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Mittwoch, 6. Dezember 2006 18:10
Wovor zittern sie?
Vereinzelte Vorwürfe gegen die aus Fulda vertriebenen Patres der Diener Jesu und Mariens haben sich als absurd – und damit als üble Verleumdungen – entpuppt.
Links: Fulder Gläubige gehen für Ihre vertriebenen Priester auf die Straße Rechts: Der Generaloberer der 'Diener Jesu und Mariens', Pater Andreas Hönisch
Links: Fulder Gläubige gehen für Ihre vertriebenen Priester auf die Straße
Rechts: Der Generaloberer der ‘Diener Jesu und Mariens’, Pater Andreas Hönisch
(kreuz.net, Fulda) Ende November veröffentlichte Pater Engelbert Recktenwald eine Analyse zur Entlassung von drei Patres der ‘Diener Jesu und Mariens’ aus dem Bistum Fulda.

Pater Recktenwald ist Mitglied der Petrusbruderschaft und wirkt gegenwärtig in der Schweiz. Seine Analyse ist auf dem Portal zur katholischen Geisteswelt publiziert.

Der Pater widerlegt den Vorwurf der Dekanatsversammlung von Eschwege, daß die entlassenen Priester angeblich ein „extrem Angst machendes Gottesbild“ verkündet hätten.

Eschwege befindet sich rund siebzig Kilometer nördlich der betroffenen Rhönpfarreien.

Der Fuldaer Bischof hat den Betroffenen bislang jedes Gespräch verweigert
Der Fuldaer Bischof hat den Betroffenen bislang jedes Gespräch verweigert
Den „schweren Geschützen“ der Dekanatsversammlung hält Pater Recktenwald seine persönliche Erfahrung entgegen. Er kennt zwei der drei Patres persönlich aus ihrer Studienzeit. Eine angstmachende Pastoral kann er sich bei ihnen nicht vorstellen.

Ein solcher Vorwurf sei auch nicht aus den Reihen der Gläubigen gekommen. Diese seien vielmehr über solche Vorwürfe empört. Die Maßnahmen des Bischofs hätten sogar dreimal zu einer Mahnwache vor dem Fuldaer Dom geführt.

Wirkliche Fälle von angstmachender Pastoral müßten natürlich ernstgenommen werden – so Pater Recktenwald. Sie beruhten auf einem unklugen Umgang mit den ernsten Wahrheiten unseres Glaubens wie Sünde, Tod und Hölle.

Sensible Kinder mit entsprechenden Drohungen unter Druck zu setzen, könne zu Angstneurosen und ähnlichen Erscheinungen führen.

Doch heute falle schon die Erwähnung von Sünde, Tod und Hölle unter das Verdikt einer angstmachenden Pastoral.

„Ist dies“ – fragt Pater Recktenwald – „vielleicht auch bei den Vorwürfen in Fulda der Fall?

Soll mit diesem Vorwurf gar nicht ein unkluges Verhalten der betreffenden Priester, sondern die entsprechenden Wahrheiten unseres Glaubens getroffen werden?“

Pater Recktenwald bejaht diese Frage.

Verräterisch sei in dieser Hinsicht die Stellungnahme des Fuldaer Sektenbeauftragten, Pfarrer Ferdinand Rauch.

Dieser verdammte das harmlose Kommunionbuch „Mein Weg zur heiligen Kommunion“ von Schwester Barbara Haid wegen einer angeblich „stark Angst machenden Theologie“.

Kommunionbuch von Sr. Barbara HaidKommunionbuch von Sr. Barbara HaidKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 9 Bildern zu starten.

Pater Recktenwald erklärt, das Buch vor drei Jahren selber benützt zu haben: „Die Kinder waren davon so begeistert, daß ich es bis heute beibehalten habe.“

Man könne dem Buch eine etwas chaotische Gliederung und Darbietung vorwerfen:

„Doch es ist der Glaube der Katholischen Kirche, der hier dargelegt wird. Es gibt keine unangemessene Übergewichtung der ernsten Glaubenswahrheiten – es sei denn, man hält schon ihre bloße Erwähnung für unangemessen.“

Der Vorwurf der "angstmachenden Theologie" widerlegt sich spätestens beim Kontakt mit den Betroffenen
Der Vorwurf der „angstmachenden Theologie“ widerlegt sich spätestens beim Kontakt mit den Betroffenen
In der Position der Kritiker dieses Kommunionbuches sieht Pater Recktenwald einen Bruch mit der vorkonziliaren Theologie – angefangen von der Predigt Christi im Neuen Testsament bis zu den Katechesen des Heiligen Don Bosco und den Aussagen des Zweiten Vatikanums.

Er glaubt, daß sich der Generalobere der Diener Jesu und Mariens, Pater Andreas Hönisch SJM, irrt, wenn er den eigentlichen Grund der Auseinandersetzung in der kritischen Haltung seiner Patres gegenüber dem ‘Pastoralen Prozeß’ in der Diözese Fulda sieht:

„Der eigentliche Stein des Anstoßes für die innerkichliche Gegnerschaft ist meinem Eindruck nach vielmehr die Glaubenstreue.“

Der Vorwurf der vorkonziliaren und angstmachenden Theologie treffe den Glauben der Kirche.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 51 Lesermeinungen:
Freitag, 8. Dezember 2006 17:33
No Comment: …und Schluss für heute.
„Non nova, sed noviter“ (Benedikt XV., 1.11.1914, DH 3626)
Donnerstag, 7. Dezember 2006 18:21
clarissa colonia: @nil novi
Der Diskussionsbeitrag geht von mehreren unrichtigen Annahmen aus. Ich beschränke mich aber auf die Richtugstellung der Grundlegenden, denn ich war nie in einem Priesterseminar, dafür müssten erst Dogmatik und Kirchenrecht geändert werden.
Damit erübrigt sich eine Antwort auf die anderen Vermutungen.
uiogD.
Donnerstag, 7. Dezember 2006 18:03
Pünktchen: Nichts Neues unter der Sonne!
Von den Algermissen-Leuten nur haltlose Unterstellungen!Clarissa dagegen bietet Namen, Daten und Fakten!

Clarissa, auf den Auftritt von Nil novi … kannst Du stolz sein. Die Gegenseite war ja für mehrere Stunden wie paralysiert und nun versteckt sie sich hinter einem neuangelegten Account. Wie erbärmlich … !
Donnerstag, 7. Dezember 2006 17:34
Nil novi sub sole: @ Clarissa Colonia
Lieber Diskussionsteilnehmer!

Du hast mit deinen Mutmaßungen bezüglich des „Lügennamens“ (entspricht dein Pseudonym eigentlich der Wahrheit?) leider nicht recht! Dagegen ist deine Identität leicht zu erraten.

Freilich solltest du dich nicht über nicht abgeschlossene Dissertationen lustig machen, wenn du bislang selbst nur Versuche damit aufweisen kannst. Kirchenrecht ist eben doch mehr als eine Spielwiese für Pseudolatein-Sprecher! Außerdem ist es kein Ruhmesblatt, wenn der eigene Bischof nicht zur Weihe bereit war (sind da die eigenen Füße nicht zu klein für die ausgesuchten Schuhe gewesen?).

Freilich zeugt es nicht von gutem Charakter, wenn man von Bischof Algermissen bezahlt wurde und als Dank anonym über den bisherigen Brotgeber schlecht spricht (man sollte nie in die Suppe des Gastgebers spucken). Wer sich aus dem Dienst des Bistums entfernt (musste? Orden sind nur bedingt als Unterschlupf geeignet), kann verständlicherweise nicht gut über den Hirten sprechen.

Nil novi sub sole.

Eine frohe Adventszeit und viel Spaß beim Namenraten – ob da der CV weiterhilft?
Donnerstag, 7. Dezember 2006 17:03
Defensor Fidei: @ Inabikari
Extra ecclesiam nulla salus ist die gewöhnlich zitierte Abwandlung eines Satzes von Cyprian von Karthago, der im Original lautet Extra ecclesiam salus non est – Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.

Cyprian versteht „salus“ in diesem Zusammenhang vermutlich nicht in erster Linie als „ewiges Seelenheil“, sondern im Blick auf die in der Kirche vorfindbaren Heilsgüter, nämlich die rechtmäßigen Sakramente (legitima sacramenta) und die rechte Lehre (recta doctrina). Beides ist nach Cyprian nur in der Kirche, die von einem rechtmäßigen Bischof geleitet wird, zu finden.

Menschen können demnach durch die kath. Religion und ihre Heilsmittel zu Gott gelangen. Durch andere Religionen können sie das nicht.

Können also Heiden nach kirchl. Lehre zu Gott gelangen? Ja, aber nur wenn sie ein sittlich gutes Leben führten und ohne Schuld Gott nicht gekannt/erkannt haben. Wer diese Personen sind, weiß nur Gott.
Haben diese Menschen anderen Göttern angehangen, dann sind sie nicht durch sondern trotz ihrer falschen Religion zu Gott gelangt. Grund ist auch in diesen Fällen allein das Heilswirken Christi.

Nun noch kurz zur Frage der Gerechtigkeit. Ja, es wäre gerecht, weil es gerecht wäre, wenn alle Menschen aufgrund ihrer Sündhaftigkeit (Stichw. Erbsünde) von Gott verworfen werden würden. Wenn er die Menschen trotzdem rettet, dann nicht weil sie ein Recht darauf hätten, sondern alleine aus Barmherzigkeit. Hierauf jedoch hat man kein Recht.

Stark komprimiert. Aber mehr Platz hab ich nicht
Donnerstag, 7. Dezember 2006 16:54
Pünktchen: Inabikari
Muss ich das so verstehen, dass meine Eltern und alle meine Vorfahren, die überhaupt keine Gelegenheit hatten, den katholischen Glauben kennen zu lernen (ich stamme aus Japan), in die ewige Verdammnis geschickt wurden?

Nein, das müssen Sie nicht so verstehen und der Text gibt auch keinen Anhaltspunkt dafür! Es ist ausdrücklich von „einem freien Entschluß“ (212) und von jemandem die Rede, der „freiwillig“ die Gemeinschaft mit Gott „und die barmherzige Liebe Gottes zurückweist“ (213). „Die barmherzige Liebe zurückweisen“ kann niemand, der von ihr nicht zuvor Kenntnis bekommen hätte. Der Katechismus geht auch nicht so weit, dem Urteil Gottes vorzugreifen. Aber: Die Gläubigen, die in den Tod Jesu getauft wurden, wissen sich als Teil des wanderenden Gottesvolkes und Glied am Leibe Christi. Diese Zugehörigkeit und Gliedschaft muß sich jedoch bewähren! Hier gibt es keinen Heilsautomatismus.
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