18:50:29 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Der Aufklärungsunterricht läßt die Jugendlichen über die fatalen Folgen von Schamlosigkeit und Sexismus im Dunkeln. Von Lisa Abelin.

(kreuz.net) Das ging selbst der damaligen Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis,
über ihre rote Hutschnur.
Frau Simonis protestierte vor einigen Jahren gegen Werbeplakate der Bildzeitung.
Die Groschen- und Gossenzeitung aus Hamburg hatte die lasziven täglichen Nacktfotos des Blättchens
auf Groß-Plakaten geklebt – unter anderem auch an Bushaltestellen.
Damals erklärte Frau Simonis: „Da
gehen auch Schulkinder vorbei.“
Tatsächlich. Auf die Gesellschaft und damit auch auf Kinder und Jugendlichen
wälzt sich eine Flut von pornografischen und sexistischen Bildern und Medien.
Selbst auf dem Familientisch
landen Fernseh-Zeitschriften, deren Titelbilder ein Druckerzeugnis vor vierzig Jahren unter die Ladentheke
verbannt hätte.
Im Innenteil kostenloser Anzeigenblättchen verkaufen sich Prostituierte mit obszönen
Worten, Gesten und Bildern.
Die Werbung schiebt mit immer tieferen Ausschnitten die öffentliche Schamgrenze
nach unten.
Einige gesellschaftliche Akteure treiben die Unkultur der Schamlosigkeit durch Frühsexualisierung
von Kindern und Jugendlichen voran.
‘Bravo’ und andere sexistische sogenannte Jugend-Zeitschriften zielen
auf den Kindermarkt. Die umstrittene Organisation ‘pro familia’ betreibt die Frühsexualisierung unter
dem Mantel der Aufklärung.
Die Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen werden immer mehr sexistisch
konditioniert. Zugleich wird ihnen die Lust als Lebensillusion nahegelegt.
Natürlich sind Kinder und
Jugendliche in diese Richtung leicht zu verführen. Eltern zeigen sich verunsichert.
Eine Aufklärung
über die fatalen Folgen von Schamlosigkeit und Sexismus findet nicht statt.
13jährige Mädchen erscheinen
in der Schule in Strand- und Discokleidung – mit gewagtem Ausschnitt, engem Oberteil und natürlich bauchnackt
und nierenfrei.
Hautbilder und Körperschmuck sollen die Blicke auf den nackten Körper lenken.
Viele
Mädchenhosen sind betont sexistisch konzipiert:
Der hautenge Zuschnitt betont die Konturen des Unterleibs.
Die Gürtellinie ist extrem weit heruntergezogen. Großformatige Gürtelschnallen lenken die Blicke auf
die Schamregion.
Manchmal wird mit einer breiten Metallnoppenkette – schräg getragen im Stil eines Patronengürtels –
das weibliche Becken zusätzlich betont.
Auch Körperhaltung und Körpersprache werden sexistisch beeinflußt.
Entsprechend der Lässigkeit von Models und Werbe-Ikonen sitzen Mädchen mit offenen Beinen da – vermutlich
ohne die Haltungssignale voll zu verstehen.
Eine teilweise unflätige Umgangssprache untereinander und
sexistische Sprüche auf Mäppchen und Meinungsstickern – eher bei Jungen allerdings – runden diese sexverführte
Scheinwelten ab.
Bei so einem verwahrlosten Auftritt von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum
ist – neben den Eltern – auch die Schule verpflichtet, den Zöglingen gutes Benehmen und einen Blick für
die Wirklichkeit beizubringen.
„Nobel statt Nabel“ titelte schon vor einigen Jahren das Wochenmagazin
‘Spiegel’ gegen Verwahrlosung und Erziehungsnotstand an deutschen Schulen.
Das Motto heißt: „dem Lernort
Schule angemessene Kleidung und Verhaltensweisen“. Mancherorts wird auch über die Einführung von Schulkleidung
diskutiert.
Das mag ein Anfang sein. Entscheidend aber ist, daß Umgangsregeln auf ethisch-anthropologische
Basis gegründet werden.
Gegen die Sexismus-Ideologie ist eine Pädagogik der Scham, Enthaltsamkeit und
positiven Orientierung auf Ehe und Familie zu entwickeln.
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obelix † 18:19:24 | Freitag, 8. Dezember 2006
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private-notes 18:19:19 | Freitag, 8. Dezember 2006
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Udalricus 17:39:23 | Freitag, 8. Dezember 2006
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Gotthard 13:19:49 | Freitag, 8. Dezember 2006
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Navon 13:15:09 | Freitag, 8. Dezember 2006
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durchfuxt 11:47:58 | Freitag, 8. Dezember 2006
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obelix † 20:50:43 | Donnerstag, 7. Dezember 2006