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Freitag, 8. Dezember 2006 08:39
kreuzmeldungen
Nicht einmal Johannes Paul II. + Einwände gegen die Eiligsprechung + Keine Metzgerdienste + Konservative Juden auf Homo-Kurs + Gott verhüte
Papst Benedikt XVI. besuchte als zweiter Papst in der Kirchengeschichte eine Moschee
Papst Benedikt XVI. besuchte als zweiter Papst in der Kirchengeschichte eine Moschee
Nicht einmal Johannes Paul II.

Italien. Das Gebet von Papst Benedikt XVI. in der Blauen Moschee habe „im interreligiösen Dialog einen neuen Horizont“ eröffnet. Das erklärte der Bischof der zentralitalienischen Diözese Terni, Mons. Vincenzo Paglia (61), vor der römischen Tageszeitung ‘Il Messaggero’. Zum ersten Mal habe ein Papst in einer Moschee Gott angerufen: „Das tat nicht einmal Papst Johannes Paul II. in der Moschee von Damaskus.“ Bischof Paglia leitet in der italienischen Bischofskonferenz die Kommission für den interreligiösen Dialog und steht der ‘Gemeinschaft von San Egidio’ nahe.

Einwände gegen die Eiligsprechung

Italien. Einige sogenannte Theologen haben sich gegen eine überstürzte Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. ausgesprochen. Das berichteten italienische Medien am Donnerstag. Unter den Kritikern befindet sich der laisierte Ex-Abt des römischen Benediktinerklosters Sankt Paul vor den Mauern, Giovanni Franzoni. Die Verurteilung der brasilianischen Befreiungstheologie, die konservative Haltung zur Sexualmoral und zum Priesterzölibat sowie der Umgang mit dem Finanzskandal der Vatikanbank entsprächen nicht den Kriterien eines heiligmäßigen Lebens.

Keine Metzgerdienste

Deutschland. In der Chemnitzer Frauenklinik haben vier Hebammen gekündigt, um sich nicht durch Beteiligung an sogenannten Kinderabtreibungen unmittelbar vor der Geburt schuldig machen zu müssen. Seit Juni 2006 werden behinderte Kinder im Geburtssaal der Frauenklinik ermordet. Die Klinikleitung hatte den Hebammen angeboten, an den Spätabtreibungen nicht mitwirken zu müssen: „Im Notfall und wenn keine Kollegin zu erreichen wäre, hätte ich aber doch dabei sein müssen“ – erklärte eine Betroffene vor der evangelischen Nachrichtenagentur ‘idea’.

Konservative Juden auf Homo-Kurs

USA. Das Leitungsgremium des konservativ-jüdischen Zusammenschlusses ‘Komitee für jüdische Gesetze und Standards’ beschloß am Mittwoch, in Zukunft Homo-Konkubinate und Homo-Rabbis zu akzeptieren. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Reuters’. Das konservative Judentum ist mit 1.600 Rabbinern die kleinste Gruppierung im Judentum. Sie steht ideologisch zwischen den orthodoxen und den liberalen Juden.

Gott verhüte

„Sollten daher – was Gott verhüte – sich welche herausnehmen, im Herzen anders zu denken, als von Uns definiert wurde, so sollen diese erkennen und fortan wissen, daß sie, durch eigenen Richtspruch verurteilt, Schiffbruch im Glauben erlitten haben und von der Einheit der Kirche abgefallen sind. Sie unterliegen außerdem durch ihre Tat selbst den vom Recht festgelegten Strafen, wenn sie es wagen sollten, das was sie im Herzen sinnen, mündlich, schriftlich oder auf irgendeine andere äußerliche Weise zum Ausdruck zu bringen.“

Der Selige Papst Pius IX. in der Bulle ‘Ineffabilis Deus’ vom 8. Dezember 1854 über die Leugner der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Mit dieser Bulle wurde das Dogma feierlich verkündet.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 12 Lesermeinungen:
Sonntag, 10. Dezember 2006 17:31
Defensor Fidei: Papst betet in Moschee
*Zum ersten Mal habe ein Papst in einer Moschee Gott angerufen*

Begeistert bin ich davon nicht, aber mich tröstet die fromme Hoffnung , daß er bei dieser Gelegenheit den Dreifaltigen Gott um die Bekehrung der Moslems angerufen hat.
Sonntag, 10. Dezember 2006 13:53
moorhans: Christ bleiben
wickerl: Gegen die Seligsprechung
wieso lassen’s doch seligsprechen es ist doch niemand
da der die Sprechung hört,oder?
Jesu lehrte so was doch nie und der seliggesprochene ist tot.
Freitag, 8. Dezember 2006 20:48
wickerl: Gegen die Seligsprechung
Gegen die Seligsprechung von Johannes Paul II. spricht vor allem dass er an interreligiösen Gebetstreffen teilgenommen hat. In Asissi soll er 1986 eine Buddhafigur auf den Tabernakel gestellt haben.
Freitag, 8. Dezember 2006 15:42
Seefeldt: Auch ein Einwand gegen die Eiligsprechung von Jopa 2
Auch ich hoffe inständigst, daß Jopa 2 niemals selig- oder gar heiliggesprochen wird.

Jopa 2 betrieb schon seinerseits eine Inflation der Heiligsprechungen (etwa ebensoviele oder gar mehr als alle seine Vorgänger zusammen). Seine eigene „Heilig“-Sprechung wäre die Entwertung alles und aller Heiligen.

Denn kaum ein Papst schadete dem katholischen Glauben so sehr wie dieser Relativierer übelster Sorte.

Die echten Heiligen nahmen Not und Elend, oft einen gräßlichen Tod auf sich, um Christus vor der Welt zu bezeugen. Jopa 2 dagegen verriet wiederholt den christlichen Glauben, um der Welt zu gefallen.
Freitag, 8. Dezember 2006 15:01
Johann Gerhard: @ Robert K.
Nun ja, beim Beten wird es darauf ankommen, ob ich im Puff alleine Gott (um Hilfe oder dergl.) anrufe oder mit dem Puffbesitzer in einen Lobgesang Gottes einstimme. Im letzteren Fall wird ein Außenstehender wohl wenig erbauliche Rückschlüsse auf den christlichen Glauben vornehmen.

Ich gebe Dir aber insoweit Recht, als der gegenwärtige Papst auf mich als Außenstehenden einen weniger fehlgeleiteten Eindruck als der alte macht.
Freitag, 8. Dezember 2006 14:38
• Johann Gerhard:
Wo siehste da den Synkretismus? Auf die dümmliche Aussage des Bischofs Vincenzo Paglia hereingefallen? – Benedikt hat in Wahrheit all das nicht getan, was sein Vorgänger in Assisi – Verzeihung, anders kann ich es nicht nennen – verbrochen hat. Beten darf ich überall. Sogar im Puff. Oder in einer Chabad-Jeschiwa.

• Athanasius:
Falls Rabbi Moishe Friedman »in chassidischer Tradition« steht, ist er gewiß nicht Talmud- und Kabbala-kritisch. Ich würde ihn allerdings gar nicht für einen Chassiden halten (von Chabad natürlich sowieso nicht). Sichere Informationen finde ich allerdings nicht.
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