[ « 241 242 243 244 245 » ]
Mittwoch, 6. Dezember 2006 11:49
„Mit der Fristenlösung kann die Bischofskonferenz auch leben“
Dem Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, wurde kürzlich eine präzise Frage gestellt. Was war seine Antwort? Ein Kommentar.
(kreuz.net) Am 3. Dezember 2006 stand der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, im Fernsehen vor der Frage:

„Werden Sie auch soweit gehen, daß man sagt, es soll eine Gesetzesänderung geben bei der Fristenlösung?“

Die Fristenlösung ist ein Blutgesetz, das in Österreich dem Menschen in seinen ersten zwölf Lebenswochen das Recht auf Leben wegnimmt.

Alleine in den letzten sechs Regierungsjahren sind in Österreich mit der Fristenendlösung rund 360.000 ungeborene Menschen vernichtet worden.

Herr Kardinal, die Frage an Sie hat gelautet: „Werden Sie auch soweit gehen, daß man sagt, es soll eine Gesetzesänderung geben bei der Fristenlösung?“

Wären Sie, Herr Kardinal, ein Sprecher der christdemokratischen ‘Österreichischen Volkspartei’, dann wäre Ihre Antwort klar gewesen:

Für diese politische Gruppierung steht die Fristenregelung „nicht zur Debatte“.

Aber Sie sind kein Politiker. Sie sind ein katholischer Bischof und stehen angeblich auf dem Boden des Zweiten Vatikanums: „Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen“ – sagt die Konstitution ‘Gaudium et Spes’.

Das wäre eine passende Einleitung für die Antwort auf die Ihnen gestellte Frage gewesen.

Im Dezember 2004 protestierte die österreichische Lebensschutzbewegung ‘Jugend für das Leben’ gegen die Einführung der Kinderabtreibung im staatlichen Krankenhaus in Salzburg.

Damals produzierten Sie einen internationalen Skandal, als Sie die Proteste der tapferen Jugendlichen als „Aktionismus“ und „Polemik“ abtaten.

Die menschliche Seele – auch die Seele eines Kardinals – ist ein Abgrund. Wer weiß, was damals in Sie gefahren war.

Vielleicht hatten Sie an diesem kalten Wintertag zuviel Glühwein getrunken.

Im Dezember 2006 bekamen Sie eine zweite Gelegenheit:

„Werden Sie auch soweit gehen, daß man sagt, es soll eine Gesetzesänderung geben bei der Fristenlösung?“ – wurden Sie gefragt.

Schon klar. Die ‘Österreichische Volkspartei’ hat Angst, Stimmen zu verlieren.

Wichtiger als Kinder und Menschen ist der ÖVP die Macht.

Sie, Herr Kardinal, müssen die nächsten Wahlen nicht fürchten. Sie sind kein Volksvertreter, sondern ein Vertreter Christi: „Wer euch hört, der hört mich“ – sagt unser Herr und Meister.

Sie wurden also nach einem Gesetz gefragt, das alleine in den letzten sechs Jahren in ihrem Land 360.000 Kindern das Leben gekostet hat.

Ihre tragische Antwort: „Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not.“

Die in der Abtreibungspropaganda führende österreichische Tageszeitung ‘Der Standard’ hat Sie verstanden:

„Mit der Fristenlösung kann die Bischofskonferenz auch leben.“

„Wir plädieren nicht für das Bestrafen von Frauen in Not“ ist die berüchtigte Verdrehung, die von Lebensfeinden verwendet wird, um die blutige Fristenlösung zu rechtfertigen.

Seit Ihrem Amtsantritt als Erzbischof von Wien sind in Österreich aufgrund der Fristenlösung über eine halbe Million Kinder geschlachtet worden.

Und Sie drücken sich um eine unmißverständliche Beantwortung der Frage:

„Werden Sie auch soweit gehen, daß man sagt, es soll eine Gesetzesänderung geben bei der Fristenlösung?“

Herr Kardinal, Sie sind Ihres hohen und ehrbaren Amtes unwürdig.

Das Blut der abgetrieben Kinder wird über Sie kommen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 49 Lesermeinungen:
Samstag, 3. Februar 2007 21:52
Doritta: „Werden Sie auch soweit gehen, daß man sagt, es soll eine Gesetzesänderung geben bei der Fristenlösu
Diese Frage alleine ist schon ein Untergriff und sehr
hinterhältig! Was hat ein Kardinal mit der Politik zu tun, frage ich mich? Dann noch dieser Artikel, der jedes Wort auf die Goldwaage legt und halbwahr wiedergibt. Waren Sie bei der Fernsehdiskussion dabei? Es werden immer Sätze aus dem Gesamtzusammenhang gerissen und dann kommt so ein Unsinn heraus.
Samstag, 3. Februar 2007 04:13
pfarrverweser1: Verdauungsbeschwerden
Selbst mir als absolutem Abtreibungsgegner stößt es übel auf, wie da polemisiert wird! Trotz mrinrd ambivalenten Verhältnisses zu Sr. EM (ich kenne unseren Kardinal seit vielen Jahren) finde ich es empörend, wie hier „argumentiert“ wird. Natürlich sind wir Katholiken gegen Abtreibung! Genauso richtig ist es aber auch, Frauen, die sich in einer Notsituation befinden, vor dem Gefängnis zu bewahren! Ich möchte doch bitte gerne die Männer kennenlernen, die das Kind, das nach einer Vergewaltigung ihrer Frau oder Freundin im Mutterleib heranwächst, als das ihre annehmen und aufziehen!
Freitag, 8. Dezember 2006 20:49
Reflektor: Ist Religion friedenstiftend?
Wenn man liest, wie hier einige aufeinander losgehen und wie sie dies jeweils im Namen ihrer/einer Religion tun, kommt man zwangsläufig zu oben gestellter Frage. Ständig wird hier gezündelt und eine beschämende Form des Dialogs
geradezu heraufbeschworen: Durch tendenziöse Artikel, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, nicht überprüfbare Statistiken etc. etc. Wer wirklich gläubig ist, der versucht seinem Gegenüber mit Respekt zu begegnen!
Davon sind hier einige sehr weit entfernt. Somit verkommt diese Seite zu einem Spektrum unwürdiger, gegenseitiger Anfeindungen. Das ist in gewisser Weise sogar dekadent. Zeigt es doch, dass viele Menschen nicht mehr wahrnehmen, wo sich heute das wirkliche Elend abspielt. Lauter Platzhirsche, die ihren Meinungs-Mikrokosmos verteidigen und verlernt haben, über den Tellerand zu blicken.
Freitag, 8. Dezember 2006 08:48
Pünktchen: Da das Evangelium keine „Drohbotschaft“ ist,
kann aus ihm auch keine Bestrafung derer abgeleitet werden, die wehrlose Kinder im Mutterleib töten lassen und solche, die diese Tötung im Widerspruch zu jeder ärztlichen Ethik vornehmen?

Ja, welches Evangelium meinen Sie denn? Das Evangelium der straflosen Abtreibung ist selber eine„Drohbotschaft“! Für Hundertausende Kinder im Jahr, die daran glauben müssen!
Freitag, 8. Dezember 2006 01:47
Daniel Stöhr: Und wieder einmal…
„…es ist wie bei Ihnen keine Drohbotschaft, sondern eine Frohbotschaft! Sagen Sie doch endlich, was Sie wollen anstatt anständige Kirchenvertreter in die Ecke zu drängen und Politiker, die ihre Meinung nicht teilen als Mörder darzustellen! Es ist einfach nur zum Kotzen, so etwas zu lesen!“

…tobt sich bei den Kreuz.nattern ein Feind von Wahrheit und Gerechtigkeit aus.
Donnerstag, 7. Dezember 2006 22:42
Protestant: Gotterbärmlich…!
Herr Kardinal, Sie sind Ihres hohen und ehrbaren Amtes unwürdig.

Das Blut der abgetrieben Kinder wird über Sie kommen.


Alles dass-und der gesamte Unsinn, der hier geschrieben wird, zeugt von einer gotterbärmlichen Polemik gegenüber einem Kirchenvertreter, dem das Leben unendlich wichtiger ist, als Ihnen- da Sie außer Ihrem polemischen Blödsinn nichts tun, um wirklich auch nur ein ungeborenes Kind zu schützen!
Hetzen über die Volkspartei und den Kardinal-dass können Sie! Sie sollten sich schämen! Ja, wenn der Kardinal sagt, er wolle die Frauen nicht kriminalisieren-ja,was wollen Sie denn? Sollen die Frauen vielleicht gefoltert und abschließend verbrannt werden! Da haben ja einige aus der Geschichte ihre Vorbileder gezogen! Sie sind doch um keinen Deut besser als professionelle Abtreiber und Engelmacher! Sie unterstützen diese Leute durch ihre gotterbärmliche Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit!
Ihnen würde ich das Evangelium empfehlen…es ist wie bei Ihnen keine Drohbotschaft, sondern eine Frohbotschaft! Sagen Sie doch endlich, was Sie wollen anstatt anständige Kirchenvertreter in die Ecke zu drängen und Politiker, die ihre Meinung nicht teilen als Mörder darzustellen! Es ist einfach nur zum Kotzen, so etwas zu lesen!
Alle Lesermeinungen anzeigen 43 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net