der wunderbaren Jungfrauengeburt.<<
Grins.
Als ob Schmerz dem Wesen Gottes so fern und fremd wäre.
Nicht jede Lehre ist erhaltenswert. Die Lehre von der Erde als Scheibe und von der Sonne, die um die Erde kreist, gilt auch nicht mehr.
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#3   Gotthard   20:37:22 | Dienstag, 5. Dezember 2006
1. Korrektur
Ein theologisches Problem ist die Tatsache, daß der Film an der Verwundbarkeit der Muttergottes keinen Zweifel läßt.
der Text wurde bereits einmal korrigiert … und ist immer noch grottenschlecht falsch! Klar war Maria verwundbar, was denn sonst?
und natürlich verstand Maria nicht, was mit ihr geschah … „mir geschehe …“ ist kein Verstehen sondern ein Einwilligen in Gottes Plan – den sie nicht verstehen konnte, wie auch?
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#2   No Comment   20:22:18 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Soll das Kino auf den Index??
Schon Pius XI. und Pius XII. konnten den Lichtspielen aber Gutes abgewinnen.
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#1   Gotthard   20:16:36 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Problem?
Ein theologisches Problem ist die Tatsache, daß der Film an der Menschlichkeit und Verwundbarkeit der Muttergottes keinen Zweifel läßt.
niemand zweifelt an der Menschlichkeit und Verwundbarkeit Mariens … alles andere wäre ein dickes theologisches Problem.
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