Der Erzbischof von Köln verbietet seinen Schülern, was sogar vom Vatikan seit geraumer Zeit praktiziert wird: die Abhaltung multireligiöser Feiern.
Multireligiöses Gebetstreffen in Assisi am 27. Oktober 1986
(kreuz.net, Köln) Joachim Kardinal Meisner von Köln hat den Religionslehrern seines Erzbistums die Teilnahme
an multireligiösen Feiern oder deren Organisation untersagt.
Das wurde am heutigen Mittwoch aus Medienberichten
bekannt.
In einer Anweisung erklärte der Kardinal, Religionslehrer sollten sicherstellen, daß derartige
Feiern ohne die Beteiligung der Katholischen Kirche stattfinden würden.
„Was ein Problem ist, sind Feiern,
wo alle gleichzeitig beten, jeder zu seinem Gott“, so der neue Pressesprecher des Kardinals, Stephan Georg
Schmidt (43):
„Eine solche Vermischung der Religionen und Gottesvorstellungen soll vermieden werden.“
Die Klarstellung des Erzbistums rief bei den Religionslehrern heftige Widerstände hervor.
Ein Bundesverband,
der sich „Aktion Humane Schule“ nennt, und nach eigenen Angaben 700 Lehrer und Eltern vertritt, kritisierte
die Anweisung des Erzbischofs und warf ihm „Unchristlichkeit“ vor.
Der Kölner Kardinal habe das schon
bestehende Verbot gemeinsamer Gottesdienste nun auch auf andere Feiern wie zum Beispiel Adventssingen
ausgedehnt – murrte der Verbandsvorsitzende Detlef Träbert.
Die Andersgläubigen dürften nur noch teilnehmen,
wenn sie unbeteiligt dabeistünden.
Das sei geradezu perfide, so Träbert weite. Es sei auch an katholischen
Schulen Gang und Gäbe, daß alle Schüler an Weihnachtsfeiern teilnähmen. Beim Adventssingen würden
auch türkische Weihnachtslieder gesungen.
Solche Bräuche zu verbieten schade der Integration und sei
„zutiefst empörend“. Träbert rief die Schulen des Erzbistums auf, die neue Regelung zu ignorieren.
Kardinal Meisners Pressesprecher Schmidt erklärte gegen diese pauschalierenden Vorwürfe, daß ein Adventssingen
nicht in jedem Fall eine religiöse Veranstaltung sei.
Wenn eine solche Veranstaltung eher folkloristischen
als religiösen Charakter habe, sei dagegen nichts einzuwenden.
Auch an Krippenspielen und Martinsumzügen
könnten andersgläubige Kinder teilnehmen.
Es sei aber wichtig, daß ein Kind zunächst einmal „seine
eigene“ Religion richtig kennenlerne.
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37 Lesermeinungen
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#37 Agiafortuni 09:54:36 | Samstag, 9. Dezember 2006
Protestant es ist höchste Zeit, dass die katholische Kirche sich dessen bewusst wird, dass sie nicht
Teil der Welt ist, selbst wenn der Frevler Woytila uns eines besseren belehren wollte
@ … „Was ein Problem ist, sind Feiern, wo alle gleichzeitig beten, jeder zu seinem Gott“, so der neue
Pressesprecher des Kardinals, Stephan Georg Schmidt (43) Man kann ja mit gemeinsamer Bewegung und Gesang
anfangen, wie auf diesem Video so harmonisch und wohlklingend dargebracht. Link www.youtube.com/watch?v=cw5c83YBsXs
@Protestant Hallo, endlich hat Herr Meisner mal Tacheles geredet. Ich finde, dass er Recht hat. Wie weit
soll die Religionsvermischung denn noch gehen?
#33 Protestant 21:33:01 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Quis ut deus?????? Ich verstehe den Sinn der Frage nicht! Ich bete immer zu Jesus-völlig unabhängig,
wo und wann ich bete…?Erklär mir bitte, was du meinst!
#31 Protestant 19:51:59 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Nicht zu überbieten! Herr Meissner ist wieder mal nicht zu überbieten! Das was er dort betreibt, nennt
man auch Ghettoisierung! Sollen denn römisch-katholische Schülerinnen und Schüler etwas besseres sein!
Es steht doch jedem Moslem frei, z.B. in einer christlichen Kirche zu beten, genau wie es jedem Christen
freisteht, in einer Moschee zu beten! Ich weiß, woran ich glaube, ich habe keine Angst, dass mir anderen
etwas wegglauben! Lassen wir doch auch andere an der Freude an unserem Glauben teilhaben, oder haben wir
Christen etwa irgendwas zu verbergen? Herr Meissner vielleicht! Aber den Gläubigen im Erzbistum Köln
ist es ja sowieso i.d.R. egal, wer unter ihnen Erzbischof ist! Im Prinzip könnte Herr Meissner dafür
allenfalls ein paar müde Lächler gewinnen, wenn es nicht eigentlich wirklich so traurig und absolut
welt- und menschenfremd wäre-aber das kennen wir ja von Meissner!
@Beobachterin Danke für die Ausführungen! Es muss in der Tat Schluß sein mit dem „Zeitgeist“, mit dem
Fraternisieren mit Irrgläubigen – es steht diesen Seelen doch frei sich zu bekehren und Jesus Christus
zu bekennen. Ansonsten ist SEIN leiden, Kreuzestod und Aufersteheung wahrlich umsonst gewesen. Gott wird
seiner nicht spotten lassen, wer ihn vor den Menschen bekennt, den wird Jesus Christus vor seinem Vater
im bekennen. WAS FÜR EINE GROßARTIGE HOFFNUNG! pax!
#29 Beobachterin 09:53:22 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Ein Hoch für Kardinal Meisner Gastus hat dankenswerterweise die Stellungnahme des Erzbistums Köln hier
verlinkt. Gegen den Inhalt dieser Stellungnahme ist überhaupt nicht das Geringste einzuwenden; im Gegenteil:
Die Klärung tat not. Kardinal Meisner ist einer der wenigen, die sich nicht stromlinienförmig an den
Zeitgeist anpassen; die schwule Gesellschaft Kölns würde ihn gerne zur Stadt hinausjagen. Das kann man
gut verstehen in einem warmen Klima. Nur zu gern möchte man ihm am Zeug flicken, wann irgend es geht
und dazu ist seinen Gegnern nichts zu blöd.
Eigentlich selbstverständlich Ich wundere mich doch sehr über die Aufregung, die das Verbot von Kardinal
Meisner ausgelöst hat. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, daß ein Gebet, insbesondere ein
gemeinsames Gebet, ohne Kreuzzeichen zu Beginn für einen katholischen Christen eine Unmöglichkeit ist.
MfG Christoph Heger
Kardinal Meisner Kardinal Meisner hat im Augenblick viel für sich selbst aufzuarbeiten, seitdem er aus
Rom zurück ist. Und dann darf ihm so etwas auch einmal passieren, wie das Teilnahneverbot katholischer
Religionslehrer an religiösen Veranstaltungen, wo verschiedene Religionsgemeinschaften zusammen kommen.
Ich denke, dass er es schon längst eingesehen hat, dass dies nicht ganz in Ordnung war, was er dem Kölner
Stadtanzeiger gegenüber erklärte und dass er zu wenig Vertrauen in die Religionslehrer seines Bistums
zeigte.
#24 Beobachterin 23:08:21 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
kein Einheitsreligionsbrei! Jede Religionsgemeinschaft kann doch nur für sich ihre religiösen Feiern
in ihrem Gotteshaus abhalten. Es pflegen doch auch nicht Christen in Moscheen zum Beten zu gehen, oder
Muslime in Kirchen, und Muslime in Synagogen und so weiter. Die Entscheidung, die Kardinal Meisner getroffen
hat, sollte Grundkonsens bei allen Religionen sein. Multikulti bedeutet nicht, daß es jetzt einen Einheitsreligionsbrei
geben darf. Außerdem ist Multikulti ohnehin gescheitert …
Bravo der Kardinal Meisner,denkt weiter als der Papst Also ich kann dem Kardinal Meisner nur zustimmen.Man
braucht moslemischen Jugendlichen nicht Weihnachtsfeiern verbieten,aber gemeinsamme Gottesdienste gehören
verboten.Auch Gottesdienste mit den Gesetzesgerechten Juden gehören verboten. Das Judentum mit ihrem
Talmud(und was so alles drin steht)
unsinn … … ist die formulierung schon: Es sei aber wichtig, daß ein Kind zunächst einmal „seine
eigene“ Religion richtig kennenlerne. Katholisch muss es anders heissen: Es sei aber wichtig, daß ein
katholisches Kind zunächst einmal „seine eigene“ Religion richtig kennenlerne. . . . . . . . . . und
ein muslimisches Kind den kath. Glauben
#21 Benedikt 18:39:33 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Pressemitteilung Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Monika Düker, kritisierte
die Entscheidung des Kardinals als «Rückschritt». Meisner spreche das Verbot ausgerechnet zu einer
Zeit aus, in der ein Großteil des Gesellschaft die Wichtigkeit des Dialogs der Religionen und Kulturen
erkannt habe. Als ob eine multireligiöse Feier etwas zur Integration beitrüge. Auch bei einer multireligiösen
Feier müssen Akzente gesetzt werden, die entweder die eine oder die andere Religion bevorzugen. Das ist
wohl kaum das, was mit Integration gemeint ist. Die Dame sollte sich zudem damit abfinden, dass der Sinn
von Religionen nicht primär auf Integration liegt. Religionen sollten sich ggfs. dazu bemühen, aber
warum man deshalb seinen eigenen Glauben verwässern sollte ist schlichtweg nicht einzusehen. Der Glaube
ist das wichtigere.
Alleluja Zitat: »Joachim Kardinal Meisner von Köln hat den Religionslehrern seines Erzbistums die Teilnahme
an multireligiösen Feiern oder deren Organisation untersagt.« Gott sei Lob. Segne, Herr, meinen alten
Bischof Joachim. Ad multos annos.
Und da dreht wieder leider jemand Pius XII. das Wort im Mund herum! Religiöse Toleranz ist gut (cfr.
Ansprache Ce Riesce, Pius XII.) …indem er nicht sauber zwischen bürgerlicher und dogmatischer Toleranz
unterscheidet. Dogmatische Toleranz ist mit dem Christentum unvereinbar. I.Ü. hätte Pius XII. eine Bischof,
der an „Asissi“ teilgenommen hätte schwer bestraft. Das kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
@rebekka Ihre Ausführungen enthalten die konkludente Behauptung, es sei „Lehre“ der kreuz.net-Redaktion…
… Ungetaufte seien „Untermenschen; … unschuldig ungetaufte Kinder kämen undifferenziert in die Hölle
(nicht etwa präzise in den Limbus puerorum); … man müsse alle Kinder gegen den Willen Ihrer Eltern
zwangstaufen; … man müsse allen nichtchristlichen Eltern Ihre Kinder wegnehmen… Ich habe solche bösartigen
Thesen hier noch nie gelesen. Können Sie Ihre Behauptung, so etwas werde hier verbreitet, belegen, oder
handelt es sich bei ihrem Beitrag um „falsches Zeugnis“? Das wäre dann in der Tat bösartig.
@zwobbbel Aber wenn ein deutscher Schüler englische, französische, oder Weihnachtslieder in einer anderen
Sprache singst hast du nichts dagegen oder wie? Nur gegen die türkischen Weihnachtslieder hast du etwas,
verstehe ich dich da richtig?
#15 Athanasius 17:41:12 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
Laus Deo Gut, daß zumindest ein deutscher Bischof gegen den Synkretismus Stellung einnimmt. Bravo! Religiöse
Toleranz heißt nicht eine Welteinheitsreligion indifferentistischer Theologie heranzuschaffen, wie es
die deutschen religiösen Bundesbehörden – oft mit aktiver Kollaboration deutscher „katholischer“ Bischöfe –
anstreben. Religiöse Toleranz ist gut (cfr. Ansprache Ce Riesce, Pius XII.), religiöser Indifferentismus
und Relativismus nicht. Und dieser Indifferentismus, der am Ende direkt zum Synkretismus führt (wenn
die Unterschiede nicht mehr trennen oder wichtig sind, wozu dann noch der Partikularismus), soll bekämpft
werden. Aber da sind Johannes-Paul II. und Benedikt XVI. nicht mit dem guten Beispiel vorangegangen: Assisi
I, Assisi II (2002: an dem Ratzinger auch teilnahm), das Beten Benedikts in der „Blauen Moschee“ zu Konstantinopel.
Mesiner ist besser als der Papst. In dieser Hinsicht (nicht hinsichtlich anderer Sachen in Theologie und
Kirche): Gott sei Dank für diesen Schlesier in Kölle!
Schon beeindruckend… … wie Kardinal Meisner, momentan schwer unter Beschuß stehend (s. aktueller
„Spiegel“), vollkommen unangekränkelt seinen liberalen Kritikern das nächste Ding vor den Kopp haut,
daß sie jaulen. Dem Mann ist die veröffentlichte Meinung über sich vollkommen schnurz. Das imponiert
mir enorm.
#13 Benedikt 16:06:40 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ didymus Wir können schon die Tage zählen, an dem dieser furchtbare Bischof in den Ruhestand schreitet!
Am 25. Dezember 2008 ist Schluss, dann wird er 75. Also mir ist kein deutscher Kardinal und Diözesanbischof
bekannt, der seit der Neuregelung mit 75 in den Ruhestand hätte treten müssen (bzw dürfen). Wer nicht
vorher starb (wie Bengsch oder Döpfner), der blieb länger: Höffner war 81, Volk 79, Degenhardt 76 und
Wetter ist demnächst 79.
Ob das gefällt? Es sei aber wichtig, daß ein Kind zunächst einmal „seine eigene“ Religion richtig kennenlerne.
Igitt. Was sagt wohl hetz.net dazu? Dann sollte ja ein muslimisches Kind zuerst die muslimische Religion
kennenlernen. Da muss hetz.net doch gleich Stellung dagegen beziehen! Denn hetz.net kennt ja noch den
Gott mit der großen Registratur, und wenn dann ein muslimisches Kind ungetauft stirbt, schaut Gott mal
schnell in seinem Buch nach und dann sagt er: „Pech gehabt, Du Untermensch, ab in die Hölle mit Dir!
Ohne Taufe geht hier nix!“ Wo bleibt der Artikel, in dem hetz.net dafür plädiert, muslimische Kinder,
die an christlichem Adventssingen teilnehmen, sofort zwangszutaufen? Oder sie wenigstens ihren Eltern
wegzunehmen? Na los! P.S.: Ich halte die Entscheidung des Kardinals für richtig.
Noch 2 Jahre … Wir können schon die Tage zählen, an dem dieser furchtbare Bischof in den Ruhestand
schreitet! Am 25. Dezember 2008 ist Schluss, dann wird er 75. Es bringt halt nichts, wenn Ossis verantwortungsvolle
Jobs im Westen übernehmen!
Für uns Eltern ein Argument Die Verlautbarung des Kardinals gibt uns Eltern und Lehrern ein Argument
an die Hand, solchen Zinnober nicht mitzumachen. Bravo, Eure Eminenz!
Stimmt nur teilweise… hab mich vertippt: wollte sagen: der Kardinal von Köln sprach sich gegen mulireligiöse
Feiern an Schulen aus. Über eine Schulgottesdienst, in dem jemand einer anderen Religion ein Grußwort
spricht: darüber sagt er nichts. Ich finde das ganz interessant: denn Multireligiöse Feiern an SCHULEN
sind schulische und keine kirchliche Veranstaltungen, weil kein Vertreter einer Kirche oder Religion dieser
Veranstaltung vorsteht. Eine multireligiöse Feier ist kein multireligiöser Gottesdienst. Den fände
ich auch an einer kirchlichen Schule nicht für sinnvoll. Das untersagt der Kardinal – und nicht mehr.
flatratepower
verkehrte Welt: Deutsche sollen sich in islamische Kultur integrieren Ich finde es unzumutbar, wenn deutsche
Schüler türkische Weihnachtslieder singen müssen. Mir ist zwar nicht klar warum es in der islamisch
geprägten türkischen Kultur überhaupt Weihnachtslieder geben sollte, aber auch sonst: Ich finde es
unzumutbar, wenn deutsche Schüler türkische Lieder singen müssen. Ausnahme: ein deutscher Schüler,
der in der Türkei eine türkische Schule besucht.
Nicht nur sprachlich ist „Was ein Problem ist, sind Feiern, wo alle gleichzeitig beten, jeder zu seinem
Gott“,ziemlich schrecklich: inhaltlich ist es einfach nur zum Lachen: Ja, wo kommen wir denn da hin, wenn
jeder zu seinem Gott betet? Also wirklich, das wär ja nicht auszuhalten! Man käm’ ja ganz durcheinander!!
Herrje: Was kommt denn da wieder für ein Gemurkse aus Köln?
stimmt nur teilweise Der Kardinal von Köln hat sich gegen multireligiöse Feiern IN SCHULEN ausgesprochen.
Über multireligiöse Feiern in der Schule sagt er nichts. flatratepower
„seit geraumer Zeit praktiziert“ was sogar vom Vatikan seit geraumer Zeit praktiziert wird: die Abhaltung
multireligiöser Feiern. Hört sich ja fast so an, als ob sowas wie in Assisi im Vatikan auf der Tagesordnung
stünde. Warum zählt kreuz.net denn die „multirelogiösen Feiern“ der letzten Zeit nicht einfach mal
auf?