Im Fall Algermissen werden einige gefälschten Emails offenbar immer noch dazu benützt, um einen Skandal zu konstruieren. Darum dementieren die Diener Jesu und Mariens zum zweiten Mal.
(kreuz.net, Fulda) Der Generalobere der ‘Diener Jesu und Mariens’, Pater Andreas Hönisch, distanziert
sich.
Am Donnerstag mittag wies er – bereits zum zweiten Mal – falsche Emails von sich, die im November
zum Fall Algermissen in Umlauf gebracht wurden:
„Wir distanzieren uns aufs schärfste von derartigen
»Befürwortern«, die mit falschen Adressen Nachrichten in die Welt setzen.
Sie tun unserem Orden nicht
nur keinen Dienst, sondern sie fügen ihm Schaden zu.
Im Namen unseres Ordens SJM wurde niemals gegen
Bischof Algermissen polemisiert – geschweige sein Rücktritt gefordert.“
Bereits am 25. November hatte
der Generalobere klargestellt, daß sein Orden zu keiner Zeit irgend jemand darum gebeten habe, wegen
der Entlassung dreier Patres aus der Diözese Fulda vorzusprechen oder gegen den Bischof Stellung zu beziehen:
„Die SJM distanziert sich ausdrücklich von derlei Vorkommnissen, wie sie mit den E-Mails mit falscher
Absenderangabe geschehen sind“ – erklärte Pater Hönisch Ende November.
Als Grund für die neuerliche
Distanzierung gibt der Orden in einer Presseaussendung an, daß um die falschen Emails „immer noch Unruhen“
herrschten.
Die Angelegenheit entzündete sich am 23. November.
Bischof Algermissen ließ sich am letzten Samstag wegen der demonstrierenden Fuldaer Gläubigen polizeilich beschützen.
Damals beklagte der Pressesprecher der
Jesuiten, Thomas Busch, daß eine falsche Pressemeldung im Namen und mit dem Absender der deutschen Jesuitenprovinz
verschickt wurde.
Im falschen Email folgte ein Text mit dem Titel: „Scharfe Proteste gegen einen selbstherrlichen
Bischof“.
Es ist bei der Versendung von Emails ein Leichtes, eine x-beliebige Adresse als Absender anzugeben.
Fast zeitgleich kämpfte auch das bekannte Magazin ‘America’, das von den Jesuiten in den USA herausgegeben
wird, mit einem solchen Problem.
Ein Unbekannter sandte mit der Absenderadresse des Magazins eine Werbung
für Diätpillen aus.
Im Fall Algermissen wurde die Geschichte der gefälschten Emails vom Linzer Nachrichtenportal
‘kath.net’ aufgebauscht.
Der Onlinedienst bezichtigte – ohne dafür Beweise zu liefern – „Algermissen-Gegner“
als angebliche Absender.
Da ‘kath.net’ bisher nur sehr selektiv über den Fall Algermissen berichtet
hat, stürzte sich seine Leserschaft auf die seltene Gelegenheit: Die Hochstilisierung der gefälschten
Mails wurde zum Top-Artikel der Woche.
Dagegen unterschlug das offenbar von den Bischöfen Deutschlands
und Österreichs finanziell abhängige Nachrichtenportal die beiden Dementis von Pater Andreas Hönisch.
Auch über die drei Mahnwachen der Gläubigen aus den Pfarreien der entlassenen SJM-Priester vor dem
Fuldaer Dom wurde auf ‘kath.net’ nicht berichtet.
Email-Adressen der Empfänger
32 Lesermeinungen
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#33 Pünktchen 16:15:51 | Montag, 18. Dezember 2006
Umwidmung der Kirchensteuer! Liebe Gläubige aus Eckweisbach, Schwarzbach und Simmershausen! habt Ihr
die Botschaft dieses Artikels ?:) :)3 www.kreuz.net/article.4390.html vernommen?
@didymus Ich habe jemanden gebeten, zur angegebenen Uhrzeit auf dem Domplatz in Fulda zu sein. Von einer
Demo für den Bischof war aber weit und breit nichts zu sehen, auch nicht von bischofstreuen Gläubigen,
die ihrem Oberhirten betend den Rücken stärken wollten. Es ist halt doch schwieriger, einen Witz (so
war das doch gemeint, oder?) zu machen, als sich der Gefahr auszusetzen, selbst Gegenstand von Witzen
anderer zu werden, nicht? Oder scheiterte haben Sie nur nicht genügend bischofstreue Gläubige finden
können?
@ Stellungnahme v. Pater Hönisch In seinem Brief an die Freunde und Wohltäter der „SJM“ vom 11. Nov.
06 beschreibt Pater Hönisch die „Rhönereignisse“ aus seiner Sicht und hofft noch auf ein Wunder. Zitat:
„Bischof Agermissen von Fulda hatte mir in einem Brief geraten, die drei Patres, die in seiner Diözese
arbeiten, freiwillig zurückzuziehen, dann bräuchte er keine „eventuellen notwendigen administrativen
Maßnahmen“ zu ergreifen. Dies sei für das Ansehen unseres Ordens besser, als wenn sie durch die Diözese
entlassen würden. Ich schrieb ihm daraufhin zurück, dass ich die Patres nicht zurückziehen werde, da
sie sich nichts zu schulden haben kommen lassen. Wenn er sie selber zurückzieht, werden wir natürlich
gehorchen. Den Brief des Bischofs habe ich an die drei betroffenen Patres unseres Ordens weitergeleitet,
weil ich dies für meine Aufgabe ansah; denn die drei Patres mussten ja wissen, dass sie mit allergrößter
Wahrscheinlichkeit zum Frühsommer 2007 nicht mehr in den Pfarreien weiterarbeiten werden. Und die Patres
haben die Pfarrgemeinderäte über diese Perspektiven informiert. Dies hat der Bischof als einen Vertrauensbruch
angesehen und darauf hin die Patres kurzfristig von ihren Ämtern mit Wirkung des 1. Dezember dieses Jahres
entpflichtet. Ich muss hinzufügen, dass der Brief des Bischofs nicht als „vertraulich“ gekennzeichnet
war, vielmehr war es ein amtliches Dokument. Ob man dem Bischof einen geschickten Schachzug unterstellen
darf, – oder Naivität im weiteren Umgang mit seinem Schreiben?
Nicht nur in Fulda zu singen: Bonifatiuslied (Text: Friedrich Dörr 1974) Apostel du, von Gott gesandt,
Sankt Bonifatius: du gabst dein Blut für unser Land, nimm unsern Dankesgruß. Dich schreckte nicht der
Heiden Wut, nicht alter Götzen Macht; du hast, erfüllt von Glaubensmut, uns Christi Licht gebracht.
Die Kirche hast du hochgeehrt, als unsres Herren Braut, das Volk zum wahren Gott bekehrt und Dome aufgebaut.
In Sorge um das Gottesreich trugst du Gefahr und Not: du wurdest sterbend Christus gleich, getreu bis
in den Tod. Breit segnend über uns die Hand, sieh an die Glaubensnot: erhalt für Christus unser Land,
hilf, wo Gefahr uns droht. Weck auf den Geist der Jüngerschaft, schenk uns Bekennermut, erwirke uns der
Liebe Kraft, die andern Gutes tut. Führ hin zu Christus, die verirrt und die sich abgewandt, dass wieder
eins im Glauben wird das Volk in unserem Land.
@ Didymus-Zwilling na, da bin ich ja gespannt, was passiert, wenn die beiden Fronten leibhaftig aufeinandertreffen… Nach dem Diskurs in den Foren zu schließen, wären Hund und Katze in einem Rattenkäfig -damit verglichen-
eine friedliche Symbiose! Wenn der böööse Bischof nicht die Polizei holt, harhar…
@cath Dieser „Pater“-Lingen-Slang nervt : Alle, die meine Meinung nicht teilen, sind Feinde der Kirche.
Fragt sich nur, welcher „Kirche“? Nein, den muss man nur ab und zu mal virtuell knuddeln und ihm sagen,
daß er kerngesund ist, zumal ihm diese geistige Gesundheit bei seiner letzten, wahrscheinlich von ihm
selbst angeregten Untersuchung ( ob er Zweifel hatte? ) ärztlich attestiert wurde. link www.sedisvakantismus.org/…enZensurKreuzNet.htm
Schädlingsbekämpfung? Liebe Gegner der SJMler! Ich habe noch nicht in Erfahrung bringen können, ob
morgen 100%ig wieder eine Mahnwache stattfinden soll. Wenn ja, schlage ich folgendes vor: wir organisieren
eine Gegen-Mahnwache für unseren Hochwürdigsten Herrn Bischof und gegen die SJMler. Dann machen wir
mal Schädlingsbekämpfung! Treffpunkt 14:45h vor dem Domportal. Transparente mitbringen!!!! Mögliche
Tital dafür: – Zeigen Sie Herz: lassen Sie die SJMler draußen! – Wir wollen konsequente Entscheidungen!
Danke dafür, Herr Bischof! – Die Rhön ist schön – ohne SJMler ist sie schöner! – …
wink ? vielleicht ist es sogar besser, was Algermissen macht … Fulda hat gute Messen: www.fsspx.info/zentren/show.php?id=27
Da muss man nur hingehen Weiss jemand, wohin die 3 entlassenen Priester gehen?
#19 No Comment 17:15:28 | Freitag, 8. Dezember 2006
@Pünktchen Leserzeitung? Das wäre eine Erweiterung des „Engagements“ hier und nicht die nötige Verringerung.
Aber über Dr. G. erfährt man im net ja genug (interessante Berichte aus Österreich).
Was soll die Polemik gegen Medjugorje? Dort wird gebetet, gebeichtet, die hl. Eucharistie gefeiert und
die Lehre der Kirche unter dem Patronat der Gottesmutter gelebt und weitergegeben. Dort wird das getan
und gelebt, was in der Kommunionmappe von Barbara Heid auch getan wird. Die Sturheit, mit der die SJM
und Pater Hönisch Medjugorje ablehnen, ist nicht vom guten Geist. Die SJM und Pater Hönisch hätten
es bedeutend leichter, wenn sie sich diesem Charisma des Gottersvolkes ohne Übertreibungen öffnen würden.
Medjugorje ist eine Gebetsschule und ein Beichtstuhl für die Welt, vielleicht sogar die heilsgeschichtliche
Vollendung von Lourdes und Fatima. Dies wäre heute, am Fest der Immaculata, einmal ohne Ressentiment
zu bedenken. Friede allen, die dies lesen! Maria mit dem Kinde lieb …
#16 Pünktchen 16:11:43 | Freitag, 8. Dezember 2006
Lieber Dr. O., warum nutzen Sie nicht die „Leserzeitung“ und teilen uns dort Ihre Erkenntnisse über Dr.
G. mit! Auf diesen Artikel könnten Sie dann regelmäßig (so etwa in jeder zweiten Zuschrift) verlinken!
–- So sparen Sie sich Arbeit! Grüße: Ihr . pünktchen
#13 No Comment 15:50:31 | Freitag, 8. Dezember 2006
@Pünktchen („G-Punkt?“) Zu diesem Punkt wäre mir eine Aufklärung willkommen. Nur die „borderliner“-Biographie
(Aachen, St. Pölten, Berlin) von Dr. G. passt (so sehr) auf kreuz.net. Aber man will ja niemanden verleumden.
@Maledica „Feinde der Kirche“ Dieser „Pater“-Lingen-Slang nervt : Alle, die meine Meinung nicht teilen,
sind Feinde der Kirche. Fragt sich nur, welcher „Kirche“?
#10 No Comment 15:27:27 | Freitag, 8. Dezember 2006
Maledica und die „Feinde der Kirche“… Warum beschweren Sie sich denn nicht über diese Titel: „Schädlingsbekämpfung…“
Das erinnert doch wieder überaus deutlich an die süffisante Diktion des Dr. Goesche.
Clarissa und 5) „nicht mitteilbares Wissen“ Noch weniger mitteilbar wäre natürlich Unwissen, das sich
aber als angebliches Wissen viel bedeutender nicht mitteilen läßt! !!
Medjugorje www.kath.net/2005/detail.php?id=15408 bei so viel Medjugorje-Propaganda, was ist eigentlich
ein offizieller Papstprediger!?, wundert es natürlich nicht, daß die Berichterstattung über kirchenfeindliche
aber um so medjugorjefreundlichere Bischöfe von kath.net immer lächerlicher wird
@ Algermisen und Medjugorje Wen es noch wundert … Albrecht v. Raab-Straube: Medjugorje beinhaltet in
ganzer Breite und Tiefe das Modell der Kirche für das kommende Jahrhundert. Die Praxis von Predigt und
Liturgie am Ort, die Art, wie sich die Menschen und Pilger im Ort verhalten, zeigt, was das Konzil wollte:
eine durchgreifende Erneuerung „von unten³ und „von oben³ aus der Kraft des Heiligen Geistes. Inzwischen
gibt es in allen Bistümern der Welt Medjugorje-Gebetskreise, die in den meisten Fällen auch von den
Bischöfen anerkannt sind und wie es in deutschen Bistümern der Fall ist, ihren festen Ort in den regelmäßigen
Treffen der Geistlichen Gemeinschaften haben. In Paderborn waren es vorwiegend unser Erzbischof Kardinal
Degenhardt und der neue Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, die sich stark für die Förderung
des Impulses aus Medjugorje eingesetzt haben. Link www.medjugorje.at/detail.php?id=379
Es soll auch Nachrichtendienste geben, die Nachrichten „produzieren“, damit sie – womöglich tendenziös –
über etwas zu berichten haben! Der Fall Algermissen scheint sich noch zu einem „Fall kath.net“ auszuweiten!
#1 landorganist 14:11:28 | Freitag, 8. Dezember 2006
Meine Güte dieses Superfoto, dass Ihr da geschossen habt, beweist aber auch wirklich alles. …das könnte
auch vor unserer Friedhofsmauer sein. Ansonsten, wie immer nix neues unter der Sonne, wann kommt endlich
mal ein neues Thema? (Gääähn)